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Jobprofil: Radiologen (m/w)

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Steckbrief: Radiologe (m/w)

Ausbildung:
Studium + Weiterbildung
Work-Life Balance:
Normal (40-45 Stunden)
Einstiegsgehalt:
6.200 €
Spitzengehalt:
23.000 + €

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Das Berufsprofil: Radiologe

Ein Radiologe untersucht Patienten mittels bildgebender Verfahren und verschafft sich so einen Eindruck von dem Inneren ihres Körpers. Auf Basis dessen und dem, was der Patient im Anamnesegespräch erzählt, stellt er seine Diagnose und leitet die Behandlung ein.

Zu den wichtigsten Untersuchungsmethoden von Radiologen zählen folgende Verfahren:

  • Digitales Röntgen
  • Computertomographie (CT)
  • Kernspintomographie
  • Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT)
  • Digitale Mammographie
  • Ultraschall

Es muss nicht immer Krebs sein, den Radiologen mit diesen Techniken diagnostizieren. Sie können mit bildgebenden Methoden zum Beispiel auch Risse der Kreuzbänder, Knochenbrüche, Gallensteine, Zysten und vieles mehr feststellen.

Der besondere Vorteil der bildgebenden Verfahren ist, dass Patienten minimalinvasiv untersucht werden können. Das heißt, es ist keine Operation nötig, um eine Diagnose zu stellen.

Allerdings ist es eine Herausforderung, die Bilder, die MRT, CT oder Ultraschall liefern, zu deuten. Nur das geschulte Auge erkennt in dem Durcheinander schwarz-weißer Strukturen die Organe des Körpers und kann auch kleinste Veränderungen an ihnen feststellen. Steht die Diagnose, leiten Radiologen die Behandlung ein. Diese kann medikamentös erfolgen.

Doch nicht immer kommen Patienten um Operationen umhin. Radiologen führen unter Zuhilfenahme bildgebender Verfahren kleinere Eingriffe auch selbst durch. Der Vorteil ist hier: Die Operateure können dem Patienten dank der modernen Hilfsmittel große Schnitte und Eingriffe in den Körper ersparen und orientieren sich während der Operation zum Beispiel per Röntgengerät in dem Körper des Patienten.

Radiologen können sich mit einer eigenen Praxis selbstständig machen oder arbeiten im Krankenhaus. So oder so – haben sie gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Die Work Life Balance ist allerdings nicht immer ganz ausgewogen.

Bei Akutfällen müssen Fachärzte für Radiologie in punkto Arbeitszeit flexibel sein. Außerdem sind in Krankenhäusern Schicht-, Nacht- und Bereitschaftsdienste angesagt – auch an Wochenenden. Das ist nicht jedermanns Sache.

Wie wird man Radiologe?

Wer einmal als Radiologe arbeiten will, hat einen langen Weg vor sich. Er führt zunächst über das Absolvieren eines allgemeinen Medizinstudiums. Dabei ist es bereits eine gewisse Herausforderung, überhaupt einen Studienplatz zu ergattern.

Die Vergabe der Studienplätze ist nämlich an einen Numerus Clausus (NC) gebunden: Je besser die Abiturnote, umso größer die Chance für den einzelnen Bewerber. Darüber hinaus müssen Jobanwärter einen Medizinertest absolvieren.

12 Semester lang werden angehende Mediziner dann in Vorlesungen, Seminaren und Kursen auf ihren Beruf vorbereitet. In den ersten vier Semestern büffeln sie Chemie, Biologie, Physik, Biochemie und Physiologie. Danach endet der vorklinische Teil des Medizinstudiums mit einer Prüfung. Es folgt der klinische Teil. Im Fokus stehen nun die Diagnose und das Behandeln von Krankheiten.

Unterrichtsdisziplinen sind:

  • Allgemeinmedizin
  • Augenheilkunde
  • Chirurgie
  • Dermatologie
  • Humangenetik
  • Innere Medizin
  • Neurologie
  • Orthopädie
  • Pathologie

Die Semester elf und zwölf sind der Praxis gewidmet. Das so genannte Praktische Jahr absolvieren Jobanwärter im Krankenhaus in den Bereichen:

  • Innere Medizin
  • Chirurgie
  • In einem selbst gewählten Gebiet

Danach schließt das Medizinstudium mit dem zweiten Teil der ärztlichen Prüfung ab.

