Jobprofil: Fachkräfte für Lagerwirtschaft (m/w)

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Steckbrief: Fachkraft für Lagerwirtschaft (m/w)

Ausbildung:
Ausbildung
Work-Life Balance:
Normal (40-45 Stunden)
Einstiegsgehalt:
1.500 €
Spitzengehalt:
2.300 + €

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Das Berufsprofil: Fachkraft für Lagerwirtschaft

Streng genommen werden keine Fachkräfte für Lagerwirtschaft mehr ausgebildet. Die Ausbildungsordnung trat 2004 außer Kraft. Ausgestorben ist das Berufsbild deshalb nicht. Es wurde nur von dem Beruf Fachkraft für Lagerlogistik abgelöst.

Ausgebildete Fachkräfte für Lagerwirtschaft sind die Herren und Frauen über Lagerhallen. Sie wissen Güter verschiedenster Art fachgerecht zu lagern und anschließend zu versenden. Dafür greifen sie auf schweres Gerät zurück: Sie bedienen und fahren Transportgeräte wie Gabelstapler oder Brückenkräne, um schwere Lasten sicher in Hochregalen zu verstauen.

Auch in punkto EDV sind sie nicht unbeleckt. Die Bedienung von Lagerverwaltungssystemen und Handscannern gehört fest zum Job. Mit dieser Technik können Fachkräfte für Lagerwirtschaft Angaben über gelagerte Waren wie Liefertermine, Wareneingangstermine, Artikelnummern und -daten und vieles mehr abfragen.

Die Aufgaben von Fachkräften für Lagerwirtschaft gestalten sich im einzelnen wie folgt:

  • Bestellungen tätigen
  • Warenannahme
  • Ware entladen
  • Ware prüfen
  • Kontrolle der Begleitpapiere
  • Ware erfassen
  • Kontrollieren der Ware auf Unversehrtheit
  • Lagerung

Je nach Lagergut kontrollieren sie regelmäßig Warenbestände und stellen Güter für den Weitertransport zusammen. Dabei ist Sorgfalt geboten. Alle Waren müssen bruchsicher verpackt und korrekt beschriftet werden.

Bei der Beladung von LKW folgen Fachkräfte für Lagerwirtschaft einem genauen Beladeplan, den sie selbst ausgearbeitet haben. Dieser stellt sicher, dass Güter, die zuerst wieder ausgeladen werden müssen, zuletzt eingeladen werden. So ist eine reibungslose Versandabwicklung sichergestellt.

Die Work Life Balance von Fachkräften für Lagerwirtschaft ist eher durchwachsen. Die Arbeitszeiten können je nach Betrieb und Branche sehr unterschiedlich sein. Die meisten Fachkräfte für Lagerwirtschaft haben eine Fünf-Tage-Woche und Schichtdienst. Dieser teilt sich in drei Schichten auf: Früh-, Spät- und Nachtdienst. Auch Wochenendarbeit kann regelmäßig vorkommen.

Die Fachkräfte haben durchaus gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Der Versand von Waren und die Logistikbranche boomen, was die Experten für die richtige Lagerung für Güter immer wichtiger werden lässt. Als Fachkraft für Lagerwirtschaft können Berufsanwärter sich praktisch aussuchen, in welcher Branche sie arbeiten möchten. In der Regel verfügt jedes Unternehmen über ein mehr oder minder großes Lager, das gepflegt werden muss.

Wie wird man Fachkraft für Lagerwirtschaft ?

Die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerwirtschaft gibt es - wie bereits gesagt - nicht mehr. Die Nachfolgeausbildung "firmiert" unter der Berufsbezeichnung "Fachkraft für Lagerwirtschaft", die in ihrer Aufgabenbandbreite vergleichbar ist.

Die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerwirtschaft findet parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt und ist somit dual organisiert. Laut Ausbildungsrahmenplan und Rahmenlehrplan kommen in der dreijährigen Lehrzeit die folgenden Inhalte zur Sprache:

  • Logistische Prozesse
  • Qualitätssicherung
  • Einsatz von Arbeitsmitteln
  • Güter annehmen und lagern
  • Kommissionierung und Verpackung von Gütern
  • Versand von Gütern
  • Touren planen
  • Kennzahlen ermitteln und auswerten

Die Lehre beinhaltet eine Zwischenprüfung nach Ende zweiten Ausbildungsjahres und schließt nach drei Jahren mit einer Abschlussprüfung ab.

Arbeitgeber: Wer sucht Fachkräfte für Lagerwirtschaft

Fachkräfte für Lagerwirtschaft finden eine Anstellung in den folgenden Bereichen:

  • Logistikbetriebe
  • Online-Handel
  • Einzelhandel
  • In Lagern verschiedenster Industriezweige

Stellenangebote für Fachkräfte für Lagerwirtschaft

Gehalt: Was verdient man als Fachkraft für Lagerwirtschaft ?

Die durchschnittliche Ausbildungsvergütung für Fachkräfte für Lagerlogistik, wie Fachkräfte für Lagerwirtschaft inzwischen genannt werden, staffelt sich in der dreijährigen Lehrzeit wie folgt:

  1. Lehrjahr 850 Euro brutto
  2. Lehrjahr 900 Euro brutto
  3. Lehrjahr 1.000 Euro brutto

Das Einstiegsgehalt rangiert zwischen 1.500 und 1.700 Euro brutto. Die endgültige Höhe des Einkommens hängt vor allem davon ab, in welcher Region ein Arbeitnehmer arbeitet und wie groß der Arbeitgeber ist. Nach ein paar Jahren ist ein durchschnittliches Einkommen von 2.300 Euro brutto realistisch.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Fachkräfte für Lagerwirtschaft

Logistik und Online-Handel boomen. Das sind nur zwei der Branchen, in denen Fachkräfte für Lagerwirtschaft beste Chancen haben, eine Anstellung zu finden. Sie kommen aber auch in vielen anderen Bereichen unter:

  • Automobilindustrie
  • Elektronikbranche
  • Computerhersteller

Hier überall gibt es Warenlager, deren Bestand kontrolliert und aktuell gehalten werden muss. Mit einem Wort: Fachkräfte für Lagerwirtschaft haben sehr gute Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt.

Das wird übrigens so bleiben. Obwohl der Trend in Lagern in Richtung Roboter und Drohnen geht, können menschliche Fachkräfte nicht in allen Bereichen ersetzt werden. Eigentlich ist eher das Gegenteil der Fall: Viele technischen Innovationen arbeiten dem Menschen zu und helfen ihm dabei, noch effizienter zu arbeiten.

Bewerbung: Womit punkten Fachkräfte für Lagerwirtschaft

In ihren Bewerbungsunterlagen punkten Fachkräfte für Lagerwirtschaft mit einer hohen Motivation, einer guten Koordinationsgabe, Ausdauer und einem vertieften Interesse für logistische Prozesse.

Außerdem sind wichtig:

  • Abgeschlossene Ausbildung
  • Engagement
  • Teamfähigkeit
  • Flexibilität
  • Positive Arbeitseinstellung
  • Belastbarkeit
  • Eine gültige Fahrerkarte
  • Führerschein Klasse C1/CE
  • Führerschein für Flurförderfahrzeuge
  • Erfahrung im Führen von LKWs

Karriere: Die Entwicklungschancen als Fachkraft für Lagerwirtschaft

Zugegeben: Die Verdienstaussichten für Fachkräfte für Lagerwirtschaft sind nicht gerade üppig. Doch wer Zeit in ein paar Weiterbildungen absolviert, kann diese deutlich verbessern. Infrage kommen die folgenden Fortbildungen:

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