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Jobprofil: Heilpraktiker (m/w)

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Steckbrief: Heilpraktiker (m/w)

Ausbildung:
Schulische Ausbildung
Work-Life Balance:
Normal (40-45 Stunden)
Einstiegsgehalt:
2.000 €
Spitzengehalt:
2.6000 - 3.000+ €

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Das Berufsprofil: Heilpraktiker

Heilpraktiker haben immer wieder mit Vorurteilen zu kämpfen. Sie gelten als Quacksalber, die mit Heilkügelchen ohne Wirkstoff gegen ernstzunehmende Krankheiten vorgehen und bei der Heilung auf den Placebo-Effekt setzen.

So ist das natürlich nicht. Im Gegenteil gehört das Jobprofil sogar zu den wenigen geschützten Berufen in Deutschland. Er darf nur von Personen geführt werden, die nach dem Heilpraktikergesetz praktizieren und eine fundierte Ausbildung vorweisen. 

Der Arbeitsalltag eines Heilpraktikers hängt von den Patienten und ihren körperlichen oder seelischen Leiden ab, die ihn aufsuchen. Seine Hauptaufgabe besteht darin, die Ursachen einer Erkrankung zu erkennen und diese zu behandeln. Dabei verfolgt der Heilpraktiker einen ganzheitlichen Ansatz: Das heißt, dass Heilpraktiker Körper und Seele als Gesamtsystem begreifen und nicht wie viele Schulmediziner getrennt voneinander betrachten.

In einer Erstanamnese befragt er jeden Patienten gründlich nach seinen Beschwerden und seinen persönlichen Lebensumständen. Es folgt die Erstuntersuchung mit verschiedenen Diagnoseverfahren wie Abhören, Abklopfen, Iris- und Zungendiagnostik sowie Harn- und Blutuntersuchungen.

Steht die Diagnose, entscheidet der Heilpraktiker, welche Behandlung einzuleiten ist. In seinen Behandlungsmethoden unterscheidet er sich massiv von Schulmedizinern. Zum Einsatz kommen ausschließlich alternative Heilkundeverfahren wie Homöopathie, Spagyrik, Bioresonanztherapie oder Blutegelbehandlung.  

Weitere sind: 

  • Akupunktur
  • Aromatherapie
  • Ausleitende Verfahren
  • Blutegeltherapie
  • Chiropraktik
  • Kinesiologie
  • Physiotherapie
  • Phytotherapie

Darüber hinaus zählen auch verwaltende und organisatorische Aufgaben zum beruflichen Alltag. Heilpraktiker erstellen Honorarrechnungen, dokumentieren Behandlungsabläufe oder erledigen die Buchhaltung.

Auf dem Arbeitsmarkt stehen die Chancen gut, Aussagen zur Work Life Balance lassen sich nur schwer machen. Sie hängt sehr davon ab, wie es um die Auslastung einer Heilpraktiker-Praxis mit Patienten bestellt ist. 

Wie wird man Heilpraktiker?

Um als Heilpraktiker zu arbeiten, muss man eigentlich "nur" die Heilpraktiker-Erlaubnis erhalten. Diese wird nach einer bestandenen schriftlichen und mündlichen Prüfung durch das regionale Gesundheitsamt ausgestellt.

Das geschieht aber nur unter den folgenden Voraussetzungen: 

  • Wenn der Antragsteller die gesundheitliche und geistige Eignung für die Berufsausübung als Heilpraktiker besitzt. 
  • Das muss mit einem ärztlichen Attest bestätigt werden.
  • Der Antragsteller muss mindestens 25 Jahre alt sein.
  • Er muss mindestens einen Hauptschulabschluss nachweisen.
  • Er muss ein unvorbelastetes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen.

Um sich auf die Prüfung vorzubereiten, besuchen angehende Heilpraktiker meist eine kostenpflichtige Heilpraktikerschule. Manche versuchen ihr Glück aber auch im Selbststudium, was selten zu empfehlen ist.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten eine Ausbildung zu absolvieren. Die zahlreichen Heilpraktikerschulen in Deutschland bieten sehr unterschiedliche Lehrgangsformen an: 

  • Berufsbegleitende Teilzeit-Lehrgänge 
  • Vollzeit-Ausbildungen

Auch an einer Fernschule lässt sich das nötige Know-how aufbauen. Hier dauert die Ausbildung zwischen 12 und 30 Monaten. Präsenzanbieter führen die Heilpraktikerausbildung in vier bis 16 Monaten durch. 

