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Jobprofil: Hörgeräteakustiker (m/w)

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Steckbrief: Hörgeräteakustiker (m/w)

Ausbildung:
Ausbildung
Work-Life Balance:
Normal (40-45 Stunden)
Einstiegsgehalt:
1.500-1.700 €
Spitzengehalt:
2.300+ €

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Das Berufsprofil: Hörgeräteakustiker

"Wer zu hören versteht, hört die Wahrheit heraus, wer nicht zu hören versteht, hört nur Lärm." So lautet ein altes chinesisches Sprichwort. Selbstredend ist der Aphorismus im übertragenen Sinne zu verstehen. Wörtlich genommen ist er aber auch für einen bestimmten Berufszweig durchaus wegweisend: Hörgeräteakustiker.

Macht der seinen Job nicht gut, können Schwerhörige ihre Umwelt zwar wieder wahrnehmen, doch statt einer angenehmen Geräuschkulisse prasselt nur unverständlicher Lärm auf sie herein.

Der Beruf des Hörgeräteakustikers verlangt Fingerspitzengefühl und Sorgfalt ab. Da kein Hörproblem mit dem anderen vergleichbar ist, gilt es bei jedem Patient aufs Neue, die Herausforderung zu meistern, gemeinsam mit ihm die bestmögliche Lösung für sein individuelles Handicap zu erarbeiten.

In ihrem Berufsalltag beraten Hörgeräteakustiker Hörgeschädigte, welche Hörhilfen für sie infrage kommen, basierend auf der Diagnose von Fachärzten für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Mit audiometrischen Tests stellen Hörgeräteakustiker fest, welche Töne ihre Kunden in den hohen und tiefen Tonlagen noch hören können.

Bei der anschließenden Auswahl eines geeigneten Hörgeräts gilt es die Kundenbedürfnisse bestmöglich zu erfüllen. Gerade Jüngere legen Wert darauf, dass ein Hörgerät nicht auffällt. Sie ziehen ein Im-Ohr-Gerät dem Hinter-dem-Ohr-Geräte vor.

Oft ist es aber weniger eine Frage der technischen Machbarkeit als der Größe des Geldbeutels, wie dezent ein Hörgerät daher kommt. Manche von ihnen sind fast unsichtbar, aber eben das hat seinen Preis.

Ist die Entscheidung für ein Hörsystem gefallen, hängt alles von der optimalen Anpassung des Geräts an das Ohr des Kunden ab. Mit Otoplastiken, das sind kleine Formpassstücke, passen Hörgeräteakustiker die Ohrstücke von Hörgeräten individuell auf ihren Träger an. Dazu nehmen sie einen Abdruck vom Gehörgang und fertigen damit einen Acrylabguss des Innenohrs an. So sitzt das Gerät dann perfekt im Gehörgang.

Per Computersteuerung geht es dann ans Feintuning des Hörsystems, das mit einer Spezial-Software exakt auf das Hörvermögen des Kunden eingestellt wird.

Zu den weiteren Aufgaben von Hörgeräteakustikern gehören:

  • Hörhilfen regelmäßig überprüfen und anpassen
  • Wartung, Reinigung und Reparatur von Hörsystemen
  • Austauscht defekter Teile
  • Wechseln von Batterien
  • Bearbeitung von Schriftverkehr
  • Preiskalkulation
  • Erstellen von Rechnungen
  • Pflege der Kundenkartei
  • Marketing

Die Frage, wie es um die Zukunft von Hörgeräteakustikern bestellt ist, erübrigt sich angesichts der zunehmenden Überalterung der Gesellschaft. Infolgedessen werden Hörschäden künftig stärker zunehmen und der Bedarf an Experten für gutes Hören wird steigen.

Das könnte sich unter Umständen negativ auf die Work Life Balance auswirken, weil wegen des zunehmenden Fachkräftemangels immer mehr Kunden auf immer weniger ausgebildete Experten treffen. Aber für den Moment ist selbige noch ausgewogen.

Wie wird man Hörgeräteakustiker?

Wer Hörgeräteakustiker werden möchte, durchläuft eine klassische duale Ausbildung, die drei Jahre in Anspruch nimmt. Als dual wird sie deshalb bezeichnet, weil sie sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule stattfindet. Bildungsvoraussetzungen gibt es von rechtlicher Seite nicht, allerdings werden bevorzugt Azubis mit Mittlerer Reife oder dem Abitur eingestellt. Der Beruf ist übrigens eng verwandt mit dem des Augenoptikers.

In der Zeit ihrer Lehre werden angehenden Hörgeräteakustikern folgende Inhalte vermittelt:

  • Aufbau von Außen-, Mittel- und Innenohr
  • Ermitteln von Kenndaten des Gehörs
  • Messtechnische Erfassung akustischer Größen
  • Herstellen von Ohrabformungen
  • Planen und Organisieren von Bestellungen
  • Dokumentieren und Erfassen von Kundendaten
  • Schriftverkehr mit Kunden, Firmen, Ärzten und Kostenträgern
  • Zusammenhang zwischen Hörbeeinträchtigung und Sprachentwicklung
  • Anfertigen von Otoplastiken
  • Anpassen von Hörsystemen an die audiologischen Gegebenheiten und Wünsche des Patienten

Die Ausbildung beinhaltet eine Zwischenprüfung und endet mit der Gesellenprüfung, die aus einem einem praktischen und einem schriftlichen Teil besteht. Im praktischen Teil fertigen die Prüflinge drei Prüfungsstücke an und führen drei Arbeitsproben durch. Prüfungsstücke können sein:

  • Herstellen eines Otoplastik-Rohlings
  • Ausarbeiten des Rohlings zu einer Otoplastik
  • Auswahl und Einstellen von Hörsystemen

Als Arbeitsproben kommen zum Beispiel infrage:

  • Herstellen von Ohrabformungen
  • Einstellen audiologischer Messsysteme für unterschiedliche Messverfahren anhand vorgegebener Fälle

In der schriftlichen Prüfung werden folgende Inhalte abgeprüft:

  • Angewandte Audiologie
  • Anpassung von Hörsystemen
  • Wirtschafts- und Sozialkunde

Arbeitgeber: Wer sucht Hörgeräteakustiker

Hörgeräteakustikern bietet sich eine ganze Bandbreite an Möglichkeiten, sich beruflich selbst zu verwirklichen:

  • In Betrieben des Hörgeräteakustiker-Handwerks
  • Bei industriellen Herstellern von Hörgeräten
  • Bei Augenoptikern mit angeschlossenem Hörgeräteeinzelhandel
  • Im Einzelhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln
  • Bei Betrieben des Hörgeräteakustiker-Handwerks
  • In der Medizinischen Technik
  • In der Orthopädie
  • In der Zahntechnik
  • In der Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten, insbesondere von Hörgeräten

Stellenangebote für Hörgeräteakustiker

Hörgeräteakustiker (m/w/d) 22.03.
MED-EL Elektromedizinische Geräte Deutschland GmbH Frankfurt Am Main

Gehalt: Was verdient man als Hörgeräteakustiker?

Hörgeräteakustiker können in ihrer Ausbildung mit folgendem Gehalt rechnen:

  1. Ausbildungsjahr bis 550 Euro brutto
  2. Ausbildungsjahr bis 600 Euro brutto
  3. Ausbildungsjahr bis 650 Euro brutto

Das Einstiegsgehalt im Anschluss an die Lehre rangiert zwischen monatlichen 1.500 und 1.700 Euro brutto, die aufs Konto fließen. Je nach Region und Größe des Arbeitgebers verdienen Hörgeräteakustiker unterschiedlich viel. Mit zunehmender Berufserfahrung steigt auch das Gehalt. Nach ein paar Jahren bis auf etwa 2.300 Euro brutto im Monat. Durch Weiterbildungen lässt sich hier aber noch einiges herausholen.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Hörgeräteakustiker

Der Arbeitsmarkt meint es gut mit angehenden Hörgeräteakustikern. Die Hörgeräteakustik ist auf jeden Fall eine Branche mit Zukunft und in der Regel gibt es mehr Ausbildungsstellen als Bewerber.

Die Experten der Agentur für Arbeit halten den Beruf vor allem wegen des demografischen Wandels für zukunftssicher: Eine alternde Gesellschaft braucht nun einmal früher oder später eine Vielzahl an Hörgeräten. Hinzu kommt das Freizeitverhalten der jungen Generation, die verstärkt dazu übergangen ist, Musik verhältnismäßig laut über Kopfhörer zu konsumieren. Das kann Spätfolgen fürs Gehör haben, so dass künftig auch immer jüngere Menschen einer Hörhilfe bedürfen.

Bewerbung: Womit punkten Hörgeräteakustiker

Bewerbung: Womit punktet man als Hörgeräteakustiker?

Es gibt bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten, die angehende Hörgeräteakustiker in ihrer Bewerbung auf eine Ausbildungsstelle vermerken sollten. Umso besser Fallen die Chancen aus, den Job zu ergattern.

In Lebenslauf und Anschreiben sollten sie folgende Skills unterbringen:

  • Stressresistenz
  • Gründlichkeit
  • Interesse für andere Menschen und ihre Bedürfnisse
  • Einfühlungsvermögen
  • Gute bis sehr gute Kenntnisse in Biologie, Physik und Technik

Karriere: Die Entwicklungschancen als Hörgeräteakustiker

Hörgeräteakustiker können ihre Karriereaussichten erheblich verbessern, wenn sie sich nach der Ausbildung intensiv weiterbilden. Aufstiegsweiterbildungen bieten zum Beispiel die Möglichkeit in Führungspositionen zu gelangen. Hierbei bieten sich folgende Abschlüsse an:

  • Prüfung als Hörgeräteakustikermeister
  • Weiterbildung als Techniker der Fachrichtung Medizintechnik

Ausgebildete Hörgeräteakustiker mit Abitur haben auch die Möglichkeit, nach der Lehre ein Studium zu absolvieren. Zum Beispiel eröffnen Bachelor- und Masterabschlüsse in Hörtechnik und Audiologie oder Medizinische Technik vielfältige Berufs- und Karrierechancen.

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MED-EL Elektromedizinische Geräte Deutschland GmbH Frankfurt Am Main



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