Patenschaft verfügbar

Gute Inhalte ziehen an. Werden Sie mit Ihrem Unternehmen jetzt Pate dieses Profils und erreichen Sie tausende interessierter Kandidaten.

Pate werden

Werbung



Jobprofil: Büchsenmacher (m/w)

Zurück zur Übersicht

Steckbrief: Büchsenmacher (m/w)

Ausbildung:
Ausbildung
Work-Life Balance:
Normal (40-45 Stunden)
Einstiegsgehalt:
1.800 €
Spitzengehalt:
2.800+ €

Jetzt mit Ihrem Unternehmen Pate dieses Profils werden.

Kontakt
Berufsprofil     Einstieg     Arbeitgeber     Gehalt     Einstiegschancen     Bewerbung     Karriere     Jobs  

Das Berufsprofil: Büchsenmacher

Vorsicht Verwechslungsgefahr: Ein Büchsenmacher stellt nicht etwa Dosen her, sondern Sportgewehre und andere Waffen mit gezogenem Lauf. Diese werden als Büchse bezeichnet. Genutzt werden sie zum Beispiel für die Jagd oder von Hochleistungssportlern wie Biathleten, die mit ihrem Sportgerät kleinste Ziele treffen müssen.

Bei dem Sport und allgemein beim Gebrauch von Schusswaffen kommt es vor allem darauf an, dass diese beim Transport absolut sicher sind und nicht versehentlich auslösen. Beim Einsatz müssen sie derweil höchst zuverlässig und schnell funktionieren.

Oft stellt der Büchsenmacher auf Wunsch eines Kunden maßgefertigte Waffen her. Dazu klärt er in einem Beratungsgespräch, auf welche Einzelheiten es dem Auftraggeber ankommt. Dann geht’s an die Arbeit. Der Büchsenmacher stellt einen Lauf her und verbindet ihn mit dem Schaft, montiert Schloss, Patronenlager und Zieleinrichtung. Heraus kommt eine funktionsfähige Waffe.

Auch das Schießen muss ein Büchsenmacher beherrschen. Damit eine Waffe präzise und zuverlässig feuert, muss sie von ihm nämlich eingeschossen und das Visier justiert werden. Der Büchsenmacher repariert außerdem ältere Waffen und wartet sie. Ebenso unterstützt er seine Kunden bei der Auswahl einer Waffe aus industrieller Anfertigung. Er organisiert dazu zum Beispiel ein Probeschießen.

Die Work Life Balance in dem Job ist in der Regel ausgewogen. Die Arbeitszeiten eines Büchsenmachers richten sich vor allem danach, bei welchem Arbeitgeber er Fuß fasst.

Wer im Verkauf arbeitet, freut sich über feste Arbeitszeiten. Herstellende Betriebe sind dagegen nicht an Ladenöffnungszeiten gebunden. Hier kann es eher zu Überstunden kommen. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt stehen gut.

Wie wird man Büchsenmacher?

Formale Voraussetzungen für die Ausbildung zum Büchsenmacher gibt es nicht. Allerdings achten Arbeitgeber darauf, dass Bewerber mindestens über einen Schulabschluss verfügen. Die duale Lehre dauert drei Jahre und findet parallel in Ausbildungsbetrieb und Berufsschule statt.

Derzeit gibt es eine Berufsschule für Büchsenmacher in Baden-Württemberg in Ehingen an der Donau und eine Berufsfachschule für Büchsenmacher im thüringischen Suhl.

Der erste Teil der Gesellenprüfung steht nach Abschluss des zweiten Ausbildungsjahres auf dem Programm. Der zweite Teil nach Abschluss des dritten Ausbildungsjahres. Er beinhaltet die Anfertigung eines Prüfungsstücks, eine Arbeitsaufgabe mit Fachgespräch und zwei schriftliche Prüfungen.

