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Jobprofil: Juweliere (m/w)

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Steckbrief: Juwelier (m/w)

Ausbildung:
Ausbildung
Work-Life Balance:
Normal (40-45 Stunden)
Einstiegsgehalt:
2.500 €
Spitzengehalt:
4.000+ €

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Das Berufsprofil: Juwelier

Wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen einem Juwelier und einem Goldschmied? Gibt es da überhaupt einen? Diese Fragen stellen sich viele Schulabsolventen, die auf der Suche nach einer passenden Ausbildung in diesem Bereich sind. Ja, es gibt einen Unterschied. Wer einen Juwelier mit einem Goldschmied vergleicht, vergleicht einen Verkäufer mit einem Handwerker

Der Goldschmied erlernt sein Handwerk in einer 3,5-jährigen Ausbildung. In dieser Zeit lernt er neuen Schmuck anzufertigen, umzuarbeiten oder zu reparieren. Dabei macht er sich häufig die Hände richtig schmutzig. Der Juwelier wandelt dagegen in völlig anderen Welten. Er bewegt sich zwischen polierten Vitrinen, in denen hochkarätige Ausstellungsstücke aus Gold und Silber lagern. 

Juweliere nehmen zwar auch kleinere Änderungen oder Reparaturen an Schmuckstücken vor, sie arbeiten aber vor allem im Verkauf. Sie beraten Kunden, die sich neue Uhren, Ringe, Ketten, Broschen, Ohrringe oder auch hochwertigen Piercingschmuck zulegen möchten.

Was ein Juwelier daher in erster Linie mitbringen sollte, ist ein Gespür für Ästhetik, ein freundliches und kundenorientiertes Auftreten und auch Materialkenntnisse sollten vorhanden sein. Einige Juweliere kaufen nämlich alte Schmuckstücke an. Insofern sollte sich ein Juwelier mit Materialwerten auskennen und über ein gewisses Verhandlungsgeschick verfügen. 

Damit die Schmuckausstellung im Verkaufsraum immer ansehnlich gefüllt ist, gehören auch kaufmännische Aufgaben zu dem Beruf. Es gilt, Ware nachzubestellen, auszupreisen und den aktuellen Warenbestand zu dokumentieren.

Juweliere sind im Einzelhandel tätig und haben somit recht klar geregelte Arbeitszeiten, die sich nach den Ladenöffnungszeiten richten. Insofern ist die Work Life Balance ausgewogen. Aber es gibt auch stressige Zeiten in dem Beruf. Kurz vor Festen wie Ostern oder Weihnachten strömen Kunden in die Läden, um nach Geschenken für ihre Angehörigen zu suchen. Das erhöht den Stresspegel immens. Die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sind derweil ausgewogen. 

Wie wird man Juwelier?

Die Bezeichnung Juwelier ist nicht rechtlich geschützt. Das heißt: Jeder, der möchte, kann sich als Juwelier bezeichnen. Es gibt auch keine dezidierte Ausbildung. Insofern verfügen Juweliere oft über ein sehr unterschiedliches Know-how.  

Meist führt der Weg in den Beruf über eine kaufmännischen Ausbildung. Zum Beispiel über die Lehre zum Einzelhandelskaufmann mit der Ausrichtung zum Fachverkäufer für Schmuck, Uhren, Gold- und Silberwaren. 

Bei der Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann handelt es sich um eine duale, dreijährige Ausbildung, die parallel im Lehrbetrieb und in der Berufsschule stattfindet. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder im Block statt.

In ihrer Ausbildung werden angehende Einzelhandelskaufleute zu folgenden Tätigkeiten angeleitet:

  • Pflege des Warensortiments
  • Kundenberatung
  • Umgang mit Konflikten bei Umtausch oder Reklamation von Waren
  • serviceorientiertes Auftreten im Kassenbereich
  • Entgegennahme verschiedener Zahlungsmittel
  • Erledigen von Kassenabrechnungen
  • Information von Kunden über Werbemaßnahmen und Serviceleistungen
  • Verkaufsfördernde Platzierung von Waren
  • Erfassung von Warenflüssen
  • Bestellung von Waren
  • Warenannahme und Kontrolle
  • Durchführen von Inventuren
  • Kaufmännische Methoden
  • Erstellung von Kalkulationen
  • Sortimentsgestaltung
  • Logistische Prozesse
  • Aufbau einer Wertschöpfungskette

Die Ausbildung schließt mit einer Abschlussprüfung ab, die aus zwei Teilen besteht. Den ersten Teil absolvieren die Lehrlinge als Zwischenprüfung am Ende des zweiten Ausbildungsjahres. Den zweiten Teil absolvieren sie nach dem Ende des dritten Ausbildungsjahres. 
 

