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Jobprofil: Brauer und Mälzer (m/w)

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Steckbrief: Brauer und Mälzer (m/w)

Ausbildung:
Ausbildung
Work-Life Balance:
Normal (40-45 Stunden)
Einstiegsgehalt:
1.500 €
Spitzengehalt:
2.500+ €

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Das Berufsprofil: Brauer und Mälzer

Die Ausbildung zum Brauer und Mälzer dürften nur wenige Schulabsolventen auf dem Schirm haben, wenn sie sich über ihre Karriereperspektiven informieren. Schade eigentlich. Denn in Deutschland gibt es über 1.300 Brauereien, die jährlich rund 100 Millionen Hektoliter Bier produzieren. Von diesen werden über 15 Millionen Hektoliter in mehr als 150 Länder der Welt exportiert.

Damit gehört das Jobprofil des Brauers und Mälzers zu jenen, die allzu häufig unterschätzt werden. Denn es ist zum einen alles andere als selten und zum anderen von der Arbeitgeberseite alles andere als wenig nachgefragt. Und auch wenn es sich um einen Traditionsberuf handelt, den es schon seit Jahrhunderten gibt, ist das Berufsprofil technisch absolut mit der Zeit gegangen und international ausgerichtet.

Wer die Ausbildung zum Brauer und Mälzer durchläuft, wird schnell merken, mit wie viel Technik das Brauen von Bier verbunden ist. Aber der Reihe nach. Zunächst haben Brauer und Mälzer ganz allgemein ausgedrückt den Überblick über den gesamten Brauprozess. Das reicht vom Einkauf und der Auswahl der Rohstoffe über die Verarbeitung bis hin zur Abfüllung des Bieres.

Zunächst beurteilen sie die Qualität der Grundprodukte Gerste, Weizen oder Hopfen. Aus der Gerste wird in mehreren Schritten Malz erzeugt, das mit Hopfen, Hefe und Wasser zu Bier gebraut wird. Dazu setzen Brauer und Mälzer verschiedene Hilfsstoffe ein und bedienen und warten hochkomplexe Brau- und Abfüllanlagen.

Was früher mühsam von Hand erledigt wurde, regelt heute hochmoderne Computertechnologie. Wurde beispielsweise einst das angesetzte Bier im riesigen Braukessel per Hand umgemengt, werden inzwischen sämtliche Produktionsabläufe technisch gesteuert.

Das erfordert von Brauer und Mälzern tiefergehendes technisches Verständnis. Sie sind aber nicht nur für die Bedienung riesiger Brau- und Abfüllanlagen zuständig, sondern auch für deren Wartung und fachgerechte Reinigung. Brauer und Mälzer stellen mit ihnen übrigens nicht nur alkoholhaltigen Gerstensaft her, sondern auch Biermischgetränke oder alkoholfreie Limonaden und Fruchtsäfte.

Um die Qualität der einzelnen Lebensmittel und insbesondere des gebrauten Biers sicherzustellen, müssen sie über Kenntnisse in Mikrobiologie und Biochemie verfügen. Nur über regelmäßige Kontrollen können sie sichergehen, dass die Endprodukte einwandfrei an den Kunden ausgeliefert werden. Überdies sind Brauern und Mälzern auch die Themen Energieversorgung, Umweltschutz und Hygiene nicht fremd.

Und: Damit das Bier nicht nur schmeckt, sondern sich die auch Herstellung rechnet, bedarf es an fundiertem betriebswirtschaftlichem Know-how. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind gut bis sehr gut und die Work Life Balance in der Regel ausgewogen.

Wie wird man Brauer und Mälzer?

Die Ausbildung zum Brauer und Mälzer folgt dem dualen System und findet in einer Brauerei und einer Brauerberufsschule statt.

Bei ihrem Arbeitgeber erhalten angehende Brauer und Mälzer vor allem praktische Einsichten in den Beruf, während sie an der Berufsschule die theoretischen Grundlagen, die für den Beruf wichtig sind, vermittelt bekommen.  

Auf dem Lehr- und Stundenplan der dreijährigen Ausbildung stehen die folgenden Disziplinen: 

  • Qualitätsprüfung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen 
  • Maisch- und Kochvorgang durch Zeit-, Temperatur- und Mengenregelung steuern
  • Klarheit und Konzentration des angesetzten Bieres prüfen
  • Durchführen von Wasseranalysen
  • Kontrolle der Gärung 
  • Den Filtriervorgang zu überwachen 
  • Analyse des Bieres auf Reinheit

Die Lehre zum Brauer und Mälzer umfasst zwei Prüfungen. Die Zwischenprüfung wird im zweiten Jahr abgelegt, die Abschlussprüfung nach Abschluss des dritten Ausbildungsjahres. 

Bei guten bis sehr guten Leistungen kann die Ausbildung sowohl bei Berufsanwärtern mit Mittlerer Reife als auch Berufsanwärtern mit Abitur um ein halbes, beziehungsweise ein ganzes Jahr verkürzt werden. 

Je nachdem, welcher Kammer ein Ausbildungsbetrieb angeschlossen ist, werden die Gesellen- oder Facharbeiterprüfungen vor den Handwerkskammern (HWK) oder den Industrie- und Handelskammern (IHK) abgelegt. 
 

Arbeitgeber: Wer sucht Brauer und Mälzer

Brauer und Mälzer können bei den folgenden Arbeitgebern Fuß fassen:  

  • Abfüllhallen 
  • Gär- und Lagerkellern 
  • Brauereien 
  • Mälzereien
     

Stellenangebote für Brauer und Mälzer

Gehalt: Was verdient man als Brauer und Mälzer?

Die Ausbildungsvergütung angehender Brauer und Mälzer staffelt sich in den Jahren ihrer Ausbildung wie folgt: 

  1. Ausbildungsjahr 650 Euro brutto
  2. Ausbildungsjahr 750 Euro brutto
  3. Ausbildungsjahr 880 Euro brutto

Das ungefähre Einstieggehalt liegt bei etwa 1.500 Euro brutto, ist aber stark abhängig davon, in welcher Region ein Brauer und Mälzer arbeitet und wie groß der Arbeitgeber ist.

Mit einiger Berufserfahrung bewegt sich das monatliche Bruttoeinkommen zwischen 2.000 und 2.500 Euro. 

Einstiegschancen: Die Aussichten für Brauer und Mälzer

Kaum jemand weiß, dass die Brauwirtschaft zu den wichtigsten Zweigen in der Lebensmittelbranche gehört und damit ein bedeutender Arbeitgeber ist. Zehntausende von Menschen mit den unterschiedlichsten Qualifikationen finden in deutschen Brauereien Arbeit. 

Nach ihrer Ausbildung steht vor allem Brauern und Mälzern die Welt offen. Die Qualität des deutschen Bieres ist weit über die Grenzen der Bundesrepublik bekannt und beliebt. Auch die technischen Standards der Brauereien bewegen sich in Deutschland auf vergleichsweise hohem Niveau. Das macht Brauer und Mälzer zu begehrten Arbeitskräften in der ganzen Welt.

Bewerbung: Womit punkten Brauer und Mälzer

Wer sich für eine Ausbildung zum Brauer und Mälzer interessiert, sollte die folgenden Voraussetzungen erfüllen: 

  • Qualifizierter Schulabschluss
  • Vertieftes Verständnis für technische Zusammenhänge 
  • Gute Beobachtungsgabe
  • Konzentrationsfähigkeit 
  • Schnelle Reaktionsfähigkeit
  • Flexibilität
  • Selbstständiges Denken
  • Eigenverantwortung 
  • Teamfähigkeit

Karriere: Die Entwicklungschancen als Brauer und Mälzer

Ausgebildete Brauer und Mälzer können sich mit einiger Berufserfahrung zum Braumeister weiterbilden. Der Meisterbrief befähigt die Experten für Gerstensaft zur Leitung eines Betriebs, wobei die Position auch stark von der Größe des Arbeitgebers abhängt. In Großbetrieben beginnen Braumeister meist zunächst als Abteilungsleiter, Betriebskontrolleure, Brauführer oder Laborleiter.

Es gibt aber auch Alternativen, um die Karriere anzukurbeln. Mit mittlerem Bildungsabschluss und nach einjähriger Berufspraxis können die Fachkräfte an der Doemens-Fachakademie ein viersemestriges Studium zum Produktionsleiter für Brauwesen und Getränketechnik absolvieren.

Wer eher auf wissenschaftlichen Pfaden wandeln will, kann direkt an einer Universität oder Hochschule studieren. Hier bietet sich der Bachelor of Science für Brauwesen an der TU Berlin oder an der TU München-Weihenstephan an. 

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