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Jobprofil: Maschinen und Anlageführer (m/w)

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Steckbrief: Maschinen und Anlageführer (m/w)

Ausbildung:
Ausbildung
Work-Life Balance:
Normal (40-45 Stunden)
Einstiegsgehalt:
2.700 €
Spitzengehalt:
3.500+ €

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Das Berufsprofil: Maschinen und Anlageführer

Maschinenführer oder Maschinen- und Anlageführer, wie der Beruf korrekt heißt, sind Experten dafür, wenn es darum geht,  Fertigungsmaschinen und -anlagen einzurichten und sie anschließend nach ausführlichen Tests in Betrieb zu nehmen und zu bedienen. Sie rüsten die Maschinen auch um und halten sie instand.

Maschinen- und Anlageführer sind in verschiedenen Industriebereichen für komplexe Fertigungsanlagen zuständig, bei denen einzelne Maschinen durch Förderanlagen oder Industrieroboter zu einem kompletten System verbunden sind. Verbrennungsmotoren oder Generatoren, Stanzen oder Pumpen, Bohr-, Dreh- oder Fräsmaschinen, Verpackungs- oder Nähmaschinen sind die Bestandteile dieser Systeme.

Die Aufgaben von Maschinen- und Anlageführern im Überblick:

  • Kontrolle gelieferter Waren
  • Geräte, Maschinen und Anlagen bedienen und überwachen
  • Funktionsstörungen frühzeitig erkennen, analysieren, beheben und dokumentieren
  • Austausch defekter Teile
  • Abtransport fertiger Produkte
  • Überprüfung der Einstellungs- und Produktionsdaten für den Maschinen- und Materiallauf
  • Maschinen und Anlagen pflegen und warten
  • Arbeitsplatz aus Sicherheitsgründen sauber halten
  • Maschinen und Automaten regelmäßig reinigen und schmieren
  • Verschleißteile austauschen
  • Prozessabläufe steuern und kontrollieren
  • Arbeitsabläufe koordinieren
  • Waren lagern
  • Fertigungs- und Qualitätskontrollen durchführen

Während ihrer Ausbildung spezialisieren sich Maschinen- und Anlageführer auf einen bestimmten Bereich. In der Textilindustrie sorgen sie beispielsweise dafür, dass die Produktion ohne Störfälle vonstatten geht.

Auch in der industriellen Druckweiter- und Papierverarbeitung sind Maschinen- und Anlageführer gefragt. Hier steuern und kontrollieren sie die Prozessabläufe an Buchbindemaschinen und überwachen alle Fertigungsschritte an Papierschneide-, Falz-, Bogenklebe- oder Verpackungsmaschinen. Der dritte Bereich, auf den sich Maschinen- und Anlageführer in ihrer Ausbildung spezialisieren können, ist die Lebensmitteltechnik.

Hier steuern sie Gemüsewaschanlagen, Trockenschränke, Misch-, Zerkleinerungs- oder Abfüllmaschinen und kontrollieren deren Funktionen mit Mess- und Prüfgeräten. Hierbei müssen Maschinen- und Anlageführer sämtliche Verarbeitungs- und Hygienevorschriften beachten.

Dafür müssen sie sich mit Lebensmittelrohstoffen und -produkten, den jeweiligen Rezepturen und Verfahrenstechniken genauso auskennen wie mit den Maschinen selbst.

Man mag es zunächst vielleicht nicht unbedingt glauben, aber im Beruf des Maschinen- und Anlageführers steht Teamwork an erster Stelle. Denn mitunter sind schwere körperliche Arbeiten zu erledigen und das lässt sich am besten bewältigen, wenn mehrere Hände anpacken. Zum Beispiel wenn es darum geht, schwere Maschinenteile oder -werkzeuge von Hand zu heben oder zu bearbeiten, ist Muskelkraft gefragt.

Die körperliche Belastung, die der Job mit sich bringt, ist aber nicht der einzige Punkt, der die Work Life Balance trübt. Mitunter sind Maschinen- und Anlageführer auch mitten in der Nacht oder am Wochenende im Einsatz: In vielen Industriebetrieben ist Schichtarbeit üblich, denn die Produktion muss 24 Stunden am Tag laufen.

Und: Tritt  ein Defekt auf, stehen Maschinen- und Anlagenführer oft unter Zeitdruck. Störungen müssen rasch behoben werden, denn Maschinenstillstände sind unter allen Umständen zu vermeiden: Zeit ist Geld.

Auf der Haben-Seite des Berufs steht, dass das Jobprofil sehr zukunftsträchtig ist. Da in immer mehr Industriebereichen die Automatisierung zunimmt, handelt es sich keinesfalls um einen Beruf, der vom Aussterben bedroht ist.

Wie wird man Maschinen und Anlageführer?

