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Jobprofil: Edelmetallprüfer (m/w)

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Steckbrief: Edelmetallprüfer (m/w)

Ausbildung:
Ausbildung
Work-Life Balance:
Normal (40-45 Stunden)
Einstiegsgehalt:
2.000 €
Spitzengehalt:
3.000+ €

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Das Berufsprofil: Edelmetallprüfer

Wer sich schon einmal gefragt hat, was mit alten Münzen, altem Schmuck oder Metallen passiert, nachdem sie zurückgekauft wurden, hat wahrscheinlich noch nicht von dem Jobprofil des Edelmetallprüfers gehört. Ein Edelmetallprüfer arbeitet unter anderem in Scheideanstalten. Das sind Betriebe, die alte Gegenstände aus Metall aufkaufen, die enthaltenen Metalle voneinander trennen und vor allem Edelmetalle wie Gold oder Silber zurückgewinnen.

Als angehende Edelmetallprüfer haben Jobanwärter also tagtäglich mit wertvollem Geschmeide zu tun. Nicht nur Gold oder Silber sind für sie von Interesse. Auch Platin, Palladium, Kupfer, Zink und Zinn. Sie prüfen deren Gehalt in Legierungen, Aschen und Lösungen. Dafür nutzen sie verschiedene chemische und physikalische Verfahren. Jobanwärter sollten daher unbedingt ein vertieftes Interesse für Physik und Chemie und gute Noten in den Fächern mitbringen.

Das Jobprofil setzt in diesen Bereichen einiges an Fachwissen voraus. Zum Beispiel ermitteln Edelmetallprüfer die Dichte, Härte oder das Schmelzintervall der Ausgangsstoffe und ziehen daraus Rückschlüsse auf die enthaltenen Metalle. Das ist aber längst nicht alles. Darüber hinaus wenden die Experten zum Beispiel auch die Technik der Röntgenfluoreszenzspektrometrie an.

Dabei wird die Probe von einem Schmuckstück entweder durch Röntgenstrahlung, Gamma- oder Ionenstrahlung angeregt. Das löst kernnahe Elektronen von den inneren Schalen des Atoms. Die dabei frei werdende Energie ist in Form von Fluoreszenzstrahlung messbar, die für jedes Element spezifisch ist. Diese Fluoreszenzstrahlung werten Edelmetallprüfer mit einem Strahlungsdetektor aus und können Rückschlüsse auf enthaltene Metalle ziehen.

In anderen Fällen analysieren sie die einzelnen Stücke mit einer Chromatografie. Das ist ein Verfahren, bei dem etwa Legierungen - stark vereinfacht gesagt - mit chemischen Lösungsmitteln in ihre Einzelteile aufgespalten werden. Auch hier bekommt der Edelmetallprüfer einen Eindruck, welche Edelmetalle zu welchen Anteilen in der Legierung enthalten sind.

Ihre Prüfergebnisse dokumentieren Edelmetallprüfer am Computer. Dazu führen sie Prüf- und Versuchsprotokolle, in denen sie die erhaltenen Messdaten grafisch darstellen. Auf Grundlage der Ergebnisse entstehen Berichte und Gutachten. Zu den täglichen Aufgaben gehört außerdem, komplexe technische Anlagen und Geräte zu bedienen, überwachen, warten und instand zu halten. Da Edelmetallprüfer in ihrem Arbeitsalltag mit gefährlichen Stoffen hantieren, ist Schutzkleidung Pflicht. Die Work Life Balance ist ausgewogen, die Zukunftsperspektiven sind es auch. 

Wie wird man Edelmetallprüfer?

Bei dem Jobprofil des Edelmetallprüfers handelt es sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf. Die Lehre findet sowohl in der Berufsschule als auch im Ausbildungsbetrieb statt und dauert drei Jahre.

Formale Voraussetzungen für die Ausbildung gibt es nicht. Doch in der Regel werden Berufsanwärter mit mittlerer Reife oder Abitur bevorzugt. Die Berufsausbildung endet nach dem dritten Lehrjahr mit der Abschlussprüfung und sieht eine Zwischenprüfung nach eineinhalbjähriger Lehrzeit vor.

In der Ausbildung geht es um die Vermittlung folgender Inhalte:

  • Wiegen
  • Prüfen von Gewichten
  • Durchführen von Feuerproben
  • Maßanalytisches Bestimmen von Silber
  • Quantitatives Bestimmen von Platin, Palladium, Gold, Silber und Kupfer, Zink und Zinn
  • Prüfen von Silber- und Goldlegierungen
  • Scheiden hochhaltiger Edelmetallrückstände
  • Herstellen von Edelmetallsalzen
  • Herstellen von galvanischen Bädern
  • Bestimmen der Dichte
  • Durchführen mechanischer und mikroskopischer Untersuchungen von Metallen
  • Bestimmen von Metallanteilen
  • Durchführen einfacher mechanischer Metallprüfungen
  • Handhaben von Schutzgeräten
  • Pflegen und Instandhalten der Arbeitsgeräte

Arbeitgeber: Wer sucht Edelmetallprüfer

Edelmetallprüfer finden bei den folgenden Arbeitgebern Beschäftigung:

  • In Instituten, die sich auf die Prüfung von Materialien spezialisiert haben
  • In Betrieben der Edelmetallerzeugung
  • In Betrieben der Edelmetalltrennung
  • In Schmuckherstellungsbetrieben
  • In Laboren

Gehalt: Was verdient man als Edelmetallprüfer?

Während der Ausbildung fließt angehenden Edelmetallprüfern das folgende monatliche Bruttogehalt aufs Konto:

  1. Ausbildungsjahr 600 bis 800 Euro brutto
  2. Ausbildungsjahr 800 bis 900 Euro brutto
  3. Ausbildungsjahr 900 bis 1.000 Euro brutto

Ganz exakt lässt sich das Monatseinkommen in der Lehre und auch im späteren Berufsleben allerdings nicht beziffern, weil die Höhe des Gehalts immer auch abhängig von der Region und der Größe des Arbeitgebers ist.

Das monatliche Einstiegsgehalt nach der Ausbildung bewegt sich im Rahmen von 2.000 Euro brutto. Weitere Gehaltssprünge folgen mit zunehmender Berufserfahrung und mit jeder Weiterbildung. So liegt das durchschnittliche Gehalt erfahrener Edelmetallprüfer bei etwa 3.000 Euro brutto im Monat.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Edelmetallprüfer

Die Bedingungen auf den Arbeitsmarkt sehen für Edelmetallprüfer gut aus. Fachkräfte in dem Bereich haben aufgrund des vorherrschenden Mangels an Auszubildenden und des demographischen Wandels gute Chancen, schnell einen Ausbildungsplatz zu finden.

Bewerbung: Womit punkten Edelmetallprüfer

Welche Informationen sollten angehende Edelmetallprüfer bei ihrer Bewerbung in Lebenslauf und Anschreiben unterbringen? Allem voran ist folgendes gefragt:

  • Abgeschlossene Schulbildung
  • Abgeschlossene Ausbildung
  • Geschick
  • Gute Auge-Hand-Koordination
  • Sorgfalt
  • Technisches, physikalisches und chemisches Verständnis
  • Analysefähigkeit
  • Genauigkeit

Karriere: Die Entwicklungschancen als Edelmetallprüfer

Wer sich nach seiner Lehre in seinem Beruf spezialisieren will, um auf der Karriereleiter weiter aufzusteigen, sollte die folgenden Weiterbildungen ins Auge fassen:

  • Techniker im Bereich Werkstofftechnik: Staatlich geprüfte Techniker der Fachrichtung Werkstofftechnik untersuchen die physikalischen und chemischen Eigenschaften von Werkstoffen wie Stahl, Nichteisenmetallen, Baustoffen, Kunststoff, Verbundstoffen und technischer Keramik.
  • Technischer Fachwirt: Um in produzierenden Unternehmen erfolgreich am Markt zu bestehen, müssen alle Bereiche gut aufeinander abgestimmt sein und effizient funktionieren. Technische Anforderungen und Entwicklungen sind kontinuierlich mit wirtschaftlichen Notwendigkeiten und Möglichkeiten abzugleichen. Dafür sorgt der Technische Fachwirt.
  • Güte und Materialprüfer: Güte- und Materialprüfer, auch Qualitätsfachleute genannt, prüfen, ob Werkstücke und Produkte den Vorgaben und den Qualitätsstandards entsprechen.

Wer das Abitur in der Tasche hat, und die technischen Vorgänge, mit denen er es tagein tagaus zu tun hat, en Detail verstehen will, ist mit einem Studium zum Beispiel in diesen Bereichen gut beraten:

  • Materialwissenschaft
  • Werkstofftechnik
  • Chemietechnik
     

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