Jobprofil: Verfahrensmechaniker in der Hütten- und Halbzeugindustrie (m/w)

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Steckbrief: Verfahrensmechaniker in der Hütten- und Halbzeugindustrie (m/w)

Ausbildung:
Ausbildung
Work-Life Balance:
Normal (40-45 Stunden)
Einstiegsgehalt:
2.000 €
Spitzengehalt:
3.000+ €

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Das Berufsprofil: Verfahrensmechaniker in der Hütten- und Halbzeugindustrie

Karosserien von Autos, Teile von Maschinen, Bänder, Rohre oder Stangen sind aus verschiedenen Metallen gefertigt. Diese werden von Verfahrensmechanikern in der Hütten- und Halbzeugindustrie hergestellt. Die Fachkräfte werden in einer dieser vier Fachrichtungen ausgebildet:

  • Eisen- und Stahl-Metallurgie
  • Stahl-Umformung
  • Nichteisen-Metallurgie
  • Nichteisenmetall-Umformung

Verfahrensmechaniker in der Hütten- und Halbzeugindustrie der Fachrichtung  Eisen- und Stahl-Metallurgie sind zum Beispiel Experten dafür, wenn es darum geht, Stahl zu gewinnen, zu formen oder umzuformen.

Mit Maschinen wie Walz-, Schmiede- und Presswerken stellen sie daraus diese Produkte her:

  • Bleche
  • Stahlträger
  • Rohre
  • Stangen
  • Achsenrohlinge
  • Kurbelwellenrohlinge

Dazu bringen sie größere Blöcke aus Stahl durch Hitzeeinwirkung in einem Hochofen zum Schmelzen, um daraus das gewünschte Endprodukt zu formen. In dem Beruf geht es also wirklich heiß zur Sache.

Zu der Expertise eines Verfahrensmechanikers in der Hütten- und Halbzeugindustrie gehört es, Fertigungsanlagen zu programmieren und Walzen oder andere Werkzeuge, die für die Umformung benötigt werden, zu montieren. Während des Vorgangs überwachen die Fachkräfte die Anlage und steuern den Prozess. Dabei gilt es jeden Schritt genau im Auge zu behalten.

Weitere Aufgaben sind:

  • Entnehmen von Proben
  • Prüfen der Temperatur
  • Prüfen des Drucks
  • Prüfen der Maße

Ist etwas nicht so, wie es sein soll, justieren Verfahrensmechaniker in der Hütten- und Halbzeugindustrie die Einstellungen an den Betriebsanlagen nach. Im nächsten Schritt  bearbeiten sie die Ergebnisse, indem sie sie richten, ablängen oder Oberflächenbehandlungen durchführen.

Aufgrund des Fachkräftemangels im Handwerk steigt die Arbeitsdichte in dem Bereich zusehends, was Überstunden mit sich bringen kann. Außerdem ist der Beruf körperlich anstrengend, was zu frühen Verschleißerscheinungen führen kann. Auf dem Arbeitsmarkt sind die Aussichten dagegen optimal.

Wie wird man Verfahrensmechaniker in der Hütten- und Halbzeugindustrie?

Wer eine Ausbildung zum Verfahrensmechaniker in der Hütten- und Halbzeugindustrie machen möchte, muss keinen Mindestschulabschluss vorweisen. Allerdings präferieren Arbeitgeber Bewerber, die mindestens über einen Hauptschulabschluss verfügen.

Wer eine Anstellung bekommt, absolviert zunächst eine dreieinhalbjährige duale Lehre. Diese findet parallel in Betrieb und Berufsschule statt und umfasst eine Zwischen- und Abschlussprüfung.

