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Jobprofil: Investmentbanker (m/w)

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Steckbrief: Investmentbanker (m/w)

Ausbildung:
Studium
Work-Life Balance:
Intensiv (45+ Stunden)
Einstiegsgehalt:
5.800 €
Spitzengehalt:
30.000+ €

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Das Berufsprofil: Investmentbanker

Investmentbanking hat vieles mit Leistungssport gemein: Ohne Hingabe und Leidenschaft geht es hier wie da nicht. Bis vor ein paar Jahren war der Beruf des Investmentbankers sehr beliebt unter engagierten und hochmotivierten Hochschulabsolventen. Dann kam die Finanzkrise.

Diese hat nicht nur am Ruf der Branche gekratzt, sondern auch am Ansehen des Berufsbilds des Investmentbankers. So mancher Jobanwärter kehrte seiner einstigen Planung danach den Rücken. Eine Studie des Beratungsunternehmens Deloitte unter knapp 110.000 Wirtschaftsstudierenden an mehr als 1.000 Universitäten auf der Welt zeigte, dass von 2008 bis 2013 die Beliebtheit des Berufes um fünf Ränge auf Platz 35 von insgesamt 100 abgefragten Berufen gefallen ist.

Vor allem hierzulande hat das Renommee gelitten. Während der Karrierewunsch Investmentbanker in Südafrika oder in Schwellenländern wie China oder Brasilien weiter auf den oberen Plätzen rangiert, ist er in Deutschland auf Platz 64, so weit unten wie in keinem anderen Land.

Das heißt im Umkehrschluss aber auch: Der Arbeitsmarkt ist günstig für alle, die sich für Finanzen, Finanzanlagen und Aktien begeistern können. Allerdings müssen sich angehende Investmentbanker auf eine eher unterdurchschnittliche Work Life Balance gefasst machen. Eine 90-Stunden-Woche ist im Investmentbanking eher die Regel als die Ausnahme. Wer sich für das Jobprofil entscheidet, sollte sich also wirklich mit der Aufgabe identifizieren.

Aber was macht ein Investmentbanker überhaupt? Das ist keine Frage, die mit wenigen Worten beantwortet werden kann. Die Einsatzmöglichkeiten von Investmentbankern gestalten sich vielfältig. Und zwar in den folgenden Bereichen:

  • Asset Management: Betreuung großer Anlage-Portfolios von Versicherungen, Investmentfonds und Unternehmen.
  • Corporate Finance: Beratung von Kunden über Finanzprodukte.
  • Financial Engineering: Financial-Engineering-Experten entwickeln für die Bereiche Sales und Corporate Finance Produktpaletten und Finanzierungskonzepte für Geschäftskunden.
  • Research: Sammeln, Analyse und Aufbereitung von Informationen über Märkte, Branchen und Unternehmen.
  • Trading: Trader handeln mit Wertpapieren, Derivaten, Anleihen, Swaps, Futures und Optionen auf Rechnung der Bank oder des Kunden.
  • Sales: Sales Manager verantworten den Verkauf von Finanzprodukten.
  • Mergers & Acquisitions (M&A): Abwicklung von Unternehmensaufkäufen, Betreuung von Fusionen zweier Firmen oder Restrukturierungen.

Wie wird man Investmentbanker?

Für diese vielfältigen Bereiche brauchen Investmentbanker eine fundierte Ausbildung. Dazu gehört ein überdurchschnittlich gut abgeschlossenes Hochschulstudium – am besten mit wirtschaftswissenschaftlichem Hintergrund. Als Abschluss bevorzugen Arbeitgeber den Master- beziehungsweise Diplomabschluss. Weniger gute Chancen haben Bachelor-Absolventen.

Bereits im Studium sollten angehende Investmentbanker die richtigen Schwerpunkte für den späteren Beruf setzen und ein Hauptfach wählen, das einen bankbezogenen Bereich umfasst. Infrage kommen:

  • Finanzen
  • VWL
  • Wirtschaft
  • Buchhaltung

Auch studierte Mathematiker oder Absolventen aus dem ingenieurwissenschaftlichen Bereich haben gute Chancen.

