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Jobprofil: Drahtzieher (m/w)

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Steckbrief: Drahtzieher (m/w)

Ausbildung:
Ausbildung
Work-Life Balance:
Normal (40-45 Stunden)
Einstiegsgehalt:
1.900 €
Spitzengehalt:
3.000+ €

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Das Berufsprofil: Drahtzieher

Der Drahtzieher genießt im Volksmund einen eher unschönen Ruf. Er wird oft mit dem Planen zwielichtiger Delikte in Verbindung gebracht. Als Drahtzieher bezeichnete man früher die Hintermänner, die eine kriminelle Aktion ausheckten, sie dann aber von anderen ausführen ließen. So blieb man hoffentlich unerkannt und entging seiner gerechten Strafe.

Es gibt aber auch ein gleichnamiges Jobprofil. Dieses hat mit dem kriminell angehauchten Namensvetter aber rein gar nichts zu tun. Ausgebildete Drahtzieher stellen Maschendraht, Stromkabel, und Kabel aus Eisen oder Kupfer her. Drahtzieher ist der traditionelle Name für den heutigen Beruf der Fachkraft für Metalltechnik der Fachrichtung Umform- und Drahttechnik.

Die Aufgaben im Überblick:

  • Produktion von Drähten
  • Formen oder Trennen von Metallen
  • Planen der einzelnen Arbeitsschritte
  • Einrichten von Drahtzieh-, Trenn- oder Umformmaschinen
  • Einbauen der nötigen Umformwerkzeuge

In ihrem Berufsalltag formen Drahtzieher beispielsweise aus Metallstäben Drähte jedweder Länge und Dicke. Während sie die Maschinen mit dem jeweiligen Rohmaterial bestücken, überwachen sie gleichzeitig deren Arbeit. Kommt es zu Produktionsfehlern, korrigieren sie diese manuell. Dann legen sie an das Endprodukt zum Beispiel nochmal Hand an und bearbeiten es nach.;

Abschließend behandeln Drahtzieher die Oberflächen, führen eine Qualitätskontrolle durch und verpacken die fertigen Produkte für den Transport. Zu den täglichen Arbeiten gehört außerdem die Pflege- und Wartung der eingesetzten Maschinen.

Die Work Life Balance eines Drahtziehers ist meist ausgewogen. Die einzige Ausnahme bilden dringende Kundenwünsche oder die Mitarbeit an Großprojekten, die unter großem zeitlichem Druck durchgeführt werden. Allerdings ist der Beruf nichts für Untrainierte: Kräftiges Zupacken gehört dazu, wenn Drahtzieher schwere Metallteile bei der Bearbeitung anheben müssen. Die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sind recht gut.

Wie wird man Drahtzieher?

Der Zugang zum Beruf der Fachkraft für Metalltechnik der Fachrichtung Umform- und Drahttechnik erfolgt über eine klassische duale Ausbildung, die parallel in Berufsschule und Ausbildungsbetrieb stattfindet und zwei Jahre dauert.

Auf dem Lehrplan stehen in dieser Zeit die folgenden Inhalte:

  • Bauteile herstellen
  • Warten von Anlagen
  • Montieren von Bauteilen und Baugruppen
  • Demontieren von Bauteilen und Baugruppen
  • Handgeführte Werkzeuge benutzen
  • Maschinen bedienen
  • Steuerungstechnik
  • Einrichten von Trenn- oder Umformmaschinen
  • Überwachen und Optimieren von Produktionsprozessen
  • Oberflächen- und Wärmebehandlung

Die Ausbildung zum Drahtzieher beinhaltet eine Zwischenprüfung zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres und schließt mit einer Abschlussprüfung ab.

Arbeitgeber: Wer sucht Drahtzieher

Drahtzieher finden Beschäftigungsmöglichkeiten in den folgenden Bereichen:

  • Industriebetriebe verschiedener Branchen in der Produktion
  • Hersteller von Geräten und Systemen
  • Behälterbaubetriebe
  • Betriebe des Maschinenbaus
  • Unternehmen der Drahtindustrie
  • Hersteller von Toren, Gittern, Geländern und Stahlzäunen
  • Werften
  • Betriebe für Schweißtechnik

Stellenangebote für Drahtzieher

Gehalt: Was verdient man als Drahtzieher?

Das Einkommen von Drahtziehern richtet sich wie in anderen Berufen nach der Größe des Betriebs, der Region und der Berufserfahrung. Zu Beginn seiner Karriere kann ein Drahtziehern mit folgendem Ausbildungsgehalt rechnen:

  1. Ausbildungsjahr bis 876 Euro brutto monatlich
  2. Ausbildungsjahr bis 922 Euro brutto monatlich

Das Einstiegsgehalt liegt bei rund 1.900 Euro brutto und steigt mit zunehmender Berufserfahrung auf bis zu 3.000 Euro und mehr.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Drahtzieher

Einer der Vorteile des Berufs ist, dass Drahtzieher in sehr vielen Branchen eingesetzt werden können. Das macht sie zu einer begehrten Ressource auf dem Arbeitsmarkt. Auch wenn die Ausbildung mit einer Dauer von zwei Jahren verhältnismäßig kurz ist, haben Fachkräfte für Metalltechnik Perspektiven auf eine gute Karriere. Auch im Ausland sind sie begehrt. Viele gehen auf Montage oder arbeiten dauerhaft in Nachbarländern.

Bewerbung: Womit punkten Drahtzieher

Mit den folgenden Fähigkeiten können angehende Drahtzieher in ihren Bewerbungsunterlagen punkten:

  • Interesse an Technik
  • Genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • Teamfähigkeit
  • Gutes Hör- und Sehvermögen

In punkto Schulbildung gilt: Grundsätzlich gibt es keine bestimmten Voraussetzungen für die Lehre. Die meisten Arbeitgeber wollen aber mindestens den Hauptschulabschluss sehen. Manche bevorzugen Bewerber mit Fachoberschulreife.

Karriere: Die Entwicklungschancen als Drahtzieher

Es gibt zahlreiche Karrierepfade, die ausgebildete Drahtzieher nach ihrem Abschluss beschreiten können. Dazu führen Spezialisierungen in den folgenden Bereichen:

  • Werkstofftechnik
  • Fertigungsplanung und -steuerung
  • Metallbe- und -verarbeitung
  • EDV-Anwendung

Auch diese Fortbildungen sind möglich:

  • Ausbilder
  • Industriemeister
  • Techniker Maschinenbau
  • Techniker Feinwerktechnik

Wer die nötigen Zugangsvoraussetzungen erfüllt, kann nach der Lehre auch nochmal ein Studium ins Auge fassen.

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