Lebenslauf: 10 Muster und Vorlagen, alle Tipps und Infos

Der Lebenslauf ist das Herzstück Ihrer Bewerbung. Für Personalentscheider ist der Lebenslauf Gold wert, denn er bündelt alle notwendigen Informationen eines Kandidaten. Wichtig ist, dass Sie den tabellarischen Lebenslauf strukturiert aufbauen und Übersichtlichkeit herstellen. Passen dann auch noch die Inhalte, sind Sie Ihrem Traumjob ein großes Stück näher gekommen. Wie gut, dass es unsere kostenlosen Muster und Vorlagen gibt. Damit kann praktisch nichts mehr schiefgehen. Außerdem zeigen wir Ihnen, wie Sie den perfekten (tabellarischen) Lebenslauf aufbauen und strukturieren, wie Sie die einzelnen Punkte benennen und formulieren. Dazu gibt viele weitere Tipps, Tabus und Beispiele: Welche Sprachkenntnisse und Hobbys müssen unbedingt enthalten sein (und welche nicht), damit Ihr Lebenslauf überzeugt?

Lebenslauf Muster Vorlage Tipps

Lebenslauf Muster: 10 kostenlose Vorlagen als Gratis-Download

Um Ihnen beim Gestalten, Formulieren und Strukturieren des Lebenslaufs zu helfen, haben wir hier für Sie ein paar Lebenslauf-Vorlagen als WORD-Datei und als PDF erstellt, die Sie sich absolut kostenlos herunterladen können. Muster-Lebenslauf downloaden – einfach auf das Vorschaubild klicken…

Lebenslauf Muster Beispiel Muster Lebenslauf Beispiel
Lebenslauf Vorlage Nr. 1: PDF Vorschau Lebenslauf Vorlage Nr. 2: PDF Vorschau
Lebenslauf Beispiel Muster Muster Lebenslauf Beispiel
Lebenslauf Vorlage Nr. 3: PDF Vorschau Lebenslauf Vorlage Nr.4: PDF Vorschau
Lebenslauf Vorlage Lebenslauf + Vorlage
Lebenslauf Vorlage Nr.5: PDF Vorschau Lebenslauf Vorlage Nr. 6: PDF Vorschau
lebenslauf vorlage word Vorlage Lebenslauf
Lebenslauf Vorlage Nr.7: PDF Vorschau Lebenslauf Vorlage Nr.8: PDF Vorschau
lebenslauf vorlage# lebenslauf vorlagen
Lebenslauf Vorlage Nr. 9: PDF Vorschau Lebenslauf Vorlage Nr. 10: PDF Vorschau

Warum der Lebenslauf immer wichtiger wird

Der tabellarische Lebenslauf ist ein elementarer Bestandteil jeder Bewerbung. Er ist extrem wichtig – und er wird gegenwärtig sogar noch wichtiger. Warum? Weil…

  • …immer mehr Unternehmen auf ein Anschreiben verzichten. Dadurch wird die Aufmerksamkeit der Personalabteilung noch stärker auf den Lebenslauf gelenkt.
  • …immer mehr Unternehmen professionelle HR-Software einsetzen. Die Software prüft den Lebenslauf auf Herz und Nieren – sprich: auf Passung zur ausgeschriebenen Stelle – und ist dabei ganz und gar unbestechlich.

Für einen Personaler aus Fleisch und Blut ist der Lebenslauf ebenfalls das wichtigste Dokument der Bewerbung, da dieser alle wesentlichen Informationen über den Bewerber in – hoffentlich – übersichtlicher Form strukturiert.

Ob ein Kandidat zum Stellenangebot in der Jobbörse passt, kann von Personalern durch einen Blick auf den Lebenslauf schnell erfasst werden.

Auch bei einer Kurzbewerbung oder Initiativbewerbung ist der tabellarische Lebenslauf unverzichtbar.

Lebenslauf in der Bewerbung

Lebenslauf und Bewerbungsschreiben bzw. Anschreiben bilden das Gravitationszentrum der Bewerbungsunterlagen.

Die Elemente einer vollständigen Bewerbung sind:

Ein Deckblatt sollten Sie nur einbauen, wenn es einen echten Mehrwert bietet. Es ist eher Kür als Pflicht – im Gegensatz zum Lebenslauf. Der tabellarische Lebenslauf gehört zwingend in jede Bewerbung.

Lebenslauf in der Bewerbungsmappe

In der typischen Bewerbungsmappe liegt das Anschreiben lose obenauf. Öffnet man die Bewerbungsmappe, erscheint zuerst der Lebenslauf.

