Jobprofil: Kundenberater Bank (m/w)

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Steckbrief: Kundenberater Bank (m/w)

Ausbildung:
Ausbildung + Weiterbildung
Work-Life Balance:
Normal (40-45 Stunden)
Einstiegsgehalt:
1.750 €
Spitzengehalt:
4.100 + €

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Das Berufsprofil: Kundenberater Bank

Es gibt zwei unterschiedliche Richtungen, die Kundenberater bei einer Bank einschlagen können. Entweder sie arbeiten bei einer Sparkasse oder bei einer klassischen Bank. In beiden Fällen dreht sich das Jobprofil aber im Großen und Ganzen um die gleichen Aufgaben.

Der einzige Unterschied ist, dass sich Kundenberater bei einer Bank in einem privatrechtlichen Arbeitsverhältnis befinden, während sie bei einer Sparkasse in einem öffentlich-rechtlichen Arbeitsverhältnis angestellt sind.

Bei der Beratung der jeweiligen Kunden schlägt sich dieser Sachverhalt aber in keiner Weise nieder. Die Haupttätigkeit von Kundenberatern in Banken gestalten sich wie folgt:

  • Beratung über Finanzierungsmöglichkeiten zum Immobilienerwerb
  • Planung der Altersvorsorge
  • Gezielter Vermögensaufbau der Kunden durch passende Anlageprodukte aus dem Bereich der Kapitalanlage
  • Abschluss von Krediten
  • Eröffnung neuer Konten

Das A und O in dem Beruf ist, über ein gewisses psychologisches Gespür zu verfügen. Wichtig ist, das Vertrauen der Kunden zu gewinnen und deren Lebenssituation gut kennenzulernen, um so die perfekten Produkte und Strategien vorschlagen zu können.

Neben den individuellen Bedürfnissen der Kunden und deren Einkommensverhältnissen müssen Kundenberater aber auch jederzeit im Blick haben, welche Angebote sie ihnen überhaupt aktuell machen können. Das heißt, sie müssen die Dienstleistungen des eigenen Arbeitgebers aus dem Effeff kennen und diese mit den Vorstellungen und Anliegen der Kunden abgleichen und in Einklang bringen.

Bei der Beratung von Kunden darf es aber nicht um Verkaufen um jeden Preis gehen. Im Gegenteil geht es darum, die Produkte so passgenau wie möglich auszuwählen – das senkt das Risiko für beide Seiten. Insofern weisen gute Berater ihre Kunden genau auf die verschiedenen Vor- und Nachteile eines Finanzierungskonzepts hin und helfen ihnen das Für und Wider abzuwägen.

Natürlich sollten alle Services auch im Einklang mit den geltenden rechtlichen und steuerlichen Regelungen stehen, mit denen sich ein Kundenberater bei der Bank ebenfalls gut auskennen muss. Für Kundenberater in einer Bank sind daher regelmäßige Fort- und Weiterbildungen in diesem Bereich ein absolutes Muss. Um sinnvolle Angebote machen zu können, sollten sie außerdem konsequent die Entwicklungen auf dem Finanzmarkt beobachten.

Die Work Life Balance in dem Job ist in der Regel ausgewogen. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt könnten nicht besser stehen.

Wie wird man Kundenberater Bank?

Der Weg in den Beruf ist nicht strikt geregelt. Meist führt er über eine Ausbildung zum Bankkaufmann und über eine anschließende Weiterbildung. Die Ausbildung zum Bankkaufmann ist dual organisiert und findet parallel in Berufsschule und Ausbildungsbetrieb statt. Sie dauert drei Jahre.

Angehende Bankkaufleute lernen in ihrer Ausbildung die folgenden Schwerpunkte kennen:

  • Kundenberatung
  • Kontoführung
  • Geld- und Vermögensanlage
  • Kredite
  • Rechnungswesen
  • Anlage auf Konten
  • Zahlungsverkehr
  • Controlling
  • Wirtschafts- und Sozialkunde
  • Arbeits- und sozialrechtliche Rahmenbedingungen
  • Personalwesen und Berufsbildung
  • Wirtschaftsordnung und Wirtschaftspolitik

Nach dem Absolvieren dieser oder einer vergleichbaren anderen kaufmännischen Lehre, steht der Bewerbung als Kundenberater bei einer Bank oder Sparkasse nichts im Wege.

In der Regel absolvieren Jobanwärter in der ersten Zeit nochmal eine spezielle Schulung oder ein Training on the Job, das auf den Beraterberuf vorbereitet. Hier gilt: Das fachliche Wissen lässt sich schulen und trainieren.

Wichtig ist aber, dass ein Jobanwärter seinen künftigen Arbeitgeber zuallererst von seinem verkäuferischen Talent überzeugt. Ob ein Kandidat über dieses verfügt, testen Banken und Sparkassen meist in einem ausgeklügelten Auswahlverfahren, zu dem auch ein Assessment Center zählen kann.

Arbeitgeber: Wer sucht Kundenberater Bank

Kundenberater finden in den folgenden Bereichen der Finanzwirtschaft eine Anstellung:

  • Privatbanken
  • Öffentlich-rechtliche Kreditinstitute
  • Genossenschaftsbanken
  • Finanzdienstleister

Stellenangebote für Kundenberater Bank

Gehalt: Was verdient man als Kundenberater Bank?

Die Einkommensaussichten sind für Kundenberater bei einer Bank oder Sparkasse ähnlich und meist tariflich geregelt. Dabei macht es aber einen großen Unterschied, welche Verantwortung ein Bankberater in seinem Alltag übernimmt.

In der Regel verdienen Kundenberater, die Großkunden oder sehr reiche Privatkunden betreuen mehr als ein Serviceberater, der Ottonormalverdiener betreut. Das kommt nicht von ungefähr. Meist sind die Produkte für ein vermögendes Klientel erheblich komplexer und verlangen nach einem ausgeprägteren Beratungsgeschick und dem entsprechenden Know-how.

Das Einstiegsgehalt von Kundenberatern bei einer Bank liegt nach der vorherig absolvierten Ausbildung zum Bankkaufmann und einer eher einfachen beratenden Tätigkeit bei etwa 1.750 Euro im Monat. Mit einer gewissen Berufserfahrung und verantwortungsvolleren Tätigkeiten liegt es nach einigen Jahren im Schnitt bei 4.100 Euro brutto.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Kundenberater Bank

Kundenberater in einer Bank haben aktuell sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Neben einer sehr geringen Arbeitslosenquote lockt der Beruf mit der Chance, dort arbeiten zu können, wo man arbeiten möchte.

Egal, ob in einer Bankmetropole, im Ausland, in der Kleinstadt oder auf dem Land - überall gibt es Privatbanken, öffentlich-rechtliche Kreditinstitute und Genossenschaftsbanken, sodass in vielen Regionen eine Chance auf die Karriere im Finanzbereich besteht, die ein Jobanwärter auch anstrebt.

Bewerbung: Womit punkten Kundenberater Bank

Wer Kunden einer Bank beraten möchte, sollte Spaß am Umgang mit Kunden mitbringen und sich für Finanzthemen interessieren. Daneben sind gute Noten in Mathe und Deutsch gewünscht.

Außerdem sollten in den Bewerbungsunterlagen folgende Fähigkeiten nicht unerwähnt bleiben:

  • Sicheres Auftreten
  • Sorgfältiges Arbeiten
  • Verkaufstalent
  • Teamfähigkeit
  • Belastbarkeit
  • Stressresistenz
  • Beratungstalent
  • Psychologisches Gespür

Karriere: Die Entwicklungschancen als Kundenberater Bank

Der Finanzsektor bietet seinen Angestellten mannigfache Möglichkeiten, sich fortzubilden, um mit zunehmender Erfahrung und vertieften Know-how die Karriereleiter Stück für Stück zu erklimmen. Wer nach ein paar Jahren im Beruf zum Beispiel nochmal die Unibank drücken will, für den empfiehlt sich ein Studium der Betriebswirtschaftslehre. Alternativ kommt ein Studium aus dem Bereich Finanzmanagement infrage.

Eine akademische Ausbildung kann den Grundstein für eine Karriere in fast allen Bereichen der freien Wirtschaft ermöglichen. Zum Beispiel als Chief Financial Officer (CFO) in der Unternehmensführung.

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