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Jobprofil: Regisseure (m/w)

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Steckbrief: Regisseur (m/w)

Ausbildung:
Studium / Ausbildung / Quereinstieg
Work-Life Balance:
Intensiv (45+ Stunden)
Einstiegsgehalt:
keine zuverlässigen Angaben machbar
Spitzengehalt:
unbegrenzt

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Das Berufsprofil: Regisseur

Wer an Regisseure denkt, dem kommen die ganz großen Namen wie Peter Jackson, James Cameron, David Lynch, Roman Polanski, Clint Eastwood, Quentin Tarantino oder Steven Spielberg in den Sinn. Doch an die Spitze schaffen es nur die allerwenigsten. Und auf dem Weg dahin sollten sich Berufsanwärter auf jede Menge Klinkenputzen gefasst machen und finanzielle Durststrecken einkalkulieren.

Regisseure nehmen in jeder Film-, Theater- und Fernsehproduktion einen besonders wichtigen Platz ein. Doch die Stellen für diese Kreativexperten sind sehr begrenzt und oft nur für die Dauer einer Produktion zu vergeben. Insofern sind die Arbeitsmarktaussichten für Regisseure eher mau.

Ebenso ist die Work Life Balance eher durchwachsen. Wer ein Engagement hat, hat Arbeit bis über beide Ohren. Wer gerade keines hat, ist unter Umständen Existenzängsten ausgesetzt. Ergo: Diesen Beruf muss man wirklich wollen. 

Regisseure sind bei der Entstehung eines Filmes, einer Dokumentation oder eines Theaterstücks die entscheidende künstlerisch-gestaltende Person. Sie entwickeln vor der Produktion eine Idee und ein Konzept, wie diese letztlich aussehen soll und setzen sie mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln um. 

Das gilt für alle Arten der Regie: 

  • Kino
  • Fernsehen
  • Videoclip 
  • Trickfilm
  • Theater
  • Oper
  • Musical

Die Hauptaufgaben von Regisseuren gestalten sich dabei wie folgt: 

  • Erarbeitung eines Konzepts
  • Aufstellung der erforderlichen Produktionsmittel 
  • Dramaturgische Bearbeitung einer stofflichen Vorlage und Erstellen eines Drehbuchs – oft in Zusammenarbeit mit einem Autor
  • Casting und Auswahl der Darsteller
  • Auswahl von Mitarbeitern für Kamera, Szenenbild, Musik, Kostüm, Schnitt, Ton, Regieassistenz
  • Besichtigung von Schauplätzen 
  • Erarbeitung eines Konzepts für die Konzeption von Atelierbauten und Kulissen 
  • Aussuchen von Kostümen, Masken und Requisiten
  • Zusammenarbeit mit Komponisten zur musikalischen Untermalung der Szenen oder Auswahl vorhandener musikalischer Vorlagen 

Sind diese Vorarbeiten abgeschlossen, kann es mit der Arbeit an der eigentlichen Produktion losgehen. Der Regisseur trifft alle künstlerischen Entscheidungen. Die Aufgaben beim Film gehen über die bei Theater, Oper oder Musical noch etwas hinaus. Hier geht es vor allem um Schauspiel, Kulisse, Musik, szenische Gestaltung. 

Es liegt grundsätzlich in der Hand des Regisseurs, wie die Szenerie eingerichtet ist und wie Inhalte herübergebracht werden. Beim Film entscheiden sie überdies, welche Einstellungen gedreht werden sollen und wie viele. 

Auch die Positionen, Bewegungen und das Spiel der Schauspieler mit der Kamera legt ein Regisseur fest. Manchmal lässt er sie auch bewusst improvisieren. Es gibt aber auch Regisseure, die ein derart klares Bild von dem endgültigen Werk haben, dass für Schauspieler kaum oder gar keine Freiräume bestehen. 

Danach geht es bei einer Filmproduktion aber noch weiter. Der Regisseur fertigt gemeinsam mit Cuttern den Feinschnitt und die endgültige Fassung eines Films an. Bei der Vermarktung ist er an den PR-Maßnahmen beteiligt und gibt zum Beispiel Interviews und schwingt die Werbetrommel. 

Wie wird man Regisseur ?

Auf dem Weg zum Beruf, ist praktisch alles erlaubt, was gefällt und was zum Ziel führt. Einen klassischen Ausbildungsweg zum Regisseur gibt es nicht. Die meisten Berufsanwäter schaffen aber den Einstieg über ein Regie-Studium an einer Hochschule oder arbeiten zunächst in der Regie-Assistenz. Wieder andere betätigen sich zunächst als Schauspieler und wechseln dann die Seiten. Til Schweiger ist ein Beispiel dafür.

Wer sich für ein Regie-Studium entscheidet, das in Deutschland bundesweit an verschiedenen Hochschulen angeboten wird, büffelt innerhalb sechs Semestern bis zur Bachelor-Thesis die folgenden Fächer:

  • Visuelle Kommunikation
  • Grafik und Schrift
  • Bildgestaltung
  • Dramaturgie
  • Marketing
  • Betriebswirtschaftslehre
  • Märkte und Distribution
  • Medienproduktionssysteme Recording und Animation
  • Konzeption
  • Projekt Medienpraxis
  • Medienbetriebswirtschaftslehre
  • Filmgestaltung
  • Medienkonvergenz
  • Konzeption und Formatentwicklung
  • Vertiefung Dramaturgie
  • Recherche und Stoffentwicklung
  • Storytelling und Drehbuch
  • Schauspielführung

Wer sich hingegen vom Regieassistenten zum Regisseur hocharbeiten will, statt die Unibank zu drücken, kann in den Beruf über ein Volontariat oder Weiterbildungen einsteigen. Das Berufsbild des Regieassitenten ist von der Industrie und Handelskammer anerkannt und wird auch direkt von ihr als diplomierte Weiterbildungsmaßnahme angeboten und gefördert.

Aber Vorsicht: Die Vorstellung, dass der Aufstieg vom Regieassistenten zum Regisseur automatisch erfolgt, ist falsch. Regieassistenten sind in der Filmbranche als eine eigenständige Berufsgruppe angesehen und nicht eine Vorstufe zur Regie. Es gibt aber gewisse Durchlässigkeiten, aber keine Garantie.

Arbeitgeber: Wer sucht Regisseure

Regisseure können in diesen Bereichen eine Anstellung finden:

  • Film 
  • Fernsehen
  • Radio
  • Hörspiel
  • Oper
  • Theater
  • Musical 
  • Medienagenturen

Stellenangebote für Regisseure

Gehalt: Was verdient man als Regisseur ?

Die Gehaltsbandbreite von Regisseuren ist schwer in Zahlen zu fassen. Denn das Honorar richtet sich in der Regel nach der Dauer der Produktion. Und wer Serien produziert, hat ein regelmäßigeres Einkommen als Film- oder Theaterproduzenten, die immer wieder Leerläufe einplanen müssen.

Das ist nicht immer leicht, zumal die Höhe des Gehalts auch stark von dem eigenen Bekanntheitsgrad abhängt. Gerade zu Beginn der Karriere lässt sich von dem Einkommen allein nur schwer leben. Oft sind zusätzliche Nebenjobs unabdingbar.

Wer sich in dem Beruf etabliert hat, kann seinen Lebensunterhalt gut davon bestreiten. Um einmal konkrete Zahlen zu nennen: Ein 90-minütiges Fernsehspiel kostet derzeit zum Beispiel etwa 1,5 Millionen Euro.

Das Honorar des Regisseurs liegt bei einer solchen Summe zwischen 25.000 und 50.000 Euro brutto. Der Arbeitsaufwand für eine Produktion mit 90 Minuten Sendezeit beträgt etwa vier Monate. Bei großen Kinoproduktionen können die Einnahmen hingegen in Millionenhöhe gehen – aber dazu muss man zu den ganz großen Nummern im Business gehören. 

Einstiegschancen: Die Aussichten für Regisseure

Der Arbeitsmarkt für Regisseure gestaltet sich schwierig. Es gibt wenige Engagements und die sind dann oftmals nur von kurzer Dauer. Wer sich in dem Beruf durchsetzen will, muss überdurchschnittlich kreativ und gut sein, in dem, was er tut. Auch gute Kontakte schaden nicht. 

Bewerbung: Womit punkten Regisseure

Regisseure können in ihren Bewerbungsunterlagen mit den folgenden Fähigkeiten punkten:

  • Abgeschlossenes Studium, abgeschlossene Ausbildung oder abgeschlossene Weiterbildung
  • Kreativität
  • Analysefähigkeit
  • Organisationstalent
  • Menschenkenntnis
  • Psychologisches Geschick
  • Verhandlungsgeschick
  • Biss
  • Hartnäckigkeit

Karriere: Die Entwicklungschancen als Regisseur

Regisseure können innerhalb des Regiebereichs Karriere machen und sich von kleineren Produktionen zu größeren Projekten hocharbeiten. Auch der Sprung in den Bereich der Produktion liegt nahe. Hier tragen sie die Verantwortung für das komplette Projekt, treiben die finanziellen Mittel für das Budget auf und überwachen die Wirtschaftlichkeit. 

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