Wird ein Deckblatt verwendet, kommt der Lebenslauf dahinter. So sieht das konkret aus:

Wie schreibt man eine Bewerbung Vollstaendige Bewerbungsmappe Bewerbungsunterlagen Muster

Wichtig: Anschreiben und Lebenslauf werden beide per Hand unterschrieben. Im Falle einer E-Mail-Bewerbung wiederum wird meist nur ein einziges PDF im Anhang versendet.

Das PDF enthält alle Dokumente, die man auch der Bewerbungsmappe beigelegt hätte. Auch hier folgt der Lebenslauf im Bewerbungsdokument nach dem Bewerbungsanschreiben.

Lebenslauf Aufbau

Punkt für Punkt auflisten, Datum daneben, fertig. Stopp! Behandeln Sie Ihren Lebenslauf bitte nicht wie einen Aussätzigen – indem Sie ihn kaum anrühren.

Er sollte (mindestens) genauso sorgfältig und akribisch erstellt werden wie das Anschreiben. Und zwar für jede neue Bewerbung individuell.

Der tabellarische Lebenslauf ist nicht nur ein prägender Faktor Ihrer Bewerbung – er entscheidet, ob Sie überhaupt in die engere Auswahl kommen.

Grundsätzlich folgt er einem klaren Schema. Diese Punkte werden nacheinander abgehandelt:

  • Persönliche Daten
  • Angestrebte Position
  • Beruflicher Werdegang und Berufserfahrung
  • Ausbildung (inklusive Schule und Studium)
  • Praktika
  • Kenntnisse und Weiterbildungen
  • Interessen und Hobbys

Üblich ist eine tabellarische Darstellung des beruflichen Werdegangs – in der Regel in zwei Spalten: links die Datumsangaben und Zeitspannen (Format: MM/JJJJ – MM/JJJJ), rechts die Angaben zu bisherigen Stationen, Kompetenzen, Interessen, Hobbys.

Ihr Lebenslauf soll dem Personaler auf den ersten Blick klar machen, dass Sie die notwendigen Qualifikationen und Erfahrungen für die vakante Stelle mitbringen. Kurzum: Dass Sie der beste Mann oder die beste Frau für den Job sind.

Der tabellarische Lebenslauf umfasst zwei bis maximal drei DIN A4-Seiten. Drei Seiten sind nur dann eine angemessene Länge, wenn Sie schon zehn Jahre Berufserfahrung auf dem Buckel haben oder eine langjährige Führungskraft sind.

Besser ist, Sie fassen sich kurz. Ihr Curriculum Vitae ist eine reine Faktensammlung, keine Prosa.

Lebenslauf Inhalt

Welche Inhalte gehören in den Lebenslauf?

Zunächst einmal hängt dies von Ihrem bisherigen Werdegang ab. Die berufliche Vita stellt eine komprimierte und fokussierte Darstellung Ihres bisherigen Könnens und Schaffens dar. Sie soll nach Möglichkeit lückenlos sein.

Wichtig sind in diesem Zusammenhang vor allem Ihre bisherigen beruflichen Stationen und die Ausbildung (inklusive Schule und Hochschule). Legen Sie Wert darauf, Ihre Erfolge in Stichworten oder Halbsätzen zu beschreiben und mit harten Zahlen oder Fakten zu untermauern.

Als Orientierung für die Formulierung der einzelnen Stationen dient dieser Merksatz:

Als was habe ich wo gearbeitet, was waren die Aufgaben und was habe ich in dieser Zeit für meinen Arbeitgeber erreicht?

Für die anderen Punkte wie Zusatzqualifikationen, Zertifikate, Interessen oder Hobbys gilt: Nur was zur ausgeschriebenen Stelle passt und für diese relevant ist, gehört in den Lebenslauf. Überflüssige Informationen lassen Sie weg – unnützer Leseballast!

Entscheidend ist, dass Sie all Ihre Stationen und Skills übersichtlich und strukturiert aufführen.

Diese Inhalte und Informationen gehören in jeden Lebenslauf:

  • Persönliche Daten

    Die Basics stehen immer ganz am Anfang: Vorname und Nachname, Anschrift, Kontaktdaten, Geburtstag, Geburtsort, Familienstand und gegebenenfalls die Staatsangehörigkeit.

    Ihre Konfession müssen Sie im Normalfall nicht aufführen. Nur bei speziellen Arbeitgebern – zum Beispiel bei kirchlichen Trägern im Sozialbereich – kann die Religionszugehörigkeit ein wichtiger Faktor sein.

    Legen Sie Sorgfalt an den Tag: Es soll schon vorgekommen sein, dass ein Bewerber sein Geburtsdatum vertauscht und sich so ins Aus manövriert hat. Auch macht es einen stümperhaften Eindruck, wenn man den eigenen Namen aus Schusseligkeit falsch geschrieben hat — zum Beispiel „Schmidtt“.

    Ein Bewerbungsfoto ist freiwillig, aber vorteilhaft.

