Patenschaft verfügbar

Gute Inhalte ziehen an. Werden Sie mit Ihrem Unternehmen jetzt Pate dieses Profils und erreichen Sie tausende interessierter Kandidaten.

Pate werden

Werbung



Jobprofil: Geigenbauer (m/w)

Zurück zur Übersicht

Steckbrief: Geigenbauer (m/w)

Ausbildung:
Ausbildung
Work-Life Balance:
Normal (40-45 Stunden)
Einstiegsgehalt:
1.200 €
Spitzengehalt:
2.700+ €

Jetzt mit Ihrem Unternehmen Pate dieses Profils werden.

Kontakt
Berufsprofil     Einstieg     Arbeitgeber     Gehalt     Einstiegschancen     Bewerbung     Karriere     Jobs  

Das Berufsprofil: Geigenbauer

Auf den ersten Blick scheint das Jobprofil des Geigenbauers ein Beruf zu sein, der aus der Zeit gefallen ist. Bei vielen erweckt der Gedanke an die Ausbildung die Assoziation an längst vergangene Zeiten, in denen Männer noch Perücke und Strumpfhosen trugen. Antonio Stradivari wusste im 17. Jahrhundert zum Beispiel ganz genau, wie man Hölzer zum Klingen bringen kann. Er ist wohl der bekannteste Vertreter seiner Zunft und gilt als der größte Geigenbauer aller Zeiten. Der Klang seiner Instrumente gilt als einzigartig.

Doch auch heute noch fasziniert der Beruf viele. Denn die Popularität der Geige ist ungebrochen. Klassik, Jazz, Folk: Das Instrument ist in vielen unterschiedlichen Musikrichtungen zu hören. Nach wie vor unterrichten daher viele Musikschulen junge Nachwuchsgeiger. Die Nachfrage nach den Erzeugnissen eines Geigenbauers ist also durchaus vorhanden.

Das Jobprofil zählt zu den regulären Ausbildungsberufen im Handwerk. Wobei der Name etwas in die Irre führt. Geigenbauer sind nämlich für den Bau vieler Instrumente verantwortlich:

  • Geigen
  • Bratschen
  • Celli 
  • Kontrabässe

Wer den Beruf ergreifen will, braucht neben viel Geschick auch ein sehr gutes Gehör. Denn in dem Jobprofil geht es um weit mehr als nur den mechanischen Zusammenbau von Instrumenten. Im ersten Schritt wählt der Geigenbauer das Holz für die Geige aus. Klopft er im unbearbeiteten Zustand gegen den Rohstoff, muss er sich bereits einen ersten Eindruck von dem späteren Klang des Instruments machen können. Sucht er das falsche Holz aus, klingt die Geige nicht, wie sie soll.

Mit Konzentration und dem richtigen Werkzeug macht er sich dann an die Arbeit. In sehr exklusiven Bereichen fertigen Gegeigenbauer Einzelstücke für vermögende Kunden an. Sie machen eine Skizze und erstellen einen Prototypen, indem sie die Instrumententeile aussägen: Böden, Decken, Schnecken, Hälse.

An diesen Instrumenten ist alles handgeschnitzt. Die Schnecke des Instruments zum Beispiel, die die Saiten hält oder die F-Löcher im Corpus. Bei seiner Arbeit muss der Geigenbauer das oftmals nur wenige Millimeter dünne Holz mit größter Sorgfalt behandeln. Auch der richtigen Mischung für die Lackierung widmet er höchste Aufmerksamkeit. Sie prägt den Klang des Instruments nämlich entscheidend mit.

Nicht nur beim Bau - auch wenn es um die Reparatur oder Restauration alter Instrumente geht, sind Geigenbauer die richtigen Ansprechpartner. Sie finden in kleinen Werkstätten eine Anstellung. Auch in Betrieben, die sich auf die Massenproduktion von Instrumenten spezialisiert haben, sind sie gefragt. Hier besteht der Arbeitsalltag weniger aus Handarbeit. Stattdessen kommen Maschinen zur Fertigung einer Geige zum Einsatz.

Die Work Life Balance ist von Fall zu Fall und von Anstellung zu Anstellung höchst verschieden. Die Berufsaussichten auf dem Arbeitsmarkt sind überschaubar. Auch wenn der Beruf nicht vom Aussterben bedroht ist, zu den Boomberufen gehört er nun auch wieder nicht.

