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Jobprofil: Goldschmiede (m/w)

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Steckbrief: Goldschmied (m/w)

Ausbildung:
Ausbildung
Work-Life Balance:
Normal (40-45 Stunden)
Einstiegsgehalt:
1.500 €
Spitzengehalt:
4.000+ €

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Das Berufsprofil: Goldschmied

Der Beruf des Goldschmieds vereint Kunst und Handwerk miteinander. Ketten, Ringe, Ohrringe, Armreifen – Goldschmiede fertigen und reparieren filigrane Schmuckstücke jeder Art. Dabei kommt es nicht wie in anderen Berufen auf den Millimeter, sondern sogar auf den zehntel Millimeter an. Der kann den Ausschlag geben, ob sich etwa ein Ring geschmeidig und rund anfühlt oder eher grob daher kommt. Und natürlich hängt es von der Kreativität eines Goldschmieds ab, ob der Schmuck seinen Träger erfreut. 

Was Goldschmiede also vor allem brauchen, ist handwerkliches Geschick und Fingerspitzengefühl, um feingliedrigste Ketten, Bänder und Geflechte aus Gold, Goldlegierungen oder anderen Edelmetallen wie Platin oder Palladium zu entwerfen, anzufertigen und zu gestalten.

Dafür schmelzen sie Gold und andere Edelmetalle oder Legierungen ein und gießen sie in Formen. Dann kommt die handwerkliche Feinarbeit:

  • Ausbauchungen herausarbeiten
  • Kanten bohren, fräsen und abschlagen
  • Hohlkörper durch Hämmern ausformen
  • Ketten durch Ineinanderhängen, Aneinanderlöten und Verflechten verbinden

Auch Edelsteine, Perlen, Korallen sowie synthetische Steine arbeiten Goldschmiede in ihre Schmuckstücke ein, gravieren Namen in sie ein oder verzieren sie mit Ornamenten. Danach bearbeiten Goldschmiede gefertigten Teile mit Schleifkörpern, die kleinste Unebenheiten beseitigen und ihnen zu strahlendem Glanz verhelfen.

Bevor ein Schmuckstück entsteht, nimmt der Goldschmied Kundenwünsche auf. Dazu lässt er sich in einem Gespräch genau beschreiben, wie das Ergebnis aussehen soll und fertigt darauf basierend eine Skizze an. Wird diese von den Auftraggebern "abgesegnet" klärt der Goldschmied noch die Frage, was das Schmuckstück kosten darf und aus welchen Materialien es bestehen soll. Danach geht er an die Arbeit.

Goldschmiede kümmern sich aber auch um altes "Geschmeide". Sie restaurieren oder reparieren alte oder defekte Ketten, Ringe oder Armbänder und reinigen sie mit Ultraschall- oder Poliergeräten.

So jedenfalls sieht der klassische Arbeitsalltag in einem Handwerksbetrieb aus. Hier wird jeder Arbeitsschritt noch in Handarbeit erledigt. In der Industrie ist hingegen Serienfertigung gefragt. Hier verwenden Goldschmiede vorgefertigte Teile und bearbeiten sie nur noch zu Ende. Meist nutzen sie dazu Maschinen und Anlagen, die sie nur noch einrichten müssen. Die Work life Balance von Goldschmieden ist mehr oder weniger ausgewogen. Meist sind die Arbeitszeiten ausgewogen. Auf dem Arbeitsmarkt haben die Filigranhandwerker gute Chancen.

Wie wird man Goldschmied?

Die Ausbildung zum Goldschmied ist eine der wenigen Ausbildungen, die dreieinhalb Jahre in Anspruch nimmt. Sie findet parallel in Handwerksbetrieb und Berufsschule statt und ist somit dual organisiert. Sie schließt mit einer Gesellenprüfung ab.

Während der Lehrzeit stehen die folgenden Inhalte auf dem Lehrplan:

  • Inbetriebnahme und Wartung von Maschinen
  • Auswählen, Vorbereiten, Handhaben und Lagern von Werkstoffen
  • Planen von Arbeitsabläufen
  • Gestalten und Darstellen von Schmuck
  • Formen von Metallen
  • Legieren und Schmelzen
  • Behandeln von Oberflächen: manuelles und maschinelles Schleifen und Polieren, Bürsten und Mattieren
  • Erkennen, Zuordnen und Handhaben von Edelsteinen und von organischen Stoffen
  • Messen und wiegen von Werkstücken
  • Schmieden und Löten von Schmuckteilen
  • Chemische und physikalische Vorgänge beim Legieren, Schmelzen und Glühen von Metallen
  • Anfertigen von Entwürfen und Skizzen
  • Stempeln von Edelmetallen
  • Vorbereiten von Drähten und Blechen für Kettenglieder
  • Verbinden von Kettengliedern durch Einhängen, Fügen und Löten zu Ketten oder Bändern

