Jobprofil: Justizvollzugsbeamte (m/w)

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Steckbrief: Justizvollzugsbeamter (m/w)

Ausbildung:
Ausbildung
Work-Life Balance:
Normal (40-45 Stunden)
Einstiegsgehalt:
2.200 €
Spitzengehalt:
3.000+ €

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Das Berufsprofil: Justizvollzugsbeamter

Arbeiten im Justizvollzug wird in der Regel mit Gefahr und Gewalt gleichgesetzt. So wird es zumindest häufig in Fernseh-Krimis dargestellt. Das hat das Bild in der Öffentlichkeit stark geprägt. Doch das sind Vorbehalte, die auf Fehlinformationen über das Berufsbild des Justizvollzugsbeamten beruhen.

Im Gegenteil handelt es sich um einen sehr spannenden Beruf in einem nicht alltäglichen Umfeld, der mit hohen Anforderungen an die Sozialkompetenzen einhergeht. Häufig unterschätzt: Die positive Leistung, die Justizvollzugsbeamte mit ihrer Arbeit gegenüber der Bevölkerung erbringen.

Entgegen der gängigen Meinung sperren Justizvollzugsbeamte Straftäter nicht einfach nur weg. Stattdessen begleiten sie sie intensiv bei ihrer Resozialisalisierung. Sie unterstützen Gefangene Stück für Stück auf dem Weg zurück in einen geregelten Alltag mit festen Strukturen.

Das setzt eine fundierte Ausbildung voraus, die neben Recht und Sicherheit auch die Themenbereiche Psychologie und Sozialpädagogik umfasst. Die Aufgaben im Überblick:

  • Beaufsichtigen von Häftlingen
  • Betreuung von Häftlingen
  • Versorgung von Häftlingen
  • Kontrolle von Häftlingen
  • Sicherung von Häftlingen
  • Überwachung von Häftlingen
  • Angebote zur Freizeitgestaltung der Häftlinge

Darüber hinaus sind Justizvollzugsbeamte bei Haftbesuchen dabei, kontrollieren die Zellen auf Schmuggelware, Drogen, unerlaubte und gefährliche Gegenstände und begleiten Hafttransporte.

Justizvollzugsbeamte sind Beamte im öffentlichen Dienst. Damit bietet das Jobprofil eine große berufliche Sicherheit. Denn Beamte sind unkündbar. Darüber hinaus bieten viele Justizvollzugsanstalten eine langfristige und flexible Schichtdienstplanung. In Verbindung mit Partner und Kind trägt das zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei. Die Arbeitsmarktaussichten sind sehr gut.

Wie wird man Justizvollzugsbeamter?

Die Ausbildung zum Justizvollzugsbeamten im mittleren Dienst dauert 24 Monate. Jobanwärter absolvieren sie an einer Justizvollzugsanstalt. Sie umfasst Theorie- und Praxisphasen.

In der fachtheoretischen Ausbildung befassen sich Jobanwärter mit der geschichtlichen Entwicklung und gesellschaftlichen Bedeutung des Justizvollzuges. Zu den Themenschwerpunkten, die in der Ausbildung vermittelt werden, gehören außerdem diese Inhalte:

  • Staats- und Verfassungsrecht
  • Straf- und Strafprozessrecht
  • Beamten- und Tarifrecht
  • Verwaltungsrecht
  • Vertrags- und Vergaberecht
  • Betriebswirtschaftslehre
  • Haushaltsrecht

Auch Vollstreckungsrecht und Vollzugsrecht sind wichtige Bereiche, die für die Arbeit im Justizvollzug relevant sind. Darüber hinaus erhalten die angehenden Beamten einen umfassenden Einblick in die Organisation der Justizvollzugsanstalten, das Arbeits- und Versorgungswesen im Justizvollzug und den Bereich Sicherheit und Ordnung. Des weiteren werden Grundlagen in Psychologie und Kriminologie vermittelt. 

Arbeitgeber: Wer sucht Justizvollzugsbeamte

Beamte im mittleren Justizvollzugsdienst arbeiten in Justizvollzugsanstalten oder in deren Verwaltungen.

Stellenangebote für Justizvollzugsbeamte

Gehalt: Was verdient man als Justizvollzugsbeamter?

Die Höhe des Gehalts ist abhängig von dem Bundesland und der Berufserfahrung eines Justizvollzugsbeamten. Während der Ausbildung fließen so genannte Anwärterbezüge aufs Konto. Diese richten sich nach der Besoldungsgruppe, in die die Jobanwärter eingestuft werden. Normalerweise ist das die Gruppe A6. Demnach erhalten angehende Justizvollzugsbeamte pro Monat in etwa 1.170 Euro.

Nach der Ausbildung rangiert das anfängliche Grundgehalt zwischen 2.200 und 2.500 Euro im Monat. Sowohl während und nach der Ausbildung wird das Grundgehalt um Zuschläge ergänzt. Das können sein:

  • Familienzuschlag für Verheiratete
  • Vermögenswirksamen Leistungen

Mit zunehmender Erfahrung entwickelt es sich das Einkommen nach oben.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Justizvollzugsbeamte

Die Aussichten für angehende Justizvollzugsbeamte auf dem Arbeitsmarkt sind gut bis sehr gut. Einer gewissen Zahl an ausgeschriebenen Stellen steht traditionell eine geringere Zahl an Bewerbern gegenüber.

Bewerbung: Womit punkten Justizvollzugsbeamte

Wer sich auf eine Ausbildung zum Justizvollzugsbeamten bewerben möchte, muss zunächst ein Auswahlverfahren bei der Justiz bestehen. In ihren Bewerbungsunterlagen können Jobanwärter mit den folgenden Talenten punkten:

  • Fachoberschulreife
  • Praktika
  • Sorgfältige Arbeitsweise
  • Resilienz
  • Stressresistenz
  • Soziale Kompetenzen
  • Psychologisches Gespür
  • Motivation
  • Deutsche Staatsangehörigkeit
  • Alternativ: Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedsstaats der europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder eines Drittstaates, dem Deutschland und die Europäische Union vertraglich einen Anspruch auf Anerkennung von Berufsqualifikationen eingeräumt haben.
  • Überzeugung von der freiheitlichen demokratischen Grundordnung 
  • Keine Vorstrafen
  • Gesundheitliche Eignung
  • Interkulturelle Kompetenz
  • Fremdsprachenkenntnisse

Karriere: Die Entwicklungschancen als Justizvollzugsbeamter

Die meisten Justizvollzugsbeamten werden nach bestandener Prüfung als Sekretär in den Laufbahnzweig des mittleren Vollzugs- und Verwaltungsdiensts übernommen. Bei entsprechendem Engagement haben sie gute Aufstiegsmöglichkeiten.

Beamte des mittleren Vollzugs- und Verwaltungsdiensts, können sich zum Beispiel intern weiterbilden. Auf diese Weise qualifizieren sie sich für eine Laufbahn im gehobenen Vollzugs- und Verwaltungsdienst.

Beamte des gehobenen Vollzugs- und Verwaltungsdienstes erledigen neben Verwaltungsaufgaben in Geschäftsleitung und Personaladministration, Arbeits- und Versorgungswesen, Rechnungswesen oder Controlling spezielle Aufgaben des mittleren Führungsmanagements einer Justizvollzugsanstalt.

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