Jobprofil: Barkeeper

Barkeeper sind die Damen und Herren hinter dem Tresen. Sie mixen alkoholische und alkoholfreie Cocktails, kreieren eigene Mixgetränke oder wandeln sie auf Kundenwunsch ab. Barkeeper und Barkeeperinnen nehmen Bestellungen auf, kassieren und servieren Snacks. Geläufig sind auch die Berufsbezeichnungen Barmann und Bardame, Bartender oder Barmixer. Barkeeper arbeiten in der Gastronomie, in Bars, Diskotheken und Hotels. Die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt, im Prinzip kann jeder als Barkeeper arbeiten.

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Barkeeper Beruf

Gerührt oder geschüttelt? Das ist wohl einer der klassischsten Fragen, die Kunden von einem Barkeeper erwarten. Bekannt ist sie vor allem aus den James-Bond-Filmen. Bei der Frage dreht es sich um die richtige Zubereitung eines Martini. Doch das, was Barkeeper drauf haben, ist mehr als das Rühren oder Schütteln von Getränken.

Cocktails kennen:

Bloody Mary, Manhattan, Sex on the Beach, Mojito, Long Island Icetea oder Swimming Pool – die Palette der beliebtesten Cocktails ist lang. Als Barkeeper sollte man mindestens alle Klassiker und die gängigsten Cocktailrezepte kennen.

Kunststücke vollführen:

Ebenso sind manche Barkeeper für die Kunststücke, die sie mit Mixbecher, Glas und Flaschen vollführen, bekannt. Sie wirbeln diese durch die Luft und stellen auf akrobatische Weise Cocktails her. Das ist natürlich kein Muss. Wichtiger ist, dass die Qualität des Getränks stimmt.

Smalltalk betreiben:

Auch die Unterhaltung der Gäste gehört zum Jobprofil des Barkeepers. Ein Barkeeper sollte nicht auf den Mund gefallen sein, sondern die Kunst des Smalltalk aus dem Effeff beherrschen. Damit steht und fällt oft, ob ein Gast sich wohl fühlt und wieder kommt.

Konflikte lösen:

Manchmal wird es auch richtig ungemütlich. Wenn sich Gäste danebenbenehmen, unwirsch auftreten oder gar aggressiv werden. Dann kann es notwendig werden, einen Gast dezent hinauszubegleiten. Konflikte lösen gehört zum Jobprofil eines Barkeepers dazu.

Nachts arbeiten:

Die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sind prinzipiell gut. Barkeeper werden überall dort gebraucht, wo Menschen zusammen etwas trinken gehen – also quasi überall, in großen Städten, Urlaubsressorts oder auf Kreuzfahrtschiffen. Aussterben wird der Beruf des Barkeepers so schnell jedenfalls nicht. Allerdings sind die Arbeitszeiten gewöhnungsbedürftig. Barkeeper arbeiten, wenn andere längst schlafen. Es ist ein Beruf für Eulen, keiner für Lerchen.

Bartender Aufgaben

Barkeeper arbeiten in der Bar hinter der Theke. Sie mixen Cocktails und schenken sie aus. Auch sorgen Barmänner und Bardamen dafür, dass immer alle Zutaten und Materialien für die Zubereitung von Cocktails im Haus sind. Dazu füllen sie vor der Baröffnung Lagerbestände auf und geben Bestellungen auf. Sie setzen Bowlen an und stellen Snacks auf die Tische. Auch die allabendliche Kassenabrechnung gehört zu ihren Aufgaben nach Dienstschluss.

Das sind die Aufgaben von Barkeepern:

  • Cocktails mischen und anrichten
  • Heißgetränke und Bowlen zubereiten
  • Bestellungen aufnehmen
  • Getränke ausschenken
  • Imbisse und Snacks zubereiten und servieren
  • Kassieren und abrechnen
  • Hygiene beachten
  • Lagerbestände überprüfen und Vorräte nachbestellen

Barkeeper Fähigkeiten

Barkeeper sollten in ihren Bewerbungsunterlagen diese Kompetenzen und Soft Skills nennen können:

vgwort

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Barkeeper Gehalt

Barkeeper verdienen zwischen 1.900 und 2.300 Euro brutto monatlich im Schnitt. Einsteiger fangen mit ca. 1.600 Euro an. Mit zunehmender Berufserfahrung steigt das Gehalt auf über 2.000 Euro brutto monatlich an. Gehälter von über 2.500 Euro sind möglich. Die Höhe des Einkommens hängt zudem von Arbeitgeber und Standort ab – und von der Höhe des Trinkgeldes.

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Barkeeper werden

Barkeeper, Bartender oder Barmann sind keine geschützten Berufsbezeichnungen. Eine duale Ausbildung gibt es nicht. Wer Barkeeper werden will, kann sich in Weiterbildungen und Lehrgängen, zum Beispiel an einer Barschule, fit machen für den Beruf. Am wichtigsten aber ist, Berufserfahrung hinterm Tresen zu sammeln. Wer dort über einen längeren Zeitraum nachweist, eine Bar führen zu können, darf sich Hoffnungen auf den Job machen. Beliebt ist der Beruf auch bei Studenten, die sich im Nebenjob etwas hinzuverdienen wollen.

Wie bewerbe ich mich als Aushilfe?

Ausbildung Barschule

In privaten Barschulen können Interessenten eine Weiterbildung zum Barkeeper absolvieren. Sie endet mit einer Prüfung zum Geprüften Barmixer (IHK). Die Ausbildungsdauer beträgt – je nach Schule – zwischen 108 und 148 Seminarstunden. Dies entspricht einer Weiterbildungsdauer von rund sechs Monaten. Voraussetzungen sind eine abgeschlossene Berufsausbildung in der Gastronomie und ein- bis zweijährige Berufserfahrung. Auch Einzelseminare und Kurse werden angeboten.

Diese Barschulen gibt es in Deutschland:

Barschule Inhalte

Auf dem Lehrplan einer Barschule stehen Inhalte wie:

  • Rechnungswesen
  • Wirtschafts- und Rechtskunde
  • Betriebswirtschaft und Verkauf
  • Entstehung, Geschichte und Entwicklung der Barkultur
  • Professionelles Handwerkzeug und Ausrüstung
  • Klassische und moderne Getränkegruppen
  • Freestyle Mixing
  • Internationale Waren- und Getränkekunde
  • Beratung, Verkauf und Betreuung von besonderen Gästekreisen
  • Reklamationsverhalten
  • Sicherheit, Gesundheitsschutz, Umweltschutz, HACCP und USPH
  • Fachpraxis
  • Herstellungsarten und moderne Arbeitstechnologie
  • Internationale Waren- und Getränkekunde
  • Destillation
  • Entwicklung von Rezepturen
  • Die Barkarte: Aufbau, Einteilung, Grundregeln des Gesetzgebers
  • Fachenglisch
  • Fachfranzösisch

Barkeeper Jobs

Barkeeper finden offene Stellen bei diesen Arbeitgebern:

  • Hotels
  • Restaurants
  • Bars und Cocktailbars
  • Diskotheken und Clubs
  • Kreuzfahrtschiffe
  • Urlaubsresorts

Karriere

Barkeeper können sich zum Barchef oder Hotelmeister hocharbeiten.

Barchef:

Als Barchef stellen sie den reibungslosen Ablauf im Barbereich und bei Sonderveranstaltungen sicher. Sie sind verantwortlich für das rechtzeitige Mise-en-place in einer Bar. Darüber hinaus achten sie auf die Einhaltung sämtlicher Qualitätsstandards und kümmern sich um den Personaleinsatz und den Warenbestand.

Hotelmeister:

Die Position des Hotelmeisters ist an eine gastronomische Aufstiegsfortbildung gekoppelt, die mit einer Prüfung vor dem Ausschuss einer Industrie- und Handelskammer (IHK) abschließt. Zu den Aufgaben eines Hotelmeisters zählen die Organisation von Abläufen, häufig auch die Geschäftsführung sowie das Controlling in Hotels.

Arbeitsmarkt

Barkeeper haben solide bis gute Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt. Das Hotel- und Gastronomiegewerbe klagt seit Jahren über einen Mangel an geeigneten Bewerbern. Interessant ist der Beruf auch für alle, die es ins Ausland zieht. Als Barkeeper kann man sich im Ausland bewerben und Auslandserfahrung sammeln.

Nachtleben:

Von 2011 bis 2018 war die Zahl der Bars, Diskotheken und Tanz- und Vergnügungslokale in Deutschland von Jahr zu Jahr gestiegen – von 3.925 auf 4.393. Die darauffolgende Corona-Pandemie hat das Gewerbe allerdings enorm zurückgeworfen und auch viele Barkeeper überflüssig gemacht. Mit der schrittweisen Rückkehr zur Normalität dürfte auch die Gastronomie wieder auf die Beine kommen.

Klientel:

Langfristig ist die Alterung der Gesellschaft ein Problem für den Berufsstand Bartender. In erster Linie sind es junge oder mittelalte Menschen, die sich abends auf einen Cocktail in der Bar treffen. Ausnahmen gibt es aber beispielsweise in Golfresorts oder auf Kreuzfahrtschiffen, wo ältere Besucher überrepräsentiert sind – und wo Barkeeper ebenfalls gebraucht werden.

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[Bildnachweis: Maksym Fesenko by Shutterstock.com]