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Jobprofil: Fluglotsen (m/w)

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Steckbrief: Fluglotse (m/w)

Ausbildung:
Ausbildung
Work-Life Balance:
Normal (40-45 Stunden)
Einstiegsgehalt:
3.000 €
Spitzengehalt:
9000+ €

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Das Berufsprofil: Fluglotse

Die Vorstellung davon, wie entscheidend die Arbeit eines Fluglotsen für einen reibungslosen Ablauf im Flugverkehr ist, ist bei vielen eher vage. Dabei ist der Fluglotse so etwas wie das Pendant des Piloten – aber eben am Boden. Die Verantwortung für die Fluggäste tragen beide in etwa in gleichen Teilen.

Es ist schon richtig, dass der Pilot die Maschine steuert. Doch ohne die exakten Anweisungen von Fluglotsen könnte er das nicht. Er ist auf ihre Kurs- und Höhenvorgaben angewiesen.

Hier die richtigen Werte zu übermitteln, verlangt Fluglotsen ein erhebliches technisches Verständnis ab. Fluglotsen müssen dazu hochspezialisierte Radar- und Computersysteme bedienen und mitunter in Sekundenschnelle interpretieren und eine Entscheidung fällen können.

Das ist nicht immer einfach und erfordert viel Erfahrung, um in jeder Situation einen kühlen Kopf zu bewahren. Verschätzen sich Fluglotsen, kann es im Zweifel zu Unfällen mit katastrophalen Ausmaßen kommen.

Fluglotsen können in verschiedenen Bereichen von Flughäfen arbeiten. In der Kontrollzentrale verantworten sie An- und Abflugkontrolle und die Streckenkontrolle. Hier kontrollieren sie mit ihren hochsensiblen Messgeräten Gebiete, die sich im weiteren Umkreis eines Flughafens befinden.

Hierzu bedarf es Teams aus Radar- und Koordinationslotsen, die sich blind aufeinander verlassen können. Wo liegen die Unterschiede? Radarlotsen kommunizieren direkt mit dem Cockpit eines Flugzeugs und geben exakte Informationen an Pilot und Copilot. Der Koordinationslotse ist hingegen verantwortlich, die jeweils optimale Streckenführung zu ermitteln, so dass es im Luftraum nicht zu kritischen Zwischenfällen kommen kann.

Die Kollegen im Tower überwachen hingegen den unmittelbaren Luftraum rund um einen Flughafen und sorgen für reibungslose Start- und Landemanöver.

  • Sie genehmigen das Anlassen der Triebwerke
  • Sie informieren Piloten über das Abflugverfahren
  • Sie erteilen Roll- und Startfreigaben
  • Sie führen anfliegende Maschinen sicher zum Boden
  • Sie haben den Nahverkehr rund um den Flughafen im Blick

Die Work Life Balance von Fluglotsen muss ausgewogen sein. Denn ein überarbeiteter Flugloste, der nicht topfit ist, kann Katastrophen auslösen, die viele Menschenleben kosten können.

Insofern achten Arbeitgeber strikt auf die Einhaltung der Dienst- und Ruhezeiten. Auf dem Arbeitsmarkt haben es Fluglotsen im Moment eher leicht. Die Globalisierung sorgt dafür, dass immer mehr Maschinen starten und Flughäfen ausgebaut werden. Es gibt also viel zu tun für die Fachkräfte.

Wie wird man Fluglotse?

Die Ausbildung zum Fluglotsen dauert mit ihren 12 bis 18 Monaten im Vergleich zu anderen nicht allzu lang. Das heißt aber nicht, dass es sich um eine Schmalspurausbildung handeln würde. Im Gegenteil.

Der Beruf kommt von vornherein nur für Abiturienten oder - besser noch - Bachelor-Absolventen in Frage, wobei Bewerber maximal 24 Jahre alt sein dürfen und über gute bis sehr gute Englischkenntnisse verfügen sollten. Auch ist der Nachweis über ein intaktes Seh- und Hörvermögen Pflicht.

Für viele ist der Weg in den Beruf aber auch schon wieder zu Ende, ehe er überhaupt richtig begonnen hat. Das Auswahlverfahren ist knallhart und 95 Prozent der Jobanwärter fallen durch. Von den restlichen fünf Prozent, die es in die engere Auswahl geschafft haben, scheitern noch einmal weitere bei der Ausbildung.

Nach der Aufnahmeprüfung folgt die Ausbildung an der Akademie für Flugsicherung am Campus der Deutschen Flugsicherung im hessischen Langen. Auf dem Lehrplan stehen:

  • Meteorologie
  • Flugzeugkunde
  • Equipment
  • Praktische Simulationen am Radarschirm
  • Praktische Simulationen im 3D-Tower-Simulator
  • Navigation
  • Luftrecht
  • Luftfahrt-Englisch
  • Sprechfunkverfahren

In der anschließenden Ausbildungsphase folgt ein Training "on the Job". Die praktische Ausbildung findet direkt in einer Kontrollzentrale oder im Tower statt. Nun dreht sich alles darum, die theoretischen Kenntnisse in die Tat umzusetzen - unter Aufsicht versteht sich.

Mit zunehmender Erfahrung übernehmen Jobanwärter mehr und mehr Verantwortung. Im Verlauf ihrer Ausbildung erwerben angehende Fluglotsen regelmäßig weitere Lizenzen – und mit dem Erwerb der letzten Lotsenlizenz dürfen sie eigenverantwortlich arbeiten.

Arbeitgeber: Wer sucht Fluglotsen

Die Anzahl der Arbeitgeber, die Fluglotsen beschäftigen, ist naturgemäß begrenzt. Sie arbeiten in folgenden Bereichen:

  • Bei der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH
  • Bei Flughafenbetrieben
  • Bei der Bundeswehr

Stellenangebote für Fluglotsen

Ausgebildeter Fluglotse im Bereich Center // Oberer Luftraum (w/m/d) 15.07.
DFS Deutsche Flugsicherung GmbH Karlsruhe

Gehalt: Was verdient man als Fluglotse?

Entsprechend der hohen Verantwortung, die Fluglotsen Tag für Tag schultern, ist das Gehalt der Hüter des Luftraums sehr gut. Wie in anderen Berufen hängt das Einkommen stark von Berufserfahrung und Verantwortungsbereich ab.

Der tariflich festgelegte monatliche Bruttoverdienst liegt zu Beginn der Karriere zwischen 3.000 und 4.200 Euro. Je nach Größe eines Flughafens fließen zusätzlich sogenannte operative Zulagen aufs Konto, die zwischen 1.200 und 3.200 Euro rangieren.

Mit zunehmender Verantwortung entwickelt sich das Gehalt nach oben. Erfahrene Fluglotsen können mit einem Spitzenverdienst bis zu 8.200 Euro brutto rechnen.

Einstiegschancen: Die Aussichten für Fluglotsen

Die Welt rückt zusammen und das Verkehrsaufkommen in der Luft steigt und steigt. Das macht den Beruf des Fluglotsen zu einem Job, der recht krisensicher ist. Denn dort, wo Flugzeuge in der Luft sind, bedarf es auch Fluglotsen, die sie koordinieren. Selbst kleine Flughäfen werden inzwischen für Passagieraufkommen in Millionenhöhe ausgerüstet und die Anzahl der Passagier- und Frachtmaschinen im deutschen Luftraum steigt kontinuierlich.

Bewerbung: Womit punkten Fluglotsen

Fluglotsen müssen in der Regel keine Bewerbungen schreiben. Nach der Ausbildung an der Akademie der Deutschen Flugsicherung erfolgt direkt die Zuordnung zum neuen Arbeitsplatz.

Dieser ist nicht frei wählbar, sondern wird nach dem örtlichen Bedarf zugeteilt. Nichtsdestotrotz gibt es ein paar Fähigkeiten, die für Fluglotsen im Job extrem wichtig sind und die bereits im Auswahlverfahren überprüft werden:

  • Verantwortungsbewusstsein
  • Sehr gutes analytisches Denken
  • Sehr gute Ergebnisse in Mathe
  • Auch in hektischen Situationen müssen Fluglotsen einen kühlen Kopf bewahren
  • Örtliche und zeitliche Flexibilität
  • Bestehen einer Zuverlässigkeits- und Sicherheitsüberprüfung
  • Mentale Stärke
  • Kommunikationskompetenz
  • Gesundheitliche Fitness

Karriere: Die Entwicklungschancen als Fluglotse

Fluglotsen können ihre Karriereperspektiven zum Beispiel erweitern, indem sie mit gewisser Berufserfahrung Führungsverantwortung übernehmen. Auch ist es möglich, dass sie sich als Ausbilder um Training und Ausbildung des Fachkräftenachwuchses kümmern.

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