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Jobprofil: Vergolder (m/w)

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Steckbrief: Vergolder (m/w)

Ausbildung:
Ausbildung
Work-Life Balance:
Normal (40-45 Stunden)
Einstiegsgehalt:
1.500 €
Spitzengehalt:
2.800 + €

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Das Berufsprofil: Vergolder

Vergolder verleihen den verschiedensten Objekten strahlenden Glanz. Sie vergolden zum Beispiel Ornamente aus Stuck, Spiegel, Rahmen für Gemälde, Statuen, Kunstgegenstände oder stellen goldglänzende Inschriften her. Für ihre Arbeit verwenden sie feinstes Blattgold.

Ist der zu vergoldende Untergrund etwa aus Holz, bereiten sie zunächst eine Grundierung aus Holzleim und Kreide zu und tragen sie in mehreren Schichten auf den Gegenstand auf. Danach schleifen sie alles glatt. Noch geht es aber nicht mit dem Vergolden los. Erst beschichten Vergolder den Untergrund noch mehrfach mit dem so genannten Poliment. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Tonerde und Eiweiß.

Nach ein paar weiteren Behandlungsschritten tragen Vergolder nun feinste Folien aus Blattgold auf. Dazu nutzen sie einen breiten und feinen Pinsel. Wichtig bei der Arbeit ist eine sehr ruhige Atmung. Denn jedes zu heftige Ausatmen kann das extrem dünne Blattgold  wegwehen. Dann wird noch einmal poliert bis eine glänzende Fläche entsteht. Geht es um einen antiken Look patinieren Vergolder das jeweilige Objekt abschließend mit Farbe. Dann wirkt es schon etwas betagter.

Vergolder führen meist Auftragsarbeiten durch. Sie besprechen den Auftrag mit dem Kunden, fertigen eine Skizze an und gehen dann, wenn alle Details abgestimmt sind, ans Werk.

Weitere to Do’s:

  • Oberflächen in verschiedenen Techniken gestalten
  • Gravieren und Radieren
  • Rahmen anfertigen
  • Einrahmungen vornehmen
  • Objekte in verschiedenen Maltechniken farbig gestalten
  • Restaurierungsarbeiten
  • Denkmalpflegerische Arbeiten
  • Kunden beraten
  • Kostenvoranschläge erstellen

Außerdem beschäftigen sich Vergolder mit Fassmalen – das ist ein Handwerk, bei dem es um das Bemalen von historischen Figuren und Plastiken geht. Solche befinden sich häufig an Denkmälern in großer Höhe. Vergolder sollten daher schwindelfrei sein.

Die Work Life Balance von Vergoldern fällt unterschiedlich aus. Die Arbeitsmarktchancen sind eher überschaubar.

Wie wird man Vergolder?

Der Weg in den Beruf des Vergolders führt über eine klassisch geregelte duale Ausbildung, die in Lehrbetrieb und Schule stattfindet. Sie dauert drei Jahre. Formale Voraussetzungen gibt es keine.

Der Lehrplan sieht diese Inhalte vor:

  • Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen
  • Anfertigen von Zeichnungen
  • Pflegen und Instandhalten von Werkzeugen und Maschinen
  • Umgang mit Werkzeugen und Maschinen
  • Auswählen, Lagern und Entsorgen von Werk- und Hilfsstoffen
  • Vorbereiten von Untergründen
  • Vergolden, Versilbern, Metallisieren
  • Herstellen und Gestalten von Rahmen
  • Gestalten von Verzierungen
  • Maltechniken
  • Umgang mit Blattmetallen
  • Erhaltungs- und Restaurierungsarbeiten

Die Lehre sieht eine Zwischenprüfung nach dem zweiten und eine Abschlussprüfung nach dem dritten Lehrjahr vor.

Arbeitgeber: Wer sucht Vergolder

Vergolder können in den folgenden Berufsfeldern Fuß fassen:

  • In Vergolderwerkstätten
  • In Restauratorenwerkstätten
  • In der Goldindustrie
  • In der Silberwarenindustrie

Stellenangebote für Vergolder

Gehalt: Was verdient man als Vergolder?

Wie in allen Branchen und Berufen hängt das Gehalt, das einem Vergolder aufs Konto fließt, von Region, Berufserfahrung und der Größe des Arbeitgebers ab.

In der Lehre können angehende Vergolder mit dieser durchschnittlichen Vergütung rechnen:

  1. Ausbildungsjahr bis zu 750 Euro brutto
  2. Ausbildungsjahr bis zu 850 Euro brutto
  3. Ausbildungsjahr bis zu 950 Euro brutto

Nach absolvierter Lehre verdoppelt sich das Einkommen fast. So können ausgelernte Vergolder mit einem Einstiegsgehalt zwischen 1.500 und 1.800 Euro brutto rechnen.

Mit zunehmender Praxis fließt auch mehr Gehalt aufs Konto. Nach ein paar Jahren können Vergolder mit einem Monatsbrutto bis 2.800 Euro rechnen.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Vergolder

Zwar werden Handwerker landauf, landab händeringend gesucht. Beim Beruf des Vergolders verhält sich das jedoch ein wenig anders. Der Beruf ist selten und auch nicht stark nachgefragt. Die wenigen Anstellungen, die es gibt, sind vor allem im Bereich Restaurierungen und Museen zu finden.

Bewerbung: Womit punkten Vergolder

Die folgenden Fähigkeiten sind für den Beruf des Vergolders erforderlich:

  • Schulabschluss
  • Handgeschick
  • Gespür für Formen
  • Interesse für Kunst- und Kulturgeschichte

Karriere: Die Entwicklungschancen als Vergolder

Nach der dreijährigen Ausbildung fragen sich Absolventen irgendwann, was sie nun tun können, um die eigene Karriere in Schwung zu bringen. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Die wohl gängstige ist der Besuch der Meisterschule und die Prüfung zum Vergoldermeister.

Meister übernehmen Führungverantwortung und steuern die betriebswirtschaftliche Führung eines Betriebs. Außerdem sind sie berechtigt, Azubis auszubilden. Und: Meister sind berechtigt, sich selbstständig zu machen.

Die Alternative ist die Ausbildung zum Techniker. Techniker prüfen zum Beispiel die Materialien, die zum Einsatz kommen, sie beraten Kunden oder überwachen Restaurationsprojekte. Passende Fachrichtungen sind Baudenkmalpflege, Altbauerneuerung oder Farb- und Lacktechnik.

Wer über das Abtur verfügt, kann an die Ausbildung auch nochmal ein Studium anhängen. Passende Studiengänge wären:

  • Restaurierung/Konservierung 
  • Kunstgeschichte

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