Arbeitgeber: Wer sucht Juweliere

Juweliere finden in folgenden Bereichen Beschäftigungsmöglichkeiten:

  • Juwelier- und Uhrenfachgeschäfte
  • Kaufhäuser mit Uhren- oder Schmuckabteilung
  • Fachhandel für antike Schmuckstücke, Gold- und Silberwaren

Stellenangebote für Juweliere

Gehalt: Was verdient man als Juwelier?

Das Einkommen von Juwelieren wird immer als besonders hoch eingeschätzt. Doch das ist nicht immer der Fall.  Es sei denn, man ist Besitzer eines Juweliergeschäfts und profitiert von hohen Umsätzen. In der Regel sind Juweliere aber festangestellt. Wie in allen Berufen hängt auch die diesem Jobprofil das Gehalt in erster Linie von der Berufserfahrung, der Größe des Arbeitgebers und dem Standort ab, an dem man arbeitet.

Während der Lehre fließt angehenden Juwelieren das folgende Einkommen aufs Konto: 

  1. Ausbildungsjahr bis 950 Euro brutto
  2. Ausbildungsjahr bis 1.050 Euro brutto
  3. Ausbildungsjahr bis 1.200 Euro brutto

Nach der Lehrzeit liegt das Einstiegseinkommen bei etwa 2.200 bis 2.500 Euro brutto monatlich. Mit zunehmender Berufserfahrung und der Übernahme von Verantwortung ist ein Gehalt zwischen 3.000 und 4.000 Euro brutto möglich. Hier bewegt man sich aber bereits auf der Stufe eines Filialeiters. 

Einstiegschancen: Die Aussichten für Juweliere

Grundsätzlich ist die Arbeitsmarktlage im Einzelhandel, dem ja auch Juwelierläden angehören, mehr als positiv. Es herrscht ein regelrechter Beschäftigungsboom. Dieser ist vor allem auf das florierende Onlinegeschäft in der Branche zurückzuführen, von dem auch Juweliere profitieren.  

Dieser hat dem deutschen Einzelhandel das achte Umsatzplus in Folge und ein Rekordjahr 2017 beschert. Der Umsatz kletterte um stattliche 4,2 Prozent im Vergleich zu 2016, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Es handelt sich damit um den höchsten Anstieg seit Beginn der Datenerhebung 1994. Für angehende Juweliere stehen die Chancen also gut, schnell einen Ausbildungsplatz zu finden und danach zwischen mehreren Festanstellungen wählen zu können. 

Bewerbung: Womit punkten Juweliere

Welche Fähigkeiten sollten Juweliere in ihren Bewerbungsunterlagen angeben? Ähnlich wie bei anderen Jobprofilen gibt es auch in diesem Bereich ein spezifisches Set an Talenten, das in Anschreiben und Lebenslauf Erwähnung finden sollte, nämlich:

  • Abgeschlossene Schulausbildung
  • Abgeschlossene Ausbildung
  • Sprachliches Ausdrucksvermögen
  • Eine gute Wahrnehmungs- und Bearbeitungsgeschwindigkeit
  • Konzentration
  • Merkfähigkeit
  • Kaufmännische Fähigkeiten

Karriere: Die Entwicklungschancen als Juwelier

Juweliere können Zusatzqualifizierungen erwerben, mit denen sie einen Schritt nach dem anderen auf der Karriereleiter nehmen können. Je mehr Know-how die Fachkräfte auf sich vereinen, umso größer die Chance auf einen gehobenen Posten. Die klassischen Hierarchiestufen sind:

  • Filialleiter-Stellvertreter
  • Filialleiter 
  • Verkaufsleiter

Um diese Karrierestufen zu erreichen, können Juweliere etwa die Weiterbildung zum Handelsbetriebswirt IHK machen und ihr kaufmännisches Fachwissen weiter vertiefen. Der Abschluss qualifiziert für eine Führungsposition.

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