  • Angestrebte Position

    Tipp: Schreiben Sie den Begriff „Angestrebte Position“ mitsamt der Berufsbezeichnung genauso in Ihre Bewerbung.

    Der psychologische Effekt ist enorm: Zum Einen erheben Sie dadurch ausdrücklich Anspruch auf die Position und betonen indirekt, dass Sie den Job wirklich wollen. Zum Anderen zeigt das Detail, dass der Lebenslauf individuell, also nur für diese Stelle angepasst wurde. Kleiner Aufwand, große Wirkung.

  • Beruflicher Werdegang und Berufserfahrung

    Die amerikanische Variante des Lebenslaufs hat sich mittlerweile auch in Deutschland durchgesetzt. Das heißt: Sie beginnen mit Ihrer aktuellen oder letzten Berufsstation. Danach folgen – umgekehrt chronologisch – die Positionen davor.

    Ein Muss, den Lebenslauf so aufzubauen, ist dies aber nicht. Sie können sich auch chronologisch von hinten nach vorne arbeiten und mit Ihrer ersten Berufsstation anfangen. Das ist vor allem für Berufseinsteiger sinnvoll, die noch über wenig Erfahrung verfügen.

    Wichtig ist nur, dass Sie die gewählte Variante konsequent durchhalten und auf ein sauberes Layout und einheitliche Formatierung achten. Die einzelnen Stationen ergänzen Sie um möglichst kurze, aber aussagekräftige Stichpunkte.

    Auch eine mögliche Elternzeit ist eine eigene Station. Ihre Erwähnung übertüncht möglicherweise eine Lücke in Ihrer Vita.

  • Ausbildung

    Die gewählte Chronologie (amerikanisch oder chronologisch) halten Sie auch hier ein. Die Ausbildung umfasst neben dem Studium und möglichen Stipendien die Berufsausbildung, Schulbildung einschließlich der Schulabschlüsse und Abschlussnote.

    Geleisteter Wehr- oder Ersatzdienst sollte ebenfalls nicht unterschlagen werden, weil sonst womöglich eine Lücke im Lebenslauf entsteht. Gut möglich, dass später im Vorstellungsgespräch Fragen zur Ausbildung gestellt werden. Darauf vorbereiten!

  • Praktika

    Berufserfahrene mit langjähriger Expertise müssen keine Praktika mehr im Lebenslauf aufführen. Für Berufsanfänger aber sind Praktika enorm wichtig.

    Vor allem sollten sie herausstellen, welche Erfahrungen und Kenntnisse Sie während des Praktikums gewonnen haben – und warum diese für die angestrebte Position von Vorteil sind. Stellen Sie also nach Möglichkeit eine direkte Verbindung zwischen Praktikum und Job her.

  • Besondere Kenntnisse

    Kenntnisse und Fähigkeiten, die Sie hier aufnehmen könnten:

  • Hobbys und Interessen

    Die Wahrheit ist: Hobbys und Interessen im Lebenslauf befriedigen nicht nur die angeborene Neugier des Personalers. Sie sind relevant, weil Sie das persönliche Profil und die Soft Skills eines Bewerbers abrunden.

    Sie zeigen Ihre Persönlichkeit – und wenn diese Vorlieben gut zur Stelle passen, umso besser! Am besten nennen Sie Interessen, die Stärken und Talente betonen, welche Sie auch im Job benötigen.

    Beispiel: Sie wollen bei einer Versicherung anheuern, die auch wertvolle Spring- und Rennpferde versichert. Das Hobby Reiten würde – natürlich nur, wenn es der Wahrheit entspricht – wunderbar passen. Oder Sie betonen Ihre Mitgliedschaft in Vereinen oder Ehrenämter.

    Aber nochmal der Hinweis: Überfrachten Sie Ihren Lebenslauf bitte nicht. Im Zweifel lieber einen Punkt weglassen, damit die Bewerbung übersichtlich bleibt. Klarheit, Übersicht und Werdegang sind Trumpf.

  • Ort, Datum, Unterschrift

    Ein wichtiges Detail zum Schluss: Ihre Unterschrift fügen Sie handschriftlich in den Lebenslauf ein. Mit Ihrer Unterschrift dokumentieren Sie die Korrektheit der Angaben.

    Ort und Datum können Sie noch in der Textverarbeitung eingeben. Das Datum zeigt die Aktualität und signalisiert dem Personaler Individualität. Aussage: „Es handelt sich hier um ein Unikat, kein altes Massen-Papier.“

Lebenslauf Führerschein

Ein vorhandener Führerschein gehört in die Rubrik „Besondere Kenntnisse“ im Lebenslauf.