Während des Studiums sollten angehende Investmentbanker an ihren Fähigkeiten schrauben, mit Tabellenkalkulationsprogrammen umzugehen und ihre Präsentationsfähigkeiten trainieren: Beim Investment Banking geht es nicht allein darum, sich mit Zahlen auszukennen, sondern diese auch richtig verpacken und präsentieren zu können.

Wichtig ist außerdem: Praxis, Praxis und nochmal Praxis. Studenten, die ihrem Traum vom Investmentbanking ein Stück näher kommen wollen, sollten Praktika absolvieren und Werkstudentenjobs in einschlägigen Bereichen annehmen. Dabei sollten Absolventen nicht zu kleine Brötchen backen: Große Namen zählen in der Branche. Also sollten sie versuchen, bei den Big Playern anzuheuern. Die berühmtesten befinden sich in New York oder London. Und keine Angst vor großen Tieren: Sehr gute Englischkenntnisse und Auslandserfahrungen sind ohnehin Bedingungen für den Job.

Arbeitgeber: Wer sucht Investmentbanker

Die folgenden Arbeitgeber suchen nach Investmentbankern:

  • Banken
  • Finanzdienstleister
  • Unternehmensberatungen

Stellenangebote für Investmentbanker

Gehalt: Was verdient man als Investmentbanker?

Die Verdienstmöglichkeiten eines Investmentbankers sind vielversprechend. Hierzulande starten Berufseinsteiger bereits mit einer sehr ansehnlichen Summe durch. Rund 70.000 Euro Grundgehalt im Jahr sind durchaus realistisch. Das entspricht rund 5.800 Euro brutto im Monat. Hinzu kommen variable Vergütungsanteile: Erfolgsprämien für gute Geschäftsabschlüsse.

Nach drei bis fünf Berufsjahren sind bis zu 150.000 Euro per anno drin, die allerdings mit 60 bis 80 Wochenstunden hart erkämpft werden müssen. Das entspricht einem Monatsbrutto von über 12.000 Euro.

Das ist aber längst nicht genug. In Senior-Positionen können 360.000 Euro und mehr aufs Konto fließen. Das entspräche dann einem Monatsbrutto von ca. 30.000 Euro.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Investmentbanker

Durch die Auswirkungen der Finanzkrise und mangelnde Neueinstellungen in den vergangenen Jahren ist es in der Investmentbanking-Szene zu nachhaltigen Personalengpässen gekommen. Zum Teil war das selbst verschuldet: Recruiter bemängeln, dass Banken in dieser Zeit einfach nicht genügend Kandidaten ausgebildet haben.

In den letzten Jahren verlief die Geschäftsentwicklung wieder positiv, sodass verstärkt Fachkräfte gesucht werden. Doch gerade bei der jüngeren Generation steht das Investment Banking – anders als noch vor fünf bis zehn Jahren, als Jobs im Investment Banking oder in der Strategieberatung als Top-Ziele galten - nicht mehr ganz so hoch im Kurs.

Denn der jüngeren Generation kommt es verstärkt auf eine ausgewogene Work Life Balance an. Und die kann der Beruf nicht bieten. Für andere Berufe mit attraktiveren Arbeitszeiten nehmen insbesondere jüngere Kandidaten auch geringere Gehälter in Kauf. Insofern sind die Berufsaussichten für alle, die sich nachhaltig für das Jobprofil interessieren, sehr gut.

Bewerbung: Womit punkten Investmentbanker

Was sollten angehende Investmentbanker bei ihrer Bewerbung in Lebenslauf und Anschreiben unterbringen? Allem voran sind folgende Fähigkeiten gefragt:

  • Einsatzbereitschaft
  • Belastbarkeit
  • Ein vorzüglich abgeschlossenes Studium
  • Auslandsaufenthalte
  • Berufserfahrung
  • Verhandlungssicheres Englisch
  • Teamwork
  • Analytisches und logisches Denken

Karriere: Die Entwicklungschancen als Investmentbanker

Im Bereich Investment Banking gibt es vier bis fünf typische Karrierestufen:

  • Analyst
  • Associate
  • Vice President
  • Director
  • Managing Director

Einsteiger arbeiten zwei bis drei Jahre als Analysten und erklimmen dann die nächste Stufe. Von da an warten alle paar Jahre die nächsten Karriereschritte auf sie – wenn die Leistung stimmt.

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