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Jobprofil: Kardiologen (m/w)

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Steckbrief: Kardiologe (m/w)

Ausbildung:
Studium
Work-Life Balance:
Intensiv (45+ Stunden)
Einstiegsgehalt:
5.000 €
Spitzengehalt:
9000+ €

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Das Berufsprofil: Kardiologe

Das Herz ist der wichtigste Muskel des menschlichen Körpers. Im Lauf eines Menschenlebens schlägt es unglaubliche drei Milliarden Mal und pumpt ein Volumen von 250 Millionen Litern Blut durch den Körper. Verglichen mit einem mechanischen Hochleistungsmotor ist das eine unglaubliche Leistung.

Doch das Herz kann durch bestimmte Erkrankungen an Leistungsfähigkeit verlieren. Dann drohen schwere Leiden wie Herzinfarkt, Koronare Herzkrankheiten oder Herzschwäche. Das kommt leider häufiger vor als mancher denkt: Tatsächlich sind Herz-Kreislauferkrankungen die Todesursache Nummer eins in Deutschland.

Umso gefragter sind Spezialisten, die sich auf die Behandlung von Herzerkrankungen verstehen: Kardiologen. Auf dem Arbeitsmarkt haben sie aktuell beste Chancen, weil ihre Dienste angesichts einer zunehmend älteren Bevölkerung immer wichtiger werden. Denn mit dem Alter steigt das Risiko an einer Herzerkrankung zu leiden exorbitant an.

Da es sich bei Kardiologen aber aktuell um einen Mangelberuf handelt, ist ihre Work Life Balance nicht ausgewogen. Aufgrund fehlenden Nachwuchses hat die Arbeitsdichte in dem Beruf erheblich zugenommen. Zumal Kardiologen in aller Regel in Krankenhäusern arbeiten, was mit Schichtdiensten und Arbeit an Sonn- und Feiertagen verbunden ist. Auf der Haben-Seite des Jobprofils steht, einen sehr verantwortungsvollen Beruf ausüben zu können, in dem man Tag für Tag Leben rettet.

In seinem Alltag behandelt ein Kardiologe angeborene und erworbene Fehlbildungen im Bereich des Herzens und der nahen Blutgefäße.

Dazu gehören Krankheiten wie:

  • Bluthochdruck
  • Koronare Herzkrankheit (KHK)
  • Angina pectoris
  • Schlaganfall
  • Herzklappenerkrankungen
  • Herzmuskelentzündungen

Das Vorgehen bei einer Untersuchung folgt immer einem genauen Schema. In der Anamnese befragt der Kardiologe den Patienten nach seinen akuten Beschwerden, nach eingenommen Medikamenten, Vorerkrankungen, bisherigen Operationen und Krankheiten.

Danach leitet er die entsprechenden Untersuchungen ein. Manchmal reicht es aus, Puls und Blutdruck zu messen und das Herz abzuhören. Bei komplexen Krankheitsbildern machen Kardiologen zudem zum Beispiel eine Ultraschall- oder eine Herzkatheter-Untersuchung oder veranlassen ein EKG.

Steht die Diagnose fest, veranlasst der Kardiologe die entsprechende Behandlung. Diese erfolgt oft medikamentös, in anderen Fällen sind Operationen notwendig.

Wie wird man Kardiologe?

Für den Weg in den Beruf des Kardiologen bedarf es eines langen Atems. Voraussetzung, um als Kardiologe zu arbeiten, ist ein erfolgreich abgeschlossenes Medizinstudium. Allerdings ist es nicht ganz leicht, einen Studienplatz zu ergattern. Pro Jahr bewerben sich in Deutschland etwa viermal so viele Interessenten als Studienplätze vorhanden sind.

Aus diesem Grund ist die Vergabe der Studienplätze an einen so genannten NC gebunden: Numerus Clausus. Dieser regelt die Vergabe der Studienplätze abhängig von der Abiturnote. Seit ein paar Jahren müssen angehende Mediziner außerdem wieder den einst abgeschafften Medizinertest absolvieren. Sind diese Vorleistungen erbracht, steht dem Studium nichts im Weg.

