Jobprofil: Feinwerktechniker

Feinwerktechniker produzieren feinwerktechnische Geräte, Bauteile und Systeme, montieren und warten sie. Oft übernehmen sie auch Aufgaben im Vertrieb und Kundenservice. Die Weiterbildung zum Staatlich geprüften Techniker der Feinwerktechnik können Sie in Vollzeit und Teilzeit absolvieren. Auch ein Studium ist möglich.

Feinwerktechniker Beruf Profil Steckbrief Aufgaben Weiterbildung

Feinwerktechniker Beruf

Feinwerktechniker stellen sehr sensible Geräte wie Ferngläser, Kameras oder medizinische Messgeräte her. Sie zeichnen dafür die Montagepläne, berechnen Materialbedarf und Arbeitsaufwand und erledigen die Bestellung von Rohstoffen und Werkzeugen. Auch für Kostenplanung und Preisfindung sind sie mitunter verantwortlich.

Produktion überwachen:

Bei der Fertigung der Produkte überwachen Feinwerktechniker die einzelnen Prozessabläufe und geben den ausführenden Mitarbeitern Anweisungen, wie die Fertigung optimiert werden kann. Sie sorgen – wo möglich – für die Vereinfachung der Arbeitsschritte und optimieren kontinuierlich die Produktqualität.

Personal betreuen:

Feinwerktechniker übernehmen überdies Aufgaben im Bereich des Personalmanagements. Sie regeln Urlaubs- und Schichtpläne und sind für die Abnahme der fertigen Produkte verantwortlich. Darüber hinaus obliegen ihnen auch kaufmännische Aufgaben: Sie führen Verhandlungen mit Lieferanten, stellen neue Produkte offiziell vor und organisieren den Kundendienst.

Material prüfen:

Feinwerktechniker bekleiden einen verantwortungsvollen Posten. Sie bestimmten über die Güte eines Produkts und überprüfen die Markteignung. Hierfür ist hin und wieder eine Extrastunde nötig. Etwa, wenn es darum geht, Materialeigenschaften zu prüfen oder letzte Eignungstests durchzuführen.

Lieferverträge verhandeln:

Auch eine gewisse Reisetätigkeit gehört zum Job. Nicht nur, dass sie sich mit externen Lieferanten vor Ort austauschen und mit ihnen verhandeln, auch sorgen Feinwerktechniker bei externen Produktvorstellungen dafür, dass alles geregelt zugeht.

Chancen wahrnehmen:

Insofern handelt es sich in dem Bereich nicht um einen klassischen Nine-to-Five-Job. Die Chancen, die sich derzeit auf dem Arbeitsmarkt bieten, sind ausgesprochen gut. Infolge der zunehmenden Auslagerung vieler Tätigkeiten an Maschinen, sind auch Feinwerktechniker gefragt.

Fähigkeiten

Diese Fähigkeiten sollten Feinwerktechniker mitbringen, um mit ihren Bewerbungsunterlagen, Lebenslauf und Anschreiben beim Arbeitgeber zu punkten:

  • Auge fürs Detail
  • Genauigkeit
  • Geduld
  • Ausdauer
  • Technisches Verständnis
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Forschergeist
  • Interesse für Chemie und Physik

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Feinwerktechniker Gehalt

Techniker der Feinwerktechnik kommen normalerweise auf Gehälter zwischen 3.000 und 4.000 Euro brutto im Monat. Die Einstiegsgehälter liegen teilweise bei unter 3.000 Euro. In der Spitze sind Gehälter zwischen 4.000 und 5.000 Euro brutto monatlich möglich.

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Feinwerktechniker werden

Beim „Staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Feinwerktechnik“ handelt es sich um eine berufliche Weiterbildung an Fachschulen. In Vollzeit dauert sie zwei Jahre, in Teilzeit neben dem Beruf drei bis vier Jahre. Am Ende steht eine Abschlussprüfung. Voraussetzung für die Aufnahme an einer Fachschule ist eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung im technischen Bereich.

Weiterbildung Inhalte

In der Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Feinwerktechnik stehen diese Inhalte auf dem Programm:

  • Beurteilung und Auswahl optischer Werkstoffe
  • Analyse elektronischer Komponenten
  • Konzeption, Herstellung und Prüfung von Baugruppen
  • Feinmechanische Baugruppen dimensionieren, darstellen und gestalten
  • Feinmechanische Gerätekomponenten analysieren und konstruieren
  • Optisch-elektronische Geräte analysieren, dimensionieren und justieren
  • Werkstoffkunde
  • Produktionsplanung und –steuerung
  • Automatisierungstechnik

Weiterbildung Abschlussprüfung

Die Weiterbildung schließt mit einer schriftlichen Abschlussprüfung ab. Sie umfasst die Prüfungsbereiche Feinwerktechnik, technische Optik und Gerätekomponenten, Entwicklung und Konstruktion. In einigen Bundesländern verfassen angehende Feinwerktechniker überdies noch eine Facharbeit, die so genannte Technikerarbeit.

Feinwerktechnik Studium

Feinwerktechnik kann man auch studieren. Sie ist zumeist in Studiengänge der Mechatronik oder Medizintechnik integriert. Entsprechende Bachelor- und Master-Studiengänge gibt es an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Hochschule für angewandte Wissenschaften München, Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, Universität Stuttgart, Fachhochschule Kiel, Hochschule Koblenz, Hochschule Esslingen und der Technischen Hochschule Ulm.

Studium Inhalte

Die Studiengänge befassen sich mit diesen Disziplinen:

  • Mechanik/Mikromechanik
  • Elektrotechnik/Elektronik
  • Optik/Mikrooptik
  • Informationstechnik/Informatik
  • Feinmechanik
  • Anwendung mechatronischer und mikrosystemtechnischer Komponenten
  • Elektronik
  • Technische Optik

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Feinwerktechniker Jobs

Feinwerktechniker finden in den unterschiedlichsten Branchen Beschäftigung. Absolventen sind aufgrund ihrer soliden Ausbildung äußerst gefragt und werden in zahlreichen Bereichen der Wirtschaft händeringend gesucht:

  • Präzisionsgerätebau
  • Optikindustrie
  • Optoelektronik
  • Medizintechnik
  • Automobilindustrie
  • Raumfahrttechnik
  • Umwelttechnik
  • Unterhaltungselektronik
  • IT-Technik
  • Mikroelektronik
  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Ingenieurbüros für technische Fachplanung
  • Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen

Karriere

Je nach Abschluss ergeben sich für Feinwerktechniker verschiedene Möglichkeiten, ihre Qualifikation zu vertiefen. Studierte Feinwerktechniker können nach dem Bachelor-Studium einen Masterabschluss machen. Für staatliche geprüfte Techniker bietet sich die Fortbildung zum technischen Betriebswirt an, die eine Schnittstelle zwischen Technologie und unternehmerischen Grundlagen bildet. Technische Betriebswirte vereinen technisches mit betriebswirtschaftlichem Know-how. Die ausgebildeten Fachkräfte haben die neusten technologischen Entwicklungen im Blick, verlieren aber auch die Kosten nicht aus den Augen. Auf diese Weise sind sie gut aufgestellte für eine Führungslaufbahn.

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