Patenschaft verfügbar

Gute Inhalte ziehen an. Werden Sie mit Ihrem Unternehmen jetzt Pate dieses Profils und erreichen Sie tausende interessierter Kandidaten.

Pate werden

Werbung



Jobprofil: Familienhelfer (m/w)

Zurück zur Übersicht

Steckbrief: Familienhelfer (m/w)

Ausbildung:
Ausbildung
Work-Life Balance:
Life (<40 Stunden)
Einstiegsgehalt:
2.000-3.000 €
Spitzengehalt:
4.000+ €

Jetzt mit Ihrem Unternehmen Pate dieses Profils werden.

Kontakt
Berufsprofil     Einstieg     Arbeitgeber     Gehalt     Einstiegschancen     Bewerbung     Karriere     Jobs  

Das Berufsprofil: Familienhelfer

Nicht jedes Kind hat das Glück, in einem liebevollen Umfeld groß zu werden. Für die Betroffenen spielen Familienhelfer eine wichtige Rolle. Sie kümmern sich um die Betreuung und Pflege von Kindern und die Unterstützung von Familien in Krisensituationen. Oft sind Alkohol, Drogen und Missbrauchsvorwürfe im Spiel.

Oberste Prämisse bei dem Job des Familienhelfers ist, zur Stabilisierung der jeweiligen Situation beizutragen - getreu dem Motto Hilfe zur Selbsthilfe. Den betreuten Familien soll ein möglichst selbstständiges und selbst bestimmtes Leben in ihrem gewohnten sozialen Umfeld ermöglicht werden. Dazu üben Familienhelfer ihren Job direkt in der Familie aus.

Was die Fachkräfte dafür vor allem brauchen, ist ein dickes Fell. Nicht immer ist das, was sich innerhalb der Familien abspielt, schön mit anzusehen. Keinesfalls handelt es sich beim Familienhelfer um einen klassischen "nine-to-five" Job. Mitunter benötigen die Familien in der Nacht, bisweilen auch zu sehr früher oder sehr später Stunde, Hilfe. Die Nachfrage nach Familienhelfern steigt zusehends, insofern sind die Jobaussichten gut.

Wie wird man Familienhelfer?

Familienhelfer sind sozialpädagogisch geschulte oder ausgebildete Fachkräfte und helfen bei folgenden Problemen:

  • bei der Erziehung verhaltensauffälliger Kinder
  • bei der Alltagsbewältigung
  • bei schweren Konflikten und Krisen

Eine Familienhilfe kommt nur in Betracht, wenn die freiwillige Mitarbeit der Familie gewährleistet ist. Finanziert wird sie über das Jugendamt.

Zu den Aufgaben von Familienhelfern gehört, die Hausarbeit zu verrichten: Kochen, Putzen, Waschen sind fester Bestandteil des Jobprofils. Außerdem versorgen Familienhelfer Säuglinge und Kleinkinder, bringen den älteren Nachwuchs in den Kindergarten oder zur Schule, unterstützen bei den Hausaufgaben und haben die Freizeitgestaltung der Kinder im Blick. Bei Bedarf gehen sie einkaufen und erledigen Besorgungen.

Das Jobprofil des Familienhelfers ist kein klassischer Ausbildungsberuf. In der Regel sind Familienhelfer studierte Sozialpädagogen. Als Teil der Sozialarbeit befasst sich die Sozialpädagogik vor allem mit dem Thema Familie.

Im Studium werden Kenntnisse zu folgenden Themen vermittelt:

  • Sozialrecht
  • Geschichte der Sozialarbeit
  • Grundlagen der Sozialisation
  • Jugendhilfe
  • Pädagogik der frühen Kindheit

Auch ein Abschluss in den Studiengängen Sozialarbeit oder Sozialwesen erlaubt es, als Familienhelfer zu arbeiten. Die meisten Hochschulen legen bei diesen Studienangeboten großen Wert auf eine praxisnahe Ausbildung und verlangen den Nachweis mehrerer Praktika in verschiedenen sozialen Einrichtungen als Teil der Studienleistung.

Generell ist der Beruf auch für Quereinsteiger geeignet, vorausgesetzt, sie verfügen über ein entsprechendes Hochschulstudium. In der Regel zahlt sich das Plus an Lebenserfahrung beim Berufseinstieg sogar aus. Schließlich hat man es häufig mit Härtefällen zu tun und kann tendenziell besonnener reagieren.

Die sich ans Studium anschließende Weiterbildung zum Familienhelfer wird meist vom Dienstgeber in Zusammenarbeit mit Fachschulen angeboten.

Ein universitäres Studium ist nicht der einzige Weg in den Beruf. Es gibt auch Fachschulen für Familienpflege, die eine vergleichbare Ausbildung anbieten:

Die Ausbildung schließt mit der staatlichen Anerkennung als Familienpfleger ab, wobei Familienpfleger ebenfalls ihren Dienst direkt in und an der Familie leisten, hier aber mehr pflegerische und weniger pädagogische Maßnahmen im Mittelpunkt stehen.

Vermittelt werden Kenntnisse in folgenden Bereichen:

  • Hauswirtschaft
  • Medizinisch-pflegerisches Wissen
  • Pädagogik und Psychologie
  • Sozial- und Berufskunde
  • Allgemeinbildung
  • Glaubens- und Lebensfragen
  • Methodik
  • Gesprächsführung
  • Teamarbeit und Kooperation

Arbeitgeber: Wer sucht Familienhelfer

Klassische Arbeitgeber für Familienhelfer sind:

  • Gemeinden
  • kommunale Einrichtungen
  • Vereine
  • Religionsgemeinschaften
  • soziale und karitative Einrichtungen

Außerdem finden Familienhelfer im stationären Langzeitbereich von Pflegeheimen, Pflegestationen und von Altenheimen Beschäftigung.

Stellenangebote für Familienhelfer

Gehalt: Was verdient man als Familienhelfer?

Auch wenn Familienhelfer eine wertvolle Aufgabe ausüben, ist ihr Verdienst nicht besonders hoch: Das Einstiegsgehalt liegt zwischen 1920 und 2140 Euro und kann mit zunehmender Berufserfahrung auf 2750 Euro steigen.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Familienhelfer

Die Berufsaussichten für Familienhelfer sind gut bis sehr gut. Die Zahl der Beschäftigen in diesem Bereich steigt stetig, was darauf zurückzuführen ist, dass immer mehr innerfamiliäre Probleme auftreten. Aus folgenden Gründen:

  • die klassische Familienstruktur wird seltener
  • alleinerziehende Eltern werden mehr und mehr zur Regel.

Bewerbung: Womit punkten Familienhelfer

Wer sich mit dem Berufsbild des Familienhelfers auseinandersetzt, sollte sich in seiner Bewerbung vor allem eines auf die Fahnen schreiben können: soziales Engagement.

Weitere Eigenschaften, die für das Jobprofil von Bedeutung sind:

Karriere: Die Entwicklungschancen als Familienhelfer

Familienhelfer, die ein Diplom oder den Master in Sozialpädagogik vorweisen können und noch intensiver mit Kindern und Jugendlichen mit psychischen Probleme arbeiten wollen, können eine Ausbildung zum Kinder- und Jugendtherapeuten draufsatteln.

Ihnen steht es danach frei, ihre eigene Praxis zu eröffnen. Aber Achtung: Die Ausbildung ist kein Workshop, sondern ist auf mehrere Jahre angelegt. Neben Theorie sammeln angehende Kinder- und Jugendtherapeuten in jugendpsychiatrischen Kliniken Praxiserfahrungen und nehmen an Supervisionen und Selbsterfahrungsseminaren teil.

Diesen Artikel weiterempfehlen: