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Jobprofil: Dolmetscher (m/w)

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Steckbrief: Dolmetscher (m/w)

Ausbildung:
Studium
Work-Life Balance:
Normal (40-45 Stunden)
Einstiegsgehalt:
2.000 €
Spitzengehalt:
5.000+ €

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Das Berufsprofil: Dolmetscher

Dolmetscher übersetzen hauptsächlich das gesprochene Wort, sie können aber auch für die Übersetzung von Texten beauftragt werden. Ihr "Handwerk" erlernen sie an einer Hochschule oder Fachakademie. Zwar ist der Beruf nicht geschützt und prinzipiell können sich auch nicht spezifisch ausgebildete Personen als Dolmetscher bezeichnen. Doch um in diesem Bereich an die wirklich guten Jobs zu kommen, empfehlen sich einschlägige Zertifikate und Abschlüsse.

Für Dolmetscher kommen völlig unterschiedliche Tätigkeitsgebiete infrage. Zum Beispiel als Konferenzdolmetscher oder als Dolmetscher vor Gericht – hier werden sie sogar vereidigt. Auch bei wichtigen internationalen politischen Veranstaltungen sind sie oft zu beobachten, ebenso bei TV-Shows oder sie sind im Radio zu hören.

Dabei ist es nicht nur wichtig, das gesprochene Wort in eine andere Sprache zu übersetzen, sondern auch die Stimmung des Redners mit einfließen zu lassen. Das beeinflusst erheblich, wie eine Rede oder ein Kommentar bei den Zuhörern aufgenommen wird. Ein gewisses schauspielerisches Talent und Empathie sind also die Grundvoraussetzungen für den Job als Dolmetscher. 

Dolmetscher wenden in ihrem Beruf verschiedenste Dolmetschtechniken an. Dazu gehören:

  • Simultandolmetschen: Hier werden Redebeiträge in Echtzeit übersetzt. Eine Aufgabe, die vom Dolmetscher absolute Perfektion in der Zielsprache abverlangt und höchste Aufmerksamkeit. Da diese Aufgabe sehr anstrengend ist, arbeiten oft zwei Simultandolmetscher zusammen in einer schallisolierten Dolmetschkabine und wechseln sich ab.
  • Konsekutivdolmetschen: Hier übersetzen Dolmetscher Passagen einer Rede zeitversetzt.
  • Gesprächsdolmetschen: Hierbei werden Rede und Antwort in Gesprächen zeitversetzt und abschnittsweise übersetzt.
  • Flüsterdolmetschen: Flüsterdolmetschen ist eine spezielle Form des Simultandolmetschens, bei der der Flüsterdolmetscher die Übersetzung von Redebeiträgen einer Person zuflüstert.

Wie bereits beschrieben, kann Dolmetschen aufgrund der hohen Konzentration, die es von dem Übersetzenden abverlangt sehr kräftezehrend sein. Zwar sind die Arbeitszeiten oft überschaubar, allerdings ist der Job an sich mitunter sehr herausfordernd, was die Work Life Balance trüben kann. Auf dem Arbeitsmarkt bestehen eher mittelmäßige Aussichten. Das Jobprofil wird eher in Nischenbereichen nachgefragt.

Wie wird man Dolmetscher?

An den folgenden Universitäten und Hochschulen können zum Beispiel Dolmetscher- und Übersetzerabschlüsse erworben werden.

Allerdings sind die Studiengänge in völlig verschiedenen Fachbereichen angesiedelt und nicht standardisiert. Anwärter sollten daher unbedingt vorab recherchieren, welche Universität welche Schwerpunkte anbietet: Das reicht von technischen Schwerpunktsetzungen über kulturelle bis hin zu linguistischen oder IT-bezogenen Fragestellungen.

