Jobprofil: Augenoptiker

Augenoptiker verkaufen Brillen und Kontaktlinsen. Sie beraten Kunden bei der Wahl der richtigen Sehhilfe, führen Sehtests durch, passen Brillen an und geben Tipps zum Umgang mit Kontaktlinsen. Auf Kundenwunsch reparieren, pflegen und säubern sie die Sehhilfen. Darüber hinaus übernahmen Augenoptiker kaufmännische und Verwaltungsaufgaben. Dazu zählen etwa die Kalkulation, Buchhaltung sowie Anfragen, Bestellungen und Rücksendungen an Lieferanten. Es handelt sich um einen dreijährigen Ausbildungsberuf.

Augenoptiker Beruf

Augenoptiker Tätigkeiten

Augenoptiker sind Kundenberater, Handwerker und Styling-Experten in einem. Ihr Ziel ist es, dass jeder Kunde durch eine freundliche und kompetente Beratung die Sehhilfe findet, die zu ihm passt – egal, ob es sich um eine neue Brille oder Kontaktlinsen handelt. Fachlich ist das Jobprofil Augenoptiker von der Anwendung zweier Naturwissenschaften geprägt: Physik und Mathematik. In ihrem Berufsalltag bedienen Augenoptiker modernste Geräte und geben Gläsern und Linsen auf diese Weise den perfekten Schliff.

Das sind die wichtigsten Tätigkeiten von Augenoptikern:

  • Sehtests durchführen
  • Gläser bearbeiten und in die Fassung einarbeiten
  • Brillen anatomisch und optisch anpassen
  • Kunden individuell zu Kontaktlinsen, Gläsern und Brillengestellen beraten
  • Brillen reparieren
  • Kontaktlinsen anpassen
  • Reklamationen entgegennehmen und bearbeiten
  • Weitere Produkte wie Sonnenbrillen, Ferngläser oder Mikroskope verkaufen
  • Verwaltungs- und kaufmännische Aufgaben übernehmen

Fähigkeiten

Gute Augenoptiker verbinden ausgeprägte fachliche mit persönlichen Kompetenzen. Zu den wichtigsten Fähigkeiten und Soft Skills von Augenoptikern gehören:

Profil

Von dem französischen Literaten Alexandre Dumas stammt das schöne Bonmot: Das Leben ist bezaubernd, man muss es nur durch die richtige Brille sehen. Zugegeben, von ihm war das eher metaphorisch gemeint. Trotzdem ist es wohl keine Übertreibung, wenn man behauptet, dass die richtige Sehhilfe das Leben besser, einfacher und schöner macht.

Der Augenoptiker ist in dieser Beziehung ein Verbündeter. Er weiß Rat, wenn es um die richtige Brennschärfe, das optimale Gestell und das Ausmessen sowie die Anpassung einer Sehhilfe geht.

Augenoptiker ist ein verantwortungsvoller Beruf.

Immerhin tragen die Kunden ihre Sehhilfen jeden Tag. Das gewählte Gestell sollte daher auch wirklich gut zu ihnen passen. Sonst sind Frust und Reklamationen Programm. Um zur richtigen Lösung zu kommen, gilt es bei der Auswahl die Haut- und Haarfarbe einzubeziehen, den Kleidungsstil, aber auch den Beruf des Kunden. Danach entscheidet sich dann, ob es etwas Flippigeres oder Gediegeneres sein soll.

Augenoptiker Gehalt

Angestellte Augenoptiker verdienen ungefähr 2.500 Euro brutto im Schnitt. Berufsanfänger steigen mit 2.000 bis 2.200 Euro in den Job ein. Mit mehreren Jahren Berufserfahrung können sie auf Gehälter von 2.500 bis 2.800 Euro kommen. Bei größeren Arbeitgebern sind für erfahrene Augenoptiker Monatsgehälter von rund 3.100 Euro brutto möglich.

Gehalt von Augenoptikermeistern:

Augenoptikermeister verdienen rund 3.000 Euro bis 3.500 brutto monatlich. Gehälter von bis zu 4.500 Euro sind für Meister realistisch.

Gehalt für Azubis:

Während der Ausbildung kommen Augenoptiker-Azubis auf einen monatlichen Bruttolohn zwischen 500 und 850 Euro – je nach Bundesland und Ausbildungsjahr.

Augenoptiker Gehalt

Was verdienen Augenoptiker

Jobs als Augenoptiker für Sie:

Die Ausbildung zum Augenoptiker dauert drei Jahre. Einen großen Teil dieser Zeit verbringen angehende Augenoptiker in ihrem Ausbildungsbetrieb, um in den Verkaufsräumen und in der Werkstatt die praktische Seite des Berufs kennenzulernen. Die Theorie eignen sie sich in der Berufsschule an – entweder an festen Tagen in der Woche oder im Blockunterricht.

