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Jobprofil: Binnenschiffer (m/w)

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Steckbrief: Binnenschiffer (m/w)

Ausbildung:
Ausbildung
Work-Life Balance:
Normal (40-45 Stunden)
Einstiegsgehalt:
2.300 €
Spitzengehalt:
3.500+ €

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Das Berufsprofil: Binnenschiffer

Binnenschiffer haben selten festen Boden unter den Füßen. Ihr Zuhause befindet sich auf: 

  • Güterschiffen
  • Schleppkähnen
  • Flusskreuzfahrtschiffen

Auf diesen sind sie häufig wochen- oder monatelang unterwegs, um schwere Fracht oder in selteneren Fällen auch Passagiere zu transportieren. Das macht das Jobprofil des Binnenschiffers körperlich anspruchsvoll. Immerhin gilt es gerade beim Be- und Entladen von Gütern immer wieder tatkräftig mit anzupacken, auch wenn Vieles inzwischen unter Zuhilfenahme technischer Hilfsmittel erleichtert wird. 

Dieser Fakt und die Tatsache, dass man in dem Job so gut wie nie zuhause ist, können die Work Life Balance im Alltag trüben. Aber das Jobprofil hat auch viel Interessantes zu bieten. 

Binnenschiffe sind bis zu hundert Meter lang und tragen mehrere tausend Tonnen Fracht. Einen solchen Koloss zu steuern, verlangt schon einiges an fachlichem Know-how ab. Das geht schon mit dem Ablegen los, das ohne Elektronik nicht funktionieren würde. Mit 
hydraulischen Ankerwinde machen Binnenschiffer ihren Kahn los und starten auf Tour.

Danach navigieren sie das Schiff durch Binnengewässer. Dazu bedienen sie sich verschiedener nautischer Instrumente und Navigationshilfsmittel, um sicher durch die mitunter knapp bemessenen Fahrrinnen zu kommen. Dabei geht es fast schon zu wie im Cockpit eines Flugzeugs: Autopilot, Radar und Sprechfunk gehören zu den täglichen Hilfsmitteln bei der Steuerung eines Schiffes. 

All das hilft, die transportierten Güter sicher von A nach B zu bringen. Die meisten Binnenschiffer transportieren: 

  • Baustoffe
  • Erze 
  • Kohle 
  • Container 
  • Chemikalien 
  • Gas

Damit mit dem Transport alles reibungslos klappt, arbeiten Binnenschiffer vorab genaue Lade- und Staupläne aus. Außerdem rechnen sie das Gewicht der Ladung aus, damit es zu keiner Überladung kommt, was den Transport gefährden könnte, weil das Schiff nicht mehr gut zu navigieren wäre.  

Ohnehin müssen sich Binnenschiffer mit den vielen Vorschriften auskennen, die bei dem Transport von Gütern zu beachten sind, gerade, wenn Gefahrgut an Bord ist, ist besondere Sorgfalt geboten. Immerhin könnte das Auslaufen schädlicher Stoffe Gewässer und Umwelt schwer belasten.

Seltener sind Binnenschiffer in der Personenschifffahrt tätig – zum Beispiel auf Fähren oder Ausflugsschiffen. Hier Steuern sie das Schiff, betreuen Fahrgäste und kontrollieren Fahrscheine. Die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sind gut. 

Wie wird man Binnenschiffer?

Wer sich für den Beruf des Binnenschiffers entscheidet, durchläuft eine klassische duale Ausbildung im Ausbildungsbetrieb und der Berufsschule. Sie nimmt drei Jahre in Anspruch und bringt keine formalen Voraussetzungen mit sich.

Arbeitgeber bevorzugen aber Bewerber, die mindestens einen Hauptschulabschluss in der Tasche haben. 

In der dreijährigen Lehre lernen Binnenschiffer die folgenden Inhalte kennen: 

  • Schiffe los- und festmachen
  • Durchführen von Ankermanövern 
  • Regeln des europäischen Wasserstraßennetzes
  • Bedeutung von Fahrwasserzeichen und Fahrregeln 

Weiterhin erfahren künftige Binnenschiffer, wie sie beim Gütertransport Ladungsgewichte berechnen und Ballast richtig nutzen können. Auch das richtige Absetzen von Funksprüchen ist ein Thema. Ebenso wie die Unterscheidung von Schiffstypen sowie das Steuern und Navigieren eines Binnenschiffes mit Hilfe elektrischer und elektronischer Anlagen. 

Weitere Lerninhalte sind: 

  • Umgang mit unterschiedlichen Ladungsarten 
  • Erstellen von Stauplänen
  • Umgang mit gefährlichen Gütern 
  • Verhalten an Schleusen und Hebewerken 
  • Gesetzliche Vorschriften zum Gütertransport und zur Personenbeförderung

Nach dem zweiten Ausbildungsjahr absolvieren Jobanwärter eine Zwischenprüfung. Die Abschlussprüfung folgt am Ende des dritten Lehrjahres. 

