Jobprofil: Dermatologen

Dermatologen erkennen und behandeln Haut- und Geschlechtskrankheiten wie Neurodermitis, Schuppenflechte, Herpes oder Hautkrebs. Der Begriff Derma stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet Haut. Auch sind Hautärzte für die Diagnose und Behandlung von Schleimhäuten, Haaren und Nägeln zuständig. Der Weg in den Beruf des Facharztes für Haut- und Geschlechtskrankheiten dauert mehr als zehn Jahre und umfasst neben einem Medizinstudium auch eine Facharztausbildung. Fast 60 Prozent aller Dermatologen in Deutschland sind Frauen.

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Dermatologe Beruf

Sie hat eine Fläche von eineinhalb bis zwei Quadratmetern und ist damit das größte Sinnesorgan unseres Körpers: die Haut. Sie besteht aus drei Schichten: der Oberhaut, der Lederhaut und der Unterhaut. Genauso wie andere Organe ist die Haut anfällig für Krankheiten wie Akne, Abszesse, Ekzeme, Warzen, Pilze, Herpes, Ausschläge, Schuppenflechte bis hin zu Krebs. Wenn es um die Heilung oder Behandlung dieser mitunter recht Komplexen Erkrankungen geht, sind Dermatologen gefragt. Sie sind Fachärzte für Hautkrankheiten.

Hauterkrankungen einordnen:

Hautärzte untersuchen ihre Patienten zunächst gründlich und stellen fest, um welche Form der Erkrankung es sich handelt. Im Allgemeinen lassen sich diese in Allergien, Neurodermitis, Venenerkrankungen, Krankheiten im Bereich von Haaren und Nägeln, Tumorerkrankungen und Geschlechtskrankheiten einordnen.

Haut untersuchen:

Um genau einordnen zu können, mit welchem Erreger oder Krankheitsbild sie es zu tun haben, führen Dermatologen verschiedene Untersuchungen durch. Zu den häufigsten zählen Provokationstests zur Erkennung von Allergien, Sonographien mittels Ultraschall, Hautkrebsscreenings, Venen-Verschluss-Plethysmographien und Trichogramme, bei denen die Haarwurzeln mit Lichtmikroskop untersucht werden.

Behandlung einleiten:

Steht die Diagnose, leitet der Dermatologe die Behandlung ein. Im Fall von Krebserkrankungen wird der gesamte Tumor in einer ambulanten Operation ausgeräumt und entfernt, manchmal müssen sich die Patienten auch einer Chemotherapie unterziehen. In anderen Fällen behandelt der Dermatologe Hautveränderungen oder -erkrankungen mit Hilfe von Medikamenten, Salben, Laser oder Licht.

Praxis eröffnen:

Die Berufsaussichten auf dem Arbeitsmarkt sind gut bis sehr gut. Wie gut der Job mit Familie und Privatleben vereinbar ist, hängt vom individuellen Werdegang des Dermatologen ab. Fachärzte, die sich niederlassen, also ihre eigene Praxis eröffnen, haben meist gut strukturierte Arbeitszeiten. Im Krankenhaus, wo Dermatologen auch oft arbeiten, dominieren Schicht- und Notfalldienste.

Dermatologen Hautkrankheiten

Dermatologen sollen Hautkrankheiten richtig und frühzeitig erkennen und behandeln. Zu den häufigsten Hautkrankheiten zählen:

  • Allergien
  • Schuppenflechte (Psoriasis)
  • Neurodermitis (atopisches Ekzem)
  • Herpes
  • Fußpilz
  • Pruritus (Juckreiz)
  • Akne
  • Nesselsucht (Urtikaria)
  • Hautkrebs
  • Warzen

Hautarzt Fähigkeiten

Dermatologen benötigen vor allem die nötige Fachkenntnis und die formellen Qualifikationen, also ein abgeschlossenes Medizinstudium und eine Facharztausbildung. Darüber hinaus ist psychologisches Feingefühl wichtig, da viele Hauterkrankungen einen psychischen Ursprung haben. Hautärzte dürfen keine Berührungsängste haben – und sich nicht ekeln. Denn Hautkrankheiten sehen in der Regel äußerst unschön aus. Die wichtigsten Fähigkeiten und Eigenschaften von Dermatologen sind:

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Dermatologen Gehalt

Das Gehalt von Ärzten ist von verschiedenen Parametern abhängig, vor allem von der Art der Anstellung (angestellt oder selbstständig), Berufserfahrung, Position und dem Vorhandensein eines Tarifvertrags. Mediziner steigen meist als Assistenzärzte in den Beruf ein und verdienen zwischen 4.500 und 5.000 Euro brutto monatlich. Niedergelassene Dermatologen kommen laut Statischem Bundesamt auf ein jährliches Gehalt von 225.000 Euro brutto. Dies entspricht rund 18.750 Euro im Monat. Nur Augenärzte und Radiologen verdienen mehr.

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Dermatologe werden

Angehende Dermatologen haben einen langen Weg vor sich. Zunächst absolvieren sie ein allgemeinbildendes Studium der Medizin, das mindestens zwölf Semester umfasst und mit dem zweiten Staatsexamen abschließt. Hieran schließt sich die Facharztausbildung zum Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten an. Sie dauert fünf Jahre.

Hautarzt Studium

Im Medizinstudium bekommen die Studierenden in Vorlesungen, Seminaren und Kursen die Grundlagen vermittelt, die sie zur Ausübung ihres späteren Berufs befähigen. Dazu gehören zum Beispiel Kenntnisse in Chemie, Biologie, Physik, Biochemie und Physiologie. Nach dem vierten Semester endet der vorklinische Teil des Medizinstudiums, der mit der ersten ärztlichen Prüfung abschließt.

Klinischer Teil:

Darauf folgt der klinische Teil. Auf dem Lehrplan stehen nun Fächer wie Allgemeinmedizin, Augenheilkunde, Chirurgie, Dermatologie, Humangenetik, Innere Medizin, Neurologie, Orthopädie oder Pathologie.

Praktisches Jahr:

Die Semester elf und zwölf sind der Praxis gewidmet: Das Praktische Jahr steht auf dem Plan. Angehende Dermatologen absolvieren es im Krankenhaus in den Bereichen Innere Medizin, Chirurgie und in einem selbst gewählten Gebiet. Danach schließt das Medizinstudium mit dem zweiten Teil der ärztlichen Prüfung ab, dem zweiten Staatsexamen.

Facharztausbildung:

Hieran schließt sich die Facharztausbildung bzw. die Facharztweiterbildung an, die nochmal fünf Jahre in Anspruch nimmt. In dieser Zeit spezialisieren sich angehende Dermatologen auf ihr Fachgebiet. Die Jobanwärter drücken dabei nicht mehr ausschließlich die Unibank, sondern absolvieren ihre Facharztausbildung als Assistenzart zum Beispiel an einem Universitätsklinikum. Nach bestandener Facharztprüfung dürfen sie offiziell den Titel des Dermatologen bzw. Facharztes für Haut- und Geschlechtskrankheiten tragen.

Hautarzt Jobs

Dermatologen können angestellt oder selbstständig arbeiten. Sie haben die Möglichkeit, eine eigene Praxis zu eröffnen oder Beschäftigung in einer Praxis, einem Krankenhaus oder einer Rehabilitationsklinik finden.

Insgesamt gibt es in Deutschland nach Angaben der Bundesärztekammer 6.223 Dermatologen, darunter 3.621 Frauen (Stand: 31.12.2020). Zum Vergleich: Allgemeinmediziner gibt es insgesamt mehr als 44.000.

Von den 6.223 Hautärzten arbeiten 4.759 ambulant, davon 3.471 als niedergelassene Ärzte und 1.288 angestellt. Die übrigen 1.076 Dermatologen arbeiten stationär in einer Klinik, 160 von ihnen als leitende Ärzte.

Dermatologen Karriere

Dermatologen können sich auf einen der folgenden Schwerpunkte spezialisieren:

  • Behandlung akuter Phänomene
  • Behandlung allergischer Reaktionen
  • Chirurgische Eingriffe
  • Hautkosmetische Eingriffe und Behandlungen

Mit zunehmender Spezialisierung ebnen sich Dermatologen den Weg in eine fundierte Spezialistenlaufbahn.

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