Nach drei Jahren schließt die Ausbildung mit der Gesellenprüfung ab. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es möglich, die Ausbildung zum Augenoptiker auf zwei Jahre zu verkürzen. Das ist zum Beispiel bei Auszubildenden mit Abitur machbar, oder wenn ein Nachweis über eine abgeschlossene Berufsausbildung vorliegt.

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Augenoptiker:

Ein bestimmter Schulabschluss ist für die Ausbildung nicht vorgeschrieben. In der Realität stellen Betriebe vorwiegend Bewerber mit mittlerem Schulabschluss (z.B. Realschulabschluss) ein.

Ausbildung Inhalte

Auszubildende zum Augenoptiker beschäftigen sich in ihrer Lehrzeit hauptsächlich mit diesen Inhalten:

  • Sehtests durchführen
  • Dioptrischen Apparat der Augen vermessen
  • Optische Fehlsichtigkeiten bestimmen und korrigieren
  • Kunden bei der Wahl der Fassung und Gläsertypen beraten und unterstützen
  • Beidäugiges Sehen prüfen
  • Brillenfassungen aus Metallen und Kunststoffen herstellen
  • Linsen schleifen
  • Waren bestellen, annehmen und präsentieren
  • Mit Reklamationen umgehen
  • Verwaltungsarbeiten übernehmen

Ausbildung Gehalt

In der Ausbildung können Augenoptiker mit diesen Azubi-Vergütungen rechnen:

  • 500 bis 650 Euro brutto monatlich im 1. Lehrjahr
  • 600 bis 700 Euro brutto monatlich im 2. Lehrjahr
  • 700 bis 850 Euro brutto monatlich im 3. Lehrjahr

Augenoptiker Stellen

Augenoptiker arbeiten in größeren Optiker-Ketten oder in mittleren bis kleineren Fachgeschäften. Alternativ finden sich Jobs in der optischen und feinmechanischen Industrie.

Das sind die größten Augenoptiker-Ketten in Deutschland:

  • Apollo Optik
  • Fielmann
  • Pro Optik
  • Eyes and more
  • Brillen Rottler
  • Optik Matt
  • Krass Optik
  • Optiker Bode
  • Kind Hörgeräte
  • Aktivoptik
  • Abele Optik
  • Mister Spex
  • Neusehland

Berufliche Perspektiven

Um ihre Berufsaussichten brauchen sich Augenoptiker kaum Sorgen zu machen. Zwei Drittel aller Menschen sind fehlsichtig. Tendenz steigend, da sich zum Einen die Anforderungen an die Sehorgane mit der zunehmenden Nutzung von Smartphone- oder Computerdisplays erhöhen. Zum Anderen begünstigt auch die älter werdende Gesellschaft die Nachfrage nach Augenoptikern. Als Spezialisten für gutes Sehen werden Augenoptiker deshalb in Zukunft genauso gefragt sein wie heute – beste Aussichten also für die Karriere.

Arbeitsbelastung für Augenoptiker:

Weniger eindeutig sieht es hingegen bei der Frage nach der Arbeitsbelastung aus. Das hängt stark davon ab, ob man bei einem Großbetrieb oder einem lokalen Geschäft arbeitet. Bei den größeren Konzernen gibt es zwar gut geregelte Arbeitszeiten, mitunter ist der Druck während der Schichten aber höher als in kleineren Läden, einfach, weil mehr Kunden in kürzerer Zeit betreut werden müssen.

Weiterbildung

Augenoptikern stehen mehrere Entwicklungsmöglichkeiten offen. Neben der Arbeit können sie in Teilzeit oder in Vollzeit bei einer Fach- oder Meisterschule die Ausbildung zum Meister absolvieren und die Meisterprüfung vor der Handwerkskammer ablegen. Hinterher steht es ihnen frei, ihren eigenen Laden zu eröffnen.

Als Augenoptiker spezialisieren:

Für Augenoptiker-Meister gibt es auch eine Vielzahl an Spezialisierungsmöglichkeiten. Beispielsweise gibt es spezielle Sportbrillen, die Sportoptiker an Skifahrer, Marathonläufer oder Basketballspieler verkaufen. Gleiches gilt für Kontaktlinsen. Andere Augenoptiker spezialisieren sich auf Menschen mit ganz speziellen Sehbehinderungen.

Daneben sind auch Seminare und Lehrgänge zur Fortbildung wichtig, um sich in Themenbereichen wie Beratung, Betriebswirtschaft, Digitalisierung, E-Commerce oder Marketing auf dem aktuellen Stand zu halten.

Als Augenoptiker studieren:

Mit dem Meisterbrief in der Tasche steht Augenoptikern außerdem der Weg an die Uni offen – auch ohne Abitur. Ein artverwandtes Studium ist zum Beispiel das der Optometrie. Optometristen beschäftigen sich mit Sehfunktionen. Sie kontrollieren nicht nur durch ausführliche Messungen die Sehschärfe, sondern sind auch Spezialisten, wenn es um Fehlsichtigkeit wie Farben- oder Nachtblindheit geht.

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[Bildnachweis: Rido by Shutterstock.com]

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