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Jobprofil: Psychiater (m/w)

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Steckbrief: Psychiater (m/w)

Ausbildung:
Studium + Facharztausbildung
Work-Life Balance:
Intensiv (45+ Stunden)
Einstiegsgehalt:
5.000 €
Spitzengehalt:
8.000 + €

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Das Berufsprofil: Psychiater

Erkrankungen wie Psychosen, Angsterkrankungen, Demenz, Depressionen oder Schizophrenie, Verhaltensstörungen oder neurologische Störungen bedürfen einer besonderen Behandlung. In diesen Fällen ist der Psychiater oder der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie die richtige Anlaufstelle.

Weitere Behandlungsschwerpunkte sind:

  • Aggressives Verhalten
  • Sexuell abweichendes Verhalten
  • Suizidalität

Das Fachgebiet von Psychiatern erstreckt sich auf die Erkennung und psychotherapeutische und/oder medikamentöse Behandlung psychischer Erkrankungen und Störungen. Bevor Psychiater mit der Behandlung beginnen, ist eine sorgfältige Anamnese und Diagnostik die zwingende Voraussetzung.

Manche psychologischen oder neurologischen Krankheitsbilder sind nur schwer zu erkennen und nicht immer ganz eindeutig voneinder abzugrenzen, unterscheiden sich aber in ihrer Behandlung. Nicht immer sind sie durch psychologische oder neurologische Tests nachweisbar. Zu ihrer abschließenden Diagnose kommen Psychiater dann durch intensive Einzelgespräche mit den Betroffenen.

Mitunter beziehen sie in die Anamnesephase auch wichtige Bezugspersonen mit ein. Um zu einem nachhaltigen Urteil über den psychologischen oder neurologischen Gesundheitszustand eines Patienten zu kommen, ist überdies eine vertrauensvolle Beziehung zu diesem eine wesentliche Voraussetzung.

Zur Behandlung psychologischer oder neurologischer Erkrankungen setzen Psychiater Medikamente ein, aber auch verschiedene Therapien. Zum Beispiel:

  • Tiefenpsychologische Psychotherapie
  • Verhaltens-, Familien-, Kunst- oder Beschäftigungstherapie

Psychiater, die im Krankenhaus arbeiten, haben regelmäßig Not- und Bereitschaftsdienste an Wochenenden oder Feiertagen. Auch Schicht- und Nachtdienste gehören dazu. Psychiater müssen außerdem viele Bürokratie-Aufgaben erledigen:

  • Krankenberichte erstellen
  • Leistungen dokumentieren

Wer sich hingegen mit einer eigenen Praxis selbstständig macht, hat kaufmännische und verwaltenden Tätigkeiten auf dem Tisch.

Im Bereich der forensischen Psychiatrie beurteilen und behandeln Psychiater derweil psychisch kranke und gestörte Kriminelle und verfassen Gutachten über deren Schuldfähigkeit. Aber auch die Glaubhaftigkeit von Zeugenaussagen nehmen sie unter die Lupe und beurteilen sie.

Die Work Life Balance von Psychiatern ist nicht immer ausgewogen. In ihrem Berufsalltag sind sie mit schwerwiegenden Krankheitsbildern konfrontiert. Die Erlebnisse mit ihren Patienten gehen mitunter tief unter die Haut, was nach Dienstschluss nicht immer leicht abzuschütteln ist. Die Beschäftigungsaussichten für Psychiater sind dagegen gut.

Wie wird man Psychiater?

Der Beruf des Psychiaters setzt ein abgeschlossenes Medizinstudium und eine anschließende Facharztausbildung voraus.

Das Studium dauert mindestens 12 Semester. Auf dem Stundenplan angehender Mediziner stehen zunächst Fächer wie:

  • Chemie
  • Biologie
  • Physik
  • Biochemie
  • Physiologie

Nach dem vierten Semester endet der so genannte vorklinische Teil des Medizinstudiums. Er schließt mit der ersten ärztlichen Prüfung ab.

Es folgt der klinische Teil Studiums. Der Lehrplan umfasst nun folgende Disziplinen:

  • Allgemeinmedizin
  • Augenheilkunde
  • Chirurgie
  • Dermatologie
  • Humangenetik
  • Innere Medizin
  • Neurologie
  • Orthopädie
  • Pathologie

In den Semestern elf und zwölf findet das Praktische Jahr statt. Angehende Mediziner absolvieren es im Krankenhaus in den Bereichen Innere Medizin, Chirurgie und in einem selbst gewählten Gebiet. Danach schließt das Medizinstudium mit dem zweiten Teil der ärztlichen Prüfung ab.

Es folgt die Ausbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, die weitere fünf Jahre in Anspruch nimmt. In dieser Zeit durchlaufen angehende Psychiater verschiedenste Bereiche im Krankenhaus wie die Neurologie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, die Psychosomatische Medizin.

Es können auch bis zu sechs Monate in der Inneren Medizin, Allgemeinmedizin, Neurochirurgie oder Neuropathologie anerkannt werden. Ein Jahr in kann im Gebiet Forensische Psychiatrie angerechnet werden. Bis zu zwei Jahre der Weiterbildungszeit können im ambulanten Bereich absolviert werden.

In dieser Zeit erwerben Psychiater unter anderem folgende Kenntnisse:

  • Psychiatrische Anamnese und Befunderhebung
  • Allgemeine und spezielle Psychopathologie
  • Psychodiagnostische Testverfahren
  • Neuropsychologische Diagnostik
  • Entstehungsbedingungen, Verlaufsformen, Erkennung und Behandlung psychischer Erkrankungen und Störungen
  • Krankheitsverhütung, Früherkennung, Prävention, Rückfallverhütung unter Einbeziehung von Familienberatung, Krisenintervention, Sucht- und Suizidprophylaxe
  • Erkennung und Behandlung von Verhaltensauffälligkeiten im Kindes-und Jugendalter
  • Erkennung und Behandlung von Suchterkrankungen
  • Erkennung und Behandlung psychischer Erkrankungen bei lern- und geistig behinderten Menschen
  • Behandlung von chronisch psychisch kranken Menschen
  • Anwendung von wissenschaftlich anerkannten Psychotherapieverfahren

Die Ausbildung schließt mit einer Facharztprüfung ab.

Arbeitgeber: Wer sucht Psychiater

Psychiater finden bei den folgenden Arbeitgebern eine Anstellung:

  • Krankenhäuser
  • Hochschulkliniken
  • Facharztpraxen
  • Forschung und Lehre

Stellenangebote für Psychiater

Gehalt: Was verdient man als Psychiater?

Während des Studiums fließt kein Geld aufs Konto. Erst als Assistenzärzte verdienen Psychiater ihr erstes Geld. In Universitätskliniken rangiert das Einstiegsgehalt als Psychiater um die 5.500 Euro brutto im Monat, in Krankenhäusern um die 5.300 Euro. Hinzu kommen Zulagen für Überstunden, Nacht- und Bereitschaftsdienst.

Das Einkommen von Psychiatern in Kliniken ist zwar tariflich geregelt, ist aber nicht nur abhängig von der Art der Klinik, sondern auch von der Region und der Berufserfahrung.

Als ausgebildete Fachärzte verdienen Psychiater nach einiger Berufserfahrung ein Maximalgehalt von bis zu 6.800 Euro. Wer zum Oberarzt befördert wird, kann in einer Universitätsklinik bis zu 7.900 Euro brutto monatlich verdienen. In einem kommunalen Krankenhaus fließen bis zu 7.600 Euro brutto aufs Konto. Das Gehalt eines Chefarztes ist hingegen frei verhandelbar.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Psychiater

In der Medizin herrscht ein massiver Fachkräftemangel. Laut Angaben des Deutschen Ärzteblattes sind die ausgeschriebenen Stellenanzeigen in letzter Zeit sprunghaft gestiegen. Besonders die Fachgebiete Psychosomatische Medizin sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie tauchen immer in den stark nachgefragten Spitzengruppen auf. Das heißt, in diesen Fächern ist die Bewerberdecke nach wie vor dünn. Bewerber haben hier beste Chancen.

Bewerbung: Womit punkten Psychiater

Womit können angehende Psychiater in ihren Bewerbungsunterlagen bei ihrem potenziellen Arbeitgeber punkten? Was sollte in Anschreiben und Lebenslauf stehen? Folgende Hard und Soft Skills sind von Vorteil:

  • Fundierte Ausbildung
  • Empathie
  • Flexibilität
  • Geduld
  • Aufmerksamkeit
  • Die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte einfach wiederzugeben
  • Eine hohe Diagnosekompetenz
  • Die Fähigkeit, über den Tellerrand zu blicken
  • Belastbarkeit
  • Stressresistenz
  • Entscheidungsstärke

Karriere: Die Entwicklungschancen als Psychiater

In Krankenhäusern steht Psychiatern der folgende Karriereweg offen:

  • Assistenzarzt
  • Oberarzt
  • Stellvertretender Chefarzt
  • Chefarzt

Eine Alternative ist die Eröffnung einer eigenen Praxis oder eine Expertenlaufbahn in dem Bereich Forschung und Lehre.

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