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Jobprofil: Dachdecker (m/w)

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Steckbrief: Dachdecker (m/w)

Ausbildung:
Ausbildung
Work-Life Balance:
Intensiv (45+ Stunden)
Einstiegsgehalt:
2.000 €
Spitzengehalt:
3.000+ €

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Das Berufsprofil: Dachdecker

Wer im Beruf des Dachdeckers arbeiten möchte, muss vor allem eines sein: Schwindelfrei. Denn er verbringt viel Zeit auf Dächern.

Dachdecker können sich grundsätzlich auf eine der fünf Fachrichtungen spezialisieren:

  • Abdichtungstechnik
  • Außenwandbekleidungstechnik
  • Dachdeckungstechnik
  • Energietechnik an Dach und Wand
  • Reetdachtechnik

Egal, wie man sich entscheidet, der Hauptarbeitsplatz ist das Dach. Hier sorgen Dachdecker dafür, dass jedes Gebäude unter die zu ihm passende "Haube" kommt.

Zum Aufgabenspektrum gehören die folgenden Aufgaben:

  • Aufbau von Schutz- und Arbeitsgerüsten
  • Anfertigung einer Unterkonstruktion für das Dach - die so genannte Dachschalung
  • Verkleiden und Dämmen der Schalung
  • Dachdecken mit Materialien wie Dachschiefer, Dachschindeln, Dachziegeln, Dachsteinen oder Reet

Aber nicht nur Arbeiten auf dem Dach gehören zu dem traditionellen Handwerksberuf. Dachdecker fertigen überdies Wandverkleidungen von Außenwänden und Abdichtungen an. Bei einer Flachdachabdeckung sorgen Dachdecker dafür, dass keine Feuchtigkeit eindringen kann.

Darüber hinaus fertigen Dachdecker Einfassungen, Dichtungen und Vorrichtungen zum Ableiten des Oberflächenwassers an, bauen Dachfenster und Solarelemente ein und bringen Schneefanggitter an.

Darüber hinaus unterstützen Dachdecker bei der energetischen Gebäudesanierung und führen entsprechende Maßnahmen, etwa den Einbau von Dämmschichten und Dampfsperrelementen, durch. Auch Dachbegrünungen können zu den Aufgaben von Dachdeckern gehören.

Auch das Entwerfen, Anbringen, Prüfen, und Reparieren von Blitzschutzanlagen gehört zu dem Berufsprofil eines Dachdeckers. Und: Wenn in der Unterkonstruktion eines Daches im wahrsten Sinne des Wortes der Wurm drin ist oder anderweitiges Ungeziefer, sind auch hier Dachdecker die Ansprechpartner Nummer eins. Sie wissen, mit welchen Mitteln und Methoden man den Holzschädlingen zu Leibe rückt.

Die Work Life Balance ist eher durchwachsen. Damit es andere wohlig warm haben, müssen Dachdecker auch schon mal bei Wind und Wetter in luftiger Höhe arbeiten. Auch ist die Arbeit körperlich mitunter anspruchsvoll und belastend. Dafür steht es um die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt umso besser.

Wie wird man Dachdecker?

Angehende Dachdecker absolvieren eine klassische dreijährige duale Ausbildung, die parallel in Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule stattfindet. Formale Voraussetzungen für die Ausbildung gibt es nicht, in der Tendenz werden jedoch verstärkt Ausbildungsanwärter mit mittlerer Reife eingestellt.

Auf dem Lehrplan stehen in dieser Zeit das Kennenlernen der verschiedenen Werkstoffe und Dachziegel. Auch die fachgerechte Bearbeitung der verschiedenen Materialien kommt nicht zu kurz – angefangen mit den klassischen Dachziegeln, über Stein bis hin zu Schiefer.

Wer sich für die Spezialisierung auf Reet entscheidet, lernt dieses besondere Material fachgerecht zu bearbeiten. Der Umgang mit dem Naturmaterial sollte nicht unterschätzt werden. Denn er erfordert eine hohe handwerkliche Geschicklichkeit, damit Dichtigkeit, Haltbarkeit und gutes Aussehen gewährleistet sind.

