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Jobprofil: Detektive (m/w)

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Steckbrief: Detektiv (m/w)

Ausbildung:
Quereinstieg
Work-Life Balance:
Intensiv (45+ Stunden)
Einstiegsgehalt:
2.000 €
Spitzengehalt:
4.000+ €

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Das Berufsprofil: Detektiv

Film, TV, Romane, Hörbücher, Groschenromane oder Theaterstücke wären ohne sie undenkbar: Detektive ermitteln in ihnen Verbrechen und lassen ihrer Spürnase freien Lauf. Schon die Allerkleinsten sind von dem Berufsbild fasziniert und lauschen zum Beispiel den spannenden Abenteuern der drei Kinderdetektive die „drei ???“. Die Serie steht beim Nachwuchs seit Jahrzehnten hoch im Kurs.

Kein Wunder! Detektive umgibt der Hauch des Gefährlichen und Mysteriösen. Im wahren Leben ist das Jobprofil allerdings nicht ganz so magisch, wie es in der Literatur dargestellt wird, sondern echtes Handwerk mit vielen Routinen.

Detektive sind vor allem damit beschäftigt, geschäftliche oder private Informationen für ihre Auftraggeber zu beschaffen. Ihre Tätigkeit reicht von der Ermittlung in zivilrechtlichen Angelegenheiten über die Aufklärung wirtschafts- und wettbewerbsrechtlicher Verstöße bis zur Hilfe für die Opfer bei strafrechtlichen Tatbeständen.

Detektive ermitteln zum Beispiel in den folgenden Angelegenheiten:

  • Verdacht auf Produktpiraterie
  • Verdacht auf Patentverletzungen
  • Verdacht auf Werkspionage
  • Verdacht auf Sabotage
  • Verdacht auf Kreditbetrug
  • Abwehr von Computerkriminalität
  • Aufklärung von Diebstählen

Selten gehen sie dabei auf Verbrecherjagd oder sind in wilde Schussszenarien verwickelt. Viele Detektive haben noch nicht einmal eine Waffe. Sie sammeln stattdessen, nämlich Beweise. Dazu recherchieren sie bei Behörden, in Archiven, bei Auskunfteien oder machen Zeugenbefragungen. Ein großer Teil ihres Alltags besteht außerdem darin, verdächtige Personen zu observieren.

Dazu verharren sie oft stundenlang in einem Versteck oder in ihrem Auto. Zu dem Job gehören auch Schreibarbeiten, Telefonate und Internetrecherchen. Alle zusammengetragenen Erkenntnisse dokumentieren Detektive in Berichten. Diese dienen auch als Beweismittel vor Gericht.

Detektive, die ihre Arbeit ernst nehmen, prüfen aber erst einmal ihren Auftraggeber auf Herz und Nieren. Hat er ein berechtigtes Interesse an den Auskünften, die der Detektiv ihm beschaffen soll? Falls nein, ist das ein Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz. Ist der Auftrag lupenrein, verhandeln Detektive die Vertragskonditionen aus. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt und die Work Life Balance sind eher unausgewogen. Berufseinsteiger sollten sich darauf einstellen, auch am Wochenende im Einsatz zu sein.

Wie wird man Detektiv?

Wer sich für den Beruf des Detektivs interessiert, wird nicht fündig werden, wenn er nach einer expliziten Ausbildung sucht. Die gibt es nicht. Meist handelt es sich bei angehenden Detektiven um Personen, die zuvor bei der Polizei, der Bundeswehr oder dem Bundesgrenzschutz gearbeitet haben. Für sie gibt es verschiedene Kurse und Seminare, die in den Beruf einführen.

Allerdings ist die Qualität der Angebote sehr unterschiedlich. Auch in der Dauer unterscheiden sie sich. Einige Seminare gehen nur über einen Zeitraum von ein paar Wochen, andere nehmen bis zu zwei Jahre in Anspruch. Manche Lehrgänge kann man im Präsenz-, andere im Fernstudium absolvieren. 

Zu den Schwerpunkten der Ausbildung gehören:

  • Streifen- und Revierdienst
  • Arbeitsrecht
  • Meldewesen
  • Kommunikationsverhalten 
  • Gesprächsführung
  • Waffensachkunde
  • Psychologische Grundlagen 
  • Lebensrettende Sofortmaßnahmen
  • Deeskalationstraining
  • IT-Sicherheit
  • Grundlagen Geld-Wert-Transport (GWT)
  • Funkausbildung
  • Englisch für Sicherheitskräfte
  • Durchführung einer Observation

Wichtigste Anlaufstellen für Detailfragen rund um die Ausbildung zum Detektiv sind:

Achtung: Um das Detektivgewerbe in Deutschland zu betreiben, müssen Privatdetektive deutsche Staatsbürger sein, dürfen keine Vorstrafen und "Schuldenberge" haben und über 18 Jahre alt sein.

Arbeitgeber: Wer sucht Detektive

Detektive gehen hier zur Arbeit: 

  • In Detekteien
  • In Ermittlungsbüros
  • Bei Sicherheits- und Wachdiensten, Objektschutz-, Wach- und Schließgesellschaften
  • Im Einzelhandel
  • In Versicherungsunternehmen

Stellenangebote für Detektive

Privatdetektiv (m/w/d) in Festanstellung (Ausbildung zum geprüften Privatermittler – IHK) 11.07.
Lentz GmbH und Co. Detektive KG Frankfurt

Gehalt: Was verdient man als Detektiv?

Über das Einkommen von Detektiven lässt sich kaum eine Aussage treffen. Viele Detektive sind selbstständig. Bei ihnen schwankt der Verdienst stark und hängt von der Auftragslage ab. In Deutschland liegt der Stundensatz im Durchschnitt bei etwa 65 Euro.

Festangestellte Detektive verdienen im Schnitt je nach Region, Größe des Arbeitgebers und der Berufserfahrung zwischen 2.000 und 2.500 Euro brutto im Monat.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Detektive

Das Jobprofil des Detektivs gehört nicht gerade zu den Boomberufen. Wer sich aber auf einen Fachbereich spezialisiert, kann seine Berufsaussichten aber verbessern. Infrage kommen etwa Schwerpunkte wie Observation, Archiv- und Aktenarbeit oder IT-Forensik

Bewerbung: Womit punkten Detektive

Wichtig im Joballtag eines Detektivs sind Fähigkeiten wie:

  • Freude am Analysieren und Nachdenken
  • Abstraktes Denken
  • Wortgewandtheit
  • Klare Ausdrucksweise
  • Umfangreiche Kenntnisse in Rechtsfragen
  • Kenntnisse aus dem Bereich der Selbstverteidigung

Karriere: Die Entwicklungschancen als Detektiv

In manchen Detekteien bieten sich Karrierechancen, die mit der Übernahme von mehr Verantwortung einhergehen. Dazu gehört zum Beispiel das Leiten eines Teams. Allerdings sind solche Möglichkeiten eher rar. Die meisten Detekteien bestehen aus nur wenigen Mann starken Teams und daher sind die Hierarchien in diesem Bereich eher flach.

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