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Jobprofil: Justizfachangestellte (m/w)

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Steckbrief: Justizfachangestellter (m/w)

Ausbildung:
Ausbildung
Work-Life Balance:
Normal (40-45 Stunden)
Einstiegsgehalt:
2.000 €
Spitzengehalt:
3.000+ €

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Das Berufsprofil: Justizfachangestellter

Justizfachangestellte arbeiten bei Gericht. Alternative Arbeitgeber sind Staatsanwaltschaften. Für diese fungieren sie als so genannte Service-Einheiten und sind Ansprechpartner für Bürger, die juristischen Rat suchen.

Und zwar in den folgenden Angelegenheiten:

  • Sie erteilen Auskünfte
  • Sie nehmen Anträge, Rechtsmittel, Rechtsbehelfe und Erklärungen auf
  • Sie führen Registraturarbeiten durch
  • Sie berechnen, vermerken und überwachen Fristen
  • Sie gewähren Akteneinsicht
  • Sie fertigen Schriftstücke aus
  • Sie beglaubigen Schriftstücke
  • Sie erheben statistische Daten
  • Sie überwachen Zahlungseingänge

Damit ist das Aufgabengebiet von Justizfachangestellten aber noch nicht erschöpft. Die ausgebildeten Fachkräfte verwalten die Akten laufender und früherer Verfahren. Sie wickeln außerdem den Geschäftsverkehr mit allen Verfahrensbeteiligten ab und unterstützen Staatsanwälte, Richter und Rechtspfleger bei der Abwicklung eines Verfahrens.

Zum Beispiel laden sie Verfahrensbeteiligte und Zeugen zu Sitzungstermingen oder Verhandlungen vor. Beim Verfahren selbst halten sie als Protokollführer alles Gesagte fest und dokumentieren Strafsachen, die Aufnahme von Anträgen und Rechtsmitteln.

Außerdem sind Justizfachangestellte eine feste Größe bei der Berechnung von Gerichtskosten und der Entschädigung von Zeugen, Sachverständigen und Dolmetschern für ihre Aufwände. Die Work Life Balance von Justizfachangestellten ist nicht immer ausgewogen. Verfahren können sich in die Länge ziehen oder bestimmte Aufgaben müssen am Verfahrenstag beendet sein. Das kann mit Überstunden einhergehen. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind gut.

Wie wird man Justizfachangestellter?

Die Ausbildung zum Justizfachangestellten nimmt drei Jahre in Anspruch und untergliedert sich in praktische sowie theoretische Teile. Die Praxis lernen angehende Justizfachangestellte an einem Ausbildungsgericht kennen, die Theorie wird ihnen derweil im begleitenden Berufsschulunterricht vermittelt.

Auf dem Lehrplan stehen in dieser Zeit die folgenden Themen:

  • Arbeits- und sozialrechtliche Grundlagen
  • Sicherheit und Gesundheitsschutz
  • Kommunikation in berufstypischen Situationen
  • Büroorganisatorische Abläufe
  • Arbeitsorganisation
  • Informationsverarbeitung
  • Informations- und Kommunikationstechniken
  • Datenschutz
  • Textverarbeitung
  • Kosten- und Entschädigungsrecht
  • Rechtsanwendung in Zivilverfahren
  • Zwangsvollstreckung
  • Insolvenzen
  • Ehe- und Familiensachen
  • Rechtsanwendung in Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren
  • Rechtsanwendung in Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Vormundschaftsgerichtliche Angelegenheiten

Nach dem ersten Ausbildungsjahr absolvieren angehende Justizfachangestellte eine Zwischenprüfung. Am Ende der Lehrzeit steht eine Abschlussprüfung auf dem Programm, die schriftliche und praktische Bestandteile umfasst. Wer durchfällt, kann die Prüfung zweimal wiederholen. Bei besonderen Leistungen kann die Ausbildung um ein halbes Jahr verkürzt werden.

Arbeitgeber: Wer sucht Justizfachangestellte

Justizfachangestellte finden bei diesen Arbeitgebern eine Anstellung:

  • Bei Gerichten
  • Bei Staatsanwaltskanzleien
  • Bei juristischen Kanzleien
  • Bei Behörden
  • Bei Notaren
  • In der Privatwirtschaft

Stellenangebote für Justizfachangestellte

Rechtsanwalts-/Justizfachangestellter (m/w/d) 12.07.
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Gehalt: Was verdient man als Justizfachangestellter?

Während der Ausbildung fließt Justizfachangestellten das folgende Einkommen aufs Konto:

  1. Ausbildungsjahr 950 Euro
  2. Ausbildungsjahr 990 Euro
  3. Ausbildungsjahr 1.050 Euro

Wer seine Abschlussprüfung erfolgreich abgeschlossenen hat, erhält eine einmalige Abschlussprämie in der folgenden Höhe:

  • 500 für die Abschlussnote sehr gut oder gut
  • 400 Euro für die Abschlussnote befriedigend
  • 300 Euro für die Abschlussnote ausreichend

Nach ihrer Ausbildung werden Justizfachangestellte je nach Aufgabengebiet in die tariflichen Entgeltgruppen 5, 6 oder 8 eingestuft. Auf Stufe 5 liegt das Einkommen bei knapp 2.000 Euro monatlich und steigt innerhalb der nächsten Jahre auf bis zu 2.600 Euro an.

Wer mehr Verantwortung übernimmt, wird tariflich höher eingruppiert und verdient deutlich mehr. In Gruppe 8, liegt der Verdienst als Justizfachangestellter zwischen 2.300 und 3.000 Euro.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Justizfachangestellte

Wie ist es um die Chancen, nach der Ausbildung einen Arbeitsplatz zu erhalten, bestellt? Mit einem Wort: Gut. In der Regel werden Auszubildende, die die Abschlussprüfung zum Justizfachangestellten erfolgreich abgeschlossen haben, direkt in den Justizdienst eines Bundeslandes übernommen.

Eine Besonderheit des öffentlichen Dienstes ist übrigens, dass schwerbehinderte Jobanwärter bei gleicher Eignung im Einstellungsverfahren bevorzugt berücksichtigt werden. Mit dem Abschluss zum Justizfachangestellten eröffnen sich darüber hinaus Beschäftigungsmöglichkeiten bei Rechtsanwälten und Notaren sowie bei anderen Arbeitgebern der Privatwirtschaft.

Bewerbung: Womit punkten Justizfachangestellte

Wer sich als Justizfachangestellter bewerben möchte, sollte seinem Bewerbungsschreiben einen Lebenslauf und die letzten Schulzeugnisse beilegen. In seinen Unterlagen sollten die folgenden Skills und Talente nicht unerwähnt bleiben:

  • Gute Selbstorganisation
  • Gute Noten in Deutsch und Mathe
  • Sorgfalt
  • Genauigkeit
  • Hohes Verantwortungsbewusstsein
  • Keine Vorstrafen

Karriere: Die Entwicklungschancen als Justizfachangestellter

Die Ausbildung zum Justizfachangestellten ist abgeschlossen. Wie geht’s nun weiter mit der Karriere? Wer mindestens drei Jahre in dem Beruf gearbeitet hat, kann sich zum Beispiel für den Gerichtsvollzieherdienst weiter qualifizieren.

Dazu absolviert er eine Zusatzausbildung, die 20 Monate in Anspruch nimmt. Für Justizfachangestellte besteht außerdem die Möglichkeit, sich innerhalb eines Jahres zum Justizfachwirt weiterzubilden.

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