Jobs in Wilhelmshaven: Leben und Arbeiten an der Nordsee

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Wer gerne Uniform trägt, wird sich in Wilhelmshaven wohl fühlen. Die Stadt ist ohne Bundeswehr undenkbar. Jobs in Wilhelmshaven gibt es für Soldaten, aber auch für Schiffsbauer, Meeresforscher oder Offshore-Techniker. Tagestouristen schlendern am Südstrand entlang und genießen Meerblick und steife Brise. Und wenn sie auf die Mietpreise blicken, würden viele von ihnen am liebsten für immer hierbleiben…

Leben in Wilhelmshaven

2019 feierte Wilhelmshaven seinen 150. Geburtstag. Damals wurde es von Preußen gekauft, um einen Stützpunkt für die preußische Marine zu errichten. Die Geschichte der Stadt ist eng mit Marine und Seefahrt verknüpft. Das ist bis heute so geblieben. Wilhelmshaven ist nicht nur größter Stützpunkt der Marine, sondern der gesamten Bundeswehr.

Wer mehr erfahren will, stattet dem Deutschen Marinemuseum einen Besuch ab. Es liegt am Südstrand, einer langen Promenade mit Restaurants, Ferienwohnungen, Freibad und Campingplatz. Im Sommer ist der Südstrand rappelvoll.

Der Südstrand von Wilhelmshaven ist einer der wenigen deutschen Nordseestrände, die nach Süden ausgerichtet sind. Von hier hat man einen schönen Blick auf die Meeresbucht, den berühmten Jadebusen. Nur wer sich nach einem einen Sandstrand sehnt, wird enttäuscht. Der Südstrand ist ein Rasenstrand.

Wilhelmshaven lebt von der Truppe – und vom Tourismus. Nordsee-Urlauber kommen auch gerne mal für einen Tag vorbei, erkunden Wattenmeerhaus und Aquarium. Am Südstrand steht zudem ein Besucherzentrum des Unesco-Weltnaturerbes Wattenmeer.

Wer bei der Wohnungssuche in der 75.000-Einwohner-Stadt kein Glück hat, weicht ins Umland aus. Alternativen sind Varel, Rastede, Wangerland, Butjadingen, Jever, Nordenham, Wittmund, Wiefelstede und Schortens.

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Arbeitsmarkt und Jobs in Wilhelmshaven

Von einem blühenden Arbeitsmarkt in Wilhelmshaven kann man eher nicht sprechen. Die Arbeitslosigkeit liegt mit 11,7 Prozent klar im zweistelligen Bereich (Stand: November 2020). Rund 4.500 Menschen sind in Wilhelmshaven offiziell arbeitslos gemeldet – für eine Stadt mit 75.00 Einwohnern ist das eine Menge.

In keiner anderen Stadt oder Region in Niedersachsen ist die Arbeitslosigkeit so hoch wie in Wilhelmshaven. Delmenhorst (10,4 Prozent) und Salzgitter (9,7 Prozent) folgen schon mit einem gehörigen Abstand auf den Rängen zwei und drei. Hamburg steht mit 7,7 Prozent deutlich besser da. Im ganzen Nordwesten überbietet einzig die Stadt Bremerhaven (13,4 Prozent) den Wilhelmshavener Wert.

Im Umland von Wilhelmshaven sieht die Welt schon ganz anders aus. Für den Bezirk Ammerland weist die Bundesagentur für Arbeit eine Quote von nur 3,9 Prozent aus, für Friesland 4,4 Prozent und für Wittmund 5,7 Prozent. Noch weiter westlich in Emden sind es 8,5 Prozent.

Im Süden werden die Perspektiven noch besser. Die Stadt Oldenburg hat 6,8 Prozent Arbeitslose, der Landkreis Cloppenburg 4,3 Prozent und der Landkreis Vechta sogar nur 4,0 Prozent.

In ganz Niedersachsen liegt die Arbeitslosenquote bei 5,7 Prozent, in Deutschland 5,9 Prozent (Stand: November 2020).

Rund 30.000 Beschäftigte gibt es in Wilhelmshaven (Stichtag: 30.06.2019). Darunter sind ca. 16.200 Männer und rund 13.800 Frauen. An der Unausgewogenheit dürfte die Bundeswehr einen großen Anteil haben.

Insgesamt arbeiten 57 Prozent der Wilhelmshavener in Dienstleistungsjobs, 22 Prozent im Produzierenden Gewerbe und 21 Prozent im Bereich Handel, Gastgewerbe und Verkehr.

Jobs in Wilhelmshaven gibt es insbesondere im Gesundheits- und Sozialwesen, Baugewerbe, Gastgewerbe und Einzelhandel – und bei der Bundeswehr.

Gehälter in Wilhelmshaven

In Niedersachsen kann man vom dicken Gehaltsscheck oft nur träumen. Im Schnitt verdient ein Arbeitnehmer laut gehalt.de 41.310 Euro brutto im Jahr. Damit rangiert Niedersachsen im Gehaltsranking aller 16 Bundesländer nur auf Platz zehn. Von den westdeutschen Ländern ist sogar nur ein einziges schwächer auf der Brust – der nördliche Nachbar Schleswig-Holstein. Des gesamtdeutsche Schnitt beträgt 45.000 Euro brutto.

Hochschulabsolventen steigen in Niedersachsen mit rund 42.000 Euro brutto jährlich in den Beruf ein, Azubis kommen nach erfolgreicher Lehre auf ca. 28.000 Euro.

Auch Fach- und Führungskräfte werden in Niedersachsen nicht reich. Sie bringen nach Angaben des Stepstone-Gehaltsreports 2020 im Schnitt 54.150 Euro brutto jährlich mit nach Hause. In Hessen kommen sie dagegen auf über 64.000 Euro.

Besonders gut verdienen in Niedersachsen Ingenieure mit durchschnittlich 64.981 Euro brutto im Jahr und Finanz-Fachleute mit 63.681 Euro. Hinten liegen Fachkräfte im Bereich Einkauf und Logistik mit 47.412 Euro sowie Techniker mit 43.647 Euro.

Die Xing-Gehaltsstudie 2019 weist für Fach- und Führungskräfte in Niedersachsen dagegen ein Durchschnittsgehalt von 66.271 Euro aus. In Bremen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland verdient man demnach nur minimal mehr. Niedersachsen liegt in dieser Rangliste sogar vor Berlin – aber hinter Schleswig-Holstein.

Arbeitnehmer mit Vollzeitstelle in Wilhelmshaven verdienen im Monat 3.265 Euro brutto (Stichtag: 31.12.2019). Dabei handelt es sich um den Medianwert der Bundesagentur für Arbeit. Eine Hälfte der Arbeitnehmer liegt oberhalb, die andere unterhalb. Der gesamtdeutsche Wert beträgt 3.401 Euro.

Das heißt: Das Gehaltsniveau in Wilhelmshaven ist relativ niedrig – wie in den anderen Städten der Region auch. So kommen Vollzeitarbeitnehmer mit Job in Bremerhaven auf 3.359 Euro brutto im Monat, in Oldenburg auf 3.312 Euro und in Osnabrück auf 3.403 Euro. Ausreißer nach oben ist Emden mit 3.795 Euro.

Gleichzeitig gibt es an der Nordseeküste auch Städte und Regionen mit einem noch viel tieferen Gehaltsniveau. Leer liegt bei 2.914 Euro, Aurich bei 2.937 Euro, Friesland bei 3.076 Euro und das Emsland bei 3.178 Euro.

Männer mit Vollzeitstelle in Wilhelmshaven kommen demnach im Median auf 3.434 Euro brutto monatlich, Frauen auf 2.939 Euro. Diese monatlichen Mediangehälter in Wilhelmshaven gibt es für Arbeitnehmer…

  • Mit akademischem Abschluss: 4.918 Euro
  • Mit anerkanntem Berufsabschluss: 3.268 Euro
  • Ohne Berufsabschluss: 2.188 Euro

Die größten Arbeitgeber in Wilhelmshaven

Diese Arbeitgeber schaffen Jobs in Wilhelmshaven – das sind die größten Arbeitgeber in Wilhelmshaven:

  • Bundeswehr
  • Lürssen (Schiffsbau)
  • MWB Motorenwerke (Schiffsbau)
  • Jade Hochschule
  • Senckenberg-Institut (Meeresforschung)
  • Niedersächsisches Institut für historische Küstenforschung
  • Mindfactory (Online-Versandhandel)
  • Manitowoc (Kranhersteller)
  • HIS Sicherheitsdienst
  • Kötter Security (Sicherheit)
  • Nietiedt Gruppe (Gerüstbau)
  • Klinikum Wilhelmshaven
  • Sparkasse Wilhelmshaven
  • Volksbank Wilhelmshaven
  • Unfallversicherung Bund und Bahn
  • Künstlersozialkasse (Sozialversicherung)
  • Atlantic Hotel Wilhelmshaven
  • Alba Metall Nord (Schrottrecycling)
  • Bohlen und Doyen (Offshore-Industrie)
  • Eurogate Containerterminal Wilhelmshaven
  • GEW Wilhelmshaven (Versorgung)
  • Greenland Seafood (Lebensmittel)
  • Jade Dienst (Hafenmanagement)
  • Nordfrost (Tiefkühllogistik)
  • Peine GmbH (Bekleidung)
  • Thales Defence (Software)
  • Turbo-Technik Reparaturwerft
  • Ulmer Schokoladen (Nahrungsmittel)
  • Vynova (Kunststoff)
  • Wessel-Hydraulik (Maschinenbau)
  • Imperial Logistics (Logistik)
  • Gemeinnützige Gesellschaft für Paritätische Sozialarbeit Wilhelmshaven (GPS)
  • Stadt Wilhelmshaven
  • Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven

Wirtschaft und Jobs in Wilhelmshaven

Stillgestanden! An der Nordseeküste ist das ein ausgezeichneter Karriere-Tipp.

Wilhelmshaven ist der größte Standort der Bundeswehr. Acht Marineanlagen, 36 Bundeswehrdienststellen einschließlich des Logistikzentrums der Bundeswehr sitzen hier. Jobs in Wilhelmshaven bei der Bundeswehr gibt es nicht nur für Soldaten, auch für Schiffsmechaniker, Lagerarbeiter, Küchenhilfen oder Ärzte in zivil.

Die Truppe ist für die lokale Wirtschaft von immenser Bedeutung. Die Bundeswehr selbst ist ein wichtiger Auftraggeber, ihre 9.000 Soldaten und zivilen Beschäftigten wollen mit Dienstleistungen versorgt werden. Der größte Marinestandort war Wilhelmshaven schon immer, seit es die deutsche Marine gibt. Hier gibt es den einzigen Tiefwasserhafen Deutschlands.

Der Hafen macht Wilhelmshaven seit jeher auch für Schiffsbauer attraktiv. In der Neuen Jadewerft der Lürssen-Gruppe werden Marine-Schiffe instandgesetzt und Yachten repariert.

Wilhelmshaven ist Deutschlands wichtigster Hafen für den Import von Mineralöl und Kohle. 2012 eröffnete der JadeWeserPort, das riesige Areal rund ums Containerterminal im Hafen, mit dem einzigen Tiefwasser-Container-Terminal des Landes.

Die wichtigsten Branchen für Wilhelmshaven sind:

  • Hafenwirtschaft
  • Energie
  • Chemie
  • Lebensmittelindustrie
  • Maschinen- und Anlagenbau (Mobilkranbau)
  • Tourismus
  • Wissenschaft und Forschung

Speziell für Meeres- und Küstenforscher ist Wilhelmshaven eine interessante Adresse – der vielen Forschungsinstitute wegen. Die Jade Hochschule hat einen Standort in Wilhelmshaven und bietet vor allem ingenieur- und wirtschaftswissenschaftliche Fächer an.

An wirtschaftlicher Stärke, Dynamik und Wohlstand mangelt es der Stadt aber dennoch. Im Prognos-Zukunftsatlas 2019 belegt Wilhelmshaven nur Platz 355 von 401 Regionen in Deutschland. In der Unterkategorie Arbeitsmarkt reichte es immerhin zu Rang 218.

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bundeswehr jobs in wilhelmshaven leben und arbeitenDie Bundeswehr ist der größte Arbeitgeber in Wilhelmshaven. Hier sind alle Tipps für Ihre Bewerbung beim Bund:

Mietpreise in Wilhelmshaven

Wilhelmshaven ist keine Boom-Stadt. Andererseits sind auch die Mietpreise noch nicht explodiert.

Die Medianmiete in Wilhelmshaven liegt nach Angaben der Plattform Immowelt bei 5,30 Euro pro Quadratmeter (Stand: 2018). Vor allem kleinere Wohnungen kosten schon mal mehr als sechs Euro.

Aber: Günstiger als hier ist es nicht mal in Ostdeutschland oder im Ruhrgebiet. In Chemnitz schlägt der Quadratmeter mit 5,00 Euro zu Buche, in Cottbus mit 6,00 Euro und in Jena sogar mit 9,00 Euro. Gelsenkirchener zahlen 5,50 Euro, Duisburger 6,00 Euro und Dortmunder 7,00 Euro.

Auf einem Level mit Wilhelmshaven liegen sonst allenfalls Sorgenkinder wie Salzgitter (5,30 Euro), Remscheid (5,70 Euro) und Bremerhaven (5,20 Euro).

Der Norden ist nicht das wirtschaftliche Kraftzentrum der Republik. Darum sind auch die Mieten in den Nachbarstädten vergleichsweise niedrig – aber nicht so niedrig wie in Wilhelmshaven. In Bremen kostet der Quadratmeter 8,30 Euro, in Oldenburg 8,40 Euro und in Emden 6,40 Euro. Zum Vergleich: Hamburger zahlen 11,90 Euro, Frankfurter 13,90 Euro und Münchener sogar 18,10 Euro.

Spottbillig ist Wilhelmshaven auch für Immobilienkäufer. Der Quadratmeter wechselt hier für 1.150 Euro den Besitzer. In Städten wie Ingolstadt oder Freiburg müssen Käufer über 4.000 Euro locker machen, in München sogar über 7.000 Euro.

Weniger als 1.000 Euro sind es praktisch nirgendwo, mit ganz wenigen Ausnahmen wie Zwickau oder Plauen. In Bremen kauft man den Quadratmeter für 2.050 Euro, in Bremerhaven für 1.170 Euro und in Oldenburg für 2.520 Euro.

Jobs Wilhelmshaven: Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Wilhelmshaven selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Wilhelmshaven für Vollzeit, Teilzeit, Quereinsteiger oder Aushilfe suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Wilhelmshaven finden Sie hier.
  • Die Oldenburgische IHK finden Sie hier.
  • Die Kreishandwerkerschaft Jade finden Sie hier.
  • Unterstützung für Existenzgründer finden Sie hier.
  • Aktuelle Stellenangebote und Jobs in Wilhelmshaven finden Sie in unserer Jobbörse.
[Zuletzt aktualisiert: Dezember 2020, Bildnachweis: Heide Pinkall by Shutterstock.com]