Wie wird man Geigenbauer?

Drei Jahre dauert die duale Lehre zum Geigenbauer. Sie endet mit einer Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Eine Alternative ist die Ausbildung an einer staatlichen Berufsfachschule für Musikinstrumentenbau.

Die Inhalte von Lehre und Schulausbildung sind vergleichbar. Die Anforderungen, um bei der Schule aufgenommen zu werden, sind jedoch ungleich härter. Hier reicht es nicht aus, Bewerbungsunterlagen zu versenden und ein Jobinterview zu absolvieren.

Bewerber müssen nachweisen, dass sie mindestens zwei Jahre lang regelmäßig Unterricht auf einem Streichinstrument genommen haben, sie müssen eine Geigenschnecke in zwei Ansichten zeichnen können und eine ärztliche Bescheinigung über ein perfektes Sehvermögen und Gehör mitbringen.

Bei der Eignungsprüfung gilt es ein Musikstück vorzuspielen und die Unterschiede im Klang verschiedener Hölzer heraushören. Auf dem Lehrplan stehen später neben dem Bau von Instrumenten die Fächer Physik und Akustik, Lackzubereitung, Musiktheorie und Instrumentalunterricht.

Weitere Schwerpunkte sind:

  • Reparatur und Restauration
  • Lackiertechniken
  • Spielfertigmachen
  • Klangeinstellung
  • Umgang mit Holzbearbeitungsmaschinen

Arbeitgeber: Wer sucht Geigenbauer

Geigenbauer finden eine Anstellung in Betrieben des Geigenbauer-Handwerks. Dabei kann es sich um kleinere Geschäfte handeln, die privat geführt werden, oder um größere Fertigungsbetriebe.

Stellenangebote für Geigenbauer

Gehalt: Was verdient man als Geigenbauer?

Soviel vorab: Reich wird man als Geigenbauer nicht. Das Einkommen staffelt sich während der Ausbildung wie folgt:

  1. Ausbildungsjahr rund 400 Euro brutto
  2. Ausbildungsjahr rund 480 Euro brutto
  3. Ausbildungsjahr rund 520 Euro brutto

Wie in anderen Berufen hängt das Gehalt von Region, Größe des Arbeitgebers und der Berufserfahrung ab. Das Anfangseinkommen rangiert zwischen 1.200 bis 1.400 Euro brutto. Mit zunehmender Berufserfahrung sind zwischen 2.000 und 2.700 Euro brutto möglich.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Geigenbauer

Es gibt in Deutschland nur wenige Fachbetriebe, die Ausbildungsstellen für angehende Geigenbauer anbieten. Die Aussichten, einen Job zu ergattern, sind dementsprechend gering. Hinzu kommt, dass viele renommierte Betriebe die Ausbildung anderen überlassen und von vornherein überhaupt keine Ausbildungsstellen für Jobanwärter anbieten. Wer sich ernsthaft für den Beruf interessiert, muss sich auf Durststrecken in der Karriere gefasst machen.

Bewerbung: Womit punkten Geigenbauer

Welche Skills, Talente und Fähigkeiten sind der Schlüssel zu dem Beruf Geigenbauers? Diese sollten in der Bewerbung zur Sprache kommen:

  • Freude am Umgang mit Holz
  • Musikalität
  • Ein gutes Gehör
  • Spielen eines Instruments 
  • Handwerkliches Geschick

Karriere: Die Entwicklungschancen als Geigenbauer

In der dreijährigen Ausbildung lernen angehende Geigenbauer alles, was sie für den Beruf brauchen. Das beginnt mit Fertigungstechniken und endet mit der Materialberechnung. Wer die Lehre erfolgreich absolviert hat und sich nun fragt, wie es weitergeht, hat die folgenden Möglichkeiten:

  • Prüfung zum Geigenbaumeister: Geigenbaumeister verfügen nicht nur über ein vertieftes Fachwissen. Sie wissen auch, wie sie einen Betrieb aufbauen und führen und können Lehrlinge ausbilden.
  • Selbstständigkeit: In vielen Handwerksberufen ist der Meisterbrief die Voraussetzung, um einen eigenen Betrieb zu eröffnen. So aber nicht in der Zunft der Geigenbauer. Sie können sich auch so selbstständig machen.

Diesen Artikel weiterempfehlen: