Jobprofil: Choreografen (m/w)

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Steckbrief: Choreograf (m/w)

Ausbildung:
Studium + praktische Ausbildung
Work-Life Balance:
Intensiv (45+ Stunden)
Einstiegsgehalt:
1.800 €
Spitzengehalt:
6.000+ €

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Das Berufsprofil: Choreograf

In klassischen Ballettstücken sind Bewegungsmuster und Abläufe klar vorgegeben. Hier gibt es kaum Spielräume für Choreografen. Ihre Aufgabe ist es aber gerade, neue Spielräume zu nutzen. Sie sind es, die Bewegungsfolgen erfinden, die zu neuen Musikstücken und Kompositionen passen. Manchmal stellen Choreografen auch eine klassische Tanzkompsition komplett auf den Kopf und kreieren eine neue, modernere. Die fertige Choreografie wird dann auf der Bühne vorgeführt.

Meist beherrschen Choreografen ihr Metier aus dem Effeff. Viele waren in ihrer früheren Karriere selbst Profitänzer. Sie wissen nicht nur um die körperlichen Anforderungen, die der Profitanz mit sich bringt. Sie kennen auch die künstlerischen Möglichkeiten von Tänzern, die ihren Körper bis ins kleinste Detail in Griff haben müssen.

Choreografen arbeiten im Ballett, im Theaterbereich und überall dort, wo zur Unterhaltung oder zu sportlichen Zwecken Bewegungsabläufe koordiniert und inszeniert werden müssen: Die Bandbreite an Möglichkeiten reicht von Modeschauen, Shows für das Fernsehen bis hin zum Eiskunstlauf.

Wie muss man sich den Alltag eines Choreografen vorstellen? Zunächst wählt er den Stoff aus, den er inszenieren will. Er studiert die Musik ganz genau. Daraufhin entwickelt er Bewegungsabläufe. Dabei kann es darum gehen, eine Geschichte im Tanz nachzuerzählen. In anderen Fällen wählen Choreografen abstrakte Darstellungsweisen, die sich gezielt dem klassischen Tanz widersetzen.

Zusammen mit dem Regieteam entscheiden sie über Bühnelemente, Licht und Kostüme der Inszenierung. Choreografen sind außerdem für die Besetzung der Rollen in einem Stück verantwortlich und holen aus den Tänzern im Training stets das Beste heraus. Die Work Life Balance ist durchwachsen. Choreografen sind keine Menschen, die nach Stechuhr arbeiten. Viele Überstunden und Wochenendarbeit sind ein fester Bestandteil des Jobs. Die Arbeitsmarktchancen sind eher unausgewogen. 

Wie wird man Choreograf?

Der Beruf des Choreografen lässt sich erlernen. Aber es gehört viel Schweiß und Durchhaltevermögen dazu. Häufig gehen diesem Beruf eine Ausbildung als Bühnentänzer und mehrjährige Praxis auf der Bühne voraus. Viele Choreografen haben auch ein Studium im Bereich Choreografie absolviert.

Der Studiengang Choreographie wird an verschiedenen deutschen Hochschulen als Masterstudiengang angeboten. Er baut auf ein Bachelorstudium aus den Bereichen Tanz oder Theater auf. Die Aufnahme ist an das Bestehen einer künstlerischen Eignungsprüfung geknüpft.

In dem Masterstudium lernen angehende Choreografen die künstlerische Praxis intensiv kennen. Sie entwickeln unter anderem eigene choreografische Arbeiten und bringen sie auf die Bühne.

Themenschwerpunkte des Studiums sind:

  • Körper- und Bewegungsrecherche
  • Methoden der Improvisation und Komposition
  • Künstlerische oder ästhetische Kontextualisierung
  • Pädagogische Kompetenzen

Arbeitgeber: Wer sucht Choreografen

Choreografen können in diesen Berufsfeldern arbeiten:

  • Kultureinrichtungen
  • Ensemblearbeit
  • Musical
  • Produktion von choreografischen Arbeiten
  • Veröffentlichung von choreografischen Arbeiten
  • Lehre und Bildung
  • TV
  • Film

Stellenangebote für Choreografen

Gehalt: Was verdient man als Choreograf?

Da der Weg in den Beruf meist über ein Studium führt, verdienen angehende Choreografen in den ersten Jahren ihrer Ausbildung meist nichts oder nur soviel, was ihnen Nebenjobs einbringen. Eine Ausbildungsvergütung gibt es nicht.

Ist ein fester Job in Aussicht, hängt das Gehalt von diesen Faktoren ab:

  • Art und Größe des Arbeitgebers
  • Region

Schätzungsweise kann ein Choreograf zu Beginn seines Berufslebens mit einem Einstiegsgehalt von etwa 1.800 Euro brutto pro Monat rechnen. Nach einigen Jahren kann das Einkommen aber gehörig ansteigen. Wer über einen gewissen Bekanntheitsgrad verfügt, kann ein monatliches Einkommen bis zu 6.000 Euro brutto pro Monat und mehr verdienen. Star-Choreografen verdienen diese Summe sogar an einem Tag. Und noch mehr.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Choreografen

In den meisten Fällen arbeiten ausgebildete Choreografen als Freiberufler. Oder sie sind zeitlich befristet angestellt. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind nicht besonders rosig. Es gibt nur wenige Stellen für Choreografen. Und diese werden meist über Kontakte vergeben. Alternativ machen sich viele Choreografen mit einer eigenen Tanzschule selbstständig.

Bewerbung: Womit punkten Choreografen

Choreografen können in Lebenslauf und Anschreiben mit den folgenden Hard-und Soft Skills punkten:

  • Tanzausbildung
  • Abgeschlossenes Studium
  • Körperliche Belastbarkeit
  • Disziplin
  • Ausdauer
  • Musikalität
  • Tanzgeschichtliches Wissen
  • Führungstalent
  • Kreativität

Karriere: Die Entwicklungschancen als Choreograf

Choreografen haben die Chance an Opernhäusern, Theatern, bei Ballett- und Tanztheater-Kompanien, an Showbühnen, bei Musicalproduktionen oder bei Film und Fernsehen die künstlerische Leitung zu übernehmen. Auch in Ballett- und Tanzschulen bieten sich entsprechende Möglichkeiten.

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