Dass Sie einen Führerschein besitzen, sollten Sie aber nur angeben, wenn dies in der Stellenanzeige verlangt wird oder wenn es für den Job unerlässlich oder vorteilhaft ist. Dies ist zum Beispiel der Fall bei:

Erfordert Ihr Beruf eine rege Reisetätigkeit, ist ein Führerschein natürlich von Vorteil. Oder wenn Sie in Ihrem Job kurzfristig Schichten übernehmen müssten. Wer dann auf dem Land wohnt und KEINEN Führerschein hat, ist nicht selten aufgeschmissen.

Ansonsten ist diese Information irrelevant und kann aus der Vita gestrichen werden.

Angaben zu den Eltern

angaben zu den elternGehören Angaben zu den Eltern in den Lebenslauf?

Kurze Antwort: Nein. Es handelt sich um ein Relikt aus vergangenen Tagen, wo man noch die Berufe der Eltern in der Vita erwähnt hat. Die interessieren heute aber niemanden mehr. Schließlich bewerben sich nicht ihre Eltern auf die Stelle, sondern Sie.

Lebenslauf Beispiele

Ihr beruflicher Werdegang ist für die Personalentscheider extrem wichtig. Er dokumentiert Ihre Stationen, Erfahrungen, Kompetenzen. Ihre berufliche Eignung und Profession. Seien Sie daher nicht zu flapsig oder sorglos.

Wer zum Beispiel nur einen abgekürzten Firmennamen oder ein Mini-Stichwort zur jeweiligen Tätigkeit aufführt, offenbart Lustlosigkeit und mangelnde Professionalität. Besser, Sie stellen anhand von Beispielen klar, welchen Nutzen Sie für Ihre bisherigen Arbeitgeber hatten und welche Erfolge Sie vorzuweisen haben.

Die Herausforderung ist also: Möglichst viel sagen – mit so wenigen Worten wie möglich.

Wichtig ist auch, dass Sie Übersichtlichkeit und Struktur beibehalten. Am besten, Sie gliedern die Stationen nach diesem Schema:

  • Position: Welche Bezeichnung hatte Ihre Position?
  • Arbeitgeber: Wie hieß die Firma? Um welche Art von Unternehmen handelte es sich?
  • Aufgaben, Erfolge: Was haben Sie gemacht? Was haben Sie geschafft?

Schreiben Sie also nicht einfach:

Logistics Supervisor
Arbeitgeber: Logistik KG (100 Mitarbeiter)
Personalverantwortung für 20 Mitarbeiter

Sondern schreiben Sie lieber:

Leiter interne Logistik
Arbeitgeber: Logistik KG, Hamburg, (100 Mitarbeiter)
Verantwortlich für Absackanlage, Lager, Tankzugentladung, 20 Mitarbeiter

  • Aufbau der Logistikabteilung
  • Verlagerung der Absackanlage
  • Verdoppelung der Absackleistung
  • Einführung eines Recycling-Systems und Kostenreduktion um 25 Prozent

Sie fassen also Ihre Aufgaben kurz und aussagekräftig zusammen – und garnieren Sie mit Ihren Erfolgen. Wichtig: Das alles nur im Telegrammstil, keine ausschweifenden Erklärungen und Romane.

Lebenslauf Keywords

Immer mehr Unternehmen – auch mittlere und kleine – setzen auf HR-Software. Der Bewerbungsprozess wird dadurch immer stärker automatisiert.

Sogenannte CV Parser oder Bewerber-Tracking-Systeme filtern die eingehenden Bewerbungen. Vermeintlich unpassende Bewerber werden von vornherein aussortiert, ohne dass je ein menschlicher Mitarbeiter einen Blick auf den Lebenslauf geworfen hätte.

Die Filter können beliebig eingestellt werden und sich beispielsweise auf Fähigkeiten, Berufserfahrungen oder Qualifikationen fokussieren. Bewerbungen, die die Vogaben nicht erfüllen, werden automatisch aussortiert. Das klassische Fallbeispiel ist die Note: Wer ein vorgegebene Note in der Schule oder Uni nicht erreicht hat, hat das Nachsehen.

Was bedeutet das für Bewerber?

  1. Erstens, dass sie auf eine kreative Bewerbung verzichten sollten. Wenn die Maschine die Vorauswahl trifft, zielt eine Kreativbewerbung ins Leere. Ausgefallene Layouts und kreative Verrenkungen interessieren einen Computer nicht.
  2. Zweitens, dass Sie genau auf die Stellen- und Aufgabenbeschreibung in der Stellenanzeige achten sollten. Ihr Lebenslauf spiegelt die Stellenanzeige nach Möglichkeit wieder. Sie greift also die Begriffe auf, die auch in der Annonce auftauchen.

