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Jobprofil: Pharmazeuten (m/w)

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Steckbrief: Pharmazeut (m/w)

Ausbildung:
Studium, Promotion
Work-Life Balance:
Normal (40-45 Stunden)
Einstiegsgehalt:
3.174 - 3.500 €
Spitzengehalt:
9.000+ €
Profil gefördert von:
32
Berufsprofil     Einstieg     Arbeitgeber     Gehalt     Einstiegschancen     Bewerbung     Karriere     Jobs  

Das Berufsprofil: Pharmazeut

Klassisch läuft ein abgeschlossenes Pharmaziestudium auf eine Tätigkeit in der Apotheke hinaus. Hier können Pharmazeuten nach Bestehen des zweiten Staatsexamens Kunden beraten, Medikamente ausgeben und als Ansprechpartner bei Fragen zu frei verkäuflichen, rezeptpflichtigen oder alternativen Medikamenten fungieren.

Aber nur wer das dritte Staatsexamen in Pharmazie bestanden hat und somit über eine Approbation als Apotheker verfügt, kann eine Apotheke leiten. Insofern sind Apotheker immer Pharmazeuten, aber nicht jeder Pharmazeut ist ein Apotheker.

Und um es noch ein bisschen komplizierter zu machen: Nach dem zweiten Staatsexamen ist die universitäre Ausbildung grundsätzlich beendet. Das berechtigt an einigen Universitäten zum Anfertigen einer Diplomarbeit im Fach Pharmazie. Nach dem Bestehen verfügt der Absolvent dann über den akademischen Grad des Diplom-Pharmazeuten. Das bestandene zweite Staatsexamen berechtigt aber auch zur Anfertigung einer Dissertation. Nach bestehen hat der Pharmazeut den Doktorgrad der Naturwissenschaften (Dr. rer. nat.) inne.

In der Pharmaindustrie, dem zweiten großen Bereich, in dem Pharmazeuten arbeiten, fassen viele Pharmazeuten bereits nach dem zweiten Staatsexamen Fuß, wobei die dritte Staatsprüfung plus Approbation als Apotheker der Karriere in der freien Wirtschaft keineswegs schadet. Noch besser geeignet sind aber Diplom oder das Erlangen der Doktorwürde. Insbesondere in forschenden Betrieben legt man großen Wert auf eine vertiefte wissenschaftliche Erfahrung, die man per Diplom oder Promotion bestens nachweisen kann.

In der Industrie ergeben sich für Pharmazeuten zum Beispiel in den folgenden Bereichen spannende Karrieremöglichkeiten:

  • Herstellung und Entwicklung verschreibungspflichtiger Arzneimittel
  • Herstellung und Entwicklung rezeptfreier Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel
  • Herstellung und Entwicklung dermatologischer Produkte
  • Herstellung und Entwicklung von Geräten zur Blutzuckermessung und der diagnostischen Bildgebung
  • Herstellung und Entwicklung von Produkten für Nutz- und Haustiere
  • Pharmakovigilanz: die Überwachung der Sicherheit eines Fertigarzneimittels für Mensch oder Tier

Die Karriereperspektiven für Pharmazeuten sind sowohl im Apothekenumfeld als auch in der Pharmaindustrie gut bis sehr gut, wobei die Entwicklungsmöglichkeiten in der Industrie oft vielfältiger ausfallen.

Während in der Apotheke mit der Übernahme der Leitung das Karriereziel in der Regel erreicht ist, besteht in großen Konzernen in der Industrie beispielsweise die Chance auf eine Karriere im In- und Ausland. Voraussetzung ist allerdings, dass Pharmazeuten hier überdurchschnittlichen Einsatz zeigen. Arbeiten nach Stechuhr ist am Puls der Forschung nicht möglich. Das wird aber mit einem guten Gehalt ausgeglichen.

Wie wird man Pharmazeut?

Wie beim Jura- oder dem Medizinstudium handelt es sich beim Studium der Pharmazie um einen Examensstudiengang. Doch während in anderen Fächern nach zwei Examina Schluss ist, können Pharmazeuten insgesamt drei Staatsexamina ablegen.

