Jobprofil: Bauingenieure

Steckbrief: Bauingenieure (m/w/d)

Ausbildung

Studium

Einstiegsgehalt:

2500 €

Work-Life Balance:

Intensiv (45+ Stunden)

Spitzengehalt:

5000+ €

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Das Berufsprofil: Bauingenieur

Bauingenieure sind im im wahrsten Sinne des Wortes für das Fundament der Wirtschaft verantwortlich. Sie betreuen den Ausbau des Straßen- und Schienennetzes genauso wie Industrie- und Hochbau-Projekte. Planung, Technik, Statik und Funktionalität stehen im Mittelpunkt ihrer Arbeit.

Das Jobprofil des Bauingenieurs ist zukunftsträchtig. Denn es gehört zu denen, die wohl immer gebraucht werden. Häuser, Brücken, Straßen oder Bürokomplexe – all das gäbe es nicht ohne sie. Sie sind aber noch für weit größere Projekte verantwortlich. Zum Beispiel, wenn es um die Planung und den Bau von Flughäfen oder Projekte zur Trinkwasserver- oder Schmutzwasserentsorgung geht. Auch On- und Offshore-Windparks, CO2-arme Kraftwerke und Geothermieanlagen gäbe es ohne die Arbeit von Bauingenieuren nicht.

Dabei gestalten sich ihre Aufgaben wie folgt:

  • Kundengespräche
  • Planung und Entwurf
  • Statische Berechnungen für Bauwerke
  • Projektmanagement bei der Umsetzung der Bauvorhaben
  • Koordination der beteiligten Teams
  • Abnahme der Bauten
  • Übergabe an den Bauherrn

Abgesehen davon setzen sich Bauingenieure auch mit den zuständigen Behörden und Planern in Verbindung. Zum Beispiel, um Genehmigungen einzuholen oder festgelegte Bauvorgaben zu eruieren.

Der Beruf des Bauingenieurs ist nicht nur stark mathematiklastig, sondern auch sehr kreativ. Denn kein Bauwerk, keine Anlage oder kein Projekt wird nach einem bereits bestehenden Schema umgesetzt.

Bei jeder Planung gelten andere Parameter. Sei es die Größe des geplanten Bauwerks, das Budget, die Materialvorgaben des Bauherrn, die Umgebung oder der Untergrund. Also muss jedes Mal aufs Neue individuell geplant werden. Das erfordert viel Vorstellungsvermögen. Schließlich soll sich das neu entstehende Gebäude nahtlos in sein Umfeld einfügen.

Der Arbeitsmarkt meint es gut mit Bauingenieuren, allerdings ist die Work Life Balance nicht immer ausgewogen. Denn der Beruf bringt oftmals eine hohe Reisetätigkeit mit sich – nicht immer werden Bauprojekte direkt vor Ort abgewickelt. Im Gegenteil agieren immer mehr Unternehmen global. Auch kann es in Stoßzeiten zu erheblichen Arbeitsspitzen kommen, die Überstunden unabdinglich machen.

Wie wird man Bauingenieur?

Voraussetzung, um als Bauingenieur zu arbeiten, ist ein abgeschlossenes Studium im gleichnamigen Fach. Dieses kann Universitäten, Fachhochschulen oder Fachakademien absolviert werden und endet mit einer Bachelor-Thesis.

Auf dem Stundenplan stehen in dieser Zeit die folgenden Inhalte:

  • Mathematik
  • Baustoffkunde und Bauchemie
  • Statistik
  • Bauentwurf und Baukonstruktion
  • Bauinformatik und CAD
  • Ingenieurbaustoffe und Straßenbaustoffe
  • Festigkeitslehre
  • Statik
  • Holzbau
  • Hydromechanik
  • Baubetrieb und Arbeitssicherheit
  • Stahlbau
  • Stahlbetonbau (oder Massivbau)
  • Geotechnik
  • Straßenplanung und städtisches Verkehrswesen
  • Bauinformatik und Kommunikation
  • Baubetrieb und Brückenbau
  • Siedlungswasserwirtschaft
  • Straßenbautechnik und Eisenbahnbau
  • Wasserwesen

Darüber hinaus gehören praxisbezogene Projekte, Exkursionen und Praktika zum festen Bestandteil der angebotenen Studiengänge. Auch ein praktisches Studiensemester ist vorgesehen.

Arbeitgeber: Wer sucht Bauingenieure

Bauingenieure arbeiten in den folgenden Bereichen:

  • Bau- und Konstruktionsbüros
  • Spezialisierte Architekturbüros
  • Bei Behörden

Gehalt: Was verdient man als Bauingenieur?

Das Einkommen von Bauingenieuren ist von der Größe des Arbeitgebers, der Region und der Berufserfahrung abhängig. Auch die Qualifikation ist ausschlaggebend. Während Bachelor-Absolventen mit einem Einstiegsgehalt zwischen 2.500 und 3.000 Euro brutto rechnen können, verdienen Master-Absolventen meist bis zu 500 Euro brutto im Monat mehr.

Nach einigen Jahren Berufserfahrung sind Einkommen zwischen 4.500 und 5.000 Euro brutto im Monat realistisch. Bauingenieure, die innerhalb ihres Betriebs die Karriereleiter erklimmen, verdienen noch einmal mehr.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Bauingenieure

Angehende Bauingenieure brauchen sich keine Sorgen um ihre berufliche Zukunft zu machen. Die Jobaussichten sind nach aktuellen statistischen Erhebungen hervorragend.

Angesichts der Altersstruktur der beschäftigten Bauingenieure werden die zukünftigen Bauingenieurabsolventen zunehmend gute Arbeitsmarktbedingungen vorfinden, obwohl die Studierendenzahlen in den letzten Jahren wieder stark angestiegen sind.

Bewerbung: Womit punkten Bauingenieure

Um ein erfolgreicher Bauingenieur zu werden, müssen Absolventen bestimmte Talente und Fähigkeiten auf sich vereinen. Die folgenden zum Beispiel:

  • Akademischer Abschluss
  • Praxiserfahrung
  • Auslandserfahrungen
  • Analytisches Denken
  • Wirtschaftliches Verständnis
  • Durchsetzungsfähigkeit
  • Teamfähigkeit
  • Mathematisches Verständnis
  • Kreativität
  • Genauigkeit

Karriere: Die Entwicklungschancen als Bauingenieur

Bauingenieure können zum Team- oder Projektleiter bis hin zum Bauleiter aufsteigen, oder auch bis zum Geschäftsführer oder Vorstand. Bauingenieure im öffentlichen Dienst können sich derweil zum Amtsleiter,Baustadtrat oder Baubürgermeister hocharbeiten.

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