Vor allem müssen Sie als Bewerber die Muss-Anforderungen des Arbeitgebers identifizieren. Wenn im Anforderungsprofil von verhandlungssicheren Englischkenntnissen und der Programmiersprache C++ die Rede ist, dann sollten diese beiden Keywords auch im Lebenslauf erscheinen. Das eine können Sie in der Spalte Fremdsprachenkenntnisse einbauen, das andere unter IT-Kenntnisse.

Flächendeckend eingesetzt werden Robo-Recruiter gleichwohl noch nicht. In einer kleinen Firma kann eine kreative Bewerbung sehr wohl Anklang finden.

Lebenslauf Lügen

Wer in der Bewerbung unwahre Angaben macht, muss auch nach überstandener Probezeit noch mit einer fristlosen Kündigung rechnen.

Gefälschte Arbeitszeugnisse, falsche akademische Titel oder erfundene Arbeitsstationen sind keine Bagatellen. Sie sind Betrug. Und Betrug ist strafbar.

Bleiben Sie daher bei der Wahrheit. Lügen haben kurze Beine – und gehören nicht in den Lebenslauf.

Das heißt aber selbstverständlich nicht, dass Sie jeden Fehltritt oder Misserfolg proaktiv im Lebenslauf nennen müssen. Sie dürfen delikate Details dezent verschweigen – zum Beispiel peinliche Jobs im früheren Leben (Pornodarsteller, anyone?) oder zurückliegende Krankheiten, die Zweifel an Ihrer Leistungsfähigkeit aufkommen lassen könnten. Auch müssen Sie niemandem auf die Nase binden, dass Ihnen die letzten drei Arbeitgeber fristlos gekündigt haben…

Mehr noch, Sie können Ihre Bewerbung sogar vollständig anonymisiert abgeben. Das Allgemeine Gleichstellungsgesetz (AGG) macht es möglich. Demnach dürfen Sie ganz offiziell das Datum und den Ort Ihrer Geburt und sogar Ihren Namen verschweigen. Schließlich wird dadurch Diskriminierungen aufgrund von Herkunft, Alter oder Geschlecht ein Riegel vorgeschoben. Auch ein Bewerbungsfoto ist keineswegs Pflicht.

Wenn Sie diesen Weg gehen, sollten Sie darauf achten, Ihre aktuellen Kontaktdaten – also Telefonnummer oder E-Mail-Adresse – anzugeben. Auf dem Postweg kann Sie der Arbeitgeber ja nur schwerlich erreichen…

Unclever wäre freilich, wenn Ihre E-Mail-Adresse Rückschlüsse auf Ihren Namen oder Geschlecht zuließe. Eine Abkürzung (z.B. die Initialen) könnte die Lösung sein.

Und ob Sie mit einer anonymen Bewerbung Erfolg haben, ist äußerst fraglich. Noch hat sich die anonymisierte Bewerbung in Deutschland nicht durchgesetzt.

Lebenslauf PDF und WORD

Sie haben im Grunde drei Möglichkeiten, um Ihren Lebenslauf zu erstellen:

  • Sie erstellen Ihr CV individuell und komplett selbst.
  • Sie erstellen den Lebenslauf mithilfe von (kostenlosen) Vorlagen – siehe unsere Vorlagen oben.
  • Sie lassen ihn von einem Profi erstellen, gestalten und optimieren.

Falls Sie sich für die erste Variante entscheiden, ist vermutlich die Textverarbeitung von Microsoft WORD die erste Wahl. Mit dem Textverarbeitungsprogramm lassen sich (unsichtbare) Tabellen oder Tabulatoren in das Dokument einfügen und die Textblöcke exakt an diesem Raster ausrichten. Sündhaft teure Tools oder Wunderwerkzeuge benötigen Sie jedenfalls nicht, wenn Sie einen modernen Lebenslauf erstellen wollen.

Fertige Muster und Lebenslauf-Vorlagen nehmen Ihnen diese Arbeit ab. Hier brauchen Sie meist nur noch den vorgefertigten Blindtext durch eigene Angaben zu ersetzen. Mit unseren Vorlagen ist das ganz einfach. Sie können sie oben kostenlos herunterladen.

Aber Achtung: Da solche Vorlagen auch von vielen anderen Bewerbern genutzt werden, sollten Sie diese immer persönlich abwandeln und individualisieren. Oft reicht es schon, ein anderes Hintergrundbild (sogenanntes Wasserzeichen) einzufügen.

Darüber hinaus können und sollten Sie bei einem solchen Lebenslauf-Muster auch die Schriftarten, Schriftgrößen, Farben und Grafik-Elemente anpassen. Dies kann etwas Zeit in Anspruch nehmen, lohnt sich aber, weil Ihr Lebenslauf dadurch einzigartig wird.

