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Jobprofil: Straßenbauer (m/w)

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Steckbrief: Straßenbauer (m/w)

Ausbildung:
Ausbildung
Work-Life Balance:
Intensiv (45+ Stunden)
Einstiegsgehalt:
1.900 €
Spitzengehalt:
3.000+ €

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Das Berufsprofil: Straßenbauer

Der Bau von Straßen aller Art, Fußwegen oder Fahrspuren für Fahrradfahrer, Parkplatzanlagen oder die Rollfelder auf Flughäfen – für all das sind Straßenbauer verantwortlich. Und das von A bis Z. 

In der Planungsphase vermessen sie das zu bebauende Gelände und fertigen Skizzen und Pläne zur Umsetzung der geplanten Baumaßnahmen an. Vor dem ersten Spatenstich ist es aber das A und O, die Baustelle zu sichern, damit keine Unfälle passieren.

Dazu positionieren Straßenbauer Hinweis- und/oder Verbotsschilder in gewisser Entfernung zur Baustelle, so dass Verkehrsteilnehmer zum Beispiel bei erweiternden Bauarbeiten im fließenden Straßenverkehr frühzeitig informiert sind, dass sich eine Verkehrsbehinderung auf der Strecke befindet und sie ihr Fahrverhalten entsprechend anpassen können. Zusätzliche Sicherheit gewährleisten mobile Ampelanlagen

Nun beginnt der eigentliche Straßenbau. Bei neu zu erschließenden Straßen rücken Straßenbauer mit schwerem Gerät an - mit Straßenfräsen und Muldenkippern etwa, mit denen sie den Boden für die spätere Straße aufbereiten. 

Zunächst gilt es, die oberen Erdschichten abzutragen und den Grund von Bäumen, Büschen und Pflanzen zu befreien. Anschließend planieren und begradigen Straßenbauer den Untergrund mit Baggern, Gradern, Raupen und Walzen und mischen zur Verfestigung des Bodens Kalk und Zement unter. 

Ist alles festgestampft, tragen Straßenbauer eine Schotterschicht auf und bringen darüber die Fahrbahndecke auf, die in aller Regel aus Asphalt besteht. Diesen tragen sie heiß auf und walzen ihn mit schweren Walzen platt. Wichtig dabei ist, dass der Straßenbauer vorher die Ränder der Straße entsprechend befestigt hat. Dann hat alles seinen festen Halt. 

Straßenbauer zeichnen sich nicht nur für den Bau von Straßen oder asphaltierten Flächen verantwortlich. Sie sind auch für Ausbesserungsarbeiten zuständig. Etwa, wenn eine Straßendecke nach einem harten Winter Löcher aufweist. Die in Mitleidenschaft gezogenen Flächen tragen Straßenbauer mit Pressluftgeräten ab und füllen die Schadstellen mit neuem Asphalt aus. 

Die Work Life Balance von Straßenbauern ist durchwachsen. Überstunden sind in Frühjahr, Sommer und Herbst Gang und Gäbe. In dieser Zeit bauen die Arbeiter ein Kontingent an Stunden auf, das sie im Winter abgleiten können. Denn in kalten Monaten können aufgrund der Witterung keine Straßen oder Betonkonstruktionen gebaut werden - sie würden sofort wieder aufplatzen.

Ein weiteres Manko ist, dass der Beruf stark auf die Knochen geht. Asphalt wird zum Beispiel enorm erhitzt, um aufgetragen werden zu können. Dazu tragen Straßenbauer Schutzkleidung. Doch Hitze und Schutzkleidung in Kombination können gerade im Sommer zu einer schweren körperlichen Belastung werden. Auf dem Arbeitsmarkt stehen die Chancen für die Fachkräfte gut.

Wie wird man Straßenbauer?

Wer Straßenbauer werden möchte, absolviert eine dreijährige Ausbildung. Sie ist dual organisiert und findet parallel in Berufsschule und Ausbildungsbetrieb statt. Formale Voraussetzungen, um sich auf einen Ausbildungsplatz zu bewerben, gibt es keine. Allerdings bevorzugen Arbeitgeber Berufsanwärter, die mindestens über einen Hauptschulabschluss verfügen.