Arbeitgeber: Wer sucht Binnenschiffer

Typische Arbeitgeber für Binnenschiffer sind: 

  • Betriebe der Güter- und Personenbeförderung 
  • Hafenbetriebe
  • Hafenbehörden
  • Wasser- und Schifffahrtsämter
  • Betriebe zum Hafen- oder Schiffbau
  • Vermieter von Wasserfahrzeugen

Stellenangebote für Binnenschiffer

BINNENSCHIFFER/-IN* 19.05.
HEGEMANN GRUPPE Berlin
BINNENSCHIFFER/-IN 20.03.
HEGEMANN GRUPPE Berlin

Gehalt: Was verdient man als Binnenschiffer?

Die Ausbildungsvergütung angehender Binnenschiffer staffelt sich in den Jahren ihrer Ausbildung wie folgt: 

  1. Ausbildungsjahr 900 Euro brutto
  2. Ausbildungsjahr 1.000 Euro brutto
  3. Ausbildungsjahr 1.100 Euro brutto

Das ungefähre Einstieggehalt liegt bei etwa 2.300 Euro brutto, ist aber stark abhängig davon, wie groß der Arbeitgeber ist, bei dem ein Binnenschiffer in Lohn und Brot steht. Ein wesentlicher Faktor für die Höhe des Verdienstes ist außerdem die Größe des Schiffes: Je größer, desto komplexer ist es zu navigieren und umso höher fällt das Einkommen aus.  

Mit einiger Berufserfahrung bewegt sich das monatliche Bruttoeinkommen zwischen 3.000 und 3.500 Euro. Wer Weiterbildungen absolviert und auf der Karriereleiter aufsteigt, hat die Chance, sein Einkommen noch einmal deutlich zu erhöhen. 

Einstiegschancen: Die Aussichten für Binnenschiffer

Die Einstiegschancen für Binnenschiffer stehen gar nicht mal so schlecht. Immerhin sind Binnenschiffer, die im Güterverkehr beschäftigt sind, Teil der Warenkette innerhalb der Logistik. Und gerade dieser Bereich boomt und wächst überproportional im Vergleich zum Gesamtmarkt. 

Was viele nicht wissen: Die Logistik ist – gemessen an ihrem Umsatz - nach der Automobil-Wirtschaft und dem Handel der drittgrößte Wirtschaftsbereich in Deutschland. Noch vor der Elektronik-Branche und dem Maschinenbau.

Und mit mehr als drei Millionen Beschäftigten übertrifft sie auch in punkto Mitarbeiterzahl den Maschinenbau um das Dreifache. Gute Aussichten also für Binnenschiffer, schnell eine Ausbildung und danach eine gute Anstellung zu finden. 

Bewerbung: Womit punkten Binnenschiffer

Wer sich für eine Ausbildung zum Binnenschiffer interessiert, sollte in seinen Bewerbungsunterlagen die folgenden Talente vermerken: 

  • Qualifizierter Schulabschluss
  • Vertieftes Verständnis für technische Zusammenhänge 
  • Gute Beobachtungsgabe
  • Konzentrationsfähigkeit 
  • Schnelle Reaktionsfähigkeit
  • Flexibilität
  • Selbstständiges Denken
  • Eigenverantwortung 
  • Teamfähigkeit

Karriere: Die Entwicklungschancen als Binnenschiffer

Den Ausbildungsabschluss in der Tasche und nun soll’s losgehen mit der Karriere? Das ist an sich kein Problem, denn ausgebildeten Binnenschiffern stehen einige Möglichkeiten offen. 

Diese zum Beispiel: 

  • Der Job des Steuermanns setzt das Binnenschifferpatent voraus. Mit mindestens 21 Jahren, einer Berufserfahrung von vier Jahren und Reisenachweisen kann es bei einem Patentlehrgang erworben werden. Der Steuermann ist ein leitendes Mitglied der Besatzung, das für die Schiffsführung und die Navigation des Schiffes Verantwortung trägt. 
  • Der Kapitän ist der Chef an Bord. Er plant die Reiseroute und bedient die Steuer- und Navigationsanlage. Um Kapitän zu werden, muss man in Deutschland an einer Fachschule oder Fachhochschule das Befähigungszeugnis "Nautischer Wachoffizier" erlangen. Darauf folgt eine Erfahrungsfahrzeit von mindestens zwei Jahren. Erst dann wird das Befähigungszeugnis zum nautischen Offizier/Kapitän verliehen.

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