Wenn Sie den Lebenslauf anschließend Ihrem Arbeitgeber in spe schicken wollen, sollten Sie in jedem Fall eine PDF-Datei nutzen. Vorteil: Das Format ist gar nicht bzw. nur schwer veränderbar. Bewahren Sie die ursprüngliche WORD-Datei aber gut auf, um nachträgliche Änderungen vornehmen zu können.

Ihren Lebenslauf im PDF- oder WORD-Format können Sie zudem in die Online-Bewerbungssysteme einpflegen, mit denen zahlreiche Unternehmen Bewerber durch den Bewerbungsprozess führen.

Das PDF versehen Sie am besten mit einem sprechenden Dateinamen wie „Lebenslauf_Name.pdf“. Sie können die Datei dann immer zuordnen (der Personaler übrigens auch), ohne sie stets aufs Neue öffnen zu müssen.

Lebenslauf Gestaltung

Der tabellarische Lebenslauf hat den Vorteil, sehr übersichtlich zu sein.

Durch den strukturierten Aufbau erkennt der Empfänger sofort, welche Fähigkeiten, Qualifikationen und Ausbildungsstationen der Bewerber aufzuweisen hat. Das erleichtert die Arbeit der Personalentscheider enorm. Schnell die Angaben scannen und einmal drüberfliegen – das ist in drei fünf Minuten erledigt.

Das sind die entscheidenden Vorteile des tabellarischen Lebenslaufs:

  • Er bündelt viele Informationen auf nicht mehr als zwei oder maximal drei Seiten.
  • Auswahlkriterien wie Abschlussnote oder Berufserfahrung können schnell erfasst werden.
  • Er stellt die direkte Vergleichbarkeit verschiedener Bewerber her.

Wer seinen Lebenslauf zu aufwändig gestaltet, riskiert, dass Übersichtlichkeit und Struktur darunter leiden. Trotzdem gibt es kleine Schrauben, an denen Sie drehen können.

So können Sie den Lebenslauf zum Beispiel aufpeppen, indem Sie folgende Tipps zum Lebenslaufdesign beherzigen:

  • Fettschrift

    Fettungen lassen sich gezielt einsetzen, um einzelne Stationen, Skills oder Bulletpoints hervorzuheben. Das macht die Lesbarkeit besser. Achten Sie in dem Fall aber auf Einheitlichkeit, indem Sie zum Beispiel immer nur die Datumsangaben (MM/JJJJ) fetten.

  • Linien

    Dünne und dezente Linien verbessern den Lesefluss. Setzen Sie diese gezielt ein, um dem Leser Arbeit abzunehmen. Was auch hilft: Die Linien grau und nicht schwarz gestalten.

  • Farben

    Allzu farbenfroh sollte der Lebenslauf nicht sein. Es lenkt ab und wirkt infantil. Sie könnten aber durchaus die Farbe, die das Unternehmen und der potenzielle Arbeitgeber im Logo verwendet, als Hauptfarbe wählen und für die Überschriften nutzen. Die versteckte Botschaft: Sie passen zum Unternehmen – und wollen dazugehören.

  • Kopfzeile

    Wenn Sie in Ihrem Anschreiben eine Kopfzeile verwenden, sollte diese sich genauso auch im Bewerbungsanschreiben wiederfinden. Das verpasst Ihrer Bewerbung einen einheitlichen Look.

  • Bewerbungsfoto

    Das Bewerbungsfoto gehört – sofern Sie eines anbringen möchten – im Lebenslauf nach rechts oben. Je nach Aufbau und Design sind aber auch andere Varianten möglich. Nach dem AGG – dem Allgemeinen Gleichbehandlunsgesetz – können Sie das Bewerbungsfoto heute zwar auch weglassen. Wir empfehlen dies aber nicht. Tatsächlich können Sie sich mit einem Bewerbungsfoto positiv von der Masse abheben – vorausgesetzt, es ist professionell und aktuell.

Schriftarten

Auch wenn die Typographie der Bewerbungsunterlagen auf den ersten Blick irrelevant erscheint: Schriftarten entfalten subtile Wirkung – erst recht, wenn es sich dabei nicht gerade um eine der beiden Standard-Schriftarten Arial oder Times handelt. Glücklicherweise gibt es hervorragende Alternativen…

Egal, für welche Schrift Sie sich entscheiden – sie muss gut lesbar sein. Zu viele Schnörkel oder Designschriften sind bei langen Texten eher eine Netzhautpeitsche. Wir halten zum Beispiel Helvetica oder Georgia nach wie vor für sehr geeignet.

Die wichtigste Regel lautet: Verwenden Sie in all Ihren Bewerbungsunterlagen – Anschreiben, tabellarischer Lebenslauf, Deckblatt, Dritte Seite oder Motivationsschreiben – immer dieselbe Schriftart. Schwarz auf Weiß.