In der Ausbildung werden die folgenden Themengebiete besprochen: 

  • Allgemeine Krankheitslehre
  • Analyse und Deutung von Laborwerten
  • Anwendung, Wirkung, Grenzen, Gefahren von diagnostischen und therapeutischen Naturheilkunde-Maßnahmen
  • Berufs- und Gesetzeskunde
  • Erkennung und Erstversorgung akuter Notfälle sowie lebensbedrohlicher Zustände
  • Injektion, Blutabnahme
  • Klinische Befunderhebung
  • Menschliche Anatomie, Physiologie, Pathophysiologie
  • Pathologie, Psychopathologie
  • Praxishygiene, Desinfektion, Sterilisation

Auch verschiedene Therapiemethoden und ihre praktische Anwendung kommen zur Sprache: 

  • Akupunktur
  • Aromatherapie
  • Atemtherapie
  • Autogenes Training
  • Ayurveda
  • Bioenergetik
  • Chiropraktik
  • Homöopathie
  • Hypnose
  • Kinesiologie
  • Massagen
  • Ernährungsberatung
  • Osteopathie
  • Phytotherapie
  • TCM Traditionelle Chinesische Medizin

Arbeitgeber: Wer sucht Heilpraktiker

Heilpraktiker machen sich in aller Regel mit einer eigenen Praxis selbstständig. Manchmal arbeiten sie auch in Gemeinschaftspraxen mit anderen Heilpraktikern oder Medizinern zusammen. In letztem Fall ergänzen sie mit ihren Heil- und Therapiemethoden die schulmedizinischen Anwendungen. 

Stellenangebote für Heilpraktiker

Humanbiologe/in, Biomediziner/in oder Heilpraktiker/in für die medizinische Fachberatung 15.03.
Ganzimmun Diagnostics AG Mainz

Gehalt: Was verdient man als Heilpraktiker?

Da Heilpraktiker in der Regel selbstständig arbeiten, ist die Angabe eines Gehaltes eher schwierig. Im Schnitt verdienen Heilpraktiker, die in Vollzeit arbeiten, in etwa 2.600 Euro brutto im Monat

Wie das Gehalt aber im Einzelnen aussieht, ist von Heilpraktiker zu Heilpraktiker verschieden. Das Einkommen hängt von zahlreichen Faktoren ab: 

  • Berufserfahrung 
  • Geschlecht 
  • Region

Einstiegschancen: Die Aussichten für Heilpraktiker

Im Allgemeinen sind die Aussichten für Heilpraktiker auf dem Arbeitsmarkt gut, denn das Jobprofil  gewinnt an Akzeptanz. Auch, weil sich die klassische Medizin zunehmend der Alternativheilkunde annähert, sodass sich hier zahlreiche neue berufliche Möglichkeiten für Heilpraktiker ergeben haben. 

So können Heilpraktiker heute zum Beispiel auch in Therapie- und Rehazentren Seite an Seite mit Ärzten arbeiten. Das war lange undenkbar. Wer sich dennoch für den Schritt in die Selbstständigkeit entscheidet, sollte wissen, dass die Berufsaussichten als selbstständiger Heilpraktiker entscheidend von der Konkurrenz vor Ort und einer eventuellen Spezialisierung auf ein bestimmtes Gebiet abhängen.

Bewerbung: Womit punkten Heilpraktiker

Heilpraktiker sollten in ihren Bewerbungsunterlagen die folgenden Fakten nicht unterschlagen: 

  • Abgeschlossene Schulbildung
  • Erfolgreiche Ausbildung zum Heilpraktiker
  • Empathie
  • Diagnosekompetenz
  • Durchhaltevermögen
  • Resilienz 
  • Motivation
  • Offenheit 

Karriere: Die Entwicklungschancen als Heilpraktiker

Heilpraktiker können ihren Ruf als Spezialisten verfestigen und ihre Karriere ankurbeln, indem sie sich auf ein Fachgebiet durch eine intensive Weiter- und Fortbildung spezialisieren. Hier gibt es Möglichkeiten in den folgenden Bereichen: 

  • Pflanzenheilkunde
  • Phytotherapie 
  • Naturheilkunde
  • Bachblüten-Therapie
  • Homöopathie-Ausbildung
  • TCM-Ausbildung
  • Akupunktur-Ausbildung
  • Shiatsu-Ausbildung
  • Fußreflexzonentherapie-Ausbildung
  • Hypnose-Ausbildung
  • Schüßler-Therapie-Ausbildung

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