Jobprofil: Naturwerksteinmechaniker (m/w)

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Steckbrief: Naturwerksteinmechaniker (m/w)

Ausbildung:
Ausbildung
Work-Life Balance:
Normal (40-45 Stunden)
Einstiegsgehalt:
2.200 €
Spitzengehalt:
4.000+ €

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Das Berufsprofil: Naturwerksteinmechaniker

Der Name des Jobprofils deutet schon darauf hin: Naturwerksteinmechaniker bearbeiten Naturwerksteine. Naturstein kommt als Baustoff praktisch überall vor. In Böden, als Arbeitsplatte, als Wand- oder Treppenverkleidung, aber auch als Grabstein oder als Grundstoff für kunstvolle Säulen oder Brunnen.

Je nach Auftrag klären Naturwerksteinmechaniker mit ihrem Kunden, welcher Stein zum Einsatz kommen soll. Dabei kommt es auf Festigkeit, Maserung und Farbe des Gesteins an. Ist die Wahl getroffen, suchen Naturwerksteinmechaniker passende Rohblöcke aus und lassen sie mit Gabelstapler oder Kran in die Werkhalle bringen. Hier geht’s ans Bearbeiten.

Das muss heute nicht mehr ausschließlich per Hand geschehen, dafür gibt’s in inzwischen Hi-Tech-Maschinen, die ein Naturwerksteinmechaniker aus dem Effeff bedienen kann. Zunächst müssen diese ausgerichtet werden, manchmal gilt es auch, die Werkzeuge, die zum Einsatz kommen, umzurüsten. Die notwendigen Bearbeitungsparameter entnehmen Naturwerksteinmechaniker technischen Unterlagen sowie Bau- und Werkzeichnungen.

Dann geht’s los. Zunächst werden die Gesteinsbrocken in einzelne Teile unterteilt, dann geht es mit Säge- oder Fräsmaschinen an die Feinarbeit. Mit diesen bringen Naturwerksteinmechaniker die Werkstücke in die richtige Form. Danach werden sie nochmal per Hand nachbearbeitet. Es folgt eine abschließende Qualitätskontrolle und dann bereiten Naturwerksteinmechaniker die einzelnen Teile für den Transport vor.

Die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sind nicht schlecht, allerdings ist die Work Life Balance nicht immer ganz ausgewogen. Zum einen kann es bei der Steinbearbeitung sehr laut zugehen, was an den Nerven zehrt. Zum anderen gilt es in aller Regelmäßigkeit, schwere Teile zu heben – das geht auf die Knochen.

Wie wird man Naturwerksteinmechaniker?

Die Ausbildung zum Naturwerksteinmechaniker dauert drei Jahre, ist dual organisiert und findet somit parallel im Ausbildungsbetrieb und Berufsschule statt. Der Lehrplan sieht unter anderem die folgenden Inhalte vor:

  • Arbeitsabläufe vorbereiten
  • Lesen technischer Unterlagen
  • Umgang mit Werkzeugen, Geräten, Maschinen und technischen Einrichtungen
  • Bearbeiten von Naturwerksteinen
  • Herstellen von Rohplatten und Tranchen
  • Herstellen von Grabmalen
  • Herstellen und Verlegen von Bodenbelägen
  • Herstellen von Treppen
  • Herstellen von Innenwandbekleidungen
  • Herstellen einer Waschtischanlage
  • Maschinentechnische Bearbeitung von Naturwerksteinen
  • Bearbeitung von Naturwerksteinen mit handgeführten Maschinen

Die Ausbildung umfasst eine Zwischenprüfung vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres und eine Abschlussprüfung nach dem dritten Ausbildungsjahr.

Arbeitgeber: Wer sucht Naturwerksteinmechaniker

Naturwerksteinmechaniker arbeiten hier:

  • Bei Betrieben der Marmor- und Natursteinbearbeitung
  • Bei Steinmetzereien
  • In Betrieben der Beton-, Zement- und Gipsverarbeitung

Stellenangebote für Naturwerksteinmechaniker

Gehalt: Was verdient man als Naturwerksteinmechaniker?

Das anfängliche Einkommen von Naturwerksteinmechanikern staffelt sich während der Lehre wie folgt:

  1. Ausbildungsjahr bis 770 Euro
  2. Ausbildungsjahr bis 920 Euro
  3. Ausbildungsjahr bis 1.100 Euro

Nach der Ausbildung hängt die Höhe des Gehalts von verschiedenen Aspekten ab. Ausschlaggebend sind etwa Region, Branche und die Größe des Arbeitgebers. Natürlich spielt auch die Berufserfahrung eine entscheidende Rolle.

Als Einstiegsgehalt können angehende Naturwerksteinmechaniker mit einer Summe zwischen 1.500 und 2.200 Euro brutto rechnen. Mit zunehmender Berufserfahrung fließen nach ein paar Jahren zwischen 2.600 und 3.000 Euro brutto im Monat aufs Konto. Wer eine einschlägige Fortbildung absolviert, kann mit einem monatlichen Brutto von bis zu 4.000 Euro rechnen.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Naturwerksteinmechaniker

Der deutschen Baubranche geht es schlecht. Nicht etwa, weil es an Aufträgen mangelt. Im Gegenteil. Es mangelt an Fachkräften, die diese abarbeiten. Auch Betriebe, die Naturwerksteinmechaniker beschäftigen, macht der nachhaltige Fachkräftemangel massiv zu schaffen. Es findet sich einfach kein Nachwuchs mehr und Arbeitgeber können ihre Aufträge nicht mehr in angemessener Zeit abwickeln. Daher haben Naturwerksteinmechaniker im Moment beste Berufsaussichten.

Bewerbung: Womit punkten Naturwerksteinmechaniker

Womit können Naturwerksteinmechaniker in ihrem Anschreiben und Lebenslauf punkten? Folgende Hard und Soft Skills sollten sie in ihren Bewerbungsunterlagen unbedingt erwähnen:

  • Abgeschlossene Ausbildung
  • Gute Noten in Mathe
  • Geduld
  • Präzision
  • Stressresistenz
  • Beratungsgeschick
  • Gutes Ausdruckvermögen
  • Hohe Motivation

Karriere: Die Entwicklungschancen als Naturwerksteinmechaniker

Die Karriereperspektiven für Naturwerksteinmechaniker sind alles andere als schlecht. Zum Beispiel können die Fachkräfte die Weiterbildung zum Industriemeister Naturwerkstein ins Auge fassen. Der Meisterbrief berechtigt sie nicht nur, Aufgaben mit mehr Verantwortung zu übernehmen. Er ist auch die Grundlage, um sich selbstständig zu machen und Azubis ausbilden.

Alternativ bietet sich der Abschluss als Techniker im Bereich Steintechnik an. Die Fortbildung nimmt zwischen zwei und vier Jahre in Anspruch und berechtigt zum Beispiel zur Qualitätsprüfung der Endprodukte. Außerdem verbessern Techniker im Bereich Steintechnik Arbeitsprozesse oder berechnen Produktionskosten.

Wer das Abitur in der Tasche hat, kann auch nochmal über ein Studium nachdenken. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Bereich Bauingenieurwesen? Die Unizeit dauert zwischen sechs und acht Semestern und macht Absolventen für die Bereiche Bauplanung, Bauleitung oder Facility-Management fit.

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