Wer hier willkürlich mixt, signalisiert seinem Leser, dass es sich um eine Patchwork-Bewerbung handelt: nichts Durchdachtes, individuell für das Unternehmen Gestaltetes, sondern ein Sammelsurium aus recycelten Unterlagen. Solche Bewerbungen landen zu 99 Prozent bei den Absagen.

Eine Ausnahme gibt es: Für die Überschriften können Sie – wenn Sie mögen – eine Schriftart ohne Serifen wählen. Für den Fließtext eignen sich Schriftarten mit Serifen. Mehr als zwei Schriftarten sollten es im Lebenslauf letztlich aber nicht sein.

4 gute Schriften mit Serifen sind:

  • Book Antiqua
  • Cambria
  • Georgia
  • Times New Roman

4 gute Schriften ohne Serifen sind:

  • Arial
  • Helvetica
  • Verdana
  • Tahoma
Schriftgröße

Die meisten Bewerber verwenden die Standard-Schriftgröße von 12 Punkt für den normalen Text. Das Gros der Schriftarten ist darauf abgestimmt und perfekt lesbar.

Nichtsdestotrotz können Sie auch bewusst mit der Schriftgröße experimentieren und origineller und individueller werden – zum Beispiel mit der sogenannten 11-13-15-Regel:

  • 11-Punkt: In dieser Schriftgröße sollte der gesamt Fließtext stehen. Also alle längeren Textpassagen im Lebenslauf oder Anschreiben. Verwenden Sie dafür möglichst eine Schrift mit Serifen.
  • 13-Punkt: Diese Größe sollte allein Datum, Absender, Adressen, Zwischenüberschriften vorbehalten bleiben. Hierfür eignen sich groteske Schriften.
  • 15-Punkt: Diese Schriftgröße verwenden Sie nur für Ihren Namen im Kopf jeder Seite. Er soll herausstechen und in Erinnerung bleiben (serifenlose Schrift).

Warum ausgerechnet diese krummen Größen? Ganz einfach: Weil die Mehrheit der Bewerbungen heute dem Schema 12-14-16 folgt. Nebeneinander gelegt werden Sie also prompt auffallen.

Zeilenabstand

Wenn Sie mit Word oder einem anderen Textprogramm Ihren Lebenslauf erstellen, können Sie sich an der DIN 5008 für Geschäftsbriefe orientieren.

Durchgesetzt hat sich diese Formatierung:

  • Rechter Seitenrand: 1,5 bis 2 Zentimeter
  • Linker Seitenrand: 2 bis 2,5 Zentimeter
  • Oberer Seitenrand: 2 bis 2,5 Zentimeter
  • Unterer Seitenrand: 2 bis 2,5 Zentimeter
  • Zeilenabstand: 1- bis 1,5-zeilig
Lücken im Lebenslauf

Ein lückenloser Lebenslauf steht für Wahrhaftigkeit. Es bleibt keine Station unerwähnt, der Bewerber hat nichts zu verheimlichen.

Gleichzeitig wird für den Personaler ersichtlich, wie zielstrebig der Kandidat ist und wie geradlinig er seine (bisherige) Karriere verfolgt: Reihen sich hier eher zufällige Stationen aneinander? Motto: Hauptsache, irgendein Job! Oder lässt sich im Lebenslauf ein roter Faden erkennen, der bis zur angestrebten Stelle führt.

Je deutlicher Bewerber diesen Karriereplan im Lebenslauf herausarbeiten und je genauer dieser zur neuen Stelle passt, desto überzeugender wirkt der Lebenslauf auf den Personaler. Er wähnt ein Talent vor sich, das für den Job offenbar wie gemacht ist.

Ihr Lebenslauf hat noch immer die eine oder andere Lücke?

Lebenslauf-Lücken sind Gift für die Bewerbung. Aber eine kleine Entwarnung: Als Lücken gelten nur Zeitabstände von mehr als zwei Monaten. Ein längerer Urlab oder eine kurze Pause? Halb so wild.

Achten Sie darauf, dass die Chronologie innerhalb Ihres Werdegangs stimmt. Fügen Sie die Stationen möglichst nahtlos aneinander, lassen Sie keine aus und achten Sie auf die Datierungen.

Wie können Sie Lücken im Lebenslauf kaschieren? Ein Tipp: Versehen Sie die einzelnen Stationen stets mit Datumsangabe – aber nicht auf den Tag genau. Nach diesem Muster:

  • MM/JJJJ – MM/JJJJ

Zum Beispiel so:

  • 01/2017 – 11/2017 Position, Arbeitgeber
Arbeitslosigkeit erwähnen

Die meisten Bewerbungsratgeber raten davon ab, das Wörtchen arbeitslos zu benutzen. Viel zu passiv! Arbeitsuchend klinge als Formulierung wesentlich aktiver und engagierter.