Weiter geht es mit der Weiterbildung zum Facharzt der Radiologie, die fünf Jahre in Anspruch nimmt. In dieser Zeit sind Radiologen zum Beispiel als Assistenzarzt in einem Krankenhaus beschäftigt und setzen sich mit den folgenden Inhalten auseinander:

  • Radiologische Untersuchungsverfahren
  • Analgesierungs- und Sedierungsmaßnahmen
  • Behandlung akuter Schmerzzustände
  • Erkennung und Behandlung akuter Notfälle
  • Strahlenbiologie und Strahlenphysik
  • Grundlagen der Magnetresonanzverfahren und Biophysik
  • Grundlagen des Strahlenschutzes beim Patienten
  • Behandlungsverfahren

Die Weiterbildung schließt mit einer Facharztprüfung ab.

Arbeitgeber: Wer sucht Radiologen

Fachärzte für Radiologie machen sich häufig selbstständig und eröffnen alleine oder mit mehreren Kollegen eine Praxis. Alternativ machen sie Karriere im Krankenhaus oder in Gesundheitszentren.

Stellenangebote für Radiologen

Neuroradiologen (gn) in Oberarztposition 16.08.
Universitätsklinikum Münster Münster

Gehalt: Was verdient man als Radiologe?

Was und wie viel ein Radiologe verdient, ist von vielen Faktoren abhängig. Zum Beispiel, ob er eine eigene Praxis betreibt oder als angestellter Arzt in einem Krankenhaus arbeitet.

Grundsätzlich werden Fachärzte für Radiologie in einer Klinik nach Tarifvertrag bezahlt. Laut Tarifvertrag an öffentlichen Kliniken verdient ein Facharzt für Radiologie kurz nach seinem Einstieg rund 6.200 Euro brutto im Monat.

Je weiter er auf der Karriereleiter aufsteigt, umso besser ist auch der Verdienst. Als Chefarzt sind zum Beispiel Gehälter bis 23.000 Euro brutto im Monat möglich.

In einer eigenen Praxis kann ein Radiologe ähnlich gut verdienen wie in den Anfangsjahren in einer Klinik. Ein Einkommen zwischen 6.000 und 10.000 Euro brutto im Monat sind durchaus drin.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Radiologen

Radiologen haben keinen Grund, sich um ihre berufliche Zukunft zu sorgen. Wer heute ein Studium der Humanmedizin ansteuert und seine anschließende Facharztausbildung absolviert, muss später nicht lange nach einem Arbeitsplatz suchen. Das gilt für praktisch alle Bereiche: Klinik, Niederlassung oder in nicht-kurativen Bereichen wie der Pharmaindustrie.

Zwar steigen die Ärztezahlen stetig, dennoch besteht erhöhter medizinischer Versorgungsbedarf. Denn die zunehmende Zahl älterer Menschen zieht eine immer größere Zahl an aufwändigen Diagnose- und Behandlungsverfahren mit sich. Hierfür werden Fachkräfte gesucht.

Bewerbung: Womit punkten Radiologen

Für das Medizinstudium und den späteren Beruf als Facharzt für Radiologie sollten Anwärter nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern auch einige wichtige persönliche Fähigkeiten auf sich vereinen.

Diese Soft Skills sind insbesondere bei Medizinern nicht zu unterschätzen. Schließlich dreht sich ihr "Kerngeschäft" um den Menschen: Je größer das Vertrauen zwischen Mediziner und Behandeltem, umso wahrscheinlicher der Behandlungserfolg.

Zu den Anforderungen an einen Arzt gehören vor allem:

  • Empathie
  • Flexibilität
  • Geduld
  • Aufmerksamkeit
  • Die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte einfach wiederzugeben
  • Eine hohe Diagnosekompetenz
  • Die Fähigkeit, über den Tellerrand zu blicken
  • Belastbarkeit
  • Stressresistenz
  • Entscheidungsstärke

Karriere: Die Entwicklungschancen als Radiologe

Der Karrierepfad für Radiologen folgt dem folgenden Schema:

  • Studium
  • Praktisches Jahr im Krankenhaus
  • Ausbildung zum Facharzt
  • Oberarzt
  • Chefarzt
  • Alternativ: Selbstständigkeit

Doch es gibt noch weitere Alternativen: Zum Beispiel gibt es Möglichkeiten zum Quereinstieg in die Pharmaindustrie, um als Pharmaberater zu arbeiten. Auch gibt es immer mal wieder Stellen in Gesundheitsämtern oder vergleichbaren öffentlichen Einrichtungen.

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