Im Allgemeinen bereiten die Studiengänge auf folgende Fähigkeiten vor:

  • Sicherer Umgang mit den gewählten Arbeitssprachen
  • Methodisches und theoretisches Wissen zur zielgerichteten Übersetzung von Sprache und Text
  • Kenntnis der für das Übersetzen und Dolmetschen relevanten kulturellen Zusammenhänge und Besonderheiten
  • Kenntnis terminologischer und lexikografischer Arbeitsmittel und -methoden
  • Kenntnis aktueller professioneller Arbeitsmittel und Medien

Die Studiengänge enden jeweils mit einer Bachelor-Thesis und können in den meisten Fällen durch ein Masterstudium ergänzt werden. Eine Alternative zum Hochschulstudium ist das Studium an einer Fachakademie, an dessen Ende ebenfalls der Bachelor-Abschluss steht. Zur Auswahl stehen zum Beispiel die folgenden Fachakademien:

Hier stehen zum Beispiel die folgenden Inhalte auf dem Lehrplan:

  • Allgemeine Sprachgrundlagen
  • Übersetzung in die Fremdsprache
  • Übersetzung aus der Fremdsprache
  • Mündliche Sprachbeherrschung und Gesprächsdolmetschen
  • Korrespondenz (zweisprachig)
  • Stegreifübersetzen
  • Landeskundlicher Aufsatz und Textproduktion
  • Einführung in die Technik des Dolmetschens
  • Verhandlungsdolmetschen
  • Vortragsdolmetschen
  • Simultandolmetschen
  • Wirtschaft

Übrigens: Eine Sprache allein, reicht in den seltensten Fällen, um ein Dolmetscherstudium erfolgreich abzuschließen. Üblicherweise sprechen Dolmetscher zwei bis drei Sprachen. Fließend!

Arbeitgeber: Wer sucht Dolmetscher

Dolmetscher finden eine Anstellung bei den folgenden Arbeitgebern:

  • In Übersetzungs- und Dolmetscherbüros
  • In der Computerlinguistik
  • In der Dokumentation
  • Bei Verlagen im Lektorat
  • In der Lexikografie
  • In der Medienauswertung
  • In der Technischen Redaktion
  • Im Tourismus
  • Bei großen Arbeitgebern aller Branchen
  • Bei Behörden
  • Bei politischen Organisationen
  • Bei Radio und TV-Anstalten

Gehalt: Was verdient man als Dolmetscher?

Was ein Dolmetscher verdient, hängt stark von der Branche ab, in der er arbeitet. Auch die Region und die Größe des Arbeitgebers haben Einfluss auf die Höhe des Gehalts. Das Einstiegsgehalt rangiert im Durchschnitt bei etwa 2.000 Euro. Nach ein paar Jahren im Beruf fließen aber schon 2.700 bis 3.000 Euro aufs Konto. Danach ist die Gehaltsskala nach oben offen. 

Einstiegschancen: Die Aussichten für Dolmetscher

Dolmetscher haben trotz der aktuell guten Konjunkturlage in den meisten Wirtschaftsbereichen mittelmäßige Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. Denn der Beruf ist einfach nicht so stark nachgefragt wie andere Jobprofile. Wer aber richtig gut ist, in dem, was er tut, wird keine Probleme haben, eine Stelle zu bekommen.

Zumal die Chancen infolge der zunehmenden Globalisierung steigen. Immer mehr Firmen unterhalten zum Beispiel Geschäftspartnerschaften in Asien oder den USA. Gerade Dolmetscher, die sich auf seltene Sprachen spezialisiert haben, sind gefragter als andere.

Bewerbung: Womit punkten Dolmetscher

Worauf es in den Bewerbungsunterlagen ankommt:

  • Abgeschlossenes Studium
  • Schnelle Auffassungsgabe
  • Vertieftes Wissen über wirtschaftliche Zusammenhänge
  • Empathie

Karriere: Die Entwicklungschancen als Dolmetscher

Dass Dolmetscher am Arbeitsmarkt nicht zu den nachgefragtesten Berufen gehören, heißt nicht, dass sie nicht eine hochkarätige Karriere hinlegen könnten. Der absolute Ritterschlag ist zum Beispiel die Arbeit bei einer hochkarätigen politischen Institution wie dem Europaparlament. Hier sind auch Führungslaufbahnen denkbar. Andere Dolmetscher bevorzugen es, ihr eigener Chef zu sein und machen sich mit ihrer eigenen Agentur selbstständig.

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