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Jobprofil: Marktforscher (m/w)

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Steckbrief: Marktforscher (m/w)

Ausbildung:
Studium
Work-Life Balance:
Normal (40-45 Stunden)
Einstiegsgehalt:
2600-3000 €
Spitzengehalt:
4500+ €

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Das Berufsprofil: Marktforscher

Kommt das neue Automodell bei der Zielgruppe an? Wie schmeckt der neue Fruchtjoghurt? Findet der neue Energy Drink Käufer? Darauf versuchen Marktforscher Antworten zu finden.

Allgemeiner formuliert geht es in erster Linie darum, für den Arbeit- oder Auftraggeber Fragen wie diese zu klären:

  • Wie ist die Meinung zu einem Produkt?
  • In welchen Bereichen besteht Bedarf für neue Produkte?
  • Oder: Wie gut kommt ein Produkt beim Konsumenten an?
  • Hat es das Potenzial zum Kassenschlager oder wird es wie Blei in den Regalen liegen?

Die gesammelten Erkenntnisse fließen in Statistiken, Diagramme, Analysen und Prognosen ein, auf deren Grundlage der Marktforscher eine Empfehlung hinsichtlich der Entwicklung oder Verbesserung eines Produkts ausspricht.

Das klingt nicht nur nach einem reichlich mathematischen Unterfangen - es ist auch eines: Angehende Marktforscher kommen an der Mathematik nicht vorbei. Das heißt aber nicht, dass man studierter Mathematiker sein muss, um in der Marktforschung zu arbeiten. Zwar haben diese durchaus gute Chancen, aber ebenso häufig sind Psychologen, Soziologen oder Pädagogen in der Marktforschung anzutreffen.

Aber nicht alle Erhebungen beschäftigen sich mit Zahlen und Daten. In der qualitativen Meinungsforschung hinterfragen Marktforscher zum Beispiel die Hintergründe für eine bestimmte Meinung - beispielsweise zu politischen Entwicklungen, Wahlen oder gesellschaftlichen Ereignissen.

Die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt gestalten sich durchweg positiv. Absolventen werden oft direkt vom Hörsaal abgeworben. Was die Arbeitszeitgestaltung und die Work Life Balance angeht, so fällt diese je nach Arbeitgeber und Arbeitsgebiet unterschiedlich aus. Wer bei einem Meinungsforschungsinstitut mit politisch geprägtem Hintergrund anheuert, kann insbesondere zu Zeiten politischer Turbulenzen oder in Wahlperioden mit der einen oder anderen Stunde mehr rechnen.

Wie wird man Marktforscher?

Für das Jobprofil des Marktforschers gibt es keine festgelegte Ausbildung, wobei an der Hochschule Harz und der Hochschule Pforzheim jeweils ein erster einschlägiger Master-, beziehungsweise Bachelor-Studiengang angeboten wird.

Hier lernen angehende Marktforscher die wesentlichen Grundlagen des Marketing und der Konsumentenpsychologie kennen. Sie erfahren, wie sie Online-Befragungen und Markt-Media-Studien durchführen und auswerten und lernen die wesentlichen Methoden der psychologisch-qualitativen sowie quantitativen Marktforschung kennen.

Praxiserfahrungen werden insbesondere beim Bachelor-Studiengang der Hochschule Pforzheim groß geschrieben. In einem Praxissemester in einem Marktforschungsinstitut oder in der Marktforschungsabteilung eines großen Unternehmens lernen die Jobanwärter den Beruf des Marktforschers von der praktischen Seite kennen.

Die meisten Marktforscher sind jedoch Quereinsteiger, die geeignete Qualifikationen in einem der folgenden Studiengänge erworben haben:

  • BWL
  • Psychologie
  • Soziologie
  • Pädagogik
  • Mathematik
  • VWL
  • Marketing

Nach ihrem Studium lernen sie in der Regel "on the Job", welcher Methoden sich Marktforscher bedienen, um an ein Meinungsbild der Bevölkerung oder bestimmter Konsumentengruppen zu kommen, um aus diesem eine validierte Prognose ableiten zu können. Viele von ihnen haben aber bereits bei Praktika oder studentischen Nebenjobs erste Erfahrungen in der Marktforschung gesammelt und wissen bereits, auf welches Know-how man in dem Bereich Wert legt.

In der Politikforschung stehen beispielsweise nach wie vor Bevölkerungsumfragen am Telefon hoch im Kurs: Dabei werden Personen aus allen sozialen Schichten ab 18 Jahren befragt, um einen möglichst breit gefächerten Meinungsquerschnitt zu bekommen.

Die Konsumgütermarktforschung setzt derweil auf die gezielte Befragung einer bestimmten Zielgruppe - meistens geschieht das direkt. Am Telefon lässt sich die Farbe oder der Geschmack eines Testprodukts schließlich schlecht übermitteln. In der Regel schreiben Firmen die Zielgruppe direkt an und laden sie zu einer Testveranstaltung ein.

Ebenfalls zu den qualitativen Meinungserhebungen gehören Gruppendiskussionen mit mehreren Teilnehmern. Bei diesen Diskussionen kann es um Slogans oder das Aussehen von Werbemitteln gehen, um eine bestimmte Werbestrategie oder das Ansehen einer Partei. Und last but not least: Auch Online-Umfragen boomen - per E-Mail oder direkt auf Online-Portalen.

Arbeitgeber: Wer sucht Marktforscher

Marktforscher werden in vielen Branchen und Bereichen gesucht. Ihnen bieten sich bei folgenden Arbeitgebern Beschäftigungsmöglichkeiten:

  • Marktforschungsinstitute
  • Marketingabteilungen großer Unternehmen

Stellenangebote für Marktforscher

Survey-Experte / Marktforscher (m/w) in Teilzeit 20.07.
Deloitte München

Gehalt: Was verdient man als Marktforscher?

Das Gehalt von Marktforschern ist schwer zu beziffern. Zum einen, weil es stark abhängig von Branche, Region und Größe des Arbeitgebers ist. Zum anderen, weil sich das jeweilige Studienfach, das ein Marktforscher absolviert hat, spürbar auf das Einkommen auswirkt.

Als ungefähre Richtgröße können angehende Marktforscher jedoch davon ausgehen, dass sie mit einiger Berufserfahrung im Schnitt etwa 53.000 Euro brutto verdienen. Das Einstiegsgehalt liegt zwischen 32.000 und 35.000 Euro brutto im Jahr.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Marktforscher

Gestalteten sich die Jobchancen für Marktforscher vor ein paar Jahren noch eher mäßig, befindet sich die Branche aktuell im Aufwind. Insbesondere der Bereich Online-Research boomt. Mittlerweile haben sich viele Marktforschungsinstitute sogar explizit darauf spezialisiert.

Bewerbung: Womit punkten Marktforscher

Marktforscher haben besonders gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt, wenn aus ihrem Lebenslauf, ihren Zeugnissen und ihrem Anschreiben folgende Fähigkeiten herauszulesen sind:

  • Kenntnisse in der IT
  • Kenntnisse der EDV-Anwendungssoftware
  • Kenntnisse empirischer Marktforschungsmethodik
  • Kundenorientierung
  • Freude an der Akquisition
  • Analytische Fähigkeiten
  • Strategisches Denken
  • Ein offenes, freundliches Auftreten
  • Neugierde an neuen Themen
  • Interesse für Wirtschaft und Gesellschaft
  • Interesse für die Psychologie des Käuferverhaltens
  • Mathematikverständnis
  • Lösungsorientierung

Karriere: Die Entwicklungschancen als Marktforscher

Wie in jedem anderen Beruf auch legt ein kontinuierlicher Wissenserwerb den Grundstein für die weitere Karriere.

Inhaltliche Weiterbildungen zu einer ganzen Bandbreite an Themen werden in der Regel von den Berufsverbänden angeboten. Um sich über die neuesten Angebote zu informieren, ist der Berufsverband Deutscher Markt- und Sozialforscher eine gute Anlaufstelle.

Wer hingegen seine Management-Skills auf Vordermann bringen will, um eine Führungslaufbahn einzuschlagen, kann sich zum Beispiel bei der Deutschen Gesellschaft für Karriereberatung über Trainings im Bereich der Personalführung informieren.

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