Jobprofil: Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik (m/w)

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Steckbrief: Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik (m/w)

Ausbildung:
Ausbildung
Work-Life Balance:
Normal (40-45 Stunden)
Einstiegsgehalt:
2.000 €
Spitzengehalt:
3.000+ €

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Das Berufsprofil: Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik

Formteile aus Kunststoff, die etwa in der Automobilindustrie oder der Medizintechnik zum Einsatz kommen, gäbe es ohne Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik nicht. Sie stellen diese aus polymeren Werk- und Kunststoffen oder Gummi her. Autocockpits zum Beispiel oder die Verkleidung von Ultraschallgeräten sind Formen, die ein Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik hergestellt hat.

In dem Job kommt es auf eine Mischung aus Technikaffinität und Genauigkeit an. Je nach Auftrag erstellen Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik die Rezeptur für den Kunststoff. Dazu müssen sie sich bestens mit den Stoffeigenschaften verschiedener Kunststoffe auskennen, um etwa die gewünschte Festigkeit zu erreichen. Sie berechnen die benötigte Menge an Kunststoffgranulat sowie die Zuschlag- und Hilfsstoffe, die beigement werden müssen. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Farbstoffe
  • Weichmacher
  • Stabilisatoren

Ist die Rezeptur fertig, kommen komplexe Maschinen und Anlagen zum Einsatz, die es zu bedienen gilt. Der Verfahrensmechaniker trägt die Verantwortung für die ihm anvertrauten Maschinen. Daher muss er über ausgezeichnete Grundkenntnisse im Maschinenbau verfügen und die Funktionsweise mechanischer, elektrischer, pneumatischer und hydraulischer Steuerungs- und Regelungsanlagen aus dem Effeff kennen.

Mit den Geräten schmelzen Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik im ersten Schritt das zuvor zusammengestellte Gemisch aus Granulat und den benötigten Zusatzstoffen zu einem homogenen Kunststoff zusammen. Dann geht es an die Formgebung. Auch hierfür gibt es bestimmte Maschinen, die mit speziellen Werkzeugen die heiße Kunststoffmasse zu einem Gebrauchsgegenstand formen. Hier kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz. Beim Thermoformen wird der Kunststoff zum Beispiel durch Erwärmen in den gewünschten Endzustand gebracht.

Ist der Rohling fertig, bearbeitet ihn der Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik nach. Zum Beispiel durch Fräsen oder Sägen. Danach führt er eine abschließende Qualitätskontrolle durch und packt das fertige Produkt stoßsicher ein, sodass es unbeschadet beim Kunden ankommt.

Die Work Life Balance von Verfahrensmechanikern für Kunststoff- und Kautschuktechnik fällt unterschiedlich aus. Viele haben eher geregelte Arbeitszeiten. Allerdings ist der Job körperlich anspruchsvoll, weil mitunter schwere Teile gehoben werden müssen. Das kann zu frühen Verschleißerscheinungen führen. Die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sind gut.

Wie wird man Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik?

Die Lehre zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik dauert mit drei Jahren genauso lang wie viele andere duale Ausbildungen.Sie folgt auch dem gleichen Prinzip: Der Unterricht findet parallel in der Berufsschule und in dem Ausbildungsbetrieb statt.

Die Unterrichtsinhalte gestalten sich wie folgt:

  • Herstellung von Bauteilen
  • Zusammenfügen von Einzelteilen zu Baugruppen
  • Handhabung von Messgeräten
  • Temperatur, Druck, Zeit, Durchflussmenge, Masse und elektrische Größen erfassen
  • Überprüfen der Betriebsbereitschaft von Maschinen, Geräten und Anlagen
  • Verarbeitungsverfahren
  • Werkstoffeigenschaften
  • Vorbereiten von Formgebungswerkzeugen für den Produktionseinsatz
  • Nachbehandeln von Formteilen

Nach dem zweiten Ausbildungsjahr absolvieren angehende Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik eine Zwischenprüfung. Die Abschlussprüfung folgt am Ende der Ausbildung. Formale Voraussetzungen, um den Beruf zu erlernen, gibt es keine. Ausbildungsbetriebe bevorzugen jedoch Bewerber, die mindestens über einen Hauptschulabschluss verfügen oder besser noch die mittlere Reife.

Arbeitgeber: Wer sucht Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik

Diese Arbeitgeber suchen nach Verfahrensmechanikern für Kunststoff- und Kautschuktechnik:

  • Fahrzeugbauer
  • Medizintechnische Betriebe
  • Betriebe in der Elektroindustrie
  • Betriebe in der Kunststoff verarbeitenden Industrie

Stellenangebote für Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik

Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik-Formteile (m/w/d) 04.09.
WEISS Kunststoffverarbeitung GmbH & Co Illertissen Bei Ulm

Gehalt: Was verdient man als Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik?

Bei Verfahrensmechanikern für Kunststoff- und Kautschuktechnik hängt die Höhe des monatlichen Bruttoeinkommens von diesen Faktoren ab:

  • Berufserfahrung
  • Größe des Arbeitgebers
  • Standort

Im Durchschnitt fließt ihnen während ihrer Ausbildung das folgende Monatsbrutto aufs Konto:

  1. Ausbildungsjahr bis 900 Euro brutto
  2. Ausbildungsjahr bis 920 Euro brutto
  3. Ausbildungsjahr bis 960 Euro brutto

Das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung liegt pro Monat bei etwa 2.000 Euro brutto. Doch mit zunehmender Berufserfahrung und der ein oder anderen Weiterbildung entwickelt sich das Einkommen im Laufe der Zeit nach oben. Nach ein paar Jahren im Beruf sind bereits rund 3.100 Euro brutto realistisch.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik

In den Bereichen, in denen Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik gefragt sind, herrscht ein massiver Fachkräftemangel. Daher haben Verfahrensmechaniker derzeit sehr gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. Die meisten können sogar zwischen verschiedenen Jobangeboten wählen.

Bewerbung: Womit punkten Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik

Um den Job des Verfahrensmechanikers für Kunststoff- und Kautschuktechnik ausfüllen zu können, sind gewisse Talente und Skills vonnöten, die unbedingt in Lebenslauf und Anschreiben herausgearbeitet werden sollten.

Diese Angaben erwarten Arbeitgeber von einem angehenden Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik:

  • Mindestens einen Hauptschulabschluss
  • Abgeschlossene Berufsausbildung
  • Hohes Qualitätsbewusstsein
  • Motivation
  • Teamfähigkeit
  • Zuverlässigkeit
  • Selbständige, sorgfältige Arbeitsweise
  • Belastbarkeit
  • Eigeninitiative

Karriere: Die Entwicklungschancen als Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik

Die Lehre ist vorbei? Dann geht es nun um eine gründliche Karriereplanung. Hier stehen Verfahrensmechanikern viele Wege offen.

Spannend sind zum Beispiel diese Weiterbildungen, die zur Übernahme von mehr Verantwortung führen:

  • Industriemeister der Fachrichtung Kunststoff- und Kautschuktechnik
  • Techniker der Fachrichtung Kunststoff- und Kautschuktechnik

Wer eine Hochschulzugangsberechtigung in der Tasche hat, kann auch ein Studium nach der Lehre in Erwägung ziehen. Interessant sind hier vor allem die Fachrichtungen Kunststoff- oder Verfahrenstechnik.

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Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik-Formteile (m/w/d) 04.09.
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