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Jobprofil: Ärzte (m/w)

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Steckbrief: Arzt (m/w)

Ausbildung:
Studium, Promotion, Facharztausbildung
Work-Life Balance:
Intensiv (45+ Stunden)
Einstiegsgehalt:
3.800 €
Spitzengehalt:
20.000 €

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Das Berufsprofil: Arzt

Als Arzt oder Allgemeinarzt wird meist der Facharzt für Allgemeinmedizin bezeichnet. Er ist so etwas wie die eierlegende Wollmilchsau unter den Ärzten: Als Hausarzt ist er die erste Anlaufstelle für erkrankte Menschen jeden Alters und mit fast jeder Vorgeschichte und verfügt dementsprechend über eine große Bandbreite an medizinischem Wissen.

Das Jobprofil Arzt umfasst vor allem die hausärztliche Betreuung von Patienten. Die Intensität der Behandlung ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Dazu gehören:

  • die Betreuung von akut oder chronisch Erkrankten
  • Vorsorgeuntersuchungen
  • Gesundheitsberatungen
  • Früherkennung von Krankheiten
  • die Einleitung von Rehabilitationsmaßnahmen
  • die Zusammenarbeit mit Personen und Institutionen, die für die gesundheitliche Betreuung der Patienten außerdem zuständig sind
  • die Zusammenführung aller medizinischen Daten des Patienten
  • die Überweisung besonders schwerer Fälle an Spezialisten

Hausärzte werden heute händeringend gesucht. Das Durchschnittsalter der praktizierenden niedergelassenen Ärzte liegt bei etwa 54 Jahren, so dass innerhalb des nächsten Jahrzehnts viele Praxen an einen neuen Besitzer abgegeben werden können.

Die Zeit, sich als angehender Arzt für eine Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin zu entscheiden, ist also mehr als günstig. Längst ist die klassische Einzelpraxis nicht mehr die einzige Option für die Laufbahn. Es gibt auch die Möglichkeit auf eine Anstellung in Praxisgemeinschaften.

In punkto Work Life Balance gilt: Als Allgemeinmediziner hat man im übertragenen Sinne immer Bereitschaft. Der geleistete medizinische Eid verpflichtet dazu, jederzeit zu helfen, sobald eine Person der Hilfe bedarf.

Früher waren mit einer eigenen Praxis jedoch regelmäßige Wochenend- oder Nachdienste die Regel. Das hat sich geändert, seitdem in vielen Orten Notfallzentralen ihre Pforten geöffnet haben, die die Wochenenden und Nächte abdecken. So haben auch Fachärzte für Allgemeinmedizin bei einer guten Planung inzwischen relativ geregelte Dienstzeiten - es sei denn, es kommt plötzlich ein unerwarteter Notfall zur Tür herein.

Wie wird man Arzt?

Grundvoraussetzung, um als Facharzt für Allgemeinmedizin zu arbeiten, ist das Absolvieren eines allgemeinen Medizinstudiums. Gute Studienmöglichkeiten bieten zum Beispiel folgende Universitäten:

Doch es ist nicht ganz leicht, an einen Studienplatz zu kommen. Denn pro Jahr bewerben sich in Deutschland etwa viermal so viele Interessenten als Studienplätze vorhanden sind. Aus diesem Grund - und weil die Inhalte des Medizinstudiums sehr anspruchsvoll sind -, ist die Vergabe der Studienplätze ist an einen Numerus Clausus (NC) gebunden: Je besser die Abiturnote, umso größer die Chance für den einzelnen Bewerber. Seit zehn Jahren müssen angehende Mediziner überdies wieder den einst abgeschafften Medizinertest bestehen.

Das Studium erstreckt sich auf 12 Semester. In Vorlesungen, Seminaren und Kursen bekommen Medizinstudenten die Grundlagen vermittelt, die zum späteren Beruf als Facharzt für Allgemeinmedizin befähigen. Dazu gehören fundierte Kenntnisse in:

  • Chemie
  • Biologie
  • Physik
  • Biochemie
  • Physiologie

Die angeeigneten Theorien wenden Studenten in Praktika und sogenannten Präparierkursen an - hierzu gehört auch das Sezieren von Leichen. Nach dem vierten Semester endet der vorklinische Teil des Medizinstudiums. Er schließt mit der ersten ärztlichen Prüfung ab.

Daran schließt der klinische Teil Studiums an. Im Fokus stehen in dieser Zeit die Diagnose und das Behandeln von Krankheiten. Der Lehrplan umfasst nun folgende Disziplinen:

  • Allgemeinmedizin
  • Augenheilkunde
  • Chirurgie
  • Dermatologie
  • Humangenetik
  • Innere Medizin
  • Neurologie
  • Orthopädie
  • Pathologie

In den Semestern elf und zwölf folgt das Praktische Jahr, das im Krankenhaus in den Bereichen Innere Medizin, Chirurgie und in einem selbst gewählten Gebiet absolviert wird. Danach schließt das Medizinstudium mit dem zweiten Teil der ärztlichen Prüfung ab.

Nach dem Studium sind angehende Allgemeinmediziner aber noch nicht befähigt, eine Praxis zu eröffnen. Es schließt sich eine Weiterbildung in der Allgemeinmedizin an, die sich auf 60 Monate erstreckt. Ausbilder sind weiterbildungsbefugte Allgemeinmediziner, alternativ kann die Ausbildung auch an einer spezifischen Weiterbildungsstätte absolviert werden.

  • 36 Monate der Weiterbildung entfallen auf die stationäre Basisweiterbildung im Gebiet der inneren Medizin
  • 24 Monate auf die ambulante hausärztlichen Versorgung
  • Ergänzt wird dies durch einen 80-stündigen Kurs in psychosomatischer Grundversorgung

Inhalte der Weiterbildung sind beispielsweise:

  • Gesundheitsberatung
  • Früherkennung von Gesundheitsstörungen
  • Einleitung und Durchführung rehabilitativer Maßnahmen
  • Nachsorge
  • Erkennung und Behandlung nichtinfektiöser, infektiöser, toxischer und neoplastischer sowie von allergischer, immunologischer, metabolischer, ernährungsabhängiger und degenerativer Erkrankungen
  • Grundlagen der Tumortherapie
  • palliativmedizinische Betreuung
  • Indikationsstellung, sachgerechte Probengewinnung und -behandlung für Laboruntersuchungen und Einordnung der Ergebnisse in das jeweilige Krankheitsbild
  • diätetische Behandlungen
  • Grundlagen der Arzneimitteltherapie
  • Erkennung und Behandlung akuter Notfälle einschließlich lebensrettender Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen und Wiederbelebung

Als Untersuchungs- und Behandlungsverfahren stehen Allgemeinmedizinern die folgenden Apparate zur Verfügung:

  • Elektrokardiogramm
  • Ergometrie
  • Langzeit-EKG
  • Langzeitblutdruckmessung
  • spirometrische Untersuchungen der Lungenfunktion
  • Ultraschalluntersuchungen
  • Doppler-Sonographien
  • Punktions- und Katheterisierungstechniken
  • Infusions-, Transfusions- und Blutersatztherpaie
  • Proktoskopie

Arbeitgeber: Wer sucht Ärzte

Fachärzte für Allgemeinmedizin machen sich in der Regel selbstständig und eröffnen alleine oder mit mehreren Kollegen eine Praxis. Es besteht aber auch die Möglichkeit auf eine Anstellung in größeren Praxen. Allgemeinmediziner können aber auch Stellen im Krankenhaus bekommen. Andere schlagen eine Karriere im öffentlichen Gesundheitsdienst ein.

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Mitarbeiter im Arztaußendienst (m/w/d) 24.11.
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Sachbearbeiter (m/w) mit den Schwerpunkten Arztstammpflege, Arztabgleich und Überschneidungsanalysen 14.11.
INSIGHT Health GmbH & Co. KG Waldems-Esch

Gehalt: Was verdient man als Arzt?

Das Einstiegsgehalt für angestellte Ärzte liegt bei durchschnittlich 3750 Euro brutto im Monat, variiert aber nach Region und Größe der Praxis.

Entscheidet man sich für das Wagnis der Selbstständigkeit, kann man als Allgemeinmediziner nach Abzug aller Praxiskosten sowie der Gehälter für die Angestellten mit einem monatlichen Nettoeinkommen von 2400 Euro rechnen. Allerdings sollte man sich eines bewusst machen: Während der Schließzeiten fließt kein Geld aufs Konto und die Honorare sind im Vergleich zu früher nicht mehr ganz so hoch.

Ärzte im Krankenhaus, zum Beispiel an einer Universitätsklinik, können mit einem Einstiegsgehalt zwischen 3500 und 4500 Euro brutto rechnen. In einer leitenden Position liegt das durchschnittliche Gehalt bei rund 5500 Euro brutto.

Bei einer Karriere im öffentlichen Gesundheitsdienst fließen monatlich im Schnitt Einstiegsgehälter von 3500 Euro brutto aufs Konto von Allgemeinmedizinern.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Ärzte

Eines steht fest. Zukunftsängste brauchen Ärzte nicht zu haben. Wer heute ein Studium der Humanmedizin ansteuert, muss später mit dem Jobprofil und großer Wahrscheinlichkeit nicht lange nach einem Arbeitsplatz suchen. Das gilt für praktisch alle Bereiche: Klinik, Niederlassung oder in nicht kurativen Bereichen wie der Pharmaindustrie.

Zwar steigen die Ärztezahlen stetig, dennoch besteht erhöhter medizinischer Versorgungsbedarf. Dafür gibt es zwei Gründe:

  1. Der medizinische Fortschritt und die zunehmende Zahl älterer Menschen bringen häufigere und aufwändigere Behandlungen mit sich.
  2. Der demografische Wandel zeigt sich auch am Altersdurchschnitt der Ärzteschaft, die zunehmend überaltert.

Vorteile als Arzt
  • Sehr abwechslungsreicher Beruf, in dem man viel Verantwortung übernimmt
  • Man ist aktiv daran beteiligt Menschen zu helfen
  • Sichere Arbeit (Ärzte werden immer benötigt)
Nachteile als Arzt
  • Lange Ausbildung (6 Jahre Studium+ Facharztweiterbildung)
  • In der Regel lange Arbeitszeit
  • Man wird oftmals mit Schicksalsschlägen konfrontiert

Bewerbung: Womit punkten Ärzte

Für das Medizinstudium und den späteren Beruf als Facharzt für Allgemeinmedizin sollten Anwärter nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern auch einige wichtige persönliche Fähigkeiten auf sich vereinen.

Dies Soft Skills sind insbesondere bei Medizinern nicht zu unterschätzen. Schließlich dreht sich ihr "Kerngeschäft" um den Menschen: Je größer das Vertrauen zwischen Arzt und Behandeltem, umso wahrscheinlicher der Behandlungserfolg.

Zu den Anforderungen an einen Arzt gehören vor allem:

  • Empathie
  • Flexibilität
  • Geduld
  • Aufmerksamkeit
  • die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte einfach wiederzugeben
  • eine hohe Diagnosekompetenz
  • die Fähigkeit, über den Tellerrand zu blicken
  • Belastbarkeit
  • Stressresistenz
  • Entscheidungsstärke

 

Die 30 wichtigsten Fachbegriffe für Ärzte: Glossar Arzt [PDF]

Karriere: Die Entwicklungschancen als Arzt

Der Karrierepfad für Allgemeinmediziner ist eigentlich vorgegeben: Studium, Praktisches Jahr im Krankenhaus, Ausbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin, Selbstständigkeit.

Doch es gibt zu dem Jobprofil auch Alternativen: Zum Beispiel gibt es Möglichkeiten zum Quereinstieg in die Pharmaindustrie, um als Pharmaberater zu arbeiten. Auch gibt es immer mal wieder Stellen in Gesundheitsämtern oder vergleichbaren öffentlichen Einrichtungen.

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