Das stimmt zweifellos. Gleichwohl weiß natürlich trotzdem jeder Leser, was gemeint ist, und achtet dann vor allem darauf, wie lange die Suche schon dauert und was der Kandidat in der Zeit unternommen hat – außer Bewerbungen zu schreiben.

Wichtig ist dabei, dem künftigen Arbeitgeber zu zeigen, dass Sie…

  • über aktuelles Fachwissen verfügen.
  • den Arbeitsalltag nach wie vor kennen.
  • leistungsfähig und arbeitswillig sind.
  • sich in Ihrem Job auskennen und ihn beherrschen.

Natürlich kann im Vorstellungsgespräch immer noch die Frage nach dem Grund für Ihre Arbeitslosigkeit aufkommen; damit sollten Sie sogar rechnen. Doch erstens haben Sie die Hürde zum Gespräch bereits genommen und zweitens können die meisten die Gründe dafür meist problemlos erklären…

Lebenslauf unterschreiben

Der Lebenslauf wird immer am Ende, also unterhalb der letzten Zeile unterschrieben – mit Ort, Datum und einer handschriftlichen Unterschrift. Ob rechtsbündig oder linksbündig, hängt wiederum vom Layout ab.

Mit Ihrer Unterschrift bestätigen Sie, dass die Angaben korrekt sind und dass Sie sie selbst verfasst haben. Fehlt die Unterschrift, sind die Angaben deshalb nicht weniger wert, aber es könnte so wirken. Zudem verleiht die Unterschrift Ihrer Bewerbung eine persönliche Note.

Die Unterschrift selbst sollten Sie mit einem Füller oder Fineliner in blauer oder schwarzer Tinte leisten. Bleistift ist tabu, Kugelschreiber wirkt latent billig.

Lebenslauf Tabus

Füllen Sie Ihren Lebenslauf nicht mit irrelevanten oder unangebrachten Informationen auf. Diese zum Beispiel gehören nicht hinein:

  • Angaben zur Familie
  • Beruf der Eltern
  • Gehaltsvorstellungen (sind nur bei Bedarf im Anschreiben zu platzieren)
  • Rechtfertigungen für Kündigungen
  • Formulierung „arbeitslos“ (bitte ersetzen durch die aktivere Formulierung „arbeitssuchend“)
Lebenslauf Fehler

Fehler macht jeder. Besser aber, Sie sparen sich das eine oder andere Malheur für den Job auf. Andernfalls bekommen Sie ihn erst gar nicht.

Eine fehlerfreie Bewerbung bringt Sie näher an Schreibtisch und Gehaltsscheck. Diese Fehler im Lebenslauf sollten Sie daher unbedingt vermeiden:

  • Namen des Ansprechpartners falsch geschrieben
  • Datum nicht aktualisiert
  • Peinliche E-Mail-Adresse
  • Geburtsnamen und Berufe der Eltern aufgenommen
  • Unvorteilhaftes oder altes Bewerbungsfoto
  • Rechtschreib- und Grammatikfehler
  • Fehlende Übersichtlichkeit
  • Gefährliche Hobbys
  • Veraltete Kompetenzen (z.B. bei IT-Kenntnissen)
  • Keine Erfolge
  • Zu große Lücken
  • Falsche Angaben oder Lügen
  • Zu viele unwichtige Details
  • Uneinheitliche Formatierung, Schriftarten und Schriftgröße
  • überlänge (mehr als zwei oder drei Seiten)
  • Lebenslauf nicht individuell an den Arbeitgeber angepasst
  • Werdegang nicht deckungsgleich mit Ihrem Profil bei Xing oder Linkedin

Bevor Sie Ihre Bewerbung abschicken, sollten Sie diese von einem Dritten prüfen lassen. Sind die Unterlagen vollständig? Sind alle Angaben korrekt? Überzeugt das Anschreiben? So entgehen Ihnen außerdem kein Grammatik- oder Rechtschreibfehler.

Stellenangebote
Außendienstmitarbeiter (m/w/d) 29.10.
EJOT HOLDING GmbH & Co. KG Oberbayern, Schwaben
Personalsachbearbeiter (m/w/d) 17.10.
DPD Deutschland GmbH Nürnberg
Technischer Mitarbeiter / Fachkraft / Quereinsteiger als Dichtheitsprüfer (m/w/d) 17.10.
Canal-Control+Clean Umweltschutzservice GmbH Bad Oeynhausen
(Junior-) Key Account Manager (m/w/d) DIY 26.10.
Techtronic Industries Central Europe GmbH Hilden
[Bildnachweis: Ditty_about_summer by Shutterstock.com]

/></p>

	        
			        	
			<div class=

Diesen Artikel weiterempfehlen:

Diese Artikel fanden andere Leser interessant: