Jobprofil: Asphaltbauer

Asphaltbauer fertigen Straßendecken und Bodenbeläge an. Sie dichten Straßenoberflächen gegen Feuchtigkeit ab und errichten Schwallwände zum Lärmschutz. Ohne die Arbeit von Asphaltbauern könnte der Verkehr auf den Straßen nicht rollen. Dafür, dass Straßendecken und andere Bodenbeläge wie die Rollfelder sowie Start- und Landebahnen auf Flughäfen die Lasten tragen können, die sie halten sollen, sorgen Asphaltbauer. Den Beruf lernt man in einer dreijährigen Ausbildung in der Industrie. Asphaltbauer arbeiten in Unternehmen der Bauwirtschaft. Daneben gibt es auch den Ausbildungsberuf Straßenbauer.

Asphaltbauer Beruf

Asphaltbauer Tätigkeiten

Asphaltbauer stellen spezielle Asphaltgemische her. Diese sind unterschiedlich fest, dicht und haltbar. Stellen Asphaltbauer Fahrbahnbeläge her, nutzen sie einen Mix aus Bitumen und feinkörnigen Steinen. Bevor sie den Asphalt auftragen, wird die Oberfläche, die ihn später tragen soll, gesäubert, imprägniert und versiegelt. Außerdem werden Korrosionsschutz und Haftschichten aufgetragen. Im Straßen- und Brückenbau, beim Bau von Tiefgaragen und Parkdeckbelägen kommt Gussasphalt zum Einsatz.

Asphaltbauer finden nicht nur im Straßenbau, sondern auch im Hoch- und Industriebau eine Beschäftigung.

Hier dichten sie Gebäude oder Bauwerke ab, indem sie Flüssigkunststoffe, Kunstharze und Dichtungsbahnen aufbringen. Dies kann zum Beispiel beim Bau Dachterrassen, Parkdecks, Balkonen, Nass- und Feuchträumen notwendig sein.

Das sind die wichtigsten Aufgaben von Asphaltbauern:

  • Straßendecken für z. B. Autobahnen, Fernstraßen, Stadtstraßen, Fahrradwege, Fußwege oder Hallen herstellen
  • Gussasphalt und Asphaltmastix (Gemisch aus Gesteinskörnungen und dem Bindemittel Bitumen) aufbereiten und einbauen
  • Oberflächen gegen Sicker- und Oberflächenwasser abdichten
  • Fahrbahnen und Gehwege auf Brücken abdichten
  • Gefälle in die richtige Richtung sicherstellen und Entwässerungssysteme einbauen
  • Wärme- und Schalldämmmaßnahmen durchführen
  • Kunststoffbeschichtungen auf Gussasphalt auftragen
  • Werkzeuge, Geräte und Maschinen instand halten

Vorteile und Nachteile

Asphaltbauer arbeiten draußen an der frischen Luft. Sie können mit anpacken und hinterher das Ergebnis ihrer Mühen bestaunen. Sie schaffen etwas, das von Dauer ist – Straßen, Brücke, Gebäude. Ohne ihre Arbeit stünde das Land still.

Auf der anderen Seite gehören Überstunden vor allem im Frühjahr, Sommer und Herbst oft dazu.

In dieser Zeit bauen die Arbeiter ein Kontingent an Stunden auf, das sie im Winter abbauen. In der kalten Jahreszeit werden weder Straßen noch Betonkonstruktionen gebaut. Hinzu kommt, dass der Beruf auf die Knochen geht. Asphalt wird stark erhitzt, um aufgetragen werden zu können. Dazu tragen Asphaltbauer Schutzkleidung. Hitze und Schutzkleidung in Kombination können gerade im Sommer zu einer schweren körperlichen Belastung werden.  

Bewerbung

Die Arbeit im Freien sollte Bewerben gefallen. Angehende Asphaltbauer sollten zudem diese Fähigkeiten in ihrer Bewerbung nicht unerwähnt lassen:

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Asphaltbauer Gehalt

Asphaltbauer verdienen im Schnitt rund 3.000 Euro brutto im Monat. Sie steigen mit rund 2.500 Euro in den Beruf ein. Mit mehreren Jahren Berufserfahrung steigern sie ihr Gehalt auf bis zu 3.000 Euro. Je nach Position, Berufserfahrung, Arbeitgeber und Region sind für Asphaltbauer monatliche Bruttogehälter von 3.500 Euro bis 4.000 Euro drin. In der Ausbildung verdienen Asphaltbauer je nach Arbeitgeber, Region und Ausbildungsjahr zwischen 800 und 1.500 Euro brutto im Monat.