Berufsanwärter können die Ausbildung zum Goldschmied in drei verschiedenen Fachrichtungen absolvieren: Schmuck, Ketten oder Juwelen. Im dritten und vierten Lehrjahr verfeinern Auszubildende die erlernten Arbeitsschritte - zugeschnitten auf die Fachrichtung, für die sie sich entschieden haben.

Beim Schwerpunkt Juwelen liegt das Hauptaugenmerk darauf, Schmuck mit Diamanten, Smaragden oder Rubinen zu besetzen. Wer sich für die Fachrichtung Ketten entscheidet, lernt, Schmuckglieder ineinanderzuflechten. Und beim Oberthema Schmuck geht es um das Schmieden und Reparieren von Ringen oder Armbändern.

Arbeitgeber: Wer sucht Goldschmiede

Goldschmiede können sich bei den folgenden Arbeitgebern bewerben:

  • Gold- und Silberschmiedewerkstätten
  • Juweliere
  • Schmuckindustrie
  • Schmuckdesignateliers

Stellenangebote für Goldschmiede

Goldschmied (m/w)/ Zahntechniker (m/w)/ Optiker (m/w) Baugruppenmontage 14.10.
DIS AG Geschäftsbereich Industrie Ditzingen
Goldschmied (m/w) 26.09.
Rheinische Scheideanstalt GmbH Trier, Münste...

Gehalt: Was verdient man als Goldschmied?

Während der Lehre können Goldschmiede in etwa mit dem folgenden Einkommen rechnen:

  1. Lehrjahr etwa 850 Euro brutto
  2. Lehrjahr etwa 900 Euro brutto
  3. Lehrjahr etwa 1.000 Euro brutto
  4. Lehrjahr etwa 1.100 Euro brutto

Nach der Ausbildung steigen Goldschmiede mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von rund 1.500 Euro ein. Nach ein paar Jahren im Job fließen im Durchschnitt bereits 2.000 Euro aufs Konto, wobei das tatsächliche Einkommen stark von Region und der Größe des Arbeitgebers abhängt.

Wer sich weiterbildet, hat Aussichten auf einen weiteren Gehaltssprung. Goldschmiedemeister verdienen zum Beispiel um die 3.700 Euro brutto.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Goldschmiede

Grundsätzlich stehen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt für angehende Goldschmiede gut, aber sie müssen auch die nötige Qualifikation mitbringen – darauf achten Arbeitgeber sehr genau. Schlechte Zensuren in Mathe sind zum Beispiel ein klares Out-Kriterium, weil man in dem Beruf sehr genau sein und auch viel rechnen muss. Auch in Chemie sollte man sich auskennen. Viele Berufsanwärter verfügen daher über das Abitur, wenngleich es keine Voraussetzung für die Lehre zum Goldschmied ist.

Bewerbung: Womit punkten Goldschmiede

Goldschmiede können Arbeitgeber in ihren Bewerbungsunterlagen mit den folgenenden Talenten von sich überzeugen:

  • Abgeschlossene Schulbildung
  • Abgeschlossene Ausbildung
  • Gute Noten in Mathe, Chemie und Physik
  • Handwerkliches Geschick
  • Genauigkeit
  • Präzision
  • Beratungstalent
  • Psychologisches Einfühlungsvermögen

Karriere: Die Entwicklungschancen als Goldschmied

Goldschmiede haben so manche Möglichkeit, ihre Karriere "aufzupolieren". Zum Beispiel, indem sie ganz klassisch die Meisterschule besuchen und mit einem Meisterbrief abschließen. Mit diesem können sie sich mit einem eigenen Betrieb selbstständig machen oder beispielsweise in der Industrie als Führungskraft arbeiten.

Alternativ können ausgebildete Goldschmiede die Weiterbildung zum staatlich geprüften Gestalter für Edelstein, Schmuck und Gerät ins Auge fassen. Dann entwerfen sie Schmuck sowohl nach eigenen Ideen als auch nach fremden Vorschlägen. Außerdem befähigt die Zusatzausbildung zur Übernahme von Führungsaufgaben.

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Goldschmied (m/w) 26.09.
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