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Jobprofil: Stuckateure (m/w)

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Steckbrief: Stuckateur (m/w)

Ausbildung:
Ausbildung
Work-Life Balance:
Intensiv (45+ Stunden)
Einstiegsgehalt:
1.700 €
Spitzengehalt:
4.400+ €

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Das Berufsprofil: Stuckateur

Der Name des Jobprofils sagt es schon, worum es sich im Berufsalltag eines Stuckateurs dreht: Stuck, Stuck und nochmals Stuck. Stuck – das ist die plastische und verzierende Gestaltung von Mörtel oder Gips auf Innen- oder Außenwänden. Auch auf Decken kommt Stuck zum Einsatz. Diese Flächen beschichtet der Stuckateur mit klassischen und modernen Putztechniken. Das verlangt ein gewisses künstlerisches Geschick ab und einen Sinn für Ästhetik.

Alten Stuck zu restaurieren oder neuen anzubringen, ist aber nur eine Aufgabe der Spezialisten. Daneben sind Stuckateure auch für ganz andere Bereiche zuständig. Stuckateure machen beispielsweise energetische Sanierungen von Gebäuden. Mithilfe von Materialen wie Mineralwolle, Steinwolle und Styropor sorgen sie für eine gute Wärmedämmung.

Stuckateure sind außerdem gefragt, wenn in einer Wohnung die Decken abgehängt werden sollen oder ein Dachgeschoss ausgebaut wird. Sie erledigen in Rohbauten die Putzarbeiten und sorgen mit Kalk und Lehm für optische Verschönerungen.

Stuckateure sind auch in den Bereichen Schimmelbeseitigung, Fassadenarbeiten und -reinigung, Malerarbeiten, Denkmalpflege, Schallschutz, Brandschutz, Feuchtschutz sowie dem Verlegen von Trockenestrich tätig.

Die Work Life Balance ist in dem Beruf des Stuckateurs nicht immer ganz ausgewogen. Manchmal gilt es, dringende Kundenwünsche oder Großprojekte unter großem Zeitdruck fertigzustellen. Dann fallen unweigerlich Überstunden an.

Zumal der Beruf bisweilen auch körperlich anspruchsvoll ist: Stuckateure müssen schon einiges aushalten. 30-Kilo-Säcke mit Gips schleppen und bei Kälte draußen arbeiten, gehören zu dem Job dazu. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind derweil aber sehr gut.

Wie wird man Stuckateur?

Die Ausbildung zum Stuckateur dauert drei Jahre und ist dual organisiert. Das heißt: Sie findet parallel in einem Ausbildungsbetrieb und einer Berufsschule statt und endet mit der Gesellenprüfung. Der Nachweis der Berufsschulreife ist die Voraussetzung, um sich auf einen Ausbildungsplatz als Stuckateur zu bewerben.

Zu den Ausbildungsinhalten zählen:

  • Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
  • Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
  • Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
  • Umweltschutz
  • Auftragsübernahme
  • Leistungserfassung
  • Arbeitspläne und Ablaufpläne erstellen
  • Einrichten, Sichern und Räumen von Baustellen
  • Herstellen von Putzen
  • Herstellen von Drahtputzarbeiten
  • Herstellen von Estrichen
  • Einbauen von Fertigteilestrichen
  • Herstellen von Trockenbaukonstruktionen
  • Ausführen von Stuckarbeiten
  • Sanieren
  • Instandsetzen von Stuck und Putz
  • Qualitätssichernde Maßnahmen
  • Berichtswesen

Übrigens gibt es auch eine Alternative zur klassichen Stuckateursausbildung. Es besteht die Möglichkeit, zunächst eine zweijährige Ausbildung zum Ausbaufacharbeiter zu machen. Daran kann der Berufsanwärter eine einjährige Spezialisierung als Stuckateur anhängen.

Arbeitgeber: Wer sucht Stuckateure

Stuckateure finden Beschäftigungsmöglichkeiten bei den folgenden Arbeitgebern:

  • Stuckateurbetriebe
  • Bauunternehmen 
  • Restaurierungswerkstätten
  • Ämter für Kirchenbau oder Denkmalpflege

Stellenangebote für Stuckateure

Bauleiter, Techniker, Bautechniker Polier, Maler, Putzer, Stuckateur als Bauleiter (m/w/d) 14.10.
Reuchsel GmbH Amt Wachsenburg (Thörey) be... Amt Wachsenbu...
Maler-, Trockenbau- oder Stuckateurmeister (m/w/d) für den kaufmännischen und operativen Bereich 08.10.
COLORIS Maler- und Ausbauwerkstätten GmbH Mannheim

Gehalt: Was verdient man als Stuckateur?

Das monatliche Gehalt eines Stuckateurs variiert von Fall zu Fall und hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Größe des Betriebs
  • Region
  • Berufserfahrung

Während der Ausbildung fließen Stuckateuren im Schnitt die folgenden Summen aufs Konto:

  1. Ausbildungsjahr bis 610 Euro brutto monatlich
  2. Ausbildungsjahr bis 840 Euro brutto monatlich
  3. Ausbildungsjahr bis 1.060 Euro brutto monatlich

Das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung liegt bei rund 1.700 Euro brutto monatlich und steigt mit zunehmender Berufserfahrung. Stuckateure, die ihre Meisterprüfung absolviert haben und Personalverantwortung übernehmen, verdienen rund 4.400 Euro brutto im Monat.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Stuckateure

Die Berufsaussichten für Stuckateure sind gut. Allerdings wollen immer weniger Jugendliche die Ausbildung zum Stuckateur durchlaufen. Ausbildungszentren beklagen seit Jahren die Rücklaufende Zahl an Bewerbungen. Die Arbeit auf dem Bau und der ständige Blick zur Decke schreckt viele von dem Beruf ab, heißt es.

Das mag sein. Allerdings herrscht ein genereller Fachkräftemangel im Handwerk . Dieser wird auf den demographischen Wandel zurückgeführt. Außerdem entscheiden sich immer mehr Schulabsolventen für eine Laufbahn im akademischen Bereich.

Bewerbung: Womit punkten Stuckateure

Die Arbeit als Stuckateur erfordert ein grundlegendes handwerkliches Geschick, viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Weitere Fähigkeiten und Kompetenzen, die ausgebildete Stuckateure in ihren Bewerbungsunterlagen erwähnen sollten, sind:

  • Abgeschlossene Ausbildung
  • Handgeschick
  • Kreativität
  • Durchhaltevermögen
  • Gute körperliche Kondition
  • Beratungskompetenz
  • Teamfähigkeit

Karriere: Die Entwicklungschancen als Stuckateur

Wer als ausgebildeter Stuckateur weiter auf der Karriereleiter nach oben klettern und auch mehr verdienen möchte, kann mit dem Absolvieren einer Weiterbildung in eine verantwortungsvollere Position aufsteigen. Dazu bieten sich die folgenden Fortbildungen an:

  • Techniker der Fachrichtung Baudenkmalpflege und Altbauerhaltung
  • Polier
  • Restaurator

Wer eine Hochschulzugangsberechtigung in der Tasche hat, kann auch nochmal ein Studium anhängen. Infrage kommen diese Fachrichtungen:

  • Gebäude- und Energietechnik
  • Gebäudesystemtechnik
  • Gebäudeklimatik
  • Bauingenieurwesen

Und es gibt noch eine Möglichkeit: Der Sprung in die Selbstständigkeit. Diese setzt allerdings den Meisterbrief voraus. Als Meister haben Stuckateure die Möglichkeit, ihren eigenen Betrieb zu eröffnen und Azubis auszubilden.

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