Asphaltbauer Gehalt

Was verdient Asphaltbauer

Asphaltbauer werden

Wer Asphaltbauer werden möchte, absolviert eine dreijährige duale Ausbildung. Diese findet parallel in Berufsschule und Ausbildungsbetrieb statt. Voraussetzungen, um sich auf einen Ausbildungsplatz zu bewerben, gibt es keine. Allerdings bevorzugen Arbeitgeber Berufsanwärter, die mindestens über einen Hauptschulabschluss verfügen.

Von den Ausbildungsanfängern im Jahr 2019 hatten…

  • 87 Prozent einen Hauptschulabschluss
  • 13 Prozent einen mittleren Bildungsabschluss

Ausbildung

Die Ausbildung zum Asphaltbauer dauert drei Jahre. Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres müssen Azubis eine Zwischenprüfung bestehen. Die Ausbildung endet nach drei Jahren mit der Abschlussprüfung.

Das sind die Inhalte der Ausbildung zum Asphaltbauer:

  • Baustellen einrichten
  • Vermessungsarbeiten
  • Tief- und Straßenbau
  • Gerüste und Leichtwände erstellen
  • Arbeiten mit Kunststoffen
  • Metalle bearbeiten
  • Werkzeuge instand halten
  • Abdichten gegen Bodenfeuchtigkeit
  • Gussasphalt aufbereiten
  • Wärme- und Schalldämmmaßnahmen
  • Unfallverhütung
  • Werkzeuge, Geräte, Maschinen, Energiearten
  • Bitumen, Beton, Gussasphalt
  • Kunststoffbeschichtungen auf Gussasphalt auftragen
  • Abdichten gegen Sicker- und Oberflächenwasser
  • Brücken abdichten

Ausbildung Gehalt

Die Höhe der Ausbildungsvergütung für Asphaltbauer ist je nach Wirtschaftsbereich und Region, manchmal sogar von Unternehmen zu Unternehmen sehr unterschiedlich.

In den drei Jahren ihrer Ausbildung können angehende Asphaltbauer in etwa mit diesem Ausbildungsgehalt rechnen:

  • Bis zu 900 Euro brutto monatlich im 1. Lehrjahr
  • Bis zu 1.200 Euro brutto monatlich im 2. Lehrjahr
  • Bis zu 1.500 Euro brutto monatlich im 3. Lehrjahr

Asphaltbauer gesucht

Asphaltbauer finden Beschäftigung in der Bauindustrie. Man benötigt sie im Brückenbau, Straßenbau, Hochbau, Industriebau, Tiefbau und Wasserbau.

Das sind die laut Hauptverband der Deutschen Bauindustrie 10 größten Bauunternehmen in Deutschland:

  • Hochtief, Essen
  • Strabag, Köln
  • Züblin, Stuttgart
  • Goldbeck, Bielefeld
  • Vinci Deutschland Gruppe
  • Zech, Bremen
  • Max Bögl
  • Kaefer Isoliertechnik, Bremen
  • Bauer, Schrobenhausen
  • Leonhard Weiss, Göppingen

Weiterbildung

Asphaltbauern stehen nach ihrer Ausbildung viele Wege offen. Im Bauwesen gibt es etliche Weiterbildungsmöglichkeiten, die den ein oder anderen Karrieresprung nach sich ziehen können. Zum Beispiel gibt es Kurse, die das fachliche Wissen in den folgenden Bereichen vertiefen:

  • Pflasterbau
  • Bauwerksabdichtung
  • Arbeitsschutz
  • Baumaschinen und Baugeräte
  • Tief- und Ingenieurbau
  • Beton- und Stahlbetonbau

Vorarbeiter werden:

Wer sich kontinuierlich fortbildet, hat mit einigen Jahren Berufserfahrung die Chance, zum Vorarbeiter befördert zu werden. Vorarbeiter sind die Fachkräfte auf einer Baustelle, die die Arbeit eines ganzen Arbeitsteams einteilen, überwachen und kontrollieren.

Polier werden:

Der nächste Karriereschritt ist mit der Beförderung zum Polier genommen. Poliere leiten nicht nur ein einzelnes Team einer Baustelle, sondern die komplette Baustelle. Wer als geprüfter Polier arbeiten möchte, besucht eine entsprechende Fortbildung und legt danach an der Handwerkskammer eine Prüfung ab.

Fortbildung und Studium für Asphaltbauer:

Auch Fortbildungen zum Straßenbaumeister und zum Techniker mit Fachrichtung Bautechnik sind möglich. Nach dem Besuch einer Fachoberschule können Asphaltbauer zudem ein Studium an einer Fachhochschule aufnehmen und Diplom-Bauingenieur werden.

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