Patenschaft verfügbar

Gute Inhalte ziehen an. Werden Sie mit Ihrem Unternehmen jetzt Pate dieses Profils und erreichen Sie tausende interessierter Kandidaten.

Pate werden

Werbung



Jobprofil: Rechtspfleger (m/w)

Zurück zur Übersicht

Steckbrief: Rechtspfleger (m/w)

Ausbildung:
Duales Studium
Work-Life Balance:
Normal (40-45 Stunden)
Einstiegsgehalt:
2.300 €
Spitzengehalt:
4.000+ €

Jetzt mit Ihrem Unternehmen Pate dieses Profils werden.

Kontakt
Berufsprofil     Einstieg     Arbeitgeber     Gehalt     Einstiegschancen     Bewerbung     Karriere     Jobs  

Das Berufsprofil: Rechtspfleger

Gäbe es keine Rechtspfleger, würden Gerichte, Staatsanwaltschaften und auch Justizvollzugseinrichtungen nicht funktionieren. Rechtspfleger sind Beamte des gehobenen Justizdienstes, die Aufgaben bearbeiten, die früher von Richtern erledigen wurden.

Nach 1945 wurden diese zunehmend auf Rechtspfleger übertragen, die selbstständig und eigenverantwortlich Entscheidungen in vielen rechtlichen Angelegenheiten treffen. Damit entlasten sie die genannten Justizbehören erheblich.

Ihre Aufgabenbereiche sind breit gefächert und berühren zum Beispiel Familien- und Betreuungsverfahren. Dabei geht es um folgendes: Personen, die nicht mehr für sich selbst sorgen können, bekommen einen Betreuer zur Seite gestellt. Rechtspfleger unterstützen und kontrollieren die Betreuer bei ihrer Tätigkeit und wahren damit die Rechte von Menschen, die sich selbst nicht mehr helfen können.

Bei Zwangsvollstreckungen wie Zwangsversteigerungen sorgen Rechtspfleger dafür, dass die Gläubiger verschuldeter Personen zu ihrem Geld kommen. Das erreichen sie etwa durch die Versteigerung des Hauses des Schuldners oder die Pfändung des Arbeitseinkommens.

Bei Grundbuchangelegenheiten entscheiden Rechtspfleger derweil über Eintragungen in das Grundbuch, während sie wiederum bei der Verschuldung von Betrieben für die Insolvenzverfahren zuständig sind. Diese führen sie selbstständig. Zum Beispiel laden sie zu Gläubigerversammlungen ein und teilen das zur Verfügung stehende Vermögen gerecht auf.

Weitere Aufgabenbereiche sind:

  • Eintragung von Unternehmen und Vereine ins Vereins- und Handelsregister
  • Unterstützung von rechtssuchenden Bürgern beim Umgang mit Gerichten
  • Nachlassangelegenheiten verstorbener Person

Auch bei der Vollstreckung von Freiheitsstrafen spielen Rechtspfleger eine Rolle. Sie stellen sicher, dass Verurteilte ihre Gefängnisstrafe antreten und nach Ablauf der Strafe wieder auf freien Fuß kommen.

Die Work Life Balance ist oftmals gut geregelt, allerdings kann es in Spitzenphasen in dem Beruf auch drunter und drüber gehen. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind ausgewogen.

Wie wird man Rechtspfleger?

Der Beruf des Rechtspflegers setzt die Allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife voraus und ist an ein dreijähriges duales Studium mit einer einjährigen Praxisphase gekoppelt. Während des Studiums stehen die folgenden Lerninhalte auf dem Studienplan:

  • Vertragsrecht
  • Familienrecht
  • Erbrecht
  • Zivilprozessordnung
  • Handels- und Gesellschaftsrecht
  • Strafrecht
  • Grundlagen des Europa- und Verfassungsrechts
  • Zwangsvollstreckung
  • Insolvenzrecht
  • Grundbuch- und Registerrecht
  • Strafvollstreckungsrecht
  • Kostenrecht
  • Justizmanagement
  • Betriebswirtschaftslehre

In der Praxisphase lernen angehende Rechtspfleger die Abläufe an Gerichten, Staatsanwaltschaften und Justizvollzugseinrichtungen kennen und bearbeiten erste Fälle unter Aufsicht erfahrener Kollegen.

Arbeitgeber: Wer sucht Rechtspfleger

Rechtspfleger sind bei den folgenden Institutionen beschäftigt:

  • Gericht
  • Staatsanwaltschaften
  • Ministerien
  • Justizvollzug
  • Bundesamt für Justiz
  • Banken
  • Versicherungen
  • Rechtsanwaltskanzleien

Stellenangebote für Rechtspfleger

Vermessungsingenieur / Rechtspfleger / Immobilienkaufmann als Referent Liegenschaften (m/w/d) 09.09.
CURRENTA GmbH & Co. OHG Leverkusen

Gehalt: Was verdient man als Rechtspfleger?

Das Einkommen von Rechtspflegern ist tariflich geregelt. Bereits in der Ausbildung verdienen Rechtspfleger gut. Ihr Einkommen liegt je nach Bundesland bei etwa 1.200 Euro brutto im Monat. Dazu kommen Zulagen wie Familienzuschläge.

Steigt der Rechtspfleger in den Beruf ein, fließen monatlich etwa 2.300 Euro brutto aufs Konto. Das Gehalt steigt mit der Berufserfahrung. Bis zu 4.000 Euro brutto und mehr kann ein Rechtspfleger in einer höheren Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe verdienen.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Rechtspfleger

Nach der bestandenen Rechtspflegerprüfung werden die Berufsanwärter, soweit Stellen verfügbar sind, zunächst als Justizinspektoren im Beamtenverhältnis angestellt. Der Schlüssel der Stellen variiert von Bundesland zu Bundesland. Nach einer dreijährigen Probezeit folgt die Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit.

Bewerbung: Womit punkten Rechtspfleger

Die folgenden Fähigkeiten sind für den Beruf des Rechtspflegers erforderlich:

  • Abitur / Fachabitur
  • Studienabschluss
  • Umfangreiche Grundkenntnisse im Rechtswesen
  • Ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein
  • Freude am Umgang mit Menschen
  • Hohe Auffassungsgabe
  • Mündliche und schriftliche gut ausgeprägte Ausdrucksweise

Karriere: Die Entwicklungschancen als Rechtspfleger

Für Rechtspfleger stehen die Karrieremöglichkeiten gut. Es gibt zahlreiche Beförderungsmöglichkeiten:

  • Zum Justizoberinspektor
  • Zum Justizamtmann
  • Zum Justizamtsrat
  • Zum Justizoberamtsrat

Nach einer zusätzlichen Ausbildung und Prüfung können Rechtspfleger auch als Amtsanwälte arbeiten.

Diesen Artikel weiterempfehlen: