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Jobprofil: Ernährungsberater (m/w)

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Steckbrief: Ernährungsberater (m/w)

Ausbildung:
Ausbildung
Work-Life Balance:
Normal (40-45 Stunden)
Einstiegsgehalt:
2100 €
Spitzengehalt:
3750+ €

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Das Berufsprofil: Ernährungsberater

Die Zahl der stark Überwichtigen hat in den vergangenen 40 Jahren weltweit deutlich zugenommen. Infolgedessen wächst der Kundenkreis von Ernährungsberatern kontinuierlich.

Galten vor rund 40 Jahren noch 105 Millionen Menschen als adipös, waren es 2014 bereits 641 Millionen - mehr als sechsmal so viele. Das bedeutet: Mehr als einer von zehn Männern ist übergewichtig. Unter den Frauen ist eine von sieben stark übergewichtig. Damit gibt es laut aktuellen Erhebungen weltweit erstmals mehr Übergewichtige als Normalgewichtige.

Insofern sind die Chancen auf dem Arbeitsmarkt für Ernährungsberater derzeit mehr als günstig. In vielen Bereichen werden die Experten gesucht. In ihrem Berufsalltag beraten sie Übergewichtige oder essgestörte Patienten in punkto gesunder und richtiger Ernährung. Dabei greifen Ernährungsberater auf wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse der allgemeinen Ernährungslehre zurück, die sie sich in ihrer Ausbildung angeeignet haben.

Zu einer optimalen Ernährung gehört auch eine gute Work-Life-Balance. Das Jobprofil Ernährungsberater beinhaltet daher auch, Patienten zu zeigen, wie sie ernährungsbedingte Erkrankungen durch eine optimale Balance von Arbeit und Leben vorbeugen und Burnout vermeiden. Insofern sollte davon auszugehen sein, dass Ernährungsberater dieses Wissen auch bei sich selbst anwenden. Allerdings steht dem ein wachsender Engpass in fast allen Gesundheitsberufen entgegen: Stress ist in dem Job also nicht immer ausgeschlossen!

Wie wird man Ernährungsberater?

Die Ausbildung zum Ernährungsberater ist nicht staatlich geregelt, sondern eine Weiterbildung, die auf eine bisherige Berufstätigkeit aufbaut. Es gibt eine Vielzahl an Ausbildungsanbietern, allerdings sollten sich Berufsanwärter intensiv informieren, ob es sich bei dem jeweiligen Angebot um eine nicht-qualifizierende oder qualifizierende Weiterbildung handelt.

Qualifizierende Ausbildungen zum Ernährungsberater werden von Verbänden organisiert, die durch Krankenkassen anerkannt sind. Das ist vor allem für die Abrechnung erbrachter Leistungen im Falle einer Selbstständigkeit wichtig - bei nicht anerkannten Ausbildungen können Ernährungsberater ihre Leistungen nicht bei der Krankenkasse abrechnen und müssen ihren Patienten eine private Rechnung schreiben. Das kann sich nicht jeder leisten und schmälert den Kundenkreis.

Das heißt aber nicht, dass die entsprechenden Weiterbildungen von privaten Anbietern inhaltlich minderwertig wären.

Zu den von den Krankenkassen akzeptierten Ausbildungsanbietern zählt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Weitere sind:

Folgende private Anbieter kommen für eine Weiterbildungen zum Ernährungsberater infrage:

Die Voraussetzungen für die Teilnahme an der Fortbildung zum Ernährungsberater sind von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Für die Ausbildung zum Ernährungsberater bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ist etwa eine Berufsausbildung als Diätassistent oder ein Studium der Oecotrophologie oder der Ernährungswissenschaften erforderlich.

Die Fortbildungen der anderen Berufsverbände können von Jobanwärtern belegt werden, die den jeweils anderen Berufsgruppen angehören.

Das heißt aber nicht, dass Quereinsteiger schlechte Karten hätten, als Ernährungsberater zu arbeiten. Ihnen steht es frei, einen Zertifikatslehrgang eines privaten Anbieters zu besuchen. So ist auch Arzthelfern, Krankenschwestern oder Reformhauspersonal der Weg in die Ernährungsberatung offen. Aber auch Menschen ohne Vorkenntnisse, die sich für Ernährung und Gesundheit interessieren, können teilnehmen.

Während der Ausbildung lernen angehende Ernährungsberater alles Wissenswerte über Diätetik und die gesundheitliche Bedeutung von Nahrungsmitteln. Darüber hinaus bauen sie Know-how in den Bereichen Marketing, Psychologie sowie Didaktik auf und lernen EDV-Anwendungen und Methoden kennen, mit denen sie den Gesundheits- und Ernährungszustand ihrer Klienten dokumentieren können.

Im Detail stehen folgende Schwerpunkte auf dem Lehrplan:

  • Fehl- und Mangelernährung
  • Epidemiologie
  • Ernährungssoziologie
  • EDV-basierte Nährwertberechnung
  • Nährstoffwerte und Gesundheit
  • Ernährung für bestimmte Gruppen wie Schwangere, Säuglinge oder Sportler
  • Alternative Ernährungsformen wie Trennkost, Vegetarismus, Rohkost-Ernährung
  • Hunger- und Sättigungsregulation
  • Nahrungsergänzungsmittel
  • Psychologie in der Ernährungsberatung
  • Methodik
  • Didaktik
  • Kommunikationstheorie
  • Rechtliche Hintergründe der Ernährungsberatung

Ihre Abschlussprüfung legen Ernährungsberater in der Regel schriftlich ab, wobei Inhalte und Form von Anbieter zu Anbieter stark abweichen.

Auch bei der Dauer und der Art der Weiterbildung gibt es erhebliche Unterschiede. Die meisten Ernährungsberater wählen die berufsbegleitende Teilzeitform. Es gibt aber auch Anbieter von Fernstudiengängen sowie von Lehrgängen in Vollzeit.

  • Das Fernstudium zum Ernährungsberater dauert parallel zum Beruf zwischen neun und 14 Monaten.
  • Teilzeitunterricht: Hier findet die Ausbildung an zehn Wochenenden oder einmal in der Woche statt. In letztem Fall beläuft sich die Ausbildungsdauer auf ein Jahr.
  • Die Vollzeitvariante beinhaltet einen Kompaktkurs zum Ernährungsberater, der innerhalb von 30 Tagen absolviert werden kann.

Arbeitgeber: Wer sucht Ernährungsberater

Ernährungsberater finden in folgenden Bereichen Beschäftigungsmöglichkeiten:

  • Kliniken
  • Reha-Einrichtungen
  • Arztpraxen
  • Apotheken
  • Pflegeeinrichtungen
  • Fitnessstudios
  • Schulen
  • Volkshochschulen
  • Wellnesseinrichtungen

Stellenangebote für Ernährungsberater

Gehalt: Was verdient man als Ernährungsberater?

Wie in allen Berufen hängt das Einkommen von Berufserfahrung, Arbeitgeber und dem Standort ab, an dem man arbeitet. Insbesondere an den verschiedenen Standorten gibt es erhebliche Gehaltsunterschiede.

Der Durchschnittslohn liegt deutschlandweit bei 2.100 Euro brutto pro Monat, allerdings lässt sich zum Beispiel in Bundesländern wie Niedersachsen oder Bayern fast doppelt soviel verdienen wie etwa in Brandenburg. Auch das Geschlecht beeinflusst das Einkommen erheblich: Frauen verdienen oftmals wesentlich weniger als ihre männlichen Kollegen.

Generell gilt: Je höher die Qualifizierung, desto höher auch das Gehalt. Auch mit steigender Berufserfahrung fließt mehr Geld aufs Konto. Der durchschnittliche Verdienst mit Berufserfahrung und Zusatzwissen liegt etwa bei 3.750 Euro brutto im Monat.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Ernährungsberater

Ernährungsberater gehören zu einer zunehmend relevanter werdenden Berufsgruppe in der Gesundheitsbranche mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Insofern zählt die Ernährungsberatung zu den vielversprechenden Berufszweigen auf dem Arbeitsmarkt, bei der zukünftig von einer starken Nachfrage und guten Aufstiegsmöglichkeiten auszugehen ist. Die Ausbildung ist vor allem für Fachpersonal lukrativ, das die Weiterbildung in seine bestehende Tätigkeit integrieren kann.

Bewerbung: Womit punkten Ernährungsberater

Berufe, die sich grundsätzlich für eine Weiter- oder Zusatzausbildung als Ernährungsberater eignen, sind:

  • Diätassistent
  • Ernährungstherapeut
  • Arzthelfer
  • Altenpfleger
  • Naturheilärzte
  • Heilpraktiker
  • Gesundheits- und Lebensberater
  • Beschäftigte im Bereich Wellness und Gesundheitsprävention
  • Erzieher

Und was soll nach der erfolgreich absolvierten Weiterbildung zum Ernährungsberater in Lebenslauf und Anschreiben stehen?

Grundsätzlich können Ernährungsberater neben fundiertem Fachwissen mit folgenden Fähigkeiten in ihrer Bewerbung glänzen:

  • Psychologisches Geschick
  • Einfühlungsvermögen
  • Beratungsfähigkeiten
  • Zuhören können

Karriere: Die Entwicklungschancen als Ernährungsberater

Ernährungsberater haben vielfältige Aussichten, sich beruflich zu entwickeln. Neben Kliniken oder anderweitigen Einrichtungen im Gesundheitswesen bieten sich ihnen auch mannigfache Chancen in der freien Wirtschaft.

Immer mehr Unternehmen legen zum Beispiel auf die Gesundheitsvorsorge ihrer Angestellten großen Wert und möchten ihnen auf diesem Gebiet ein erweitertes Angebot bieten. Große Unternehmen haben bereits eigene Stellen für interne Ernährungsberater geschaffen. Kleinere und mittelständische Unternehmen vertrauen dagegen oft auf den Service einer externen Firma, die sich speziell auf die Ernährungsberatung spezialisiert hat.

Als ausgebildeter Ernährungsberater ist die Chance einer Anstellung bei einer dieser spezialisierten Firmen sehr hoch. Hier ist auch der Schritt in eine leitende Position nicht ausgeschlossen.

Viele Ernährungsberater wagen aber auch den Schritt in die Selbstständigkeit und bieten ihre Dienste verschiedenen Unternehmen und/oder Einrichtungen im Gesundheitswesen an. Oder sie eröffnen ihre eigene Praxis und beraten und behandeln ihren eigenen Patientenstamm.

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