Während der Lehrzeit lernen die Auszubildenden zum Beispiel in der Fachrichtung Eisen- und Stahl-Metallurgie unter anderem die folgenden Inhalte kennen:

  • Erkennen und Einordnen verschiedener Stahlsorten aufgrund physikalischer, chemischer und mechanischer Eigenschaften
  • Verfahren zur Werkstoffprüfung;
  • Verarbeitung von Erzen zu Roheisen
  • Verarbeitung von Roheisen zu Stahl;
  • Bearbeiten von Erzen
  • Verfahren der Stahlerzeugung wie das Herdofenverfahren, Blasstahlverfahren, die Vakuumbehandlung
  • Gießverfahren wie Strangguss und Blockguss
  • Aufbereitung von Erzen
  • Bedienen von Hochöfen
  • Bedienen von Gießanlagen
  • Entnahme von Proben
  • Erkennen und Beheben von Störungen im Produktionsablauf

Arbeitgeber: Wer sucht Verfahrensmechaniker in der Hütten- und Halbzeugindustrie

Verfahrensmechaniker in der Hütten- und Halbzeugindustrie finden in diesen Bereichen eine Beschäftigung:

  • In Hütten- und Umformbetrieben
  • Bei Zulieferern

Stellenangebote für Verfahrensmechaniker in der Hütten- und Halbzeugindustrie

Gehalt: Was verdient man als Verfahrensmechaniker in der Hütten- und Halbzeugindustrie?

In der Ausbildung verdienen angehende Verfahrensmechaniker in der Hütten- und Halbzeugindustrie ungefähr soviel:

  1. Ausbildungsjahr: 780 bis 880 Euro
  2. Ausbildungsjahr: 820 bis 900 Euro
  3. Ausbildungsjahr: 910 bis 940 Euro
  4. Ausbildungsjahr: 930 bis 1.010 Euro

Wer die Ausbildung abgeschlossen hat, kann abhängig von Bundesland, Berufserfahrung und Zusatzqualifikationen in dem Beruf des Verfahrensmechanikers in der Hütten- und Halbzeugindustrie mit einem Einkommen zwischen 2.200 und 3.300 Euro rechnen. Das Einstiegsgehalt liegt in etwa bei 2.000 Euro.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Verfahrensmechaniker in der Hütten- und Halbzeugindustrie

Die Berufsaussichten für angehende Verfahrensmechaniker in der Hütten- und Halbzeugindustrie sind bestens. Deutschlandweit suchen Betriebe Fachkräfte. Der Fachkräfte- und Nachwuchsmangel ist sogar bereits so weit fortgeschritten, dass er das Wachstum der Branche hemmt.

Trotz voller Auftragsbücher können manche Arbeitgeber keine Aufträge mehr annehmen, weil es an Personal mangelt. Ergo: Wer sich heute für eine Ausbildung als Verfahrensmechaniker in der Hütten- und Halbzeugindustrie bewirbt oder bereits ausgebildet ist, braucht sich keine Sorgen um seine berufliche Zukunft zu machen. Wahrscheinlich wird er sich den Job eher aussuchen können, statt lange danach suchen zu müssen.

Bewerbung: Womit punkten Verfahrensmechaniker in der Hütten- und Halbzeugindustrie

Was sollten angehende Verfahrensmechaniker in der Hütten- und Halbzeugindustrie mitbringen und unbedingt in Lebenslauf und Anschreiben erwähnen? Wichtig sind zum Beispiel diese Punkte:

  • Schulabschluss
  • Eine gute körperliche Konstitution
  • Technisches Verständnis
  • Handwerkliches Geschick für die Arbeit an Produktionsanlagen
  • Äußerste Sorgfalt und Umsicht
  • Hohe Reaktionsfähigkeit

Karriere: Die Entwicklungschancen als Verfahrensmechaniker in der Hütten- und Halbzeugindustrie

Es gibt verschiedene Weiterbildungen und Spezialisierungen, die für einen ausgebildeten Verfahrensmechaniker in der Hütten- und Halbzeugindustrie interessant sind, um die eigene Karriere auf Trab zu bringen. Je mehr Know-how er erwirbt, umso größer die Chancen, mehr Verantwortung zu übernehmen.

Beispielsweise bieten sich Weiterbildungen in diesen Themengebieten an:

  • Hüttentechnik
  • Metall 
  • Gießerei 

Alternativ bietet sich eine Prüfung zum Industriemeister an, um beruflich voranzukommen. Sie berechtigt dazu, verantwortungsvollere Aufgaben zu übernehmen und Lehrlinge auszubilden.

Eine andere Möglichkeit für den beruflichen Aufstieg ist die Weiterbildung zum Techniker. Auch durch ein Studium eröffnen sich Verfahrensmechanikern in der Hütten- und Halbzeugindustrie Karrierechancen, beispielsweise durch ein Bachelorstudium im Fach Maschinenbau.

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