Darüber hinaus gehört auch das Lesen und Anfertigen von technischen Zeichnungen zu den Ausbildungsinhalten angehender Dachdecker. Besonders im Bereich Bauwesen ist es wichtig, gute mathematische Kenntnisse zu haben. Dachdecker müssen Werkstückmaße, Materialbedarf sowie Materialkosten berechnen können.

Weitere Inhalte sind:

  • Einrichten einer Baustelle
  • Arbeitssicherheit
  • Anfertigen von Holzkonstruktionen
  • Herstellen von Bauwerksabdichtungen
  • Einrichten von Blitzschutzanlagen
  • Einbauen von Energieumsetzern

Die Ausbildung endet mit einer Abschlussprüfung. Wer bereits eine Berufsausbildung in einem anderen Bereich abgeschlossen hat, kannt seine Lehre um ein Jahr verkürzen.

Arbeitgeber: Wer sucht Dachdecker

Dachdecker arbeiten in den folgenden Bereichen:

  • Betriebe des Dachdecker-Handwerks
  • Bedachungsunternehmen

Gehalt: Was verdient man als Dachdecker?

Wie in allen anderen Berufen hängt das Einkommen von Dachdeckern davon ab, wie groß der Betrieb ist, in dem sie arbeiten, von der Region und von der eigenen Erfahrung. In den ersten Lehrjahren fließt Dachdeckern im Schnitt das folgende Gehalt aufs Konto:

  1. Ausbildungsjahr rund 650 Euro brutto
  2. Ausbildungsjahr rund 800 Euro brutto
  3. Ausbildungsjahr rund 1.050 Euro Euro brutto

Nach der Ausbildung rangiert das Gehalt bei rund 2.000 Euro brutto im Monat und kann sich in den nächsten Jahren auf rund 2.800 Euro brutto steigern. Mit Zusatzqualifikationen und Weiterbildungen sind weitere Gehaltssprünge möglich.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Dachdecker

Die Aussichten für angehende Dachdecker auf dem Arbeitsmarkt sind gut bis sehr gut. Denn in praktisch allen Handwerksbereichen fehlt es an Lehrlingen. Insofern sind Arbeitgeber über jeden Bewerber froh, der sich ernsthaft für den Beruf interessiert.

Bewerbung: Womit punkten Dachdecker

Für den Beruf als Dachdecker sollten Berufsanwärter die folgenden Kompetenzen mitbringen:

  • Gute körperliche Konstitution
  • Handwerkliches Geschick
  • Schwindelfreiheit
  • Trittsicherheit
  • Gutes räumliches Vorstellungsvermögen
  • Freude am Arbeiten im Freien
  • Teamfähigkeit
  • Gewissenhaftigkeit

Karriere: Die Entwicklungschancen als Dachdecker

Dachdeckern bieten sich verschiedene Karrieremöglichkeiten an. Eine davon ist die Ausbildung zum Dachdeckermeister. Während ein Geselle nur die Möglichkeit hat, fest angestellt in einem Unternehmen zu arbeiten, kann ein Meister einen eigenen Betrieb eröffnen und Führungspositionen bekleiden.

Alternative Fortbildungsmöglichkeiten ergeben sich in den folgenden Bereichen:

  • Geprüfter Polier: Geprüfte Poliere übernehmen verantwortungsvolle Fach- und Führungsaufgaben auf der Baustelle. Durch die Ausbildung und praktische Erfahrung sind sie befähigt, die fachgerechte Ausführung aller Arbeiten durch Planung, Organisation und Überwachung zu gewährleisten.
  • Techniker Fachrichtung Bautechnik: Techniker der Fachrichtung Bautechnik organisieren, kalkulieren und überwachen Baumaßnahmen und sorgen für wirtschaftliche, termin- und qualitätsgerechte Ausführung von Bauleistungen.

Wer das Abitur in der Tasche hat, kann nach der Ausbildung überlegen, ob er nochmal die Unibank drücken möchte. Folgende Studiengänge kommen beispielsweise in Frage:

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