Sie müssen es aber nicht. Bereits nach dem zweiten Examen sind Absolventen berechtigt, als "staatlich geprüfte Pharmazeuten" zu arbeiten. Das Studium erstreckt sich bis dahin auf eine Regelstudienzeit von acht Semestern plus einer achtwöchigen Famulatur.

Während der universitären Ausbildung wird angehenden Pharmazeuten Fachwissen in folgenden Bereichen vermittelt:

  • allgemeine, anorganische und organische Chemie
  • Pharmazeutische Analytik
  • Mathematik
  • physikalische Grundlagen
  • Arzneiformenlehre
  • Grundlagen der allgemeinen und Humanbiologie
  • Biochemie und Pathobiochemie
  • Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie
  • Biogene Arzneistoffe
  • Medizinische Chemie
  • Arzneistoffanalytik
  • Pharmakologie und Klinische Pharmazie

Nach bestandenem zweiten Staatsexamen muss sich der Pharmazeut entscheiden: Diplom, Promotion, Berufseinstieg oder das dritte Staatsexamen, das gleichbedeutend mit der Approbation zum Apotheker ist.

Im letzten Fall folgt nun das Praktische Jahr (PJ), das durch ein begleitendes Studienangebot ergänzt wird. Pharmazeuten absolvieren das Praktische Jahr hälftig in einer Apotheke und die andere Hälfte wahlweise in der pharmazeutischen Industrie, einem Universitätsinstitut oder anderen Institutionen.

Während des Praktikums lernen Pharmazeuten alle Bereiche der Pharmazie in der Praxis kennen:

  • Forschung und Entwicklung
  • Analytik
  • Produktion
  • Zulassung
  • Market Access
  • Marketing
  • Aufklärung von Patienten, Ärzten und Angehörigen von Gesundheitsberufen über Arzneimittel und Medizinprodukte
  • Grenzen der Selbstmedikation
  • Interpretation ärztlicher, zahnärztlicher und tierärztlicher Verschreibungen sowie deren Terminologie
  • Qualitätssicherung und -kontrolle
  • Krankenhaushygiene
  • ökonomische Aspekte des Einsatzes von Arzneimitteln und Medizinprodukten
  • Gesundheitsförderung
  • Unfallverhütung
  • Betriebswirtschaft
  • Besonderheiten des nationalen und internationalen Arzneimittelmarktes
  • Rechtskunde

Wer sich innerhalb des PJ dafür entscheidet, für sechs Monate Luft in der Pharmaindustrie zu schnuppern, kann sich mit einem bisschen Glück bei einem großen Konzernen seine Einsatzbereiche selbst auswählen. Mitunter erhalten PJ'ler hier sogar die Chance, selbstständig ein Projekt zu betreuen.

Wer sich nach bestandenem zweiten oder dritten Staatsexamen, erfolgreicher Promotion respektive dem Diplom in der Tasche für eine Karriere in der Pharmaindustrie entscheidet, dem stehen folgende Bereiche offen:

  • Arzneimittelentwicklung
  • Arzneimittelzulassung
  • Produktion
  • Qualitätskontrolle
  • Marketing
  • Dokumentation

Der Einstieg erfolgt als Student, Berufseinsteiger oder erfahrener Pharmazeut über folgende Karrieremodelle:

  • Famulatur
  • Diplomaten haben die Möglichkeit, ihre Abschlussarbeit in einem Industrieunternehmen zu schreiben
  • Erfahrene Pharmazeuten können in speziellen Leadership Programmen zu Führungskräften ausgebildet werden
  • Direkteinstieg

Arbeitgeber: Wer sucht Pharmazeuten

Pharmazeuten finden nicht nur in Apotheken oder der Pharmaindustrie Jobs. Darüber hinaus bieten sich ihnen auch Karriereperspektiven in folgenden Sektoren:

  • Gesundheitsämter und -behörden
  • Umweltschutz
  • Forschung und Lehre
  • Krankenkassen
  • Krankenhäuser
  • Forensik
  • Fachjournalismus
  • Berater von Investmentfirmen oder Banken, die im Bereich Pharma oder Biotech investieren wollen

Gehalt: Was verdient man als Pharmazeut?

Das Gehalt von Pharmazeuten ist nicht ganz eindeutig zu beziffern, da es erheblich vom jeweiligen Ausbildungsrad abhängt: Zweites oder drittes Staatsexamen? Möglicherweise noch eine Promotion? Je höher der Bildungsgrad, desto höher auch das Gehalt.

Das Einkommen ausgebildeter Apotheker mit Approbation staffelt sich wie folgt:

  • 1. Berufsjahr 3.174 Euro brutto im Monat
  • 2. bis 5. Berufsjahr 3.275 Euro brutto
  • 6. bis 10. Berufsjahr 3.519 Euro brutto
  • ab 11. Berufsjahr 3.850 Euro brutto

Das Einstiegsgehalt in der Pharmaindustrie richtet sich wie in anderen Bereichen danach, wie groß das Unternehmen ist, ob es Forschung betreibt und an welchen Standort es angesiedelt ist.

Die Einstiegsgehälter in der Pharmaindustrie liegen im Schnitt zwischen 3.500 bis 4.000 Euro brutto monatlich. Eine Promotion bringt für den Verdienst ein Plus von 500 bis 1.000 Euro pro Monat. Brutto.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Pharmazeuten

In punkto Karriereperspektiven brauchen sich Pharmazeuten keine Gedanken zu machen: Keine akademische Ausbildung produziert so wenige Arbeitslose wie die Pharmazie, wobei mehr als 90 Prozent aller Absolventen später in einer öffentlichen Apotheke arbeiten.

Aber auch der Bereich der Pharmaforschung meldet erhöhten Bedarf an. Seit dem Jahr 2000 hat sich die Mitarbeiterzahl in der Pharmaforschung in Deutschland um rund ein Viertel auf etwa 18.300 Arbeitnehmer vergrößert. Entsprechend groß ist der Bedarf an gut ausgebildeten Pharmazeuten.

Bewerbung: Womit punkten Pharmazeuten

Pharmazeuten, die die folgenden Hard-und Soft Skills in ihren Bewerbungsunterlagen herausarbeiten können, haben gute Aussichten auf einen Bewerbungserfolg:

  • gute bis sehr gute Studien-Leistungen
  • erste praktische Erfahrungen in der Apotheke respektive der pharmazeutischen Industrie/Apotheke
  • Innovations- und Forschungsbegeisterung
  • Teamplayer
  • interkulturelle Erfahrungen durch ein Auslandsstudium oder -praktikum
  • Fremdsprachenkenntnisse
  • hohes Maß an Selbstständigkeit und Eigenverantwortung
  • Ergebnisorientiertheit

Karriere: Die Entwicklungschancen als Pharmazeut

Während die Aufstiegsschancen in Apotheken - wie beschrieben - eher übersichtlich sind, gibt es in der Industrie breit gefächerte Karrierechancen. So mancher Konzern wie Sanofi, Boehringer Ingelheim oder Novartis bietet Pharmazeuten sogar hauseigene Entwicklungsprogramme zur Führungskraft an.

Beispiel Bayer: Hier umfasst das 24-monatige Future Leadership Program Einsätze an unterschiedlichen Produktionsstandorten im In- und Ausland sowie im Berliner Headquarter. Ziel ist es, angehende Führungskräfte in unterschiedlichen Funktionen und Bereichen einzusetzen und gezielt zu trainieren:

  • Strategy & Projects
  • Parenteralia-Produktion
  • Feststoffbetrieb
  • Herstellung von Intrauterinsystemen
  • Auftragsfertigung
  • Supply Chain Management
  • Qualitätssicherung

Innerhalb dieser funktionalen Einheiten übernehmen angehende Führungskräfte mitunter die Projekt-Leitung. Ergänzt wird das Programm durch:

  • Trainingsmodule in Management und Führung
  • Training in Operational Excellence
  • Eine interaktive Geschäftssimulation
  • Betreuung durch einen erfahrenen Manager

Absolventen des Programms stehen vielfältige Karriereoptionen in internationalen, regionalen oder lokalen Funktionen offen - in Deutschland oder im Ausland.

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