Die Ausbildung zum Maschinen- und Anlageführer ist ein zweijähriger anerkannter Lehrberuf. Dabei handelt es sich um eine duale Lehre, die parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule absolviert wird. Die Inhalte der Ausbildung sind im Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan klar geregelt.

Angehende Maschinen- und Anlageführer entscheiden sich in der Ausbildung für einen der folgenden Schwerpunkte, sind aber nach ihrem Abschluss in praktisch allen Industriebereichen einsetzbar:

  • Metall- und Kunststofftechnik
  • Textiltechnik/Textilveredelung
  • Lebensmitteltechnik
  • Druckweiter- und Papierverarbeitung

In den beiden Lehrjahren stehen neben den für den jeweiligen Schwerpunkt erforderlichen Inhalten folgende Punkte auf dem Stundenplan:

  • Zuordnen und Handhaben von Werk-, Betriebs- und Hilfsstoffen
  • Betriebliche und technische Kommunikation
  • Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen
  • Prüfen
  • Branchenspezifische Fertigungstechnik
  • Steuerungs- und Regelungstechnik
  • Einrichten und Bedienen von Produktionsanlagen
  • Steuern des Materialflusses
  • Warten und Inspizieren von Maschinen und Anlagen
  • Durchführen qualitätssichernder Maßnahmen

Am Beginn des zweiten Ausbildungsjahres absolvieren die Auszubildenden eine Zwischenprüfung und ein Jahr später ihre Abschlussprüfung, die sowohl einen praktischen als auch schriftlichen Teil umfasst.

Der praktische Teil der Prüfung beinhaltet Fragen aus den folgenden Bereichen:

  • Einrichten, Inbetriebnehmen und Bedienen einer Maschine oder Anlage
  • Umrüsten, Inbetriebnehmen und Bedienen einer Maschine oder Anlage
  • Durchführen einer vorbeugenden Instandsetzung einschließlich der Inbetriebnahme

In ihrer schriftlichen Prüfung beantworten angehende Maschinen- und Anlageführer Fragen zu den folgenden Gebieten:

  • Produktionstechnik
  • Produktionsplanung
  • Wirtschafts- und Sozialkunde

Arbeitgeber: Wer sucht Maschinen und Anlageführer

Maschinen- und Anlageführer finden fast in allen Industriebereichen eine Anstellung. Hier zum Beispiel:

  • Metall- und Kunststoffindustrie
  • Maschinenbau
  • Fahrzeugbau
  • Lebensmittelindustrie
  • Textilindustrie
  • Papierverarbeitung
  • Druckverarbeitung

Stellenangebote für Maschinen und Anlageführer

Gehalt: Was verdient man als Maschinen und Anlageführer?

Im ersten Ausbildungsjahr verdienen Maschinen- und Anlageführer  bis zu 930 Euro brutto und im zweiten Ausbildungsjahr bis 980 Euro brutto. Das Einstiegsgehalt fällt nach der Lehre vergleichsweise üppig aus und bewegt sich im Rahmen bis zu 2.700 Euro brutto.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Maschinen und Anlageführer

Auszubildende zum Maschinen- und Anlageführer sind derzeit auf dem Arbeitsmarkt sehr stark gefragt. In dem Bereich herrscht ein akuter Fachkräftebedarf, der in den kommenden Jahren mit zunehmender Automatisierung in allen Industriebereichen zunehmen wird. Maschinen- und Anlageführer sind überall in der Produktion im Einsatz, wo Anlagen bedient werden müssen. Insofern bestehen für Berufseinsteiger derzeit beste Perspektiven.

Bewerbung: Womit punkten Maschinen und Anlageführer

Diese Fähigkeiten sollten Maschinen- und Anlageführer bei ihrer Bewerbung in Lebenslauf und Anschreiben vermerken:

  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Technisch-logisches Denken
  • Handwerkliches Geschick
  • Fähigkeit, über den Tellerrand hinaus zu blicken
  • Teamfähigkeit
  • Hohe Motivation
  • Verantwortungsbewusstsein

Karriere: Die Entwicklungschancen als Maschinen und Anlageführer

Wer nach der Ausbildung seine Karriere auf Trab bringen will, kann seine Lehre bei guten Leistungen in einem dreijährigen Ausbildungsberuf fortsetzen, wobei die beiden ersten Lehrjahre komplett angerechnet werden. Dafür kommen folgende Berufe infrage:

Eine weitere Option ist, nach der Ausbildung, den Industriemeister zu machen. Mit diesem Titel gelten Absolventen als qualifizierte industriell-technische Führungskraft und kommen schnell in Personalverantwortung.

Abiturienten können nach der Ausbildung auch ein Studium im Bereich Maschinenbau beginnen. Danach können sie als Ingenieur in großen Industrieunternehmen anfangen.

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