Dieses erstreckt sich über 12 Semester. In den ersten Jahren stehen vor allem diese Fächer auf dem Lehrplan:

  • Chemie
  • Biologie
  • Physik
  • Biochemie
  • Physiologie

Nach dem vierten Semester endet der so genannte vorklinische Teil des Medizinstudiums mit der ersten ärztlichen Prüfung. Es folgt der klinische Teil des Studiums. Nun geht es konkret um die Diagnose und das Behandeln von Krankheiten.

Der Lehrplan umfasst nun die folgenden Bereiche:

  • Allgemeinmedizin
  • Augenheilkunde
  • Chirurgie
  • Dermatologie
  • Humangenetik
  • Innere Medizin
  • Neurologie
  • Orthopädie
  • Pathologie

In den Semestern elf und zwölf folgt das Praktische Jahr, das im Krankenhaus in den Bereichen Innere Medizin, Chirurgie und in einem selbst gewählten Gebiet absolviert wird. Danach schließt das Medizinstudium mit dem zweiten Teil der ärztlichen Prüfung ab.

Damit ist ein Kardiologe aber noch kein Kardiologe. Es folgt das Facharztstudium der Inneren Medizin, das noch einmal weitere fünf Jahre in Anspruch nimmt. Mit der Fokussierung auf Kardiologie dauert die Fachausbildung insgesamt sechs Jahre. Diese wird wiederum mit einer Prüfung abgeschlossen.

Arbeitgeber: Wer sucht Kardiologen

Kardiologen arbeiten in der Regel in Krankenhäusern oder Rehazentren. Es besteht aber auch die Möglichkeit auf eine Anstellung in größeren Praxen, oder sich mit einer eigenen Praxis selbstständig zu machen.

Stellenangebote für Kardiologen

Gehalt: Was verdient man als Kardiologe?

Belastbare Einkommenszahlen im Bereich Kardiologie zu nennen, ist nicht ganz einfach. Denn die Arbeitsformen sind extrem verschieden. Hinzu kommt, dass sich die Einkommen wie in anderen Berufen auch nach Region, Erfahrung und Größe des Arbeitgebers unterscheiden.

Der Honorarbericht der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gibt aber einigen Aufschluss. Er weist einen durchschnittlichen Monatsverdienst von 12.000 Euro brutto auf, wobei das Einstiegsgehalt bei etwa 5.000 bis 7.000 Euro rangieren dürfte.

Je nachdem, welche Karriere Kardiologen hinlegen, wächst auch das Einkommen. Ein Oberarzt verdient im Schnitt 9.5000 Euro brutto im Monat, beim Chefarzt ist von einer Summe von 23.000 Euro im Monat brutto die Rede. Niedergelassene Kardiologen können von einem monatlichen Verdienst von etwa 9.750 Euro rechnen.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Kardiologen

Grund für Zukunftsängste haben Kardiologen nicht. Im Gegenteil zählen Kardiolgen zu den Mangelberufen. Wer also heute ein Medizinstudium avisiert, wird später nie lange nach einer Anstellung suchen müssen. Das gilt für alle Bereiche, in denen Kardiologen arbeiten können: In der Klinik, im niedergelassenen Bereich und in Rehazentren.

Bewerbung: Womit punkten Kardiologen

Zu den Anforderungen an einen Kardiologen gehören vor allem:

  • Abgeschlossenes Studium
  • Abgeschlossene Facharztausbildung
  • Empathie
  • Flexibilität
  • Geduld
  • Aufmerksamkeit
  • Die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte einfach wiederzugeben
  • Eine hohe Diagnosekompetenz
  • Die Fähigkeit, über den Tellerrand zu blicken
  • Belastbarkeit
  • Stressresistenz
  • Entscheidungsstärke

Karriere: Die Entwicklungschancen als Kardiologe

Der Karrierepfad für Kardiologen im niedergelassenen Bereich folgt dem folgenden Ablauf:

  • Studium
  • Praktisches Jahr im Krankenhaus
  • Ausbildung zum Facharzt
  • Selbstständigkeit

Der Karrierepfad für Kardiologen im klinischen Bereich folgt diesem Schema:

  • Studium
  • Praktisches Jahr im Krankenhaus
  • Ausbildung zum Facharzt
  • Oberarzt
  • Chefarzt

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