Jobs in Karlsruhe: Stellen, Gehälter und Arbeitgeber in Karlsruhe

Nein, ein Unternehmen von Weltformat sucht man in Karlsruhe vergebens. Dennoch zählt die Stadt zu den wirtschaftlich erfolgreichsten in ganz Deutschland. Als Hochqualifizierter mag sich mancher hier vorkommen wie die Made im Speck. So finden auch Sie die besten Jobs in Karlsruhe

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Jobs Karlsruhe: Die Stadt

Eine ewige Rivalität verbindet Schwaben und Badener. Stellvertretend dafür stehen die beiden größten Städte – Stuttgart auf der einen und Karlsruhe auf der anderen Seite.

Mit rund 310.000 Einwohnern ist Karlsruhe aber nur halb so groß wie die Daimler-Stadt. Entstanden ist sie im 18. Jahrhundert auf dem Reißbrett. Darum führen die Straßen strahlenförmig in den Karlsruher Schlossgarten. Das prachtvolle Schloss, von Markgraf Karl-Wilhelm erbaut, ist Mittelpunkt des grünen Zentrums.

Das wissenschaftliche Zentrum Karlsruhes liegt etwas weiter östlich. Das Karlsruhe Institute of Technology, Kurzform KIT, hat sich zu einer der renommiertesten Universitäten Europas hochgearbeitet. Wer einen der begehrten Plätze in einem Studentenappartment in der Umgebung ergattert, darf sich glücklich schätzen – muss aber tief in die Tasche greifen.

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vor 8 Stunden

Stellen Karlsruhe: Der Arbeitsmarkt

Baden-Württemberg ist Fachkräftemangel-Land. Kaum ein Tag, an dem hier nicht von einem Unternehmer die Klage ertönt. Das ist in Karlsruhe nicht anders.

Die Arbeitslosenquote in Karlsruhe liegt bei 5,1 Prozent (Stand: Oktober 2020). Es lässt sich mit einiger Gewissheit sagen: Wer gut ausgebildet ist und sich in Karlsruhe auf Jobsuche begibt, wird am Ende einen Arbeitsvertrag in Händen halten.

In ganz Baden-Württemberg liegt die Arbeitslosenquote sogar nur bei 4,3 Prozent. In den großen Städten ist sie erfahrungsgemäß etwas höher. Hier konzentrieren sich die Menschen mit schlechteren Beschäftigungschancen und aus prekären Milieus, Migranten ohne Sprachkenntnisse oder junge Leute ohne Berufsabschluss.

Im regionalen Vergleich ist sie insbesondere in Heilbronn (6,3 Prozent), Mannheim (7,7 Prozent) und Pforzheim (7,8) erhöht. Auch Freiburg im Breisgau beklagt mit 5,8 Prozent eine höhere Arbeitslosenquote als Karlsruhe. Stuttgart steht bei 5,7 Prozent.

In Tübingen (3,5 Prozent), Ludwigsburg (3,7 Prozent) und Ulm hingegen sind prozentual weniger Menschen erwerbslos als in Karlsruhe (Stand: Oktober 2020).

Insgesamt gibt es im Bezirk der IHK Karlsruhe rund 462.700 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte – davon 178.800 in der Stadt Karlsruhe. Knapp 140.000 arbeiten im produzierenden Gewerbe, 95.000 in Handel, Verkehr und Gastgewerbe sowie 226.000 in anderen Dienstleistungsjobs. Die meisten Dienstleistungs-Jobs in Karlsruhe gibt es im Gesundheits- und Sozialwesen mit über 52.000 Arbeitsplätzen.

Auffällig: Während die Zahl der Industriejobs in der Stadt Karlsruhe seit Jahren zurückgeht, steigt sie in den umliegenden Gemeinden an, zum Beispiel im Landkreis Rastatt. Auch in ganz Baden-Württemberg ist die Zahl der Industriearbeitsplätze in den vergangenen Jahren gewachsen.

Jobs Karlsruhe: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer verdient laut Bundesagentur für Arbeit 3.682 Euro brutto im Monat, wenn er seinen Arbeitsplatz in der Stadt Karlsruhe hat. Dabei handelt es sich um den Medianwert, nicht um den Durchschnittswert. Beim Median liegt die eine Hälfte darüber, die andere Hälfte darunter.

Damit verdienen die Karlsruher deutlich mehr als Freiburger (3.471 Euro) oder Tübinger (3.484 Euro). In Stuttgart dagegen liegt der Medianverdienst bei 4.351 Euro brutto monatlich. Akademiker können in Karlsruhe sogar mit 5.234 Euro rechnen.

Für alle Vollzeitbeschäftigten, die in Karlsruhe wohnen, liegt das Medianeinkommen bei 3.497 Euro brutto pro Monat. Die Differenz erklärt sich dadurch, dass viele aus der Stadt in eine Nachbargemeinde pendeln und dort möglicherweise weniger verdienen.

Für Juristen ist Karlsruhe besonders lukrativ. Sie steigen nach Angaben der Gehaltsplattform gehalt.de mit durchschnittlich 60.775 Euro brutto im Jahr in den Beruf ein. Das ist nicht viel weniger als in Frankfurt, wo mit 62.841 Euro brutto im Jahr die höchsten Einstiegsgehälter gezahlt werden.

Darben müssen aber auch die anderen Akademiker nicht. Schließlich ist Baden-Württemberg im Ganzen ein Magnet für Gutverdienende. Fach- und Führungskräfte kommen hier laut Stepstone-Gehaltsreport 2020 auf ein jährliches Bruttodurchschnittsgehalt von 61.677 Euro.

So gut wird sonst nirgends gezahlt. Mit zwei Ausnahmen: In Bayern landen 62.243 Euro brutto im Jahr in der Lohntüte. Und in Hessen liegt das Durchschnittseinkommen für Fach- und Führungskräfte mit 64.335 Euro sogar noch ein ganzes Stück darüber.

Die Xing-Gehaltsstudie 2019 verortet Fach- und Führungskräfte in Baden-Württemberg bei 72.526 Euro brutto im Jahr.

Hier geht es zur großen Gehaltstabelle und hier finden Sie Ihr Einstiegsgehalt 2020.

Die größten Arbeitgeber in Karlsruhe

Der bekannteste Arbeitgeber der Stadt residiert vor dem Schlossgarten. Im Bundesverfassungsgericht wurde schon die eine oder andere historische Schlacht der Bundesrepublik geschlagen.

In der Privatwirtschaft genießen Energieversorger EnBW und Drogerieriese DM die größte überregionale Bekanntheit.

Das sind die größten Arbeitgeber, die Jobs in Karlsruhe schaffen:

  • BBBank (Privatkundenbank)
  • Cronimet Gruppe (Recycling)
  • Deutsche Bausparkasse Badenia
  • Diakonie in Baden-Württemberg
  • Dm Drogeriemarkt (Einzelhandel)
  • Dr. Willmar Schwabe Unternehmensgruppe (Chemie)
  • EnBW Energie Baden-Württemberg
  • Fiducia und GAT IT (IT-Dienstleistungen)
  • Miro Mineralölraffinerie Oberrhein
  • Pneuhage Management (Reifenhandel)
  • Proserv Produktionsservice und Personaldienste
  • Simon Hegele Gesellschaft für Logistik und Service (Spedition)
  • Sparkasse Karlsruhe
  • Stadtwerke Karlsruhe
  • Städtisches Klinikum Karlsruhe
  • Synergie Personal
  • VBK Verkehrsbetriebe
  • Vidia Christliche Kliniken
  • Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
  • Michelin Reifenwerke
  • United Internet (Internetdienstleistungen)
  • Big Bechtold Gruppe (Gebäudedienstleistungen)
  • SAS Autosystemtechnik
  • Pfeiffer und May (Großhandel)
  • ZG Raiffeisen (Genossenschaft)
  • Landeskreditbank Baden-Württemberg
  • VBL Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder
  • Aluplast (Fenster)
  • Mineralölraffinerie Oberrhein
  • Heinrich Heine GmbH (Mode)
  • CAS Software AG
  • Bruker AXS (Röntgenanalysegeräte)
  • Gameforge AG (Online-Spiele)

Stellen Karlsruhe: Karriereaussichten und Wirtschaft

Karlsruhe ist eine Top-Adresse für alle, die Karriere machen wollen. Das zeigt schon der Blick auf das Städteranking 2019 des Beratungsunternehmens IW Consult. Hier landete Karlsruhe auf Platz 12 von 71 Städten in Deutschland und verfehlte damit nur knapp die Top Ten.

Im Zukunftsatlas 2019 des Forschungsinstituts Prognos reichte es für die Stadt Karlsruhe sogar zu Rang 23 von 401 Regionen in Deutschland. Gute Bewertungen sammelten die Badener für ihre Dynamik und den florierenden Arbeitsmarkt. Der Landkreis Karlsruhe folgt in diesem Ranking mit gar nicht so weitem Abstand auf Platz 58. Auch der Landkreis überzeugt mit seinem starken Arbeitsmarkt – und dem beträchtlichen Wohlstand, zu dem er es gebracht hat.

Besonders gute Perspektiven für Arbeitnehmer bieten die sogenannten wissensintensiven Dienstleistungen in Karlsruhe. Nur wenige Städte sind besser aufgestellt. Wissensintensive Dienstleister sind zum Beispiel:

  • IT-Fachkräfte
  • Versicherer
  • Banker
  • Unternehmensberater
  • Forscher und Entwickler
  • Werber und Marktforscher

Daneben spielt der Handel eine Hauptrolle im Wirtschaftsprofil der Stadt. Ein gutes Drittel der Beschäftigten arbeitet nach IHK-Angaben noch immer im produzierenden Gewerbe. Die Struktur ist also gemischt – und gesund.

Für Wissenschaftler gleicht Karlsruhe ohnehin einem Paradies. Das Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist der Leuchtturm, aber nicht alleine auf weiter Flur. Da gibt es noch die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft, die Pädagogische Hochschule, die Hochschule für Musik oder auch die Karlshochschule, eine private Business School.

5 Tipps für Ihre Jobsuche

jobs in karlsruheDie richtige Stelle in Karlsruhe müssen Sie nicht nur finden. Sie müssen sich mit Ihrer Bewerbung auch gegen die Konkurrenz durchsetzen. Hier sind wertvolle Tipps, die Ihnen dabei helfen:

Jobs Karlsruhe: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Dass die Mieten auch in Karlsruhe steigen, dürfte niemanden verwundern. Aber sie sind laut Mietspiegel 2019 in den vergangenen zwei Jahren nur um jeweils knapp zwei Prozent angezogen – das ist vergleichsweise milde.

Dafür ist das Ausgangsniveau allerdings schon recht hoch. Zweistellige Quadratmeterpreise sind in der badischen Boom-Stadt keine Seltenheit. Nach Immowelt-Angaben liegen die Medianmieten in Karlsruhe bei 10,00 Euro pro Quadratmeter (Stand: 1. Quartal 2020). In guten Lagen kann es auch gerne noch mehr sein.

Zum Vergleich: In Stuttgart werden 12,80 Euro pro Quadratmeter aufgerufen. In den anderen Städten Baden-Württembergs wohnen Mieter aber deutlich günstiger als in Karlsruhe. Dies trifft etwa auf Heilbronn (9,80 Euro), Freiburg (9,70 Euro), Ulm (9,50 Euro), Mannheim (9,30 Euro) und Pforzheim (8,00 Euro), aber nicht auf Heidelberg (10,80 Euro) zu.

Und es könnte alles noch schlimmer werden – auch für Käufer. Der Zuzug nach Karlsruhe ist unvermindert hoch und setzt die Preise weiter unter Druck. Bauland aber ist knapp, Wohnungen werden oft per Gebot versteigert. Beispiel Park Tower: Die 142 Eigentumswohnungen in den beiden Wohntürmen wurden für bis zu 4.500 Euro pro Quadratmeter verkauft.

Auch die 40.000 Studenten führen hier kein finanziell sorgloses Leben. Eine Studentenbude in Karlsruhe mit 30 Quadratmetern kostet in Karlsruhe laut IW-Studentenwohnpreisindex 397 Euro im Monat. Das ist gehobenes Mittelfeld. In München kostet eine vergleichbare Wohnung 635 Euro, in Heidelberg 437 Euro und in Bonn 423 Euro. Von 18 untersuchten Städten liegt Karlsruhe auf Platz 8 – und ist teurer als Münster, Göttingen oder Bamberg.

Hier geht es zu den 10 besten Tipps für die erfolgreiche Wohnungssuche.

Jobs Karlsruhe: Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Karlsruhe selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Karlsruhe in Vollzeit oder Teilzeit suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt in Karlsruhe finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Karlsruhe finden Sie hier.
  • Die IHK Karlsruhe finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Karlsruhe finden Sie hier.
  • Jobs in Karlsruhe für Vollzeit, Teilzeit, Quereinsteiger, Verkauf, Aushilfe, Büro oder ohne Ausbildung finden Sie in unserer Jobbörse.

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[Zuletzt aktualisiert: 24.11.2020; Bildnachweis: Arthur Palmer by Shutterstock.com]