Der Ausbildungslehrplan sieht die folgenden Inhalte vor:

  • Auftragsannahme
  • Erstellen eines Arbeits- und Ablaufplans
  • Sichern von Baustellen
  • Auswahl von Baustoffen
  • Vornehmen von Messungen
  • Ausheben von Baugruben und Gräben
  • Herstellen von Verkehrswegen
  • Einbauen und Anschließen von Ver- und Entsorgungssystemen
  • Bauen einer Erschließungsstraße
  • Herstellen eines Erddammes
  • Einbauen einer Rohrleitung
  • Pflastern einer Fläche 
  • Herstellen der Entwässerung von Verkehrsflächen
  • Herstellen der Unterlage für Decken und Beläge
  • Herstellen von Pflasterdecken und Plattenbelägen
  • Herstellen von Asphaltdecken
  • Herstellen von Decken aus Beton

Arbeitgeber: Wer sucht Straßenbauer

Straßenbauer werden in diesen Bereichen der Wirtschaft gesucht: 

  • Straßenbau
  • Rollbahnbau
  • Sportanlagenbau
  • Schachtbau 
  • Rohrleitungstiefbau
  • Kabelleitungstiefbau
  • Bei Bauämtern
  • Bei Straßen- und Autobahnmeistereien

Gehalt: Was verdient man als Straßenbauer?

In den drei Jahren ihrer Ausbildung können angehende Straßenbauer in etwa mit diesem Ausbildungsgehalt rechnen:

  1. Lehrjahr bis zu 800 Euro brutto
  2. Lehrjahr bis zu 1.150 Euro brutto
  3. Lehrjahr bis zu 1.500 Euro brutto

Was ein Straßenbauer nach der Lehre verdient, hängt in großen Teilen von der Branche, der Region und der Größe seines Arbeitgebers ab, bei dem er arbeitet. Meist liegt das Einstiegsgehalt im Bereich von etwa 1.900 Euro. Mit zunehmender Berufserfahrung steigert sich das Einkommen im Laufe der Jahre auf bis zu 3.000 Euro

Einstiegschancen: Die Aussichten für Straßenbauer

Straßenbauer haben aktuell beste Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. Denn die Baubranche ist massiv von einem Fachkräftemangel betroffen und die Baukonjunktur brummt so sehr wie in den letzten zwanzig, dreißig nicht mehr. Daher fällt es Unternehmen zunehmend schwerer, Fachleute zu finden, die die anfallenden Arbeiten ausführen.

Für angehende Straßenbauer bedeutet das wiederum: Sie brauchen sich um ihre Zukunft keine Sorgen zu machen. Im Gegenteil ist es sehr wahrscheinlich, dass sie sich ihre Jobs ein Leben lang aussuchen können.

Bewerbung: Womit punkten Straßenbauer

Jobanwärter, die sich als Straßenbauer bewerben wollen, sollten diese Fähigkeiten in ihrer Bewerbung nicht unerwähnt lassen: 

  • Handwerkliches Geschick  
  • Technisches Verständnis  
  • Gute Auge-Hand-Koordination
  • Sorgfalt
  • Körperbeherrschung und Schwindelfreiheit
  • Teamfähigkeit 
  • Gute körperliche Konstitution 
  • Belastbarkeit
  • Motivation
  • Einsatzbereitschaft

Karriere: Die Entwicklungschancen als Straßenbauer

Straßenbauer haben verschiedene Möglichkeiten der beruflichen Spezialisierung, die sie wahrnehmen können, um auf der Karriereleiter nach oben zu steigen. Eine von ihnen ist die Aufstiegsweiterbildung zum Werkpolier im Tiefbau, die zur Übernahme von Führungsaufgaben qualifiziert. Werkpoliere im Tiefbau kontrollieren auf Baustellen die Abläufe und die Qualität der abgelieferten Arbeit. 

Eine Alternative ist die Fortbildung zum Straßenbauermeister. Auch diese legt die Basis für eine Position mit Führungsverantwortung und berechtigt dazu, Lehrlinge auszubilden. Übrigens können sich Straßenbauermeister auch mit einem eigenen Betrieb selbstständig machen. 

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