Während der Lehre stehen die folgenden Inhalte auf dem Lehrplan:

  • Sicherheit und Gesundheitsschutz
  • Ballistik
  • Umweltschutz
  • Betriebliche, technische und kundenorientierte Kommunikation
  • Auftragsbearbeitung
  • Planen und Steuern von Arbeitsabläufen
  • Kontrollieren und beurteilen der Arbeitsergebnisse
  • Manuelles Spanen und Umformen
  • Maschinelles Bearbeiten
  • Umgehen mit Werk- und Hilfsstoffen
  • Instandhalten und Warten von Betriebsmitteln
  • Behandeln und Schützen von Oberflächen
  • Fügen
  • Montieren von Schusswaffen
  • Montieren optischer Geräte auf Schusswaffen
  • Warten und Instandsetzen von Schusswaffen
  • Waffenrecht

Arbeitgeber: Wer sucht Büchsenmacher

Büchsenmacher finden in folgenden Bereichen eine Anstellung:

  • Spezialisierte Werkstätten und Handwerksbetriebe
  • Waffenfachhandel
  • Fachgeschäfte für Jäger- und Anglerbedarf
  • Fachgeschäfte für Militärzubehör

Stellenangebote für Büchsenmacher

Büchsenmacher- / Waffenmechaniker-Meister (m/w/d) 20.05.
Generalzolldirektion Offenbach am ...

Gehalt: Was verdient man als Büchsenmacher?

Das Gehalt eines Büchsenmachers hängt wie bei anderen Berufen von Faktoren wie Region, der Größe des Arbeitgebers und der Berufserfahrung ab. Während der Ausbildung fließt im Durchschnitt das folgende Einkommen aufs Konto:

  1. Lehrjahr bis zu 1.000 Euro brutto
  2. Lehrjahr bis zu 1.050 Euro brutto
  3. Lehrjahr bis zu 1.100 Euro brutto

Nach der Ausbildung ist das Einkommen von Büchsenmachern zwischen 1.500 und 1.800 Euro brutto monatlich angesiedelt. Im weiteren Verlauf des Arbeitslebens und mit ein bisschen mehr Berufserfahrung pendelt es sich zwischen 2.500 und 2.800 Euro brutto im Monat ein, wobei sich die Einkommenssituation mit der Übernahme von mehr Verantwortung noch einmal verbessert.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Büchsenmacher

Das Jobprofil des Büchsenmachers gehört zu den Traditionsberufen im Handwerk. Die Jobaussichten für Berufsanwärter stehen insofern gut, weil sich Jahr für Jahr immer weniger weniger Schüler für eine Ausbildung in diesem Bereich entscheiden.

Etwa die Hälfte von ihnen verfügt über einen Realschulabschluss. Das ergab eine Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Ein Drittel der Jobanwärter verfügt sogar über die Hochschulreife. Aber auch Hauptschulabsolventen haben gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz.

Bewerbung: Womit punkten Büchsenmacher

Büchsenmacher sollten die folgenden Hard- und Soft Skills in ihren Bewerbungsunterlagen vermerken:

  • Abgeschlossene Schulausbildung
  • Abgeschlossene Ausbildung
  • Flexibilität
  • Kundenorientierung
  • Sorgfalt
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Gute Noten in Mathematik, Physik
  • Technisches Verständnis
  • Organisatorische Fähigkeiten
  • Fingerspitzengefühl

Karriere: Die Entwicklungschancen als Büchsenmacher

Wer als Büchsenmacher mehr Verantwortung übernehmen möchte, hat die Möglichkeit, die Meisterausbildung zu absolvieren. Das kann im Betrieb geschehen. Es gibt aber auch gewerblichen Schulen, die auf die Meisterprüfung vorbereiten. Neun Monate bei 40 Wochenstunden dauert hier der entsprechende Vorbereitungskurs. Die Prüfung wird von der Innung abgenommen.

Danach haben Büchsenmachermeister die Chance, Personalverantwortung zu übernehmen oder sich mit einem eigenen Betrieb selbstständig zu machen